Preisentwicklung nach der Einführung des Euro

claus-juergen

Globaler Moderator
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Die Einführung des Euro war doch für Handel, Gastronomie und den Dienstleistungssektor der Startschuß die Preise überdurchschnittlich zu erhöhen. Das gilt nicht nur für Kroatien sondern für alle Länder die die Gemeinschaftswährung eingeführt haben. Vergleichen ist immer nicht ganz so einfach und so kann der Verbraucher bequem über den Tisch gezogen werden.

In Deutschland wo der Euro ziemlich genau zwei DM entspricht war das wohl etwas schwieriger weil das selbst Menschen mit geringen Mathematikkenntnissen auf die Reihe bringen. Aber andere Länder wo die nationalen Währungen in einem krummen Umrechnungsverhältnis zum Euro stehen litten genauso darunter. Warum soll es in Kroatien anders sein? Hier kommt nur noch dazu, daß es gar nicht mal so wenige Vermieter, Händler und Gastwirte gibt die die Chance zum Abzocken der Kunden, egal ob Einheimische oder Touristen ergriffen haben. Ob das auf Dauer gut geht und nicht doch einige dieser geldgeilen auf der Strecke bleiben wird man sehen.

grüsse

jürgen
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Die Medien haben es in Kroatien wohl tatsächlich bei der älteren Bevölkerung geschafft den Euro als Verantwortlichen für die Teuerung seit 2023 zu brandmarken.
Dabei bräuchte man nur zum Nachbarn zu schauen. In Slowenien hat die EU-Währung viel höhere Zustimmungswerte - da sind die Güter des täglichen Bedarfs ja auch günstiger.
Das kann also nicht an der Währung liegen.
 

hannes99

aktives Mitglied
Auch in Deutschland wurde bei der Umstellung von DM auf € abgezockt ohne Ende.
Ich arbeitete damals als Vertriebler für Zerspanungswerkzeuge. Bei Schulungen wurde uns eingetrichtert, das der Warenkorb für den Kunden nur 1% teurer wird.
Ein Einkäufer konfrontierte mich mit einer Excel Tabelle die seinen Warenkorb abbildet. Die reale Preissteigerung meines Arbeitgebers betrug tatsächlich 58%!! . Das war von mir nicht mehr zu argumentieren und ich musste sehr hohe Rabatte geben die uns Jahre später noch auf die Füße fielen.
Durch die ungeschickt und unverschämte Preiserhöhung hat mein Arbeitgeber bei den Kunden Vetrauen eingebüßt und die Verhandlungen wurden härter.
Ich wünsche mir, das auch der Tourist in Kroatien preisbewußt einkauft, sei es im Restaurant, im Supermarkt und auch bei Hotels und Campings den Preis vergleicht und Abzocker boykottiert
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Klar wurde in Deutschland bei der Einführung des Euros 2002 heftig abgezockt.
Allerdings blieben die Preise dann 20 Jahre ziemlich stabil. Zu DMark-Zeiten kam halt jedes Jahr etwas dazu.
 

claus-juergen

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Die Inflationsrate im Dezember lag im Jahresvergleich bei 3,3 Prozent, wie weitere Daten des Zentralamts für Statistik (CBS) am Donnerstag bestätigten. Die Preise für Waren und Dienstleistungen für den persönlichen Verbrauch, gemessen am Verbraucherpreisindex, lagen im Dezember 2025 im Durchschnitt 3,3 Prozent höher als im Dezember 2024, während sie im Durchschnitt 0,4 Prozent niedriger waren als im November, wie CBS mitteilte.


grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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Da klagen auch viele Einheimische über Preiserhöhungen und niedrige Löhne und dann steigt vor allem das Barvermögen der Kroaten überdurchschnittlich an. Wie kann das sein wo doch Schwarzarbeit, Schwarzvermietung und ähnliche Kapitaldelikte angeblich nicht sonderlich verbreitet sind? Sachen gibts. ;)

"Zum Ende des dritten Quartals des vergangenen Jahres beliefen sich die gesamten Finanzanlagen der privaten Haushalte auf 118,35 Milliarden Euro. Das sind fünf Prozent mehr als zum Ende des vorherigen Quartals bzw. 11,6 Prozent oder 12,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr, wie die kroatische Nationalbank (CNB) am Freitag mitteilte. Im dritten Quartal 2025 hielten private Haushalte den größten Teil ihres Finanzvermögens in Form von Bargeld und Einlagen – 50,3 Milliarden Euro. Darauf folgten Versicherungen und Renten mit 30,5 Milliarden Euro, während 28,7 Milliarden Euro in Aktien und Investmentfondsanteilen angelegt waren.

