Mladic festgenommen

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claus-juergen

Globaler Moderator
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"Mit militärischen Ehren wird der Leichnam des bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Mladic in Belgrad empfangen. Das geht der EU-Erweiterungskommissarin Kos zu weit. Sie ändert kurzfristig ihre Reisepläne und mahnt das Land mit Blick auf den angestrebten EU-Beitritt.

Die Ehrung des vor wenigen Tagen gestorbenen bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers in Serbien hat zu Spannungen zwischen Serbien und der EU geführt. Wegen der "Verherrlichung" Ratko Mladićs in Serbien sagte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos einen für die kommende Woche geplanten Besuch in Serbien ab."


Einen Kommentar erspare ich mir. Ewiggestrige nennt man wohl die Fans des Massenmörders. Oder die wollen die Wahrheit nicht wissen.

grüsse

jürgen
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Das Thema zieht auch im Fussball seine Kreise denn Fans von Roter Stern Belgrad hielten beim letzten Spiel einen Banner mit Mladic hoch und der Verein unterstützt das auch. Zvezda (Spitzname von Roter Stern) spielt im Europapokal mit. Die UEFA hat sich trotz vieler Beschwerden noch nicht dazu geäußert.
Bin gespannt was da noch herauskommt - aber ich glaube nicht dass mit Serbien deswegen die EU-Beitrittsgespräche ausgesetzt werden und auch nicht dass Roter Stern Belgrad das Startrecht zum Europapokal verwehrt wird. Aber wer weiß das schon...
Interessant sicherlich dass sowohl die zuständige EU-Komissarin eine Slowenin ist als auch der UEFA Präsident ein Slowene ist.
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Einen Kommentar erspare ich mir. Ewiggestrige nennt man wohl die Fans des Massenmörders. Oder die wollen die Wahrheit nicht wissen.

grüsse

jürgen
Das Problem ist dass das eben nicht nur ein paar nationalistische Spinner sind sondern weite Teile der serbischen und bosnisch-serbischen Bevölkerung. Sogar der international renommierte Fussballverein Roter Stern Belgrad gehört dazu.
Und wenn man jetzt mit harten Bandagen gegen diese Gruppen bzw diesen Verein kommt wird der Mladic erst recht Märtyrerstatus erreichen.
 

Luppo

Moderator
Mitarbeiter
Dazu empfehle ich noch dieses Buch, das mich aus den Socken gehauen hat. Dieses Exemplar vermittelt einiges der vielen Gräueltaten des Balkankrieges!

Danke @Julija für den Buchtipp.
Ich bin mit dem Buch jetzt halb durch.
Für die Schilderungen der Geschehnisse braucht man wirklich starke Nerven.
Es ist unfassbar, was mitten in Europa vor gerade mal 30 Jahren geschehen ist und der Rest der Welt hat zugesehen.
 

Julija

erfahrenes Mitglied
Ich habe versucht, das Buch nochmal zu lesen. Geht nicht! Meine Nerven sind nicht aus Stahl! Irre!!!!!
Meine Freundin hat sich das Buch ausgeliehen. Auch ihr sind die Tränen über das Gesicht gelaufen. Und solche sollen ein Staatsbegräbnis erhalten?? Unverständlich!

Michael, ich gebe dir den Tipp, das Buch bis zur letzten Seite zu lesen.
 
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frank2.0

erfahrenes Mitglied
Es gibt ja auch jetzt in ihren Ländern Gerichtsverhandlungen gegen Italiener, Österreicher usw. die viel Geld dafür bezahlt haben dass sie in Sarajevo auf die Leute schießen durften. Man liest immer wieder etwas davon. Da tun sich Abgründe auf und das betrifft dann aber Leute von uns - nicht die angeblich so unzivilisierten Balkaner.
 
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frank2.0

erfahrenes Mitglied
Quelle "Süper Lig international" Facebook-Account.
Der serbische Fussballverband unternimmt gar nichts und von der UEFA ist auch nichts zu hören.
19308a2ae8726b08d540893d61b935aa.jpg
 

Luppo

Moderator
Mitarbeiter
Die Reaktionen zeigen, dass es immer noch zwischen den Ethnien schwelt.
Wer die nachgewiesenen Taten von Mladic gut heißt und ihm jetzt zum Abgang noch einen großen Bahnhof bietet, würde bei einem neuerlichen Konflikt auf der Seite der Täter stehen!
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Also man hat das soweit im Griff dass ein bewaffneter Konflikt wohl nicht möglich ist.
Aber die Gräben zwischen den Volksgruppen in Ex-Jugoslawien und speziell in Bosnien-Herzegowina sind nach wie vor sehr tief.
 
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hannes99

erfahrenes Mitglied
Ich war Panzeraufklärer bei der Bundeswehr und treffe mich jährlich mit Ehemaligen meiner Einheit. Meine ehemalige Einheit war auch an IFOR und KFOR Einsätzen in Bosnien , Kroatien und Kosovo beteiligt. Einige längerdienende berichteten mir von den Einsätzen wo sie Schreckliches gesehen haben. Zwei Kameraden sind sich einig, dass sie nie in irgendeinem Land des ehem. Jugoslawien Urlaub machen würden, da alle Völker dieses Landes Mörder und Verbrecher wären.

