Skippertraining Ostern 2019

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#1
Mal sehen ob ich in dieser Rubrik auch richtig bin. Als Neuzugang muss ich mich auch erst einmal in der großen Forumsauswahl zurecht finden.
Wie bei meiner Vorstellung schon erwähnt, segle ich seit 2014 aktiv im kroatischen Mittelmeer bis zu zwei mal im Jahr. Meine Crew bestand dabei meist aus Segelneulingen oder einfach nur Mitsegelinteressierte.
Von Anfang an machte es mir dabei Spass, Allen den tatsächlichen Skipperalltag näher zu bringen aber auch weitere Erfahrungen zu sammeln. Selber hatte ich ja an zwei solchen Skippertrainings teilgenommen wo aber meine Erwartungen nicht erfüllt worden. Heute weiß ich, es gibt kein besser oder falsch sondern einfach nur ein anders. Das soll heißen, jedes Training, jeder Törn sind Schritte für weitere Erfahrungen.
So weit als Einleitung.

In der ersten Osterwoche vom 13.04. bis 20.04.2019 fand wieder ein Skippertraining statt. Diesmal wurde eine Sun Odyssey 479 dafür gechartert und die Ausgangsbasis war, wie meistens, die Marina Boatic in Seget.
Marina.jpg

Die Yacht war sehr komfortabel ausgestattet mit jeweils eigenem WC in den vier Kabinen
Sun Odyssey.jpg

und hatte somit genügend Platz für die 3 Teilnehmer am Training und 2 Mitsegler.
kabine.jpg salon.jpg

Der Schwerpunkt meiner Traininge liegt nicht an einer Ausbildung oder das Bestehen von Prüfungen zu Befähigungsnachweisen sondern um das drum herum für angehende Charterskipper.
Nach einem Segeltag werden dann wichtige Themen und Hinweise rund um das Chartern besprochen. Angefangen von der Vorbereitung, Organisation, Versicherungen, Schiffsübernahme, Sicherheitseinweisungen, Crewführung und vieles andere.
Der Segeltag selber gestaltet sich nicht nach einem Plan sonder ergibt sich immer individuell wie es bei einem Segeltörn ganz normal ist.

Einholen Landleine2.jpg
Mal benötigt man eine Landleine

Einholen Landleine.jpg
Wobei man auch bei diesem Manöver reichlich Spass haben kann.

sonnenuntergang.jpg
Bei genügend Platz reicht auch der Anker alleine!

segelkontrolle.jpg
Und weil Sicherheit, wie bei jedem anderen, auch ich groß schreibe, wird eingepickt und außerdem gibt es immer Automatikwesten die dann auch getragen werden.
Schließlich gibt es nur ein perfektes MOB- Manöver ( Jetzt ratet Mal welches ich meine)

Kurs Seget-Trogir.jpg
Aber Situationsabhängig, wen man sich bei tollen Segelwetter in der Plicht aufhält, geht es auch ohne Rettungsweste.

Betina auf Murter.jpg
Hier mal ganz entspannt vor Anker zum einkaufen in Betina auf der Insel Murter.

Jeden Tag übernimmt ein anderer Teilnehmer die Tagesplanung und Crewführung.
Mein Motto dabei, es ist oft nicht falsch was und wie es jemand macht sondern einfach nur anders.

Bei möglicher Zustimmung und Interesse, werde ich gerne weiter über meine Art von Skippertrainings hier berichten.
Auf Wunsch auch Informationen über die beiden nächsten Törns im Oktober2019 geben.
 

Marius

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#2
An so etwas sind wir hier immer interessiert! :)

Ich weiß zwar nciht, ob du hier viele Skipper findest, die ein Skippertraining machen wollen, aber zumindest einen Interessenten wüsste ich schon mal ( @Andy155 )

Auf jeden Fall, her mit den Berichten! ;-)

Und willkommen im Forum!
 

claus-juergen

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#3
hallo Klaus,

das ist mal ein Einstand! Danke fürs Erstellen dieses Berichts!

Anscheinend hat das Wetter bei eurer Tour gepasst. Der Mai war auch in Kroatien mehr als durchwachsen, man könnte auch sagen, viel zu kalt und zu naß.

Ich freue mich auf mehr von dir. Und ja, erzähl uns in jedem Fall weiteres hierzu. Das Boot macht einen durchaus luxuriösen Eindruck. Muß man Krösus sein, um so etwas gemeinsam zu chartern und eine Tour zu unternehmen?

grüsse

jürgen
 

Marius

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#4
Diese Frage kann ich dir auch beantworten, Jürgen.

Da man solche Segelyachten im Allgemeinen in Gruppen von 4-8 Personen chartert, muss man keineswegs überdurchschnittlich viel verdienen, das können sich alle leisten, die sich sonst auch einen Urlaub in Kroatien leisten können.