Diese Entwicklungen führten zu einem Anstieg des finanziellen Nettovermögens des Haushaltssektors auf 87,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2025 bzw. einem Anstieg von 11,4 Prozent bzw. neun Milliarden Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, wie die Zentralbank mitteilte."


grüsse

jürgen
 

l200auto

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Moin,
also ist alles so gekommen wie hier bei uns und auch wie von vielen Prognostiziert. Eben der ganz normale € Verlauf.
Egal - wir freuen uns auf Kroatien im Mai und werden sehen was uns wie erwartet. Urlaub ist Urlaub. Und wenn das Preisniveau dann so wie Italien wäre ist es okay.
 
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claus-juergen

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Moin,
also ist alles so gekommen wie hier bei uns und auch wie von vielen Prognostiziert. Eben der ganz normale € Verlauf.
Egal - wir freuen uns auf Kroatien im Mai und werden sehen was uns wie erwartet. Urlaub ist Urlaub. Und wenn das Preisniveau dann so wie Italien wäre ist es okay.
Nein Andreas,

die Einführung des Euro hat in Deutschland sicherlich nicht zu solch gewaltigen Preiserhöhungen geführt wie in Kroatien. Was das Preisniveau in Bella Italia anbelangt gibts halt solche und solche Regionen. Direkt am Ufer des Gardasees wird dem Touristen das Geld aus der Tasche gezogen. 10 Kilometer weg vom Wasser hingegen ist Italien nicht teuer. Dies nur zum Vergleich...

grüsse

jürgen
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Wir haben es eigentlich oft genug festgestellt und geschrieben - der Euro war kein Preistreiber in Kroatien. Als ob es in den Jahren davor keine saftigen Erhöhungen gegeben hätte. Dass einzelne Vermieter und Lokale versucht haben die Situation auszunutzen war wohl nicht zu verhindern.
 

claus-juergen

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Laut den neuesten Daten von Eurostat liegt Kroatien bei den Restaurant- und Hotelpreisen nahe am Durchschnitt der Europäischen Union.

Die teuersten Länder:

  1. Schweiz – 171
  2. Island – 167
  3. Dänemark – 148
  4. Norwegen – 140
  5. Finnland – 129
  6. Niederlande – 127
  7. Belgien – 125
  8. Luxemburg – 124
  9. Schweden – 124
  10. Deutschland – 117
  11. Österreich – 112
  12. Frankreich – 110
  13. Italien – 110
  14. Eurozone – 102
  15. EU – 100
  16. Estland – 98
  17. Kroatien – 95

grüsse

jürgen
 
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hannes99

aktives Mitglied
Das kleine Land in den Bergen interessiert mich sehr wohl!
Meine Vewandtschaft lebt dort und ich habe dort gearbeitet und gutes Geld verdient.
Die Schweiz wird ihren Franken noch haben wenn Deutschland zum 4. Mal eine Währungsumstellung (Entwertung) hatte.
Deutschland würde mit der DM wesentlich besser da stehen und ich glaube der normale kroatische Bürger mit der Kuna auch.
Aber weder der deutsche Bürger, noch der kroatische Bürger wurden gefragt.
Die starke DM musste dem schwachen Franc und der sehr schwachen Lira weichen
 
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frank2.0

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Deutschland würde mit der DM wesentlich besser da stehen und ich glaube der normale kroatische Bürger mit der Kuna auch.
Das ist natürlich populistischer Unsinn und jeder der etwas von Volkswirtschaft versteht ist da anderer Meinung.
Fakt ist auch dass einige Länder EU-Beitritt und Euro mehr denn je anstreben, aber natürlich erstmal die strengen Kriterien erfüllen müssen.
Mal gucken was in Schweden passiert.
Noch was: die Unterstützung für den Euro liegt laut der letzten Eurobarometer-Umfrage in der gesamten EU bei 74% und in den EU-Ländern bei 83%.
 
