Kroaten bitten Touristen, Mautgauner nicht zu unterstützen

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Marius

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#42
Diese Initiative finde ich ohnehin doof, wobei auch die Überschrift irreführend ist, richtig wäre: "Kroatisches News-Portal (index.hr) bittet Touristen, die Mautgauner nicht zu unterstützen".
Die Jungs sollten aber lieber fordern, die Maut zu verdoppeln oder verdreifachen, dafür sollen aber nur Ausländer zahlen.
Kroaten dürfen dann die Autobahnen gratis benützen oder bekommen die Maut auf Umwegen rückerstattet, z.B. über Benzingutscheine oder für e-Autos Stromgutscheine oder meinetwegen wie bei den Deutschen über die KfZ-Steuer.
 
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SunnySun

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#43
Die Deutschen (?) bekommen die Maut über die Kfz-Steuer rückerstattet?
Was ist mit Österreich?
Und soll nicht genau dieses Vorgehen (Ausländer zahlen, Inländer nicht) gegen EU-Gesetze verstoßen?
 

frank2.0

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#44
Da sind natürlich die Slowenen mit ihrer Vignettenlösung schlauer und im Endeffekt netter gegenüber der eigenen Bevölkerung. Für uns und alle Ausländer hat sich die Fahrt dort erheblich verteuert seit Einführung der Vignette. Aber auch ein Durchschnittsslowene kann sich ein dortiges Jahrespickerl leisten. Würde ich als kroatische Regierung mal drüber nachdenken....
 
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Marius

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#45
@SunnySun , das war eine Anspielung auf die deutsche Ausländermaut. Fände ich für Kroatien auch super, wenn die deutsche Maut in dieser Form kommt.
 
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Marius

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#46
Nene, Frank, ich wäre dann schon dafür, dass die Kilometermaut in Kroatien bleibt, man müsste sie nur verdoppeln und den Einheimischen wieder rückerstatten.
 

frank2.0

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#47
Das ist jetzt zwar zunächst mal nur Deine 5.637 ste Kritik an der geplanten PKW Maut in Deutschland , welche aber trotzdem kommt .
Finde es bei den vorhandenen Einkommensunterschieden aber durchaus überlegenswert wenn die kroatische Regierung hier der eigenen Bevölkerung entgegenkommt. Vignette ist ja nur eine Idee. Es gibt natürlich noch viele andere...
 
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Marius

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#48
Wenn die deutsche Ausländermaut kommt, und das wird sie offenbar, obwohl ich das nicht für möglich gehalten hätte, dann MUSS jeder Staat der eigenen Bevölkerung entgegen kommen, sonst wären alle anderen ja doof, nur die Deutschen nicht. :)

Ich glaube, da haben die Deutschen die Büchse der Pandora geöffnet und das Ergebnis wird auch den Deutschen selbst nicht gefallen, denn letztlich wird es so sein, dass Deutsche in Deutschland insgesamt mehr zahlen als bisher, und in anderen Ländern ebenfalls mehr, denn dort müssen die Einheimischen ja auch "entlastet" werden. :)

Ein hübsches Eigentor, könnte man sagen, aber wenn die Kroaten vernünftig nachziehen, dann ist wenigstens eine Verbilligung für die Einheimischen drin, und dagegen kann man ja auch nichts haben. Die können sich die kroatische Maut nämlich großteils wirklich nicht leisten, um zum Thema zurück zu kommen, während sich Ausländer aus Mitteleuropa die Maut durchaus leisten können.
 
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nihil-est

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#49
Mojen @Marius , #48

das stimmt schon. Besser aber: Jedwede Maut wird abgeschafft, überall. ( Gut, so einen Strang gibt es ja schon ).

--

Maut nach Einkomen zu regeln oder nach Schadstoffausstoss, nach Gewicht oder Höhe, nach Uhrzeit oder Datum ..... Was für eine Regulierungswut man sich schon alles hat einfallen lassen.
Die paar Kröten ( = Geld ) an Maut verursachen Bearbeitungs- und Verwaltungskosten, füttern Aufsichtsräte und Politiker, versickern in Misswirtschaft und am Ende bleibt ein kläglicher Nettoertrag.
Diesen Nettoertrag gibt es übrigens nur weil sich zuvor jemand nicht ausgiebig genug bereichert hat, davon sollte man ausgehen.

Entlang so mancher Mautstrecke liegen wunderschöne Schlösser und auch alte Brücken. Diese an sich tollen Sehenswürdigkeiten waren dereinst all zu oft Horte der Raubritter die Wegzoll nahmen. Tja, manch Streckenabschnitt heuer kommt teurer als damals. ;)


Gruss in die Runde
 
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Marius

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#50
Oder ganz abschaffen, dafür wäre ich auch zu haben, aber leider geht es ja genau in die entgegen gesetzte Richtung, möglichst kompliziert und unfair muss Maut wohl sein.
 