Wir haben bis jetzt zwischen € 2.500,- und € 5.000,- für durchaus ordentliche Yachten gezahlt, das teilt man dann halt noch durch die Anzahl der Personen, plus etwa € 500,- pro Person für Verpflegung, Hafengebühren, Anreise und so.
 
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#5
Hallo Marius und Jürgen,
lieben Dank für die Blumen!
Ich möchte aber niemanden Nerven mit aufdringlicher Werbung für mich auch wenn das alles ein Steckenpferd von mir ist.
Zu diesen Training hatten wir in jeder Hinsicht Glück. Das Wetter war genauso wie die Yacht ein Traum.
Normal sage ich immer "Wer mit mir segelt, der segelt bei Flaute" :happy:
Aber!
Segeln.jpg
Diesmal passte das Wetter und der Wind.
Ankern.jpg
Und ab den späteren Nachmittag lagen wir meistens bei Sonnenschein in einer ruhigen Bucht.
Nur einmal steuerten wir eine Marina an um Wasser zu bunkern und die Batterien zu laden. Außerdem schadet es auch nicht, sich mal wieder ordentlich zu Duschen wo auch unsere Mitseglerin sehr dankbar war.

Die Sun Odyssey 479 war durchaus luxuriös (natürlich nicht mit einem Cat vergleichbar) und mit Bj. 2018 auch noch sehr jungfräulich aber keiner muss hier ein Krösus sein um bei mir teilzunehmen.
Schließlich bestreite ich damit nicht meinen Lebensunterhalt auch wen ich bei der ganzen Sache einen geldwerten Vorteil habe, wie es so schön heißt.

Der Preis/Kopf liegt bei mir in der Regel zwischen 400,- und 480,-€ und ist auch abhängig ob man nur mit segeln oder aktiv am Training teilnehmen möchte.
Jetzt im Oktober komme ich zum Beispiel auf 440,-/Kopf für den aktiven Teilnehmer und 400,-/Kopf für mit segelnden Partner.
Der aktive Teilnehmer ist bei seinen Manövern schließlich über eine extra Versicherung abgesichert. Das würde jetzt aber ausufern:confused:

Also, wie Marius schon erwähnte kein Luxusspass.
Im Preis sind bereits sämtliche Kosten für die Segeljacht enthalten. Dazu gehört auch schon die Stützpunktabgabe (Endreinigung, Bettwäsche, Handtücher, Beiboot, Außenborder inkl. Benzin, Gas, volle Wasser-Tanks, alle Steuern und Gebühren/Transitlog, Kurtaxe)
zzgl.Bordkasse von ca. 100,-€ bis 140,-€/Kopf/Woche (hier zahle ich als Skipper mit ein). Aus der Bordkasse wird bezahlt, die Bordverpflegung (Speisen und Getränke in normaler tagesüblicher Menge), Spritkosten, eventuell anfallende Übernachtungsgebühren in Häfen oder an Bojen.
120,-€/Kopf wurden bisher aber nie überschritten.
Anreise, Landgänge mit Restaurantbesuchen bezahlt jeder selber!
Auch wen es viele so halten, Restaurantbesuche werden bei mir nicht über die Bordkasse abgerechnet. Ich finde es unfair, wen einzelne oder auch mehrere die höheren Ansprüche von einzelnen oder mehreren mit finanzieren müssen.

Klaus
 

Marius

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Medulin
#6
Also, ich halte das so: Als Skipper bezahle ich überhaupt nichts für Essen und Trinken. ;-)

Was die anderen Kosten angeht, da hängt es davon ab, wie die Runde zusammen gesetzt ist. Wenn das zum Beispiel eine eingeschworene Männerrunde ist, wo eh alle mehr oder weniger die gleichen Interessen haben, ist es besser, man teilt einfach alles durch alle. Mehrere Stichprobenberechnungen haben bereits ergeben, dass es sich immer ausgleicht, es geht jedes Mal nur um ein paar Euro.

Und wenn mal einer partout Hummer essen will, dann soll er halt den Hummer bezahlen und der Rest wirde wieder geteilt.

Ganz anders verhält es sich wohl, wenn wildfremde Menschen zusammen kommen, zumindest am Anfang sollte man da noch getrennt leben. ;-)

In Kroatien gelten ehein bisschen andere Regeln, was das Zahlen angeht, aber das haben wir schon mal woanders diskutiert, das sollte man hier raushalten.
 

claus-juergen

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Landkreis Augsburg und Liznjan/Istrien
#7
hallo Klaus,

danke für deine weiteren Ausführungen.

Da du diese Touren ja schon öfters gemacht hast, hätte ich mal eine andere Frage. Spielt sich so ein Team immer ein oder gibts doch das ein oder andere Mal Probleme mit Einzelnen? Wenn nur einer nicht zur Truppe passt, könnte die ganze Tour im Eimer sein. Hattest du diesbezüglich noch nie schlechte Erfahrungen oder hat dich dein "Riecher" noch nie im Stich gelassen? Erkennst du schon im Vorfeld, daß möglicherweise einer nicht dazu passt?