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claus-juergen

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Die Diskussion pro oder contra Euro ist meiner Meinung nach sinnlos wie ein Kropf im Allgäu. Der Euro ist nun mal die europäische Leitwährung und wird sicherlich noch in manch anderen EU Ländern eingeführt werden. Vergangenen Zeiten nachzutrauern bringt nichts. Fakt ist nun mal, daß diese Währung sowohl für uns Verbrauer als auch für die Wirtschaft der Transparenz dient. Selbst die umstrittenen Versandhäuser aus China wie Temu und Shein bieten europaweit ihre Waren ein Euro an.

Die Währung dient zudem dem Zusammenhalt der Euroländer und macht es Quertreibern wie Viktor Orban in Ungarn oder Robert Fico aus der Slowakei schwer die Union zu spalten.

Zurück zur Preisentwicklung. Kroatien muß aufpassen, daß durch überzogene Preise nicht das selbe passiert wie vor vielen Jahren in Griechenland. Mehr als 20 % der Wirtschaftsleistung generiert der Tourismus. Bleiben die Gäste in großer Zahl aus dann hat das Land ein Problem.

grüsse

jürgen
 

hannes99

aktives Mitglied
Das ist natürlich populistischer Unsinn und jeder der etwas von Volkswirtschaft versteht ist da anderer Meinung.
Fakt ist auch dass einige Länder EU-Beitritt und Euro mehr denn je anstreben, aber natürlich erstmal die strengen Kriterien erfüllen müssen.
Mal gucken was in Schweden passiert.
Noch was: die Unterstützung für den Euro liegt laut der letzten Eurobarometer-Umfrage in der gesamten EU bei 74% und in den EU-Ländern bei 83%.

Alles was der normale Bürger spürt ist natürlich "populistisch"!
Was hast du studiert, Volkswirtschaft? und was ist dein derzeitiger Job?
O.K. Bankrotte Länder wie Bulgarien, korrupt werden streben nach dem Euro, aber Leistungsträger wie U.k haben den Euro verlassen. Zuerst mal mit Schmerzen aber die Briten werden ihr Pfund noch haben wenn Deutschland nach Reichsmark, DDR Mark und DM schon 4 mal ihr Vermögen verloren haben

Und jetzt erkläre mir mal deinen letzten etwas wirren Satz:

"Noch was: die Unterstützung für den Euro liegt laut der letzten Eurobarometer-Umfrage in der gesamten EU bei 74% und in den EU-Ländern bei 83%." ???

Was bitte ist in deinen Gedanken der Unterschied zwischen "die gesamte EU 74%" und "in den EU-Ländern"???

Ich denke du hast eine Pfeife geraucht
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Alles was der normale Bürger spürt ist natürlich "populistisch"!
Was hast du studiert, Volkswirtschaft? und was ist dein derzeitiger Job?
O.K. Bankrotte Länder wie Bulgarien, korrupt werden streben nach dem Euro, aber Leistungsträger wie U.k haben den Euro verlassen. Zuerst mal mit Schmerzen aber die Briten werden ihr Pfund noch haben wenn Deutschland nach Reichsmark, DDR Mark und DM schon 4 mal ihr Vermögen verloren haben

Und jetzt erkläre mir mal deinen letzten etwas wirren Satz:

"Noch was: die Unterstützung für den Euro liegt laut der letzten Eurobarometer-Umfrage in der gesamten EU bei 74% und in den EU-Ländern bei 83%." ???

Was bitte ist in deinen Gedanken der Unterschied zwischen "die gesamte EU 74%" und "in den EU-Ländern"???

Ich denke du hast eine Pfeife geraucht

Mal abgesehen vom Ton.
1. Ich hab BWL studiert und erfolgreich abgeschlossen. Und da ist natürlich auch viel VWL dabei.
2. Bulgarien ist nicht bankrott. Die haben eine Schuldenquote bei 26% - davon können Andere nur träumen! Wer die Kriterien nicht erfüllt darf den Euro sowieso nicht einführen.
Wobei es Montenegro und das Kosovo trotzdem einfach getan haben.
3. Du hast recht. Es muss heissen 74% aller EU - Länder und 83% der Euro-Länder. Da hab ich nicht aufgepasst. Polen, Tschechien, Ungarn, Dänemark und Schweden sind EU-Mitglieder ohne den Euro als Währung.
4. GB war zwar EU-Mitglied, aber hatte den Euro noch nie. Da hast Du wohl etwas verwechselt.
 
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