Was wird aus der Eisenbahn in Istrien?

claus-juergen

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#1
hallo,

Die istrische Lokalzeitung Glas Istre meldet, daß man sich staatlicherseits durchaus Gedanken über das unzureichende und marode Eisenbahnnetz, wenn man diesen Begriff überhaupt verwenden kann, in Istrien macht.

Das Bild im Artikel zeigt die vor etwa zehn Jahren durch einen Bergrutsch beschädigte Strecke der Rasa-Bahn. Seitdem ist diese stillgelegt. Um dem dortigen Freihafen in Trget Brsica mehr zu nutzen, dürfte die Instandsetzung der Bahnlinie von Vorteil sein.

Zwischen Lupoglav und Pula verkehrt ein paar Mal täglich ein Bummelzug. Den nutzt bisher kaum ein Tourist zur Anreise nach Istrien.

https://www.glasistre.hr/pula/raspr...je-zeljeznice-u-istri-je-katastrofalno-580270

Danke an Traudl für den link zum Zeitungsartikel.

grüsse

jürgen
 

dalmatiner

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#2
Hallo Jürgen, danke für den Bericht, die Bahnstrecken in Istrien sind sehr schlecht und man denkt schon an die Umwelt und die Touristen um den Bahnverkehr attraktiver zu machen.Schön das in dem Bericht geschrieben ist, das Österreich nur 3 Jahre vor 140 Jahren brauchte um eine Bahnstecke Pula-Divaca zu bauen.Gruß Traudl
 

claus-juergen

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#3
hallo Traudl,

mit der Donaumonarchie kann man die heutige Eisenbahn in Istrien nicht vergleichen. Da hatte das Militär in Pula Vorrang. Dafür wurde auch Geld locker gemacht. Da es zu der Zeit kaum Straßen in Istrien gab, war die Eisenbahn für den Transport von Waren und Menschen wichtig. Heute ist das anders. Die meisten Bahnen sind ein Zuschußgeschäft.

Umweltfreundlich ist die Bahn nur, wenn man sie einseitig betrachtet. Ein fast leerer Zug, der von einer uralten Diesellok gezogen wird, ist nicht umweltfreundlich.

Ich persönlich glaube nicht an eine wirtschaftliche Zukunft der beiden Bahnstrecken in Istrien. Dabei ist es egal, ob der schon zu Titos Zeiten geplante Anschluß an die Bahn nach Rijeka durch den Ucka kommt.

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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#5
hallo Traudl,

ich sehe eigentlich nur eine Chance für die Bahn beim Transport von Gütern. Der Personentransport dürfte nie und nimmer rentabel sein, weil einfach die Passagierzahlen fehlen.

Trotz allem frage ich mich, warum die Rasabahn nicht schon längst wiederhergestellt wurde. So hoch können die Kosten doch auch nicht sein. Bekanntlich hat ein Bergrutsch die Schienen auf vielleicht einem Kilometer Länge vor etwa 10 Jahren verschoben. Scheinbar war die Bahn schon vorher nicht wirtschaftlich gegenüber dem Warentransport zum Hafen Trget per Lkw.

Das angelieferte Holz kommt eh überwiegend aus dem Velebit und da braucht man nun mal den Lkw. Für Lebensviehtransporte alleine lohnt sich die Bahn wohl nicht. Das exportierte Gestein kommt eh aus dem Steinbruch im Rasatal. Auch dafür braucht man keine Eisenbahn.

grüsse

jürgen
 

dalmatiner

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#6
Hallo Jürgen es gibt einen Zusammenhang evtl. mit Hafen Rijeka wie sie schreiben.Gruß Traudl
 

Renate S.

