Was wird aus der Eisenbahn in Istrien?

Lea38

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Ah ja, schon 150 Jahre! Beeindruckend zu sehen, wie diese Bahnlinie die Geschichte Istriens geprägt hat. Wenn man solche reißerischen Überschriften liest, merkt man, wie sehr der Zug zugleich Furcht und Faszination ausgelöst hat. Es erinnert mich ein bisschen an kleine kreative Projekte, mit denen man Kinder beschäftigen kann, während man liest oder in Geschichte eintaucht. Auch wenn es nichts mit Zügen zu tun hat, zeigt es, wie kleine Erfindungen oder Aktivitäten einen Moment oder Tag wirklich verändern können.
 
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claus-juergen

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Der Bahnhof von Smoljanci scheint auch ziemlich heruntergekommen zu sein.


grüsse

jürgen
 

gaula

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"Das Projekt sieht den Bau eines rund 15 Kilometer langen Tunnels sowie eines etwa vier Kilometer langen Viadukts vor, abhängig von der endgültigen Streckenführung. Die Umsetzung dieses Projekts würde eine bessere Bahnverbindung zwischen Istrien und dem übrigen Kroatien ermöglichen, d. h. eine Zugfahrt nach Zagreb, ohne durch Slowenien zu fahren und ohne dass Fahrgäste im Gebiet Lupoglav in einen Bus umsteigen müssen, so HŽ Infrastruktura." schreibt GlasIstre heute:

"SCHIENEN DURCH UČKA​

Die kroatischen Eisenbahnen geben Details zu einem Großprojekt bekannt: Der Tunnel soll etwa 15 Kilometer lang sein.​

16.05.2026 06:00 | Autor: Boris Bilas"


Wer Näheres wissen will, findet weitere Infos in diesem Artikel:

 
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claus-juergen

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Ehrlich gesagt ist dieses Projekt aus meiner Sicht ein Hirngespinnst. Die Studie kostet schon mal zwei Millionen Euro. Ein 15 Kilometer langer Eisenbahntunnel und dazu ein vier Kilometer langer Viadukt schlägt definitiv mit mehreren hundert Millionen Euro zu Buche. Wie soll sich das jemals rentieren? In Istrien ist bisher weder ein signifikanter Umschlag von Frachten noch ein entsprechender Personenverkehr vorhanden und sicherlich auch nicht zu erwarten.

Die Bahn nach Pula wird eine Regionalbahn bleiben die auch in den nächsten Jahrzehnten ein Zuschußbetrieb sein wird.

grüsse
 

gaula

erfahrenes Mitglied
Alle daran Beteiligten freuen sich, die Visionäre sowieso, und bei den Projektanten klimpert's in der Kasse.

Was letztlich umgesetzt wird, weiß der Ewige. ;)

Das ganze erinnert mich an folgendes aus dem Jahr 2002 in Bayern:
"Geplant war eine Transrapid-Strecke, die den Münchner Hauptbahnhof in Stoibers Vision innerhalb von 10 Minuten direkt mit dem Flughafen München („Franz-Josef-Strauß“) verbinden sollte."
Eine schöne Vision.
Noch heute, 24 Jahre später, ist die Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen - um es milde auszudrücken - stark verbesserungswürdig.
 
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claus-juergen

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hallo Claudia,

wir alle wissen doch, daß die wichtigen Häfen für Frachten und deren Transport ins Hinterland Rijeka und Split sind. Alle anderen Häfen spielen in der vierten Liga. Rijeka und Split werden Zug um Zug ausgebaut und sollen künftig wohl auch die Nachbarländer ohne Meereszugang besser und damit schneller und billiger versorgen. Nicht zuletzt wird das LNG und Öl Terminal auf Krk erweitert und die angebundenen Pipelines auch bzw. besser ausgelastet. Irgendwann hängen auch die Slowakei und Ungarn komplett an diesen Leitungen.

Was also soll eine sündteuere Eisenbahnverbindung nach Pula? Vielleicht kommt ja ein neuer Containerhafen oder was auch immer? Ich glaube es nicht. Selbst der lange angekündigte Kreuzfahrthafen ist derzeit in der Versenkung verschwunden.

Ist eigentlich die neue Eisenbahnstrecke von Koper ins Hinterland schon im Betrieb? Slowenien hat es vorgemacht wie man einen Provinzhafen in ein Wirtschaftszentrum und einen Jobmotor verwandelt. Da kann sich Kroatien ein Stück davon abschneiden.

grüsse

jürgen
 
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