Wanderung vom Limfjord nach Dvigrad

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claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
In der vergangenen Woche haben wir eine Wanderung vom Limfjord an der Westküste Istriens nach Dvigrad unternommen. Ausgangspunkt war der Parkplatz bei den Restaurants.

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Wer schon mal hier war, dem ist bekannt, daß es hier Muschelzuchten gibt.

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Es werden sowohl Austern als auch andere Arten von Muscheln gezüchtet.

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Mit solchen Wasserfahrzeugen werden die Muschelbänke gepflegt und auch abgeerntet.

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Natürlich kann man die Schalentiere vor Ort gleich probieren.

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Wir haben das nicht gemacht, u. a. weil wir eine zweistündige Wanderung bis zu unserem Ziel, der Ruinenstadt Dvigrad vor uns hatten.

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Die Schalen werden gereinigt und dann serviert man die Austern oder andere Muscheln den Gästen.

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Etwas Zitronensaft und ein Glas Weiswein gibt es auch dazu.

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Die Schalen hängt man dekorativ auf.

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Nun geht es aber los mit der geplanten Wanderung.

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Verlaufen kann sich niemand. Die Schotterstraße führt immer am Talgrund entlang.

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Überall blühen auf den Wiesen wilde Erdbeeren. Vermutlich bringen die Landwirte hier wenig Dünger und keinen Kunstdünger aus. Gemährt wird wohl auch nicht allzu oft.

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Wir kommen jedoch auch durch Wälder.

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Irgendwer hat hier einen tollen Rastplatz gebaut. Vielleicht für geführte Gruppen der momentan so modernen Quad-Touren.

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Ein massiver Tisch, ein Grill, dazu das Ganze überdacht. Das Klo befindet sich nebenan im Wald.
:)


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In einem Tümpel etwas abseits quakt es. Die Frösche und Kröten müssen sich beim Laichen beeilen. Mit Sicherheit ist dieser Tümpel in wenigen Wochen ausgetrocknet.

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Nach eineinhalb Stunden Gehzeit unterqueren wir die Autobahnbrücke.

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Kurz darauf liegt Dvigrad, übersetzt bedeutet das "zwei Städte" vor uns.

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Eine Teerstraße durchquert das Tal. Am Talboden steht diese Kapelle.

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Eine Tafel klärt uns über Geschichtliches auf.

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Nun müssen wir noch eine viertel Stunde auf der Straße nach oben gehen und dann stehen wir vor der Ruine.

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Doch zuerst haben wir uns ein kaltes Bier und eine Brotzeit verdient.

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Die Wirtin spricht gut deutsch weshalb wir uns eine Zeitlang über alles Mögliche unterhalten können.

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Die Preise sind sehr moderat und so soll die Frau doch auch etwas am Tourismus in Istrien verdienen.

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Tatsächlich gibt es hier auch noch Souvenirs zu kaufen die vermutlich in der Region hergestellt wurden. Eine Augenweide im Gegensatz zu dem ganzen Müll der Touristenmeilen vornehmlich aus China in den bekannten Küstenorten Istriens.

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Ich war ja schon wiederholt in Dvigrad und doch gehört die Erkundung der Ruine zu dieser Wanderung dazu.

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Der Burgherr wirft einen Blick nach draußen.

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Es wäre schön, wenn der Staat als Eigentümer des Grundstücks eine Treppe auf den Turm bauen würde, so daß man von dort oben die Aussicht genießen könnte. Woanders hat das auch geklappt in Kroatien.

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Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch, daß diese Ruine zwar für Besucher gesichert wurde. Dadurch hat man allerdings den Lebensraum einer seltenen Eidechsenart zerstört. Ob die heute noch im Gemäuer lebt weis ich nicht.


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Wer genau durch das Fenster blickt erkennt links die Autobahnbrücke.

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Irgendwann gehts an den Rückweg. Uns bleibt keine Wahl als die selbe Route wie am Hinweg zu nehmen.

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Die Sonne läßt sich nun etwas mehr blicken.

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Da erscheint eine Brücke gleich in ganz anderem Licht.

Wer mehr über Dvigrad wissen will, dem habe ich noch diesen link.