Ich fühle mich aber sehr wohl in Slowenien, Kroatien und auch in Bosnien. Traurig werde ich aber wenn ich die zerstörten Häuser auf der Route Karlovac-Plitvice oder im Hinterland von Zadar sehe
 

hannes99

erfahrenes Mitglied
Ich bin sehr froh, meinen Dienst als Zeitsoldat bei der BW beendet zu haben und an Einsätzen bei IFOR nicht teilnehmen zu müssen. Wäre ich bei der Bundeswehr geblieben, hätte es sich nicht vermeiden lassen. Diesen kostenlosen Urlaub in Trogir oder Sibenik mit Fahrten nach Bosnien als Begleitschutz hätte ich nicht gebraucht! Meine Nachfolger hatten ständig den Finger am Abzug der Maschine Kanone und am MG. Sie haben viele Tote gesehen und geschändete, gequälte Menschen. Meine Kameraden hatten ständig Angst, auf eine Mine zu fahren oder in einen Hinterhalt zu geraten.

1995/96 war ich junger Familienvater und hätte so ein Abenteuer nicht gebraucht. Ich hätte auch keinen Sinn darin gesehen, zwischen Parteien zu schlichten, die alle nicht unschuldig und sehr brutal waren
 

DerReisende

erfahrenes Mitglied
1995/96 war ich junger Familienvater und hätte so ein Abenteuer nicht gebraucht.
Ich war auf Pag, als es losging und die Fähre beschossen wurde. Ich war einer der Letzten, die es schafften.

Die Geschichte:

Anfang August 1995 startete die kroatische Armee die "Operation Sturm" (Operacija Oluja), um von serbischen Kräften besetzte Gebiete (die sogenannte Republik Serbische Krajina) zurückzuerobern. Die Kämpfe flammten extrem schnell und heftig auf – auch im direkten Hinterland der dalmatinischen Küstenstadt Zadar.
Tausende deutsche und europäische Urlauber wurden von den Kriegshandlungen völlig überrascht und saßen in der Region Zadar fest, da die Hauptstraßen nach Norden blockiert oder akut gefährdet waren.
Der Ablauf der ADAC-Rettungsaktion:
    • Die Blockade: Auf dem Landweg gab es für die Touristen kein Durchkommen mehr. Die Küstenstraße und die Wege Richtung Zagreb waren abgeschnitten.
    • Der Rettungsweg: Da der Landweg blockiert war, organisierte der ADAC in einer Blitzaktion die Evakuierung über den Seeweg. Der Club charterte eine große Autofähre, um die gestrandeten Urlauber mitsamt ihren Fahrzeugen aus der Gefahrenzone zu holen.
    • Die Evakuierung: Die Fähre brachte die Menschen vom Hafen in Zadar über die Adria in das sichere Ancona (Italien). Von dort aus konnten die Urlauber ihre Heimreise nach Deutschland auf dem sicheren italienischen und österreichischen Autobahnnetz fortsetzen.
Diese Aktion gilt bis heute als ein Paradebeispiel für die logistische Leistungsfähigkeit des ADAC-Auslandsschutzes in extremen Krisensituationen.
 
Zuletzt bearbeitet:

hannes99

erfahrenes Mitglied
Ich war auf Pag, als es losging und die Fähre beschossen wurde. Ich war einer der Letzten, die es schafften.

Die Geschichte:

Anfang August 1995 startete die kroatische Armee die "Operation Sturm" (Operacija Oluja), um von serbischen Kräften besetzte Gebiete (die sogenannte Republik Serbische Krajina) zurückzuerobern. Die Kämpfe flammten extrem schnell und heftig auf – auch im direkten Hinterland der dalmatinischen Küstenstadt Zadar.
Tausende deutsche und europäische Urlauber wurden von den Kriegshandlungen völlig überrascht und saßen in der Region Zadar fest, da die Hauptstraßen nach Norden blockiert oder akut gefährdet waren.
Der Ablauf der ADAC-Rettungsaktion:
    • Die Blockade: Auf dem Landweg gab es für die Touristen kein Durchkommen mehr. Die Küstenstraße und die Wege Richtung Zagreb waren abgeschnitten.
    • Der Rettungsweg: Da der Landweg blockiert war, organisierte der ADAC in einer Blitzaktion die Evakuierung über den Seeweg. Der Club charterte eine große Autofähre, um die gestrandeten Urlauber mitsamt ihren Fahrzeugen aus der Gefahrenzone zu holen.
    • Die Evakuierung: Die Fähre brachte die Menschen vom Hafen in Zadar über die Adria in das sichere Ancona (Italien). Von dort aus konnten die Urlauber ihre Heimreise nach Deutschland auf dem sicheren italienischen und österreichischen Autobahnnetz fortsetzen.
Diese Aktion gilt bis heute als ein Paradebeispiel für die logistische Leistungsfähigkeit des ADAC-Auslandsschutzes in extremen Krisensituationen.
 
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