Wie ist das mit Frauen an Bord? Gerade Singles dürften in einer Männertruppe umschwärmt sein. Könnte sein, daß das dann Probleme gibt. ;)

grüsse

jürgen
 
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#8
Zum Thema "Zahlen" " Bordkasse" "Skipper geht frei" gibt es bestimmt tausende Ansichten und Meinungen und da sollte es jeder machen wie er will. Da wird man nie auf einen grünen Zweig kommen. Restaurantbesuche werden bei mir nicht aus der Bordkasse bezahlt und ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Jedem ist das vorher bekannt und damit ist gut.

Beim freihalten des Skippers können ganz andere Probleme auftreten die die wenigsten auf dem Radar haben. Mit diesem Thema habe ich mich die letzten Jahre intensiv auseinander gesetzt und ist ein Thementeil nach einem Segeltag.

Jürgen, zu deinen Fragen!
Es wäre gelogen zu sagen, das es immer Rund laufen würde. Natürlich kommt es auch mal zu Spannungen und das kann dann auch daran liegen das man mit meiner Art nicht ganz konform ist. Hier spielte das Thema Alkohol eine große Rolle. Aber, glaube nicht das es immer mit Männern schwierig werden könnte. Letztes Jahr hatte ich eine fast reine Frauen-Crew mit einer Prinzessin die ein Alphatier war. Es ist also nie geschlechtsspezifisch;)
Aber, es war noch nie so, das die ganze Tour deswegen im Eimer war.

Wie ist das mit Frauen an Bord? Gerade Singles dürften in einer Männertruppe umschwärmt sein. Könnte sein, daß das dann Probleme gibt.
Dazu kann ich gar nichts sagen da es in der Regel Paare waren.
Doch, gesetz dem Falle das es mal vorkommt, wer seinen Anstand vergisst, der geht von Bord:rage:

Letztendlich hatte ich aber überwiegend harmonische Törns mit tollen Mitseglern. Sonst würde es mir bestimmt keinen Spass machen.
Da ich im Vorfeld mit den Leuten telefoniere, alles offen anspreche und auch anhöre was man mir erzählt, merkt man gegenseitig schnell ob ich dem Mitsegler passe oder er/sie zum Törn bzw. meiner Art passt.
Meine Törns fallen weder unter Saufgelage noch Party egal in welchem Alter die Mitsegler/Teilnehmer sind.
 

Heiko705

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#9
Hallo Klaus,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Adriaforum. Mit diesem Thema bist Du hier auf jeden Fall richtig.

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind das an Kosten um die 450 € p. P. und Woche zuzüglich 120 € für die Bordkasse, richtig? Das ist nun wirklich kein Vermögen und sollte für jedermann erschwinglich sein.

Auch ich würde mich freuen, mehr von Deinen Unternehmungen zu hören. Das Thema interessiert mich, und sicher auch viele Andere. Hast Du bestimmte Buchten oder Inseln, die Du auf Deinen Törns gern anläufst oder ist das ganz unterschiedlich?
 
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#10
Hallo Heiko, auch Dir einen lieben Dank für die nette Begrüßung.
Deiner Frage...
Hast Du bestimmte Buchten oder Inseln, die Du auf Deinen Törns gern anläufst oder ist das ganz unterschiedlich?
… kann ich leicht beantworten.
Bei mir gibt es keine festen Routen. Das ist ja das schöne eines Segeltörns, wo Wind und Wetter Dir im Prinzip die Planungsvorgaben stellen. So komme auch ich immer wieder an neue Orte. Und wen man Buchten und Häfen nicht schon in und auswendig kennt ist das auch bei Training in meinen Augen sehr hilfreich. Dadurch schleicht keine falsche Routine in einzelnen Situationen ein.
Außerdem ist das Land und vor allem das Revier viel zu schön, um immer nur die gleichen Orte anzulaufen.
Aber, selbstverständlich ergibt es sich auch zwangsläufig mal das man bekannte Buchten anläuft und dann natürlich die schönen :)

Die 120,-€/Kopf für die Bordkasse war bisher das Höchste was jemals gebraucht wurde. Psychologisch ist es einfach besser, wen zu Anfang ein etwas höherer Betrag (140,-€/Kopf) eingezahlt und dann zum Ende des Törns zurück gezahlt wird als das man laufend nachfordern muss.

