Die Basilika von Aquileia in Friaul - Julisch Venetien

claus-juergen

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#1
Heute will ich Euch mal wieder eine Sehenswürdigkeit vorstellen, die auf unserem Weg in den Istrien-Urlaub meine Neugier geweckt hat. Es handelt sich um die Basilika von Aquileia, etwa 40 km westlich von Triest und nur ca. 15 km südlich der Autobahn gelegen. Man nimmt die Ausfahrt Palmanova, welches mancher vielleicht von den sehnsuchtsvollen Blicken der Beifahrerinnen kennt. Dort befindet sich ein ganzjährig geöffnetes Factory-Outlet-Center oder auch die bekannte Festungsstadt, die ich Euch ja auch schon in der Vergangenheit vorgestellt habe.

http://www.adriaforum.com/kroatien/showthread.php?t=69486&highlight=palmanova

Die ganzen geschichtlichen Details dieser hervorragend erhaltenen frühchristlichen Kirche könnt Ihr ganz gut bei Wikipedia nachlesen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_von_Aquileia

Hier sehen wir das beeindruckende Bauwerk von Süden. Wer denkt beim Anblick schon daran, daß die Michaels-Kirche in Hildesheim Vorbild für diesen Bau war? Der aus Deutschland stammende Patriarch Poppo (ja, der heisst wirklich so) brachte diese Architektur aus dem Norden mit.





Hier der Blick von Westen auf den frei stehenden Campanile, der sich wie viele in der Region aufgrund des sandigen Unterbaus etwas zur Seite neigt.





Blick von Norden auf den tausend Jahre alten Gebäudekomplex.





Knapp 450 qm hervorragend erhaltene frühchristliche Mosaiken aus dem vierten Jahrhundert nach Christus hat man hier erst Anfang des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt und freigelegt. Über einen Teil dieser Mosaiken führt ein Glasboden, so daß man recht nahe herankommt um die Kunstwerke zu betrachten ohne die Mosaiken zu beschädigen.














Die Mosaiken zeigen Teile der Schöpfungsgeschichte und andere christliche Motive. Der Jonaslegende, das ist derjenige, welcher vom Wal verschluckt wurde, ist ein bekanntes Mosaik gewidmet.














Fresken jüngeren Datums in der Apsis der Kirche.





Die bemalte Zedernholzdecke ebenfalls in einem Seitentrakt des Gotteshauses.





Den Zweck dieses Bauwerks in der Kirche habe ich leider vergessen. Es handelt sich jedoch nicht um eine Taufkapelle. Vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen.





Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich Euch demnächst noch mehr von Aquileia, der zweieinhalbtausendjährigen Stadt zeigen, die einst zu den wichtigsten im römischen Reich zählte.

Jürgen
 

Eisenbahner

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#4
Danke für den interessanten Bericht. Kirchen wissen oft viel zu erzählen. Bei dem in Frage stehenden Bauwerk handelt es sich, wenn ich richtig recherchiert habe, um den angedeuteten Nachbau des Heiligen Grabes in Jerusalem aus dem 11. Jahrhundert.
 
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