Die Brücke von Kastela nach Split wird kommen.
Es ist vollbracht! So wird die Brücke zwischen Split und Kaštela aussehen; sie kostet 223 Millionen Euro. Die Zagreber haben wieder einmal gewonnen.
Geschrieben von Frano Kiso
23. Februar 2026 – 14:52 Uhr
Galerie
Kastela-BuchtJakov Prkić/Cropix
Nach langem Warten präsentierte „Croatian Roads“ offiziell den Siegerentwurf für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des Landes. Den Titel für die beste technische und gestalterische Lösung für die zukünftige Brücke über die Bucht von Kaštela gewann das renommierte Architekturbüro Studio 3LHD aus Zagreb in Zusammenarbeit mit dem slowenischen Partnerunternehmen „Pipenbaher Inženirji“ aus Slovenska Bistrica.
Sie erhielten außerdem den ersten Preis im Wert von 60.000 Euro und die Möglichkeit, das gesamte Konzeptprojekt zu gestalten.
Der Beste im Wettbewerb
Kroatische Straßen
Die neue, fast 1.600 Meter lange Verkehrsverbindung wird eine wichtige Verbindung zwischen Kaštela und der Halbinsel Split darstellen und Reisenden, die von der Autobahn A1 aus dem dalmatinischen Hinterland anreisen, eine direkte und schnellere Zufahrt nach Split ermöglichen. Geplant sind vier Fahrspuren sowie ein separater Fuß- und Radweg. An ihrem höchsten Punkt erreicht sie eine Höhe von 65 Metern über dem Meeresspiegel.
Gewinnende Lösung
3LHD
Der Wettbewerbsbeitrag basiert auf einem klaren und konsequent umgesetzten Konzept, das die visuelle Identität der Brücke durch eine überzeugende und ausdrucksstarke Präsentation über ein bloßes Symbol hinaushebt. Als Antwort auf die komplexe programmatische Aufgabe präsentierte der Autor eine Lösung, die über die rein utilitaristische Funktion der Überquerung der Bucht hinausgeht und dem vielschichtigen Umfeld, in dem die Brücke geplant ist, eine weitere, durchdachte Ebene hinzufügt. Dabei wurde die Harmonie mit der Umgebung und dem städtebaulichen Kontext als eine der gestalterischen Prioritäten hervorgehoben.
„Durchdacht und besonnen“
Die geplante Brücke verteilt die Pfeiler und Pylone optimal im Meer und fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein. Die Masse der Hauptpylone wird durch die Gestaltung an den meistbeachteten Stellen optisch reduziert. Diese optische Leichtigkeit wird durch die Anordnung der Diagonalstreben in der Achse des Überbaus erreicht. Dadurch wird eine doppelte Aufhängung (wie bei seitlichen Diagonalstreben) vermieden, die an den meisten Blickpunkten eine optische Belastung erzeugen würde. Dank der gewählten Aufhängungsmethode können die Randbereiche der Fahrbahnkonstruktion innovativ genutzt werden: Ein Fuß- und Radweg ermöglicht es den Nutzern, außerhalb des Wellenbrechers zu bleiben – mit freier Sicht und geschützt vor Lärm und Scheinwerferlicht.
Mit vier Aussichtspunkten (zwei auf jeder Seite der Brücke) und der Gestaltung von Haltepunkten an diesen Stellen wird die Bucht erneut hervorgehoben – diesmal aus einer völlig neuen Perspektive. Dem Architekten ist es gelungen, alle Dimensionen der komplexen Aufgabe zu meistern und gleichzeitig einen Mehrwert zu schaffen. Die neue Brücke über die Bucht von Kaštela, mit ihrem durchdachten und maßvollen Ansatz von klarer Linienführung, hat das Potenzial, einen geografisch und historisch vielschichtigen Ort positiv aufzuwerten und widersteht erfolgreich dem Eindruck eines aggressiven Eingriffs in den Raum – so das Ergebnis des Wettbewerbs für die technische und gestalterische Lösung der Brücke über die Bucht von Kaštela.
Nakon dugog iščekivanja, "Hrvatske ceste" službeno su predstavile pobjedničko rješenje za jedan od najvažnijih infrastrukturnih zahvata u zemlji. Tako je titulu najboljeg tehničko-oblikovnog rj...
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