Qualität des Meerwassers in Kroatien

Thoki

aktives Mitglied
Und dennoch gilt das Wasser an der kroatischen Küste als das mit sauberste im gesamten Mittelmeer.
Die "kroatische Küste" ist lang. Insbesondere wegen des sanfteren Tourismus und der Wasserqualität nehme ich gerne jeden Kilometer weiter südlich in Richtung Süddalmatien in Kauf. Istrien und die Italienische Adria Nordküste mit Triest und Venedig sind nunmal Industrie- und Ballungszentren mit allen Nachteilen für die Wasserqualität?
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Die "kroatische Küste" ist lang. Insbesondere wegen des sanfteren Tourismus und der Wasserqualität nehme ich gerne jeden Kilometer weiter südlich in Richtung Süddalmatien in Kauf. Istrien und die Italienische Adria Nordküste mit Triest und Venedig sind nunmal Industrie- und Ballungszentren mit allen Nachteilen für die Wasserqualität?
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. In Süddalmatien kommt ab und zu Dreck aus Albanien an!
Die Meeresströmung in der Adria ist entgegen des Uhrzeigersinns. Das heißt dass sauberes Wasser aus dem ionischen Meer antransportiert wird. Und das vom Po belastete Wasser an der italienischen Küste fließt nicht nach Kroatien rüber.
 

Thoki

aktives Mitglied
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. In Süddalmatien kommt ab und zu Dreck aus Albanien an!
Die Meeresströmung in der Adria ist entgegen des Uhrzeigersinns. Das heißt dass sauberes Wasser aus dem ionischen Meer antransportiert wird. Und das vom Po belastete Wasser an der italienischen Küste fließt nicht nach Kroatien rüber.
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen. In Süddalmatien kommt ab und zu Dreck aus Albanien an!
Die Meeresströmung in der Adria ist entgegen des Uhrzeigersinns. Das heißt dass sauberes Wasser aus dem ionischen Meer antransportiert wird. Und das vom Po belastete Wasser an der italienischen Küste fließt nicht nach Kroatien rüber.
Leider tritt das Phänomen in der Tat bei Scirocco (Wind aus dem Süden) auf. In Albanien wird der Müll in den Fluss gekippt und praktischerweise ist dieser dann in der kommenden Regenzeit mit der nächsten Flutwelle einfach im Meer verschwunden. Deshalb ist Gewässer- Meeressschutz natürlich ein Staatenübergreifendes Thema und hoffentlich mal ein Nutzenbringendes Instrument innerhalb der EU und für die Anrainerstaaten bzw. potenziellen Anwärter. Wobei die Mafia auf der anderen Seite der Adriaküste auch herzlich wenig auf die Gesetzgebung zum Gewässerschutz geben wird.
 
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Reaktionen auf meine Beiträge: frank2.0

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
…Die Meeresströmung in der Adria ist entgegen des Uhrzeigersinns. Das heißt dass sauberes Wasser aus dem ionischen Meer antransportiert wird. Und das vom Po belastete Wasser an der italienischen Küste fließt nicht nach Kroatien rüber.
Was das Wasser der Meeresoberfläche angeht spielt aber auch der Wind eine Rolle. Da auch in der nördlichen Adria Westwinde vorherrschend sind, wird das mit vielen Nährstoffen belastete Wasser von Po und der Etsch an der Westküste von Istrien verteilt. Genau das ist der Grund, dass sich die Quallen an den Badeorten dort in den letzten Jahren enorm vermehrt haben. An Istriens Ostküste und den Kvarner Inseln findet man so gut wie keine Quallen.

grüsse

jürgen
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Was das Wasser der Meeresoberfläche angeht spielt aber auch der Wind eine Rolle. Da auch in der nördlichen Adria Westwinde vorherrschend sind, wird das mit vielen Nährstoffen belastete Wasser von Po und der Etsch an der Westküste von Istrien verteilt. Genau das ist der Grund, dass sich die Quallen an den Badeorten dort in den letzten Jahren enorm vermehrt haben. An Istriens Ostküste und den Kvarner Inseln findet man so gut wie keine Quallen.

grüsse

jürgen
Das halte ich für ein Gerücht. Hab in Fazana noch nie eine Qualle gesehen. Und auch hier haben noch keine Foris von Quallen an der istrischen Westküste berichtet.
Mich hatte eine übel erwischt. Aber das war 1983 und in Portoroz.
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Leider tritt das Phänomen in der Tat bei Scirocco (Wind aus dem Süden) auf. In Albanien wird der Müll in den Fluss gekippt und praktischerweise ist dieser dann in der kommenden Regenzeit mit der nächsten Flutwelle einfach im Meer verschwunden. Deshalb ist Gewässer- Meeressschutz natürlich ein Staatenübergreifendes Thema und hoffentlich mal ein Nutzenbringendes Instrument innerhalb der EU und für die Anrainerstaaten bzw. potenziellen Anwärter. Wobei die Mafia auf der anderen Seite der Adriaküste auch herzlich wenig auf die Gesetzgebung zum Gewässerschutz geben wird.
Von beschmutzten Stränden in Süddalmatien liest man öfters. Und ja die Flüsse sind das Problem. Kroatien hat kaum Flüsse die in die Adria münden. Drüben ist der hochbelastete Po der den Dreck der Millionenmetropole Mailand ins Meer bringt. Kein Wunder dass es immer wieder Algenprobleme dort gibt.
 

Julija

erfahrenes Mitglied
In Istrien könnte man gelbliche Schlieren im Meer entdecken. Vor allem bei Pula.Kein Grund zur Sorge. Das sind wohl nur Blütenpollen. Allergiker sollten aber aufpassen. Hier gibt es Tipps, wie man sich schützen könnte.

 

Mick

erfahrenes Mitglied
Das halte ich für ein Gerücht. Hab in Fazana noch nie eine Qualle gesehen. Und auch hier haben noch keine Foris von Quallen an der istrischen Westküste berichtet.
Mich hatte eine übel erwischt. Aber das war 1983 und in Portoroz.
Naja, Fakt ist aber auch, dass seit Jahren an der istrischen Westküste die Meeresnüsse, auch eine Quallenart, extrem zunehmen. Ab Juni hat man die von Umag bis Rovinj runter. Im August dann immer in sehr großer Anzahl. Man spürt sie bei jedem Schwimmzug. Die tun halt nicht weh, aber sie sind da.

Das große Auftreten von denen ist mittlerweile auch ein ernsthaftes Problem für die Fischer. Einmal weil sie die Fische an sich verdrängen (sie fressen sowohl Fischlarven als auch Plankton). Und weil die Netze voll mit ihnen sind. Das macht Fanggeräte schwer, ineffizient oder sogar unbrauchbar. Außerdem müssen diese Netze dann aufwändig gereinigt werden.

Je wärmer das Wasser (typisch im Hochsommer), desto schneller vermehrt sie sich. Durch den Klimawandel verlängert sich diese „Wachstumsphase“.

Abwässer, Landwirtschaft, Flüsse bringen Nährstoffe ins Meer (Po, Mirna). Das führt zu mehr Plankton. Und Plankton fressen sie. Außerdem fehlen in der Adria ihre natürlichen Fressfeinde.

Diese Art kann sich auch noch selbst befruchten, produziert extrem viele Eier und wächst schnell.

Ein paar Tiere reichen und plötzlich sind Millionen da.

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