Petition für Prtlog

dalmatiner

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#1
Die Einwohner von Protlog machen eine Petition für den Erhalt ihrer Landschaft und gegen einen großen Bau von Holtels die eine englische Firma plant und von der Stadt befürwortet wird.Die Firma hat diesen Grund vor Jahren sehr billig gekauft und da war es auch nicht als Baugebiet geplant. Es wäre sehr schade wenn auch dieser schöne Küstenabschnitt,den viele Bootsfahrer lieben auch nicht mehr wäre,wo bleibt dafür die Einheimischen und Touristen die keine überfüllten Stände haben wollen noch erreichbare Bademöglichkeiten .Gruß Traudl Info. in allen Zeitungen,http://labinstina.info/vijesti/40308-pokrecemo-peticiju-protiv-devastacije-i-degradacije-prtloga, http://www.glasistre.hr/vijesti/pula_istra/ne-zelimo-da-nam-betonom-izgrade-rabac-broj-dva-545476, http://www.5portal.hr/vijesti_detalj.php?id=12946
 

balou

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#2
Der Bau wäre mehr als traurig. Die Bucht zählt nicht nur zu meinen Lieblingszielen. Lernt denn eigentlich keiner aus den Fehlern anderer Länder?

Gruß
Balou
 
H

Harry1958

Guest
#3
Boah, hoffentlich nicht.
Die tollen Buchten um Duga luka prtlog sind mit unsere bevorzugten Plätze.
Wäre schade um eine einzigartige Landschaft mit den tollen Buchten und Badeplätzen.

Gruß
Harry
 
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#4
Oh je, der einzige Platz für ein Hotel wäre ja ganz hinten in der Bucht. Dann wäre der schöne Strand immer übervoll, so wie in der Maslinica Bucht. Hoffentlich kann der Bau abgewendet werden. Ansonsten werden wir uns ein neues Urlaubsdomizil suchen müssen. Das wäre wirklich schade.

Viele Grüße
Markus

PS: Kann man für Bürgerinitiative "Volim Prtlog" spenden? Denn mehr werden wir von hier aus nicht tun können.
 
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dalmatiner

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#7
@pero,danke das Du mitmachen willst,ich habe die Adresse in LC Labin com gelesen.habe probiert nur mit www.peticija24.com das geht und dann Prtlog antippen.Viel Glück,hoffe es geht.Liebe Grüsse Traudl
 

dalmatiner

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#9
Pero das ist super ,bisher haben sich bis gestern 1500 Personen beteiligt.Gruss Traudl
 
M

Marius

Guest
#12
Bringt das denn etwas, wenn Leute unterschreiben, die 1.000 km entfernt leben?
Wenn der Gemeinderat so dahintersteht, und das tut er offenbar, dann wird er diese Unterschriften wahrscheinlich als erstes mal ignorieren. Also das würde ich an deren Stelle machen, wenn ich das Projekt durch ziehen wollte.
Ich selbst habe dazu natürlich keine Meinung, ich kenne weder den Ort noch die Projektdetails.
 

dalmatiner

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#13
Hallo Marius ich kenne einige die hier ein Haus haben und teil in Deutschland und teils hier leben und es gibt auch viele Gäste die schon viele Jahre immer nach Rabac und Umgebung kommen und auch über Wochen hier bleiben.
 
M

Marius

Guest
#14
Schon klar, aber bei der Unterschrift steht dann halt eine dt. Adresse, damit hat der Gemeinderat schon mal Futter, wenn du weißt, was ich meine.
Aber egal, vergiss meine Skepsis, wie sagt man bei uns? Hüft's nix, schadt's nix.
 

claus-juergen

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#15
Hallo zusammen,

Ehrlich gesagt wundere ich mich doch teilweise über die vorangegangenen Postings. Ich kenne die Gegend glaublich doch etwas mehr als die meisten. Ohne Frage, dort ist es weil abgelegen und wenig bebaut sehr schön.

Das Argument "der englische Investor habe vor Jahren billig gekauft" zählt erstens mal überhaupt nicht. Wieviel muss jemand denn mindestens bezahlen, dass er bauen darf?

