Trget Hafen

claus-juergen

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#23
Danke Sargox,

Oha, doch nicht der Libanon. Auch Israel hat Hunger auf Fleisch aus Europa.

Oder die Tiere werden in Israel nach islamischem Recht geschlachtet und dann in arabische Länder exportiert. Schließlich sind die diplomatischen, wirtschaftlichen, militärischen und nachrichtendienstlichen Beziehungen zur Jordanien, den VAE, Marokko und Bahrein jüngst intensiviert worden. Vermutlich wird auch Saudi Arabien demnächst offiziell Beziehungen zu Israel aufnehmen. Dann gibt es zu den verdeckten Deals wohl auch offene. ;)

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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#25
hallo Sargox,

das ist zwar richtig. Allerdings gehts hier um das Thema der Verschiffung von Schlachtvieh von Trget nach Israel. Dieses Land mag von den meisten muslimischen Ländern offiziell geächtet werden. Was aber deren Beziehung zum Iran und dessen Vasallen angeht ist das was anderes. Bekanntlich ist dein Feind auch mein Feind und somit sind manche irgendwie auch "Freunde" nur wegen dem gemeinsamen Feind. ;)

Vielleicht finden wir ja noch heraus, wohin das Fleisch verkauft wird, nachdem das Vieh in Israel geschlachtet wurde. Damit wären wir wieder beim Thema Kroatien bzw. dem Hafen Trget Brsica.

grüsse

jürgen
 

Sargox18

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#26
„Wir konnten das herannahende Boot riechen“: die düstere Wahrheit über Tierexporte


Knochenbrüche und andere Verletzungen sind bei Schafen und Rindern üblich, die wochenlang auf Schiffen in engen Buchten gehalten werden. Die Fotojournalistin Jo-Anne McArthur verfolgte die 22.000 Ankünfte auf einem Boot im israelischen Hafen Haifa
von Jo-Anne McArthur

Hunderttausende lebende Tiere werden jedes Jahr auf Schiffen von Australien und Europa in den Nahen Osten transportiert. Besonders lang ist der Weg von Australien nach Israel – die Fahrt dauert drei Wochen auf See, wo Rinder und Schafe für die Dauer oft in beengten Buchten gehalten werden.
Es wird geschätzt, dass Israel in diesem Jahr 114.040 Tiere (Rinder und Schafe) aus Australien und 409.123 Schafe und 169.991 Rinder aus Europa importieren wird. Obwohl diese Zahlen niedriger sind als im Vorjahr, sind die Lebendimporte im Allgemeinen gestiegen. Israel wird dieses Jahr voraussichtlich 700.000 lebende Tiere importieren – gegenüber 200.000 im Jahr 2012.

Im Juli fuhr ich nach Israel, um die australischen Schiffe zu fotografieren, die in Haifa in den Hafen einlaufen. Eines der Boote, die Bahijah, trug schätzungsweise 22.000 Tiere.
Ich verbrachte eine Woche damit, die Schiffe im Hafen zu überwachen und auf Nachrichten über einen der lebenden Importe zu warten. Als wir hörten, dass die Bahijah einlaufen würde, haben wir es geschafft, an diesem Morgen eine Yacht zu mieten und das Schiff auf See zu treffen. Ich konnte das Schiff und die Tiere aus der Ferne fotografieren.
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Das Schiff hat uns komplett in den Schatten gestellt. Ich war von dem Geruch überrascht. Schon von weiter weg konnten wir das herannahende Boot riechen. An fast jedem Fenster konnte man Tiere zusammengedrängt sehen. Die an den Fenstern haben Glück, denn sie bekommen frische Luft.
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Die Bewegung aus dem Meer ist wirklich unruhig, und das sind die Tiere nicht gewohnt: Teilweise erleiden sie Verletzungen und Knochenbrüche. Im April arbeitete ein Whistleblower , der auf einem lebenden Exportschiff beschäftigt war, mit Animals Australia zusammen, um die Situation an Bord eines Schiffes aufzudecken. Aufnahmen von fünf Lieferungen aus Australien in den Nahen Osten schienen mit Kot bedeckte Schafe und stark verweste Leichen zu zeigen, die in Pferchen mit lebenden Schafen zurückgelassen wurden. Bei einer bestimmten Reise starben während der Reise mehr als 880 Tiere.
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Die Geschichte endet nicht, wenn die Schiffe im Hafen ankommen.
Von hier aus werden die Tiere auf LKWs verladen. Dies kann bis zu 12 und sogar 16 Stunden dauern, da Tausende von Tieren an Bord sind.
Die Rinder und Schafe werden dann querfeldein transportiert. Ich zog stundenlang Lastwagen zu Futterplätzen in der Nähe von Eilat und in Quarantäne in einer Siedlung im Westjordanland. Die Futterplätze waren staubig und überfüllt. Die Tiere in Quarantäne waren lethargisch.

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Tote Nutztiere werden routinemäßig an öffentlichen Stränden von Tel Aviv angespült. Aufgrund der erschreckenden Bedingungen, in denen sich die Tiere befinden, überleben viele die Reise auf See nicht und es wird angenommen, dass ihre Leichen einfach über Bord geworfen werden. Bei den angespülten Tieren fehlen oft die Ohren oder der Kopf, sodass ihre Ohrmarken nicht zurückverfolgt werden können, um die Schiffe zu identifizieren.

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Auch die Toten und Sterbenden in Feedlots werden oft in der Wüste entsorgt. Ich habe fußballfeldgroße Parzellen mit Misthaufen und verwesenden Tierkörpern gesehen, die schon seit Jahrzehnten dort gewesen sein müssen. Die Bilder können weder den Gestank noch die Fliegen vermitteln.
Die Zukunft des umstrittenen Lebendimporthandels ist ungewiss. In der israelischen Knesset wurde ein Gesetzentwurf vorgeschlagen , um den Import von lebenden Tieren aus Australien und Europa zum Schlachten wegen des Leidens, das sie den Tieren zufügt, schrittweise einzustellen. Der Gesetzentwurf würde den Transport lebender Tiere reduzieren, gleichzeitig die steuerfreien Einfuhren von Frischfleisch erhöhen und die lokale Produktion fördern.

Animal Export
 
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claus-juergen

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#27
Hallo Sargox,

wie kürzlich woanders bereits erklärt, sind wir ein deutschsprachiges Forum! Ein Verweis auf englischsprachige Websites ist nicht zielführend. Entweder du übersetzt diese Websites oder du verzichtest auf die Verlinkungen.

Ob jede Übersetzung zudem stimmt, sei mal dahingestellt. Was soll der Begriff „22.000 Ankünfte“?

Bleiben wir hier doch beim Urlaubsforum Kroatien. Da darf man diese Tierexporte aus Trget zwar ansprechen. Aber eine genaue Analyse von Tiertransporten aus Australien nach Israel haben zum Thema wenig Bezug. Eine mehrwöchige Seereise dürfte für die Tiere zudem mit der einwöchigen Reise von Trget nach Haifa überhaupt nicht vergleichbar sein.

Wenn du zudem ganze Texte verlinkst solltest du auch die Quelle angeben. Dem Leser hier ist es nicht zuzumuten Cookies auf fremdsprachigen Websites zuzustimmen.

grüsse

jürgen
 
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