Gerade in diesem heißen und nicht nur in Südeuropa wasserarmen Sommer ist die Diskussion über den Sinn und die ökologischen Folgen eines Pools auch in Kroatien entbrannt.
"Die Kvarner-Region ist geprägt von Karstlandschaften – extrem porösem Kalksteinboden voller Spalten, Klüfte, Gruben und unterirdischer Höhlen. Das in den Karst einfließende Wasser durchläuft nicht die natürlichen Filter, die sandige oder lehmige Böden bieten. Es fließt direkt unterirdisch durch Felsspalten und gelangt so in Trinkwasserquellen oder ins Meer.
Indem wir Tausende Liter Poolwasser auf einmal in das Karstgebiet einleiten, verursachen wir dreifachen Schaden: Wir verseuchen den Boden chemisch, spülen ihn weg und zerstören die Vegetation, wodurch die Bodenfauna gefährdet wird. Poolwasser enthält Chlor, Algizide, Flockungsmittel und pH-Stabilisatoren.
Wenn dieses chemisch behandelte Wasser in den Karstuntergrund gelangt, verunreinigt es die unterirdischen Grundwasserleiter, aus denen wir Trinkwasser und Wasser für andere Zwecke entnehmen. Im Meer zerstört es empfindliche Küstenökosysteme, Algen und Jungfische. Das plötzliche Auftreten großer Wassermengen auf trockenem Karstboden verursacht lokale Erosion, trägt eine ohnehin schon dünne Schicht fruchtbaren Bodens ab und „verbrennt“ aufgrund der hohen Konzentration an Chemikalien die umliegende Vegetation.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Karstuntergrund Lebensraum für streng geschützte und empfindliche Arten wie die Menschenaffen und verschiedene unterirdische Krebse bietet. Schon geringfügige Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung des Grundwassers sind für sie tödlich.
Poolbesitzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass Poolwasser – wenn es nicht ausreichend aufbereitet wird – chemische Abfälle darstellt. Ist das Entleeren des Pools unumgänglich, müssen besondere, umweltgerechte Maßnahmen ergriffen werden. Dies sind Entchlorung (Neutralisierung), kontrollierter Durchfluss, Verbot der Einleitung auf die Karstoberfläche und Verwendung ökologischer Alternativen.
Das Wasser sollte niemals direkt nach der letzten Benutzung abgelassen werden. Der Pool muss mindestens ein bis zwei Wochen lang offen und unbehandelt bleiben, damit das Chlor unter Sonneneinstrahlung auf natürliche Weise verdunsten kann. Der Chlorgehalt vor dem Ablassen des Wassers sollte möglichst nahe bei null liegen.
Das Wasser sollte nicht auf einmal abgelassen werden. Die Ableitung muss schrittweise erfolgen, um Bodenerosion zu verhindern und der Natur zu ermöglichen, die Feuchtigkeit ohne Schock aufzunehmen. Es sollte auch nicht ungehindert an Trockenbauwänden herunterfließen, in Schluchten oder in die freie Natur gelangen. Idealerweise sollte das Wasser mit Zustimmung der Versorgungsunternehmen in die öffentliche Kanalisation geleitet werden, sofern diese über eine ausreichende Abwasserbehandlung verfügt, oder alternativ durch die Beauftragung autorisierter Unternehmen mit Tanks zur Entsorgung von Prozesswasser.
Eine nachhaltige Zukunft erfordert den Wechsel zu Systemen mit natürlicher Filtration (biologische Becken mit Pflanzen) oder die Verwendung von Systemen, die dasselbe Wasser über Jahre hinweg reinigen, wodurch die Notwendigkeit einer saisonalen Entleerung entfällt."
Zbog suše europske regije ograničavaju ili zabranjuju bazene, a prekršitelje otkrivaju satelitima i dronovima. Na Kvarneru prijeti i zagađenje krškog podzemlja.
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Wer die deutsche Übersetzung des Artikels liest wird feststellen, daß in Kroatien auch Menschenaffen leben. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
grüsse
jürgen