Dazu kommt doch folgendes. Nun ist jemand da, will viel Geld investieren und eine Hotelanlage hier bauen. was steht denn dem entgegen, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen vorhanden sind? Jeder jammert über zu wenige Arbeitsplätze und mangelnde Investments. Lasst die Investoren doch bauen. Vielleicht entsteht sogar ein hochwertiges Hotel das nicht nur drei Monate im Jahr gefüllt ist. Die Klasse macht es mittlerweile und nicht mehr die Masse an Dreisternehotels. Davon gibt es genug an der Küste.

Wer hier vor Jahren gebaut hat, der kann doch nicht ewig darauf hoffen, dass seine tolle Aussicht und die Ruhe so erhalten bleibt wie bisher.

Soweit ich es in den letzten Jahren beobachtet habe wird in Kroatien immer hochwertiger und optisch schöner gebaut. Die Betonkästen der Titozeit sind zum Glück Vergangenheit.

Grüße

Jürgen
 

balou

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#16
Hallo Jürgen,
da habe ich aber eine ganz andere Meinung. Muß denn unbedingt jeder Ort oder Stelle der Profitgier zum Opfer fallen ? haben die Bewohner in der Umgebung denn nicht auch ein Recht die Natur zu erhalten ? Auch sie zahlen Grundsteuer obwohl sie ihr Grundstück schon gekauft haben, dann sollte doch die Umgebung auch erhalten bleiben. Wie negativ dies zupflastern sich darstellt sieht man doch z.B. in Spanien. Klar müssen Hotels sein, wenn sie sich einfügen noch besser, aber doch nicht überall, gewisse Bereiche und dann muss es auch mal gut sein. Notfalls halt auch mal ein altes herunter gekommenes abreißen und neu bauen, aber am gleichen Ort. Wenn ich im Urlaub von der Natur nichts mehr habe, brauche ich den Ort auch nicht mehr besuchen, denn Mensch an Mensch vor einer Hotelwand ist nicht mein Urlaubsziel.
Ich bin jedes Jahr dort und der Ort gehört zu meinen Lieblingsorten. Wäre schon mega Schade wenn er so zerstört würde.

Gruß
Balou
 

claus-juergen

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#17
Hallo Balou,

Schön, dass du dich vor Ort auskennst. Nehmen wir mal an, das geplante Hotel schafft nur 100 Arbeitsplätze. Die gäbe es folglich nicht, wenn das Hotel nicht gebaut wird. Welchen Vorschlag hättest du in dem Fall? Soll in der Gegend ein neuer Steinbruch erschlossen werden um den Stein nach Bella Italia zu verhökern wie an anderer Stelle auch? Oder soll das Zementwerk Koromacno oder Rockwool oder die Zigarettenfabrik Kanfanar ausgebaut oder nebenan in Plomim ein neuer Kohlemeiler gebaut werden oder was sonst?

Oder soll gemäß dem Sankt Floriansprizip schon ein Hotel gebaut werden, nur nicht gerade da, weil du hier deinen Urlaub verbringst? Mir ist klar, dass diese Fragen provokant sind. Was bleibt Kroatien denn anderes übrig, als in den Tourismus zu investieren wenn nicht die ganze junge Bevölkerung abwandern soll?

Es geht in dem Fall eben nicht um jeden Ort und jede Stelle wie von dir gemutmaßt, die derProfitgier zum Opfer fällt. Es gibt auch in der Region noch genügend ruhige Ecken. Ist das Erzielen von Gewinnen reine Profitgier? Nein, Gewinne gehören zur freien Marktwirtschaft. Wohin eine regulierte Marktwirtschaft führt, haben wir doch auch im kommunistischen Jugoslawien gesehen. Direkt in die Pleite!

Trotz einer gewissen Trägheit der Behörden im Land und trotz Korruption vertraue ich auf die Regeln und fürchte mich nicht, dass wie im Spanien der 70er Jahre zwanzigstöckige urlaubstürme auf Duga Luka Prtlog entstehen.