Die angegebenen Teilnahmekosten sind auch die Spanne die bisher aufgetreten sind. Da ich nicht erst Teilnehmer suche bzw. Mitsegeln anbiete sondern die Zeit, der Ausgangsort und die Yacht bereits immer fest stehen und damit auch die Kosten ist auch der Preis/Kopf dann schon fest.
Da sind dann aber auch die Kosten für meine extra Versicherungen, die ich als Skipper und Trainer mit geldwerten Vorteil benötige, ebenfalls schon eingerechnet.
Auch wen ich das alles nicht gewerblich bzw. beruflich mache, so muss ich mich doch an bestimmte Vorschriften halten. Und gerade bei den bekannten Skipperhaftpflichtversichgerungen gibt es diesbezüglich gemeine Fallstricke.
Auch ist es ein Unterschied ob ich ein Training (zusätzlich extra Versicherung) mache oder nur gegen geldwerten Vorteil skippere.
Aber dieses Thema gehört auch zu meinen Skippertraining. Irgendwo muss sich ja meine Art von Skippertraining zu den anderen unterscheiden. Ich mache auch keine Ausbildung sondern eher Coaching und Trainer für Leute die noch keine oder wenig Erfahrung als Charterskipper haben.
 
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#11
So, jetzt möchte ich mal zum Eingangsbeitrag zurück kommen und auf Grund der mitgeteilten Interesse einen Bericht zu diesem Skippertraining bringen.

Die Planungen begangen in der Weihnachtszeit 2018 mit abchecken eines für mich geeigneten Zeitraumes. Mit der ersten Osterwoche war dieser aber schnell gefunden.

Nachdem ich bereits schon viele Yachttypen gesegelt bin (Bavaria 39C, Elan 384, Dufour 455 und 460GL, Oceanis 46, Sun Odyssey 40.3) hat man dann schon so seine Vorstellung welche Hauptkriterien die Yacht auch dieses Mal in etwa erfüllen sollte.

Hierbei viel mein Auge auf eine Sun Oddyssey 479 die sämtliche meiner Kriterien erfüllte und zusätzlich in den vier Kabinen mit eigenem WC ausgestattet war. Also ein kleiner gerne mitgenommener Luxus. Damit war die Entscheidung gefallen und die Yacht gechartert.

Jetzt wo die Zeit, der Ort, die Yacht und natürlich sämtliche Kosten feststanden, begann die Suche nach Teilnehmern an diesem Trainingstörn in Verbindung mit einem sogenannten Charterseminar.
Überraschenderweise haben sich sehr schnell entsprechende Interessierte gemeldet und nach ausführlichen gegenseitigen Informationen zur Person und dem Trainings- und Seminarinhalten war die Yacht schon ende Februar belegt.

Mit Elmar, Ulrich und Adolf waren es drei Teilnehmer am aktiven Skippertrainung und dazu kamen noch Doris (Frau von Adolf) und Dirk als Mitseglerwiederholungstäter.

Wir alle trafen uns dann am 13.04.2019 zum ersten Mal gemeinsam in der Marina Boatic in Seget auf unserer Yacht.
Nach kurzer Begrüßung fing aber auch schon eine der erste Aufgaben eines jeden Törns an.
Die drei zukünftigen Charterskipper durften entsprechend der schon im Vorfeld erstellten Einkaufsliste die nötigen Besorgungen tätigen was sie in beachtlich kurzer Zeit schafften.

Während ich die Formalitäten der Schiffsübernahme erledigte waren es Doris und Dirk schon möglich, unser Gepäck auf die Kabinen zu verteilen. Obwohl der gesamte Ablauf wie die Faust auf´s Auge passte, dauerte es dennoch gute 2,5Stunden bis auch das letzte Teil verstaut war. Nachdem das genug Stress für einen Tag war machte ich nur eine kurze Schiffseinweisung mit ersten Verhaltensregeln auf einer Yacht. Danach wurde allen und vor allem mir noch genügend Zeit gegeben sich frisch zu machen um dann gemeinsam in eine nahe Konoba zum Essen zu gehen und sich endlich kennen zu lernen.

Auch wen ich es eigentlich meistens so erlebe war es jetzt wieder so. Als ich mir diesen wild zusammengewürfelten Haufen betrachtetet und Ihnen zuhörte überkam mich das Gefühl, die kennen sich seit Jahren.

Damit endete schon der erste Tag mit einem tollen Abend.

Fortsetzung folgt!
 
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#12
Sonntag 14.04.2019

Nachdem wir am Vorabend einen groben Tageszeitplan vereinbarten (dies betrifft jedoch nur den Tagesbeginn und lautet wie folgt: 7-8-9 alternativ 8-9-10) war das erste Frühstück an Bord um 8:00 Uhr und der Törnbeginn für 9:00 Uhr festgelegt. Die 7 steht für Ruhe an Bord. Davor darf niemand anfangen mit Geschirr zu klappern :)

Fast pünktlich um 8:00Uhr hatte ich den Kaffee fertig und alle anderen den Tisch gedeckt.

Da man sich am ersten Tag in der Regel erst zurecht finden muss war es ganz normal das erst um 9.30Uhr „Klar Schiff“ war.

