September in Istrien

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claus-juergen

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Vor kurzem haben wir beschlossen, dass wir heute von Memmingen nach Pula fliegen und eine Woche im Spätsommer im südlichen Istrien verbringen. Das macht deshalb Sinn, weil zum selben Zeitpunkt auch meine Tochter mit Familie da ist. Allerdings wohnen wir 10 km auseinander. So kann man sich sehen wenn man will und geht sich aber nicht auf die Nerven. Der Flug dauerte sage und schreibe nur 45 Minuten. Etwas später hatten wir unseren Mietwagen. Wie so oft gab es bei Avia ein Upgrade. Aus dem bestellten Škoda Fabia wurde nun ein Hyundai I 30. Auch nicht schlecht. Das Auto kostet knapp über 70 € für eine Woche. Die Flüge schlugen pro Person mit 52 € bei Ryanair zu buche.

Nachdem ich heute Vormittag noch einige Dinge in Pula zu erledigen hatte, ging’s mittag zur Unterkunft und danach an den Strand des Campingplatzes Mon Perin. Dieser Platz ist schon eine Hausnummer. Wenn man in Bale logiert kommt man gratis in die Anlage und kann die dortigen Einrichtungen nutzen. Es gibt mehrere Strände und mehrere Pools und mehrere Strandbars und Gaststätten.

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. So möchte ich gleich ein paar Bilder zeigen.

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Bei 30° im Schatten schlendern wir nicht auf dem Markt sondern schauten, dass wir so schnell wie möglich wieder am Auto sind.

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Olivenöl gibt es in verschiedenen dekorativen Gebinden. Aus meiner Sicht sind die Preise ganz schön gesalzen.

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Auch 125 € für den 5 l Kanister finde ich ganz schön heftig. Andere mögen es anders sehen.

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Endlich am Strand!

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Die Wassertemperatur passt auch. Also nichts wie rein ins mehr oder weniger kühle Meer.

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2 km weiter in diese Richtung befindet sich der bekannte Strand Cisterna.

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Ein paar Kilometer in dieser Richtung kommt man zum Ort Barbariga. Am Weg dorthin kann man noch ein paar alte Festungen aus der Zeit der Donaumonarchie besichtigen. Ich kenne die alle.

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An bald jedem Strand muss so eine neumodische Hüpfburg vorhanden sein. Die hier ist für die Nutzer des Campingplatzes und damit auch für uns gratis. Morgen wollen die Enkel vorbeischauen und ich nehme fast an, dass ich die da nicht mehr runter bekomme.

Jetzt wird es Zeit, dass ich mir ein Mückenschutzmittel hole. Zwei Räucherkatzen hat uns die Hauswirtin schon angezündet. Anscheinend ist die mit Weinreben bewachsene Laube ein beliebter Aufenthalt. Nicht nur für Touristen wie mich, sondern auch für die sechsbeinigen Stechviecher.

Wenn ich Zeit habe, möchte ich euch die nächsten Tage noch ein paar Bilder von meinen Unternehmungen zeigen. Allerdings muss ich ja auch ein paar Besuche bei Freunden mache , die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und die hier wohnen.

Und jetzt geht’s erst mal in eine mir seit Jahrzehnten bekannte Konoba in der Gegend zum Abendessen. Mal schauen ob es da noch so gut und preislich attraktiv ist wie in der Vergangenheit.

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

Globaler Moderator
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Ein ganz wichtiges Bild vom Strand habe ich euch vorbehalten. Natürlich gehört auch ein erfrischendes Getränk nach dem Schwimmen im Meer in einer Strandbar dazu. Für uns war es gestern Radler Grejp.

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Das ist die Strandbar.

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Eigentlich wollten wir am Abend nach Betiga zu Danijela zum Essen fahren. Da war ich schon Jahre lang nicht mehr. Allerdings hatte ich diese Konoba in sehr guter Erinnerung. Satz mit X! War wohl Nix! Da gibt es nur noch Getränke und nichts mehr zu essen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Die Chefin selbst habe ich nicht angetroffen.