Die Wanderung ist nicht schwer und für jeden auch mit Turnschuhen machbar. Insgesamt vier Stunden Gehzeit plus die Zeit der Besichtigung, dazu für die Rast muß man allerdings schon ansetzen. Im Hochsommer gibt es teils schattige Abschnitte. Trotzdem sollten ausreichend Getränke mitgenommen werden. Die Einkehr an der Burg ist von Ende April bis in den Oktober hinein geöffnet.

jürgen
 
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claus-juergen

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Glas Istre widmet einen Artikel der Ruinenstadt. Dazu sind insgesamt 30 Bilder zu sehen.

Die Ruinen des einst prächtigen Dvigrad, jahrhundertelang verlassen und von den Einflüssen der Zeit gezeichnet, üben noch immer eine starke Wirkung aus und faszinieren mit ihrer bewegten Geschichte. Die Stätte in Limska Draža war bereits in prähistorischer Zeit als Hügelfestung besiedelt und wurde erstmals 879 urkundlich erwähnt, als sie aus zwei Festungen, Monkaštel und Kaštel Parentina, bestand.

Die Mauern, Türme und der Großteil der Gebäude, die bis heute erhalten geblieben sind, wurden größtenteils im 13. und 14. Jahrhundert errichtet und geformt, und im späten Mittelalter gab es in Dvigrad mehr als 200 Wohngebäude, in denen zwischen 1.500 und 2.000 Einwohner lebten.

Aufgrund von Pest- und Malariaepidemien sowie der Uskok-Kriege begann die Bevölkerung um 1630 Dvigrad zu verlassen, und die Stadt wurde schließlich 1714 aufgegeben, als auch die Pfarrkirche weggebracht wurde. Die Steinmauern erzählen noch heute ihre Geschichte, und unser Fotojournalist Milivoj Mijošek hat sie in diesem Fotobericht mit seiner Linse verewigt.

Die Legende der Mostranca (Wegweiser)​


Als Bischof Tomassini von Novigrad 1650 im Rahmen seiner Visitation Dvigrad besuchte, lebten dort nur noch drei Familien, die ärmsten unter ihnen. Selbst die Priester, die täglich in die verlassene Stadt zurückkehrten, um die Heilige Messe zu feiern, hatten Dvigrad inzwischen verlassen. Da ihnen der tägliche Rückweg zu beschwerlich war, beschlossen sie, das Allerheiligste Sakrament und die konsekrierten Hostien selbst von Dvigrad nach Kanfanar zu bringen. Doch als sie am nächsten Morgen die Kirche erreichten, war die Monstranz mit dem Leib Christi verschwunden.

Sie machten sich auf die Suche nach der Monstranz und fanden sie erleuchtet im Wald unterhalb von Dvigrad. Als der Priester die Monstranz an sich nehmen wollte, rannte sie ihm davon und hielt erst an, als er seine Messgewänder anlegte. So gelang es ihm, die Monstranz zur Kirche zu bringen, und später verlegte Bischof Vaira das Pfarrzentrum offiziell von Dvigrad nach Kanfanar. (Quelle: Visit Kanfanar)

Die Legende von Henry Morgans verborgenem Schatz​

Henry Morgan war ein berüchtigter britischer Pirat, der unter der Herrschaft des Gouverneurs von Jamaika, Thomas Modyford, gegen die Spanier kämpfte. Seine Taten gingen oft über seine Befugnisse hinaus, und sein größter Erfolg war die Eroberung Panamas. Da die Plünderung Panamas jedoch gegen den Friedensvertrag zwischen Spanien und England verstieß, zog sich Morgan den Zorn der Briten zu, die ihn daraufhin verfolgten.

Einer Legende zufolge wurde er auf der Flucht vor der englischen Flotte tief in die Adria verfolgt und erreichte schließlich die Limbucht. Die gewundene und abgeschiedene Bucht bot ihm ideale Bedingungen, um sich und seinen Schatz zu verstecken. Nachdem er vor der Küste der Limbucht geankert hatte, entdeckte er Dvigrad, das zu dieser Zeit fast vollständig verlassen war, und beschloss, seinen Schatz dort zu verstecken. Henry Morgan fand in der Nähe von Dvigrad, in dem Dorf, das heute den Namen Morgani trägt, sein neues Zuhause. (Quelle: Visit Kanfanar)


grüsse

jürgen
 
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