Luppo

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#51
Maut war früher der Wegezoll, es gibt sie daher schon ewig.
Neu für uns ist, dass die Länder die von Ihnen errichteten (und von der EU bezahlten) und unterhaltenen Transitstrecken nicht mehr kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wollen. Insbesondere nicht Fremden, die nichts zum Bau und Unterhalt beitrugen/-tragen.
Wir werden uns daran gewöhnen müssen. Es ist ein Stück weit verständlich.
Ich denke, es wurde ein Umsatzziel definiert und und auf die verschiedenen Fahrzeugarten/-klassen/-eigenschaften aus den Statistiken aufgeteilt, je nachdem, was dem Betreiber oder der Politik wichtig erscheint. Heraus kommen dann die seltsamen Regelungen.
 

Heiko705

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#52

SunnySun

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#53
Und jetz erklärt mir bitte wer mit Ahnung noch seriös das österreichische Mautsystem... wie läuft das nochmal für Österreicher mit der Vignette ab? (eine ganz ehrliche Frage, bevor ich mich mit Halbwahrheiten befasse... )
 
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Marius

Guest
#54
Fuer Oesterreicher laeuft es gebau so ab ab, wie fuer alle anderen.
Was genau moechtest du denn erklaert haben? Die unterschiedlichen Vignettenpreise? Zusaetzliche Mautstrecken? Bitte konkretisieren, ich kann dir dazu bestimmt jede Frage beantworten.
 

claus-juergen

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#56
Und jetz erklärt mir bitte wer mit Ahnung noch seriös das österreichische Mautsystem... wie läuft das nochmal für Österreicher mit der Vignette ab? (eine ganz ehrliche Frage, bevor ich mich mit Halbwahrheiten befasse... )
Hallo SunnySun,

Das System ist ganz einfach und wird hier erklärt. Weder ein Austronaut noch ein Ausländer ist verpflichtet eine Vignette egal welcher Art zu kaufen. Nur wer die Autobahnen nutzt braucht ein Pickerl. Dazu gibt es extra Maut für diverse Tunnel und Pässe und auch die Brenner Autobahn kostet extra.

https://www.asfinag.at/maut-vignette/vignette/

Im Extremfall kostet dich also die Maut alleine durch Austria auf dem Weg nach Kroatien und zurück mehr als eine Tankfüllung. Dazu kommt dann noch die Maut in Slowenien, evtl. Italien und evtl. Kroatien. :(

Grüße

Jürgen
 

Luppo

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#57
Ich befürchte, es ging sunnySun in erster Linie darum, ob die Österreicher auch zahlen, was zurückbekommen und auf welchem Wege.
 

claus-juergen

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#59
Ich befürchte, es ging sunnySun in erster Linie darum, ob die Österreicher auch zahlen, was zurückbekommen und auf welchem Wege.
hallo Michael,

"zurückbekommen" ist so ein schwammiger Begriff. Ich gehe davon aus, daß auch in Austria die Gesamteinnahmen rund um den Straßenverkehr vom Staat ebenfalls nicht in die Verkehrsinfrastruktur gesteckt werden. Prozentual gesehen dürften die Einnahmen pro Pkw oder pro Einwohner sogar höher sein als bei uns, weil zum einen die Kfz-Steuern und auch die Steuern auf die Versicherungsprämien höher als bei uns sind und nicht nur die Asfinag als Betreiber der Autobahnen sondern auch die anderen mehr oder weniger staatlichen Betreiber von Mautstraßen, Tunneln und Pässen hohe Einnahmen verzeichen, die es hierzulande (noch) nicht gibt. Auch dürften die Steuereinnahmen aus dem Spritverkauf beim Transitland Austria höher als bei uns sein.

Der Staat ist halt insgesamt gesehen bezüglich der Steuereinnahmen eine große Umverteilungsmaschine. Manches ist transparent und manches nicht. Manche Subventionen sind Jahrzehnte alt, so daß sie aus dem Bewußtsein der Menschen verschwinden. ;)

grüsse

jürgen
 

Luppo

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#60
Hallo Jürgen,

Steuern sind per se nicht zweckgebunden. Daher ist natürlich der Fiskalhaushalt ein großes Umverteilungssystem.
Anders schaut es bei der Maut aus. ähnlich einem Beitrag oder einer Gebühr erkaufe ich mir die konkrete Leistung, einen Verkehrsweg nutzen zu dürfen. Nun würde eine private Gesellschaft die Erlöse in den Unterhalt stecken und den Überschuss an die Eigner ausschütten. Aber die staatliche ASFINAG wird die Erlöse nach Kosten in den Staatshaushalt abführen und schon sind wir wieder bei der nicht zweckgebundenen Steuereinnahme.
Nichtsdestotrotz ist die entscheidende Aussage, dass auch die Alpenrallyefahrer keine direkte oder indirekte Mauterleichterung bekommen.
 
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