Grüße

Jürgen
 

dalmatiner

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#18
Hallo Jürgen es geht nicht um Arbeitsplätze,es gibt keine Arbeiter mehr für Hotels und Küche die werden dringend gesucht,sie kommen nun aus Bosnien und aus Varazdin.Die Einheimische Bevölkerung will ihr Land erhalten und sich nicht von Provitgier kaputt machen lassen.Habe erst heute mit einer langjährigen Freundin von Prtlog gesprochen die seit über 30 Jahre in Rabac auf Camp arbeitet und die wäre sehr traurig wenn dort die Hotels entstehen würden, es sollen ja 3 große werden.Gruß Traudl
 
M

Marius

Guest
#19
Ich finde, beide Seiten haben fuer sich betrachtet absolut recht. Das ist dann halt immer verzwickt, wenn beide recht haben, was soll man denn da tun?
Wo du allerdings nicht recht hast, Juergen, ist die Sache mit dem Preis.
Es ist ja nicht nur in Kroatien oft genug vorgekommen, dass eine Gemeinde Ackerland billig an einen Investor verkauft und dann nach Jahren - haha so ein Zufall - wird dann Bauland draus gemacht und zufaelliger Weise ist eine Hotelkette grad der Besitzer. Wenn die Hotelkette gleich Bauland ekaift haette waere aber der Kaufpreis um ein Vielfaches hoeher ausgefallen.
Hier handelt es sich selbstverstaendlich um Korruption, die Frage ist nur, wer persoenlich davon profitiert hat.
Die anderen Argumente bleiben freilich stehen. Sowas ist immer wieder eine bloede Situation, weil sich bei allem was man tut, immer jemand findet, der davon benachteiligt wird oder es zumindest so empfindet.
 

claus-juergen

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#20
Hallo Traudl,

Auch wenn Arbeitskräfte in Istrien fehlen, haben deiner Meinung nach diejenigen die mobil und arbeitswillig sind und aus Varazdin oder Bosnien stammen kein Recht auf einen Arbeitsplatz in Istrien? Sollen die zuhause bleiben und warten dass sich dort was ändert? Das ist doch unfair.

Was du als Profitgier bezeichnest gibt es doch seit Jahrzehnten bei dir in Rabac. Du weist doch, wie sich die Preise ständig des ehemaligen Urwald vervielfacht haben und nur der richtige mit den richtigen Beziehungen kommen musste um es als Bauland zu deklarieren und noch teurer verkaufen zu können. Der Ganze Hang von Rabac der in den letzten Jahzehnten zugebaut wurde beruht auf Spekulation. Waren die Betroffenen nicht auch alle profitgierig?

Marius spricht gleich von Korruption. Das mag sein, muss jedoch nachgewiesen werden. Du kennst das doch auch von Liznjan und seinem Vorort Medulin. Der Gemeinderat ist für die Ausweisung von Bauland zuständig. Wer Grundeigentümer ist und da drinsitzt hat halt andren gegenüber eine Vorteil. Auch in Deutschland ist das nicht viel anders. Anders sind sicherlich in den letzten Jahren hingegen die Steigerungsraten von Grundstücken an Topstandorten in Kroatien gewesen.

Um bei Duga LUka Prtlog zu bleiben hatten wir vor Ausweisung als Bauland vielleicht einen Quadratmeterpreis von zwei bis vier Euro und nun, sollte tatsächlich Baurecht für ein Hotel bestehen, ein paar Hundert Euro. Können wir das ändern?

Mir ist schon bewusst, dass meine Zeilen provokant sind. Seht die Sache doch mal neutral. Wenn alle Bedingungen passen wird ein Hotel gebaut. Wenn der Investor zweifelt, hat er Geld in den Sand gesetzt.

Wir werden nicht gefragt. Egal,wieviele Unterschriften auch immer zusammenkommen. Mich wundert nur, dass niemand protestiert hat, als vor Jahren noch in Plomin, also gleich ums Eck ein neuer Kohlekraftwerksblock gebaut werden sollte. Ach so, da macht eh keiner Urlaub und folglich juckt das niemanden. Dabei wäre diese Giftschleuder viel schlimmer als da hier geplante Hotel für unsere Umwelt oder unser Istrien geworden.

Grüsse

Jürgen
 
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