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#7
Wenn man eine Bahnstrecke attraktiv macht, modernen Standard für Fahrgäste hat und der Zug nicht ein Bummelzug ist, wäre das schon eine gute Alternative. Perfekt wäre noch, wenn ich eine Fahrkarte in Österreich, in Deutschland oder Kroatien kaufen kann und natürlich weitere gute Verbindungen habe. Heute ist es so, dass du in jedem Land, das du auf dem Weg nach Kroatien durchfährst - nicht so wie z.B. Österreich Deutschland -, eine eigene Fahrkarte kaufen musst. Allein das ist schon mühselig.
Und wenn das alles passen würde, gäbe es gerade in der heutigen Zeit bestimmt einige Umsteiger und es werden mehr werden Denn bevor ich fliege und CO2 volle Breite in die Atmosphäre katapultiert wird, fahre ich ganz sicher lieber mit der Bahn. Z.B. die Strecke Wien - München - genial billiger als Auto und schneller als Auto.
Und die LKWs, diese ungeheueren Dreckschleuder, gehören für mich alle auf die Schiene. Das ist echt eine Frechheit, was da so auf den Autobahnen rumfährt.
 

Suncokret

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#8
Heute ist es so, dass du in jedem Land, das du auf dem Weg nach Kroatien durchfährst - nicht so wie z.B. Österreich Deutschland -, eine eigene Fahrkarte kaufen musst. Allein das ist schon mühselig.
Probier' mal bahn.de Dort gibt es zumindest für einige Zielbahnhöfe in HR durchgehende Fahrkarten. Ich habe das schon mehrfach genutzt:
SparpreiszieleHR.jpg
 

Renate S.

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#10
Hm super danke - ich bin zwar aus Österreich, möchte aber ab nächsten Jahr in Liznjan fest wohnen und dann z.B. öfter mal zu meiner Tochter und Enkelin nach München fahren, da ist das eine Super Idee
 
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#11
Probiers doch mit öbb.at, da kannst du die Fahrkarte vll online bezahlen und bekommst die EINE Fahrkarte als E-Mail in wenigen Minuten. Bei mir funktioniert das zumindest ab Salzburg.
lg Franze
 

Renate S.

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#13
habe ich schon probiert geht nicht - ich hatte mal 1 Arbeitstag in Wien und dachte, das müsste doch mit dem Zug machbar sein, zu kompliziert, da du in jedem Land, das du durchquerst, eine Fahrkarte kaufen musst.
 

claus-juergen

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#14
Hm super danke - ich bin zwar aus Österreich, möchte aber ab nächsten Jahr in Liznjan fest wohnen und dann z.B. öfter mal zu meiner Tochter und Enkelin nach München fahren, da ist das eine Super Idee
Hallo Renate,

Einfacher und oft billiger ist der Flixbus. Der fährt täglich von Pula ins Zentrum von München zum ZOB. Von Pula raus nach Liznjan dann mit dem Linienbus für 15 Kuna einfach. Fahrtzeit allerdings um elf Stunden. Der Linienbus hat Wlan!!!

Grüsse

Jürgen
 

Renate S.

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#15
ja habe ich auch rausgefunden. Ich bin einmal mit dem Flixbus von Wien nach München gefahren, das war schon sehr anstrengend, es ist eng und dir tut nach einer gewissen Zeit alles weh - alles nicht optimal.
 

claus-juergen

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#16
Hallo Renate

Mach dir keine Illusionen bezüglich der Eisenbahn. Das Passagieraufkommen nach Pula wird sicherlich noch ganz lange Zeit zu gering sein, dass kein Betreiber einer Bahn hier investiert. Da ist einfach nichts dran verdient.

Fahr mal im Hochsommer an den Bahnhof Pula und zähle die Passagiere in einem abfahrenden Zug. Der ist immer fast leer.

Grüsse

Jürgen
 

claus-juergen

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#18
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Marius

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#19
Renate hat natürlich völlig recht. Ich persönlich würde auch lieber mit dem Zug von Linz nach Pula fahren, wenn es halbwegs zumutbar oder überhaupt möglich wäre

Flixbus geht freilich gar nicht.

13 Stunden mit einem Low-Budget-Bus, der bei jeder dritten Autobahnabfahrt irgendeinen Dorfbusbahnhof anfährt, anstatt 6 Stunden mit dem Auto. Das ist leider keine Alternative. Wie kommst du denn auf so eine Idee, Jürgen?

Die Bahn wäre eine Alternative, spielt‘s aber leider nicht.
 
M

Marius

Guest
#20
Ich habe kurz Ruecksprache gehalten mit der Flixbus-Geschaedigten und muss mich korrigieren, es waren 16 Stunden.
 
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