Damit begann dann die ausführliche Schiffs- und Sicherheitseinweisung die auf Grund des Trainings-Charater 3 Stunden in Anspruch nahm. Dies durfte nämlich schon der erste Teilnehmer bzw. Tagesskipper mit meiner Unterstützung durchführen.

Danach verließen wir die Marina, machten uns mit dem Manövier- und Segeleigenschaften der Yacht vertraut und segelten bei leichtem Wind die Küste gen Westen entlang. Leider schlief der Wind immer mehr eins so das wir nach gut 3 Stunden und 15SM uns für eine nahe Ankerbucht entschieden. Gegen 17:00Uhr lagen wir dann sicher mit Landleine und Anker in einer kleinen Bucht. Am ersten Abend in einer Bucht bereitete ichldas Abendessen. Es gab mein geliebtes Cevapcici mit nach Originalrezept selbstgemachten Djuvec Reis.

Ich lobe mich grundsätzlich nicht selbst aber es hat jedem geschmeckt so das nichts übrig blieb.

Weil Doris und Dirk nach dem Essen von sich aus gleich den Abwasch übernahmen, nutzte ich die Gelegenheit mit Adolf, Elma und Ulli über alltäglichen Anforderungen eines Skippers zu sprechen um sich als Tagesskipper schon mal vorbereiten zu können.

- Schiffs- und Sicherheitseinweisung
- Tagesplanung
- An und Ablegen (Beachtung der verschiedenen Situationen)
- Ankern (Auswahl der Ankerbucht, Landleine ja/nein, Boje)
- Crewführung

Zum Schluss wurde noch Ulli zum nächsten Tagesskipper auserkorren und konnte gleich einen Teil der Informationen in die Tat umsetzen.
 
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#13
Montag 15.04.2019

Die Teilnehmer und Crew hat die 7 – 8 – 9 Regelung als optimal eingestuft und somit für den gesamten Törn festgelegt. Diesmal war es Doris die einen Tick schneller war und genau um 7:00 Uhr begann denn Kaffee zu machen. Der Rest kroch dann ebenfalls relativ schnell aus den Kojen und halfen beim Tisch decken in der Plicht. Dadurch waren wir sehr frühzeitig mit dem ausgiebigen Frühstück fertig. Während sich danach alle hermachten, „Klar Schiff“ zu machen, wurde von Ulli nochmals die aktuelle Wettervorhersage abgerufen und hielt dann Rücksprache mit mir über sein geplantes Vorgehen dem ich nichts zu entgegnen hatte.

Pünktlich um 9:00Uhr waren alle startklar und Ulli unterrichtete den Rest der Gruppe über die Wetteraussichten und damit über den geplanten Tagesablauf. Anschließend wurden die Positionen und die jeweiligen Aufgaben von ihm erklärt und von mir bei Bedarf ergänzt.Die Manöver und der Segeltag verliefen ohne großen Vorkommnisse. Gegen 15:00 Uhr frischte der Wind auf und über Funk kam die Warnmeldung von einer möglichen Bora. Laut Windkarte betraf es uns aber nur am Rande. Sicherheitshalber ordnete Ulli das reffen der Segel an was ich auch in Ordnung fand. Weil es sich nicht ganz sicher war, wie er weiter vorgehen sollte, fragte er mich um Rat. Auf meine Gegenfrage was sein Bauchgefühl sagt meinte er: Einen Hafen anlaufen oder vielleicht auch eine geeignete Bucht.

Während die anderen noch eine Mordsgaudi beim segeln hatten, besprach ich mit Ulli die Situation. Die aktuelle Windkarte zeigte, das die Bora ein gutes Stück von unserer Position entfernt an der Grenze von Nord und Mitteladria vorbei zieht und wir im Bereich von Murter nicht wirklich betroffen sind. Gemeinsam studierten wir jedoch den Beständig (888 Häfen und Buchten) und fanden in unmittelbarer Nähe unserer Position, eine geeignete und geschützte Ankerbucht falls sich Ausläufer der Bora doch bis zu uns erstreckten.

Nach kurzem Briefing der Crew liefen wir die Bucht an. Gegen 16:30Uhr ankerten wir auf 7,5m Tiefe und hatten 40m Kette gestreckt. Der Anker war mit 2.300 Umdrehungen eingefahren. Das sollte auch bei 8Bft reichen. Zum Abendessen gab es Kartoffelgulasch mit Salat und wieder war ich der Smutje. Wo steht eigentlich, das immer ich als Oberskipper kochen muss?

Während wir aßen, schlief der Wind komplett ein und es herrschte auch die ganze Nacht Windstille in unserer Bucht.

Nach dem Essen wurden für ca. 1,5Stunden die ersten Punkte meines Skipperseminars abgearbeitet.

- Auswahl einer geeigneten Segelyacht (man mag es kaum Glauben welche Kriterien eine Rolle spielen können).
- AGB´s der Charterbasen (giftige Klauseln und Kostenfalle)
- Versicherungen (welche sind sinnvoll, worauf muss ich achten beim kleingedruckten was nur die wenigsten lesen).

