billige Flüge ab Mai 2019 nach Kroatien

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Marius

Guest
#21
Ben, ich gehe davon aus, dass jeder hier auf www.google.de “working poor USA” eingeben kann und ich nicht die Google-Ergebnisse hier reinkopieren muss, zumal das eine vernuenftige und sinnvolle Postinglaenge bei weitem uebertreffen wuerde.

Probier’s einfach mal aus und versuch dich mal bis zum letzten Artikel durchzuscrollen. Die Anzahl der Treffer ist nur beschraenkt durch die Maximalanzahl, die du selbst in Google fuer Suchergebnisse festgelegt hast.
 

claus-juergen

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#22
hallo Ben,

ich muß dir recht geben. Es geht hier im Strang um nichts anderes um das Thema billige Flüge. Es bleibt doch jedem selbst überlassen, ob er mit einem billigen Flug anreist, vielleicht eine billige Unterkunft nicht gerade in Top-Lage wählt, sich dazu "billig" selbst verpflegt und im Urlaub kaum Geld ausgibt. Manchem bleibt nun mal nichts anderes übrig. Mancher ist froh, sich überhaupt einen Urlaub leisten zu können.

Wer ehrlich ist, gesteht sich auch ein, daß unser Kroatien was die Gesamtkosten eines Urlaubs anbelangt, eben nicht mehr soooo billig ist. Mancher hat vielleicht aus Kostengründen dem Land auch schon den Rücken gekehrt. Mancher kommt vielleicht nur deshalb, weil er in der Nebensaison billig mit Rynaair und Co. anreisen kann. Deshalb ist dieser Mensch doch nicht zu verteufeln.

Wir könnten hier so viel über das Fliegen an sich, Gewerkschaften, Neoliberalismus, Dieseldebatte und sonstige Dinge sprechen. Aber dazu ist unser adriaforum eigentlich nicht da.

Bleiben wir beim billigen Fliegen.

grüsse

jürgen
 
M

Marius

Guest
#23
Juergen, ich verteufele doch niemanden, natuerlich nicht!

Ich bin, wie gesagt der Ansicht, dass man Fluegpreise unter der Kostendeckung gar nicht anbieten duerfen sollte, sprich, das sollte nach meinem Dafuerhalten verboten oder viel staerker reguliert werden. Andere, wie z.B. Ben sehen das nicht so, das ist doch ok?

Und warum sollte man nicht darueber diskutieren duerfen? Die Tipps fuer die Billigfluege sind doch da! Stehen doch ganz am Anfang, oder etwa nicht? Hat das jemand geloescht? :)
 

claus-juergen

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#24
Juergen, ich verteufele doch niemanden, natuerlich nicht!

Ich bin, wie gesagt der Ansicht, dass man Fluegpreise unter der Kostendeckung gar nicht anbieten duerfen sollte, sprich, das sollte nach meinem Dafuerhalten verboten oder viel staerker reguliert werden. ...
hallo Marius,

aber die Billigpreise sind doch kostendeckend. Wäre es nicht so, wäre z. B. die vielgescholtene Ryanair schon längst pleite wie Airberlin. Es zählt allein, was am Ende des Jahres ganz unten in der Bilanz steht. ;)

Eigentlich muß ich es dir doch nicht erklären. Bleiben wir bei Ryanair. Andere, auch die Tochterunternehmen von Lufthansa wie Edelweiss, Eurowings, Austrian oder AirDolomiti machen es doch auch nicht anders. Das Billigticket, welches der eine Passagier ergattert, zahlt nun mal der andere mit einem höheren Preis.

Kommt der neue Flugplan heraus, sind die Flüge billig. Wer auf den letzten Drücker bucht, zahlt ein Vielfaches desjenigen, der schneller war oder einen besseren Zeitpunkt erwischt hat. Alles kostet extra, ob der besondere Sitzplatz, die Verpflegung im Flieger, das manuelle Checkin, das Gepäck oder Sondergepäck. Nicht zuletzt wird am Personal gespart. "Outsourcing" oder "Scheinselbstständigkeit" lauten hier die Stichworte.

Nicht gespart wird an der Sicherheit. Wer internationale Verbindungen errichten will, braucht nun mal die IATA Zulassung.

Nur Marius, diese Geschäftspolitik ist doch in allen anderen Branchen genauso. Auch bei deiner Bank hat nicht jeder Kunde die selben Konditionen. Ich habe in den letzten Jahren im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit Zinssätze bei Bayerischen Banken gesehen, die je nach Kunde völlig unterschiedlich waren. Basel II bedeutet ja gerade, daß jeder Kreditnehmer individuell betrachtet werden muß. Bei amazon hat ein und das selbe Handy je nach Kunde und Tageszeit einen anderen Preis. Sollen wir über den Benzinpreis auch noch reden? Kunde A zahlt für seinen Golf beim Händler ums Eck ein paar Tausender mehr als Kunde B, der das selbe Modell als Grauimport erwirbt. So zieht sich das durch alle Branchen.

Laß Ryanair und Co. fliegen. Sollte eines Tages deren Konzept nicht mehr aufgehen, dann sind die halt pleite. Dann kommt ein anderer.

grüsse

jürgen
 
M

Marius

Guest
#26
Juergen, was du so non-chalant, locker-flockig als “na dann gehen sie halt pleite, kommt ja eh ein anderer” abtust, ist EXAKT das, was ich anprangere!

Dieses Lohndumping und diesen Turbokapitalismus finde ich persoenlich zum Kotzen. Natuerlich laesst es sich als pensionierter Beamter mit vollen Hosen leicht stinken, und mir geht’s ja auch nicht so schlecht.

Uns beide unterscheidet aber, dass ich weiß, dass hinter jeder Pleite dutzende, hunderte oder gar tausende Menschen und Familien stehen, die im Uebrigen wir Steuerzahler dann auffangen muessen. Herr O’Leary kuemmert sich ganz bestimmt nicht um die, tut er ja jetzt auch nicht, warum sollte er das nach einer Pleite tun?

Und ja, ich habe generell was gegen diese Geiz-ist-geil-Mentalitaet und komm mir jetzt bloß nicht damit, dass da ja nur Unterprivilegierte und Aermere fliegen. Arme Leute, die jeden Euro umdrehen muessen, koennen naemlich ueberhaupt nicht in den Urlaub fliegen, auch nicht mit Ryanair, aber solche Leute kennen die meisten von uns gar nicht mehr.

Die traurige Wahrheit ist, ob dir das nun schmeckt oder nicht, dass du Geld sparen willst auf Kosten der Gehaelter der Flugbegleiter und Piloten. Ja, doch, so einfach ist das. :)
 
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