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Pause: Der Strand wartet, und nichts ist wichtiger als das Meer!

grüsse

jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

claus-juergen

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Nun noch ein paar Infos zu den ersten beiden Tagen in Istrien. Nachdem das mit dem Essen in dem bevorzugten Lokal nicht geklappt hat, sind wir zwei km weiter nach Barbariga gefahren. Der Ort an Istriens Westküste ist eine Besonderheit. Hier gibt es eine Vielzahl von gleichartigen Ferienwohnungen und Ferienhäusern die alle zu Zeiten Jugoslawiens errichtet wurden. Der Großteil davon gehörte zur Reifenfabrik Sava aus Slowenien. Dort konnten also die Mitarbeiter dieses Unternehmens jeden Sommer günstig oder gar gratis ihren Urlaub verbringen. Nachdem Jugoslawien auseinanderbrach wurde auch Sava privatisiert. In dem Zusammenhang sind natürlich diese Ferienunterkünfte für das Unternehmen nicht mehr von Bedeutung. So wurden die alle für sehr wenig Geld an die Mitarbeiter oder deren Angehörige verscherbelt. In den neunziger Jahren kam die Anlage dann ziemlich herunter. Dies deshalb, weil viele kein Geld für Renovierungen hatten. Teilweise sind die Eigentumsverhältnisse auch ungeklärt weil Opa als Beschäftigter dieser Firma viele Kinder und Enkel hat und die alle um die 50 m² Eigentumswohnung streiten.

Heute ist das anders. Obwohl die ganze Siedlung etwas eintönig erscheint, ist sie mittlerweile viel gepflegter als noch vor einigen Jahren. Dazu sind jetzt auch Geschäfte und Restaurants entstanden. Da lag es nahe eines dieser Restaurants gestern Abend auszuprobieren. Wir wurden weder preislich noch qualitativ enttäuscht.

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Rechts im Tropicana Nova haben wir gegessen.

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Dieses Lokal hier schräg gegenüber ist nur ein Imbiss. Die Preisliste überzeugt. Wie das Essen ist, wissen wir nicht.

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Happy Hour lockt natürlich Touristen immer an.

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Nun habe ich euch eine kleine Geschichte die typisch für das Land ist zu erzählen. Bevor wir in dem oben genannten Lokal einkehrten, haben wir gegenüber die Preisliste der Konkurrenz studiert. Wir waren zu sechst und folglich gab es da auch ein paar Minuten Diskussionen darüber, ob wir dort einkehren sollten. Schließlich haben wir die Straße überquert und der Kellner kam auf uns zu und erklärte, dass wir gerne die Speisekarte anschauen können. Er bietet uns auf alles, was wir konsumieren sofort einen Rabatt von 10 % an. Dies deshalb, weil die Konkurrenz ja etwas preiswerter als er ist.

Wir wurden nicht enttäuscht. Sowohl die Portionen waren in Ordnung als auch die Qualität und schließlich wurden tatsächlich von der Rechnung, die auch ordnungsgemäß ausgestellt wurde 10 % abgezogen. In Deutschland wäre so etwas undenkbar. Schließlich haben wir doch für über 100 € gegessen und getrunken. Erst auf Nachfrage meines Schwiegersohns gab es allerdings einen Schnaps aufs Haus für uns Erwachsene.

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Bilder der Teller folgen irgendwann. Die befinden sich auf einem anderen Handy.

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In Bale logieren wir in einer kleinen Privat Unterkunft. Das ist der Blick in die Einfahrt.

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Das ist der Blick vom Balkon. Wer 1,5 Millionen € übrig hat, kann das Haus rechts gerne kaufen. Ob der Preis überzogen ist, weiß ich nicht. Der Ort selbst hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Meiner Einschätzung nach positiv. Die großen Bausünden hat man weitgehend vermieden.

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Das ist eine winzige familiengeführte Bäckerei mitten im Zentrum. Hier haben wir uns etwas Gebäck zum Frühstück gekauft. Nebenan ist ein kleiner Studenac Markt.

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Schräg gegenüber befindet sich ein Café, in welchen wir einen Latte Macchiato genossen haben. Der ist mit drei Euro allerdings auch kein Sonderangebot mehr. Bale entwickelt sich nicht nur städtebaulich, sondern auch preislich. Rovinj ist ja nicht weit weg. Während wir mehr als 1 Stunde beim Frühstück im Café saßen, konnten wir beobachten, wie ein Bus von TUI hier hielt und eine Reisegruppe eine Führung durch den Ort unternahm. Anscheinend ist Bale durchaus interessant für Touristen.

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Es gibt durchaus idyllische Ecken in dem Ort wo unverputzte Natursteinhäuser, die meisten davon renoviert, nach wie vor dominieren. Dazu ist hier viel weniger los als in Rovinj oder Porec.

grüsse

jürgen
 
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