Danach ging es zum gemütlichen Teil des Abends über auch wen weiterhin über alles mögliche gefachsimpelt wurde.
 
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#14
Dienstag 16.04.2019

Die Nacht von Montag auf Dienstag verlief wettermäßig absolut still dennoch wurde es kurz vor Mitternacht unruhig. Dirk war der Meinung das er eine seiner Kontaktlinsen nicht heraus bekäme. Wir konnten diesbezüglich aber weder etwas feststellen noch irgendwie helfen. Jedenfalls war am Morgen das Auge ziemlich geschwollen und Rot unterlaufen.

Dirk meinte er wolle Augentropfen besorgen. Für den Vorschlag zu einem Augenarzt sah er keinen Bedarf.

Damit stand Elmar, als dritter Tagesskipper, vor einer unerwarteten Aufgabe. Selbstverständlich halfen wir alle zusammen und suchten dank Internet an Bord, nach einer Apotheke die von uns aus gut erreichbar war. So fuhren wir von unserem Ankerplatz nach Murter auf der Insel Murter unt ankerten vor dem Ort. Dirk wurde in Begleitung von Doris und Adolf mit dem Dinghi an Land verbracht um die Apotheke aufzusuchen.

Nach kurzer Zeit kamen die Drei mit Augentropfen und den Adressen eines Augenarztes zurück. Auch der Apotheker empfahl, die Kontrolle durch einen Arzt. Bei den Adressen handelte es sich um einen Arzt der sowohl in Vodice wie auch in Sibenik praktezierte. Dirk wollte den näheren Standort Vodice anlaufen und so entschied sich Elmar, in der dortige ACI-Marina für den Rest des Tages und die Nacht festzumachen. Da wir zudem das Glück mit einem guten NW-Wind hatten, konnten wir die Strecke auch unter Segel zügig zurück legen. Nach ca. 4,5 Stunden und 28 Seemeilen erreichten wir also Vodice. Beim bergen der Segel passierte ein ebenfalls unerwartetes Missgeschick. Wieso auch immer, rieß die Halterung, an der die Dirk ( nicht unser Crewmitglied sondern die Leine mit der der Goßbaum oben gehalten wird) angeschlagen ist, aus. Damit war Elmar mit einer weiteren unerwarteten Situation eines Skippers konfrontiert. Auf sein bitten hin, übernahm ich das Kommando an Bord. Schließlich kann man auch eine Menge lernen, wen man ohne Druck eine Situation von außen betrachten kann. Da sind wir bei einem Punkt,den ich ich immer versuche schon zu Beginn eines Törns zu vermitteln. Die Ruhe welcher der Skipper ausstrahlt wirkt sich positiv auf die Crew aus. Sprich, ist der Skipper hektisch, ist das auch die Crew.

Der Baum wurde provisorisch befestigt damit er nicht unkontrolliert umherschlug, die Crew für das Anlegemanöver eingeteilt und unterwiesen. Danach das Schiff für das anlegen vorbereitet um dann ganz entspannt am zugewiesenen Liegeplatz festzumachen.

Während sich Doris und Adolf mit Dirk auf den Weg zum Augenarzt machten konnten wir das Problem mit dem Baum näher begutachten und ohne großen Aufwand sogar beheben. Nach kurzer Zeit kam Adolf mit der Information zurück, das der Augenarzt nur noch in Sibenik seine Praxis hatte und Doris mit Dirk sich von einem Taxi hinfahren ließen.

Jetzt hieß es also warten und ich nutze die Zeit mit den drei Teilnehmern (Elmar, Ulrich und Adolf) des Skippertrainings mit Charterseminar die restlichen Punkte rund um das Chartern durchzugehen.

- Organisation Rund um den Chartertörn (wer will schon vor dem auslaufen im Chaos versinken und Frust an Bord haben)
- Schiffsübernahme ( geht nicht in 10min. soll aber auch nicht den halben Tag dauern)
- Sicherheits- und Schiffseinweisung ( die richtige Mischung macht es)
- Logbuch
- Der Skipper hat die Verantwortung und das Kommando auf dem Schiff aber.......
(Schiffs- und Crewführung sind auch entscheidend für einen harmonischen Segeltörn)
- Tipps und Tricks (Erfahrungsaustausch)

Zwischenzeitlich bekam ich telefonische Rückmeldung von Dirk das sie wieder auf den Rückweg zu uns wären und soweit alles Ok ist.

Als die beiden zurück waren erfuhren wir, das die Kontaktlinse sich nicht mehr im Auge befand und sich dieses durch das viele reiben und Kontaktlinse suchen entzündet hatte. Das Auge wurde ausgespühlt und es gab neue Augentropfen die schon am nächsten Tag, Wirkung zeigten.

