Triest ... eine Stadt in Europa für Europa ...

J

JoJo40

Guest
#1
Wahrscheinlich bin ich eines der übrig gebliebenen Relikte aus vergangenen Zeiten ... denn ... wenn ich Auto fahre, höre ich gerne den Deutschlandfunk im Radio ... besonders gerne Funkhaus Europa ... also kein CD oder die nervige Stimme oder die Ableckung im Navi ...

Und gestern dann mal wieder ... noch in Belgien ... Samstagmittag ,wunderschöne und leere Autobahnen in meiner Richtung... aber Tempolimit 120 und drastische Strafen geben dem Tempomaten einen Sinn. Uhrzeit : 11.05 ... ein Bericht über Triest ...

Natürlich hörte ich genauer zu ... Triest eine Stadt über die hier im Forum sehr wenig zu lesen ist ... außer es geht um Baustellen, Staus oder Umfahrungen.
Aber dies hat diese Stadt und ihre Umgebung bestimmt nicht verdient.

Ich bin schon mehrmals in Monfalcone von der Autobahn ab- und dann die Bundesstraße 14 (Strada Costiera) bis Triest gefahren ... nur 25 km ... aber 25 km auf einer sehr schön gelegenen Straße ... direkt am Meer entlang ... du kannst aus dem Autofenster reinspucken ... und links (Eisenbahn naja) und hohe grüne Berghänge ...Orte wie Sistiana, Villagio San Mauro, Santa Croce und natürlich Grignano, bekannt durch das Schloss Miramare und den Yachthafen... wunderschön ... zur Rast einladend auch die Sandstrände an der Strecke...
ab Grignano seit 2 Jahren leider Schnellstrasse bis Triest (Vale Miramare)... aber die wunderschöne Aussicht auf die Adria blieb erhalten !

In Triest dann der Hauptstraße rechts folgen ... sehr schnell dann der Canale Grande (unbedingt anhalten und einen Kaffee trinken) dann Piazza dell'Unità d'Italia, der Hafen usw, usw ...

Aber eigentlich wollte ich keinen Reisebericht schreiben, sondern auf einen Bericht im Deutschlandfunk hinweisen ... über Triest ...

Mir gefiel der Bericht sehr gut ... Europa in Triest ... nicht die Sehenswürdigkeiten stehen im Vordergrund sondern die Menschen ... sehr gut beschrieben, ich kann mitfühlen ... manches ... nicht alles ...

Wobei noch zu sagen wäre, dass die Autorin des Berichtes, Simonetta Dibbern
keine Journalistin ist, sondern gelernte Musikerin (Geige, Saxophon und Alt (Stimme) ... deshalb kommen in ihren Berichten oft Personen aus Kunst und Kultur zu Wort. Ich kenne Simonetta persönlich ... eine Frau aus Europa ... für Europa...

Ach ja ... hier der Bericht

Was wäre noch zu schreiben ... ? Leider musste ich aufhören zu träumen ... denn bei Aachen hatte mich Deutschland wieder eingeholt ... und auf der Autobahn fing das Drängeln und Rasen an ... und natürlich gab es wieder Stau und Stop und Go ... ich wäre lieber weiter „nur“ 120 km/h gefahren und nebenher ein wenig geträumt ...

wünsche ALLEN einen wunderschönen Sonntag !
 

juergi 2008

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#2
AW: Triest ... eine Stadt in Europa für Europa ...

hallo jojo 40

ich kann dir nur zustimmen triest ist eine wunderschöne stadt.auch die menschen sind sehr hilfsbereit.

mfg juergi
 

claus-juergen

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#3
AW: Triest ... eine Stadt in Europa für Europa ...

hallo jürgen,

mir gefallen deine zeilen über triest. ich habe mir die mühe gemacht, den artikel aus dem deutschlandfunk zu lesen. in der tat war für mich triest bisher das übel der ewigen baustellen. sollte man sich doch tatsächlich mal verfahren haben und ist im zentrum gelandet, dann war man so darauf fixiert, wieder "auf den richtigen weg" zu finden, dass man die stadt eigentlich nicht beachtet hat.

vielleicht schau ich mir tatsächlich mal triest an. am besten wird sein, die beschriebene straßenbahn nach opicina und zurück zu nehmen. da gewinnt man in relativ kurzer zeit einen überblick über die stadt.

grüße

jürgen
 
F

Franto

Guest
#4
AW: Triest ... eine Stadt in Europa für Europa ...

Triest (Centro) wurde in den vergangenen 15 Jahren teilweise zu einer sehr schönen Stadt renoviert in der es sich lohnt, zumindest einen längeren Halt einzulegen. Vorher war es eine bereits durch Jahrzehnte dahin vergammelnde um nicht zu schreiben: dahin rottendes lautes Verkehrschaos in einer Steinwüste aus dem 19. Jahrhundert..

Tipp: Seit etwa drei, vier Jahren wurde endlich das leidige Parkproblem unmittelbar Nähe der Altstadt gelöst: Zahlungspflichtig zwar, jedoch entlang des Personenschiff-Hafens. Parkmöglichkeiten sind ebenso in dem großen Parksilo (ehemaliger Getreidespeicher des alten Hafens) beim Bahnhof Trieste Centrale. Nicht ratsam ist es allerdings, seine Karre irgend wo bei vielen Parkverboten abzustellen: Ich war überrascht, wie schnell die Stadtpolizei da war und danach schon der Abschleppwagen anrollte!;-)))

Mir macht es immer Freude, im Café Tomaseo einen Kaffe oder Campari-Soda zu trinken und nachzusinnen, dass vor mehr als 100 Jahren dort die italienischen Irredentisten gegen die Herrschaft Österreichs konspirierten und intrigierten. Manche der älteren, konservativ bürgerlich gekleideten Gäste kann man sich gut in diese Zeit zurück versetzt vorstellen. Ähnliches im stilvollen Café Specchi das an der großen Piazza Unità, dem "Hauptplatz" mit der offenen Seite zum Meer, liegt.
 
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