Für diesen Abend entschlossen wir uns die Gelegenheit zu nutzen und wiedermal auswärts zu essen.

PS.: Gestern erhielt ich eine Whatsapp-Nachricht von Elmar mit dem Wunsch, beim Oktobertörn/Training nochmal dabei sein zu dürfen und sucht dafür einen weiteren Teilnehmer mit dem er die Kabine teilen könnte. Terminlich wäre er noch flexibel und könnte sich als Termin den 05.10. bis 12.10 bzw. 12.10. bis 19.10.2019 vorstellen. Sollte es also auch hier eine Einzelperson geben die Interesse an so etwas hat, kann sich gerne bei mir melden und auch nach weiteren Informationen fragen.
 
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Mittwoch 17.04.2019

Es war ein besonderer Tag.

1. Dirk hatte Geburtstag
2. Die Schwellung und Rötung seines Auge hat merklich nachgelassen.
3. Doris fand die verschwundene Kontaktlinse auf dem Boden des Salons
4. Ab Mittag war ein NW-Wind mit 5-6Bft angegeben

Adolf war wieder als Tagesskipper an der Reihe. Nach dem Frühstück informierte er die Crew über den Tagesablauf. Für den Vormittag war geplant, die nahe gelegene Insel Zlarin mit dem gleichnamigen Fischerort anzulaufen. Aus der Vergangenheit war mir bekannt, das es dort eine Mole gibt die optimal für verschiedene Anlegemanöver geeignet ist. Man konnte auf zwei Seiten längsseits oder an Mooring anlegen. Längsseits mit oder gegen den Radeffekt sowie bei der gemeldeten Windrichtung mit auflandigem oder ablandigen Wind. Gegen 11:00Uhr erreichten wir Zlarin und jeder bekam eine andere Anlegesituation aufgetragen.
Zlarin.jpg
Wir fuhren also die verschiedensten Anleger wobei jeder gefordert war, sich darüber neue Gedanken zu machen. Das anspruchsvollste Manöver war diesmal das An- und Ablegen mit Mooring und Heckleine bei jetzt schon starken Seitenwind. Ehrlicherweise muss aber erwähnt werden, das wir genügend Platz hatten und niemanden zu Nahe kamen. Nach knapp 2 Stunden verließen wir Zlarin wieder und nutzten den Rest des Nachmittags und den tollen Segelwind mit 18kn um an der Küste Richtung Ausgangsbasis/Trogir entlang zu segeln. Gegen 16:30 und nach 24 zurückgelegten Seemeilen ankerten wir windgeschützt vor Rogoznica.

An diesem Abend versuchte sich Ulli als Schiffskoch. Es gab Spagetti mit Tomatensoße und natürlich frischen Salat.
 
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#17
Donnerstag 18.04.2019

Für Ulli als heutiger Tagesskipper und damit auch schon zum zweiten Mal, begann der Tag wie üblich mit dem einholen der Wetter- und Windvorhersage. Die Windrichtung heute aus SW blieb für uns aber optimal, so das wir mit Halbwindkurs weiter zurück Richtung Trogir segeln konnten.

Die Einteilung der Crew und das Ankermanöver verlief jetzt schon routiniert und reibungslos.

Nachdem wir unter Motor und gut 2 Seemeilen wieder die offene Küste erreichten, setzten wir die Segel und glitten mit durchschnittlich 6kn durch das Wasser. Auf Höhe Solta entschied ich mich kurzfristig, die Tankstelle in Rogac anzulaufen um am Freitag das mögliche Anstehen beim tanken in der Marina zu vermeiden. Meine Planänderung teilte ich Ulli mit, der als Tagesskipper die Mannschaft unterrichtete.

Wir liefen also Rogac an. Ulli verschaffte sich anhand der Seekarte und schließlich vor Ort, einen allgemeinen Überblick um dann die Crew auf das Anlegemanöver vorzubereiten und die Aufgaben zu verteilen. Nachdem wir ja die unterschiedlichsten Varianten am Vortag in Zlarin gefahren sind, konnte Ulli das ganz entspannt angehen. Zum tanken mussten wir längsseits an das Pier gehen mit dem Vorteil das auch der Radeffekt genutzt werden konnte. Es lief alles ruhig und mühelos ab.
tanken.jpg

Nach dem Tanken machten wir ein weiteres Anlegemanöver an der benachbarten Pier. Diesmal mit Heckleinen und Mooring.

mooring.jpg

Bei beiden Manövern wurde die Crew von Ulli einwandfrei vorbereitet und von ihm die Anleger gefahren so das wir uns anschließend alle einen verdienten Cappuccino in der angrenzenden Bar gönnten.

Danach ging es bei leichtem Wind nach Brac in die Bucht Stipanska wo wir die letzte Nacht vor Anker verbrachten.

Zum Abendessen gab es in Gemeinschaftsproduktion von Dirk und mir, Rührei mit Schinken und Bratkartoffeln.
 
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#18
Gutes Training...:) ich mache das im Prinzip genauso, nur ohne fixe Struktur. Sogar beim letzten Schnuppertörn durften die Teilnehmer, die das wollten, die ersten Anleger fahren. Ich plane grade für den Herbst, heute wird es dazu ein neues Thema von mir geben. Vielleicht sehen wir uns dann ja in dem einen oder anderen Hafen?
 
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#19
Hallo Christian, auch Dir ein liebes Danke für die Blumen.
Ob man das bei meinem Skippertraining mit einer fixen Struktur vergleichen kann, möchte ich nicht behaupten außer das die Aufgaben und vor allem die Verantwortung eines jeden Skippers gleich ist. Darauf möchte ich meine Teilnehmer vorbereiten.
Nun ja, bei mir darf zwar keiner ein Anlegemanöver fahren wenn er nicht im Besitz einer für das Revier vorgeschriebene Fahrerlaubnis ist. Das ist einfach eine rechtliche und versicherungstechnische Angelegenheit.
Alles ist gut, solange nichts passiert. Aber wen, dann ist das meistens nicht mit 5,50€ abgetan. Da ich, im hoffentlich nie vorkommenden Schadensfall, keine Probleme mit einer Versicherung bei einer Schadensabwicklung brauche, besitze ich für solche Trainings eine entsprechende Versicherung für die Teilnehmer die den Bedingungen entsprechend aber im Besitz eines gültigen Befähigungsnachweises sind und damit keine eigene Skipperhaftpflicht benötigen.
Ich bin nochmal ab den 05.10. mit einer Sun Odyssey ab Trogir unterwegs. Wer weiß, vielleicht überschneiden sich ja unsere Zeiten und man begegnet sich :)
 
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Freitag, 19.04.2019



Unseren letzten Morgen an Bord in einer Bucht genossen wir dieses mal ohne Zeitvorgabe nochmals mit einem ausgiebigen Frühstück.
Frühstück.jpg
Bis in unsere Heimatmarina (Boatic) nach SegetTrogir waren es nur noch 17 Seemeilen. Etwas Wind war erst ab den späten Vormittag angesagt. Bei Flaute und unter Motor wurden ca. 3 Stunden für die Strecke eingerechnet.

Elmar, als heutiger Tagesskipper, gab 10:30Uhr für „Klar Schiff“ vor was dann auch geschah. Pünktlich wurde von den eingeteilten Crewmitgliedern die Landleine und gleich darauf der Anker eingeholt.
bucht.jpg
Zuerst ging es unter Motor aus der Bucht auf NW-Kurs. Für kurze Zeit konnten wir dann sogar die Segel setzen und den Düseneffekt, der zwischen den Inseln Brac und Solta entstand, bei Raumwindkurs nutzen. Nach einer halben Stunde ging es bei fast Windstille wieder unter Motor weiter. Erst kurz vor der Bucht nach Trogir, konnten wir nochmals die Segel setzen und die letzten 3 Seemeilen damit zurück legen.

Auch wen wir erst zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in der Marina sein mussten beendeten wir unseren Törn mit einem wieder fast perfekten Anleger in der Marina um kurz vor 15:00 Uhr. Nach dem berühmten Anlegerschluck vereinbarten wir, für 18:00Uhr abmarschbereit zu sein um den Abend in Trogir zu verbringen. Während die anderen schon mal ihre Sachen verpackten, kümmerte ich mich um die Rückgabeformalitäten. Pünktlich waren wir alle frisch geduscht um uns auf den Weg zu machen. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung trafen wir uns zum Pizza essen in einer kleinen Konoba.
pizza.jpg


Hier hatten wir dann einen schönen Ausklang eines kurzweiligen Skippertraings/Segeltörns.


Zum Schluss ein paar Daten:

Bordkasse gefüttert mit 700HRK/Kopf (ca. 94€) x 6 Personen entspricht 4.200 HRK

Einkäufe insgesamt: 2.328,- HRK

Marina Vodice: 632,- HRK

Tanken: 360,- HRK (35,5Liter)

Ausgaben aus der Bordkasse 3.320,-HRK

Damit blieb ein Plus von 880,-HRK die mit 146,-HRK/Kopf (ca. 19,-€)zurück gezahlt wurden.

Motorstunden gesamt: 18,3Std.

Verbrauch ca. 2l/Std.

Das war ein kleiner Einblick aus meinem Skippertraining zu Ostern 2019. Ich hoffe, es war nicht zu eintönig beschrieben. Bin halt kein Autor :)
Sollte jemand Geschmack daran gefunden haben und auch mal teilnehmen wollen, hätte er die Gelegenheit in der Zeit vom 05.10. bis 12.10.2019 ab Trogir.
Die Kosten liegen bei 440,-/Kopf und Kojenplatz oder bei 810,-€ bei Einzelbelegung einer ganzen Kabine.
 
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