Ausflug eines Istrienneulings zur Halbinsel Kamenjak.

E

ELMA

Guest
#1
Ausflug eines Istrienneulings zur Halbinsel Kamenjak.

Langjährige Istrienurlauber werden jetzt sofort sagen : Ja , das kennen wir ... ist doch alles nicht neu..und Ihr habt vieles ja gar nicht gesehen..

Ja, das stimmt - mag möge mir verzeihen, dass ich auf dem RT Kamenjak nicht jeden Weg, jeden Stein, jede Bucht mit Namen benennen kann.

Für uns eingefleischte Dalmatienfans und (fast) Istrienneulinge war der Besuch dieses Naturschutzgebietes ein sehr schönes Erlebnis, auch wenn wir sicher nicht alles gesehen haben.

Dass dieses Naturschutzgebiet mit Fahrzeugen befahren werden kann und mit zahlreichen Fahrwegen und Trampelpfaden kreuz und quer durchzogen ist, jeder problemlos neue Pfade begehen kann, das wunderte uns.





Und doch gibt es eine erstaunliche Vielzahl an Pflanzen.
Im Mai ist alles grün, es blüht überall und der Duft nach Ginster, Thymian, Oregano , vermischt mit der frischen Meeresluft ist überwältigend.

Besenginster



Weiße Zistrosen





Rosa, wie zerknittert aussehende Zistrosen





Rosa Winden



Klatschmohn



Milchsterne



Wiesenbocksbart



Diese Ausblicke kennen alle Insider sicher ( und wissen - im Gegensatz zu mir - sicher auch, wie die Buchten und die kleinen Inselchen heißen)













Eine große Überraschung für uns war die urige Safaribar - versteckt und kaum erkennbar mit vielen versteckten, schattigen Sitzecken.







Direkt an der Kante zur Felsküste stehen grob gezimmerte Holzbänke und Sonnenschirme - ein toller Ausblick !







Rustikaler Abenteuerspielplatz





Eine kleine Stärkung: Käse und Oliven



Aussichtsturm bei der Safaribar



Es sind ja etliche Kilometer vom Parkeingang bis zum Aussichtspunkt "Lanterna"
Man kann mit dem Auto über eine holprige Straße fahren. Wir waren mit einem kleinen Motorrad unterwegs.
( Eintritt für ein Motorrad : 20 Kuna)



Noch ein paar wunderschöne Ausblicke
Blick hinüber zur Insel Cres zum Televrin am Osorscica



Ausblick nach Medulin



Alte Seezeichen oder Landmarken?



Die Halbinsel Kamenjak ist nach meiner Ansicht in der relativ dicht besiedelten Region Pula ein nicht hoch genug einzuschätzendes kostbares Gelände.

Im Mai begegneten wir im Naturschutzgebiet relativ wenigen Kraftfahrzeugen und Menschen.

Ich hoffe, es gelingt, auch im Sommer den Charakter als Naturschutzgebiet zu bewahren und durch entsprechende Maßnahmen den Schutz von Gelände , Flora und Fauna zu gewährleisten.

Die Halbinsel Kamenjak ist ein unbezahlbarer Schatz für Südistrien!



ELMA
 
H

Harry1958

Guest
#2
Danke Elma,
schöner Bericht mit tollen Fotos aus einer der schönsten Regionen Istriens / Kroatiens, die ich absolut mag.
Im Frühjahr und Herbst ist es dort wunderschön - und nicht so voll wie in der Hauptreisezeit Sommer.
Ich war schon oft am Kap Kamenjak, entdecke aber selbst immer wieder neues und interessantes und freue mich darüber.

Freut mich, dass es Dich als eingefleischten Dalmatienfan auch mal an die Südküste Istriens verschlagen hat und Dir dort Natur und Land gefallen haben.

Btw: Kroatien ( in dem Fall Istrien ) ist einfach herrlich.

Genau wegen dieser Straßen und Wege quer durch das Kap, sowie den unsinnigen Schießübungen des kroatischen Militärs im Winter hat das Kap seinen Status als Naturschutzgebiet verloren.
Momentan wird das Kap nur noch als schützenswerte Landschaft geführt.

LG Harry
 

m.w.

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#3
Danke für diesen schönen Bericht, vor drei Jahren war ich im Juni am Kap Kamenjak (zu Fuß von Premantura entlang der Küste bis zum Spitz und retour), da hat leider nicht mehr soviel geblüht. Für Wanderer und Radfahrer ist der Eintritt übrigens kostenlos. Als Wanderer sollte man die "Hauptstraßen" meiden, dort staubts ganz ordentlich, wie dieses Bild von mir aus 2009 beweist.



Ich finde es schade, dass man hier einfach so mit dem Auto durchbrausen kann. Besser wäre ein großer Parkplatz vor dem Eingang und dann sollte man z.B. mit so einem Minizug transportiert werden, die es fast überall gibt.

Diese "Stipfel" dürften glaub ich aus der militärischen Vergangenheit des Kaps stammen, in früherer Zeit war diese Halbinsel militärisches Sperrgebiet. Dass dort heute auch noch Schießübungen stattfinden wundert mich, das hätte ich mir nicht gedacht - für solche Zwecke sollte dieses Naturjuwel nicht missbraucht werden :(
 

Huberlinger36

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#4
Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass neuerdings mehrere Parkplätze innerhalb des Geländes angelegt wurden. Das Abstellen von Kraftfahrzeugen ist nur noch auf diesen, besonders gekennzeichneten Parkplätzen erlaubt. Ob es entsprechende Sanktionen bei Verstößen gibt, konnte ich noch nicht erfahren.
Gruß Huberlinger36
 

diavolo rosso

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#5
Hallo ELMA,

Danke für die schönen Fotos. Ihr hattet das Glück, dieses Juwel in einer blühenden und ruhigen Zeit zu erleben. Kamejak ist wohl das Herausragende in dieser Ecke - sowohl landschaftlich mit seiner Vegetation wie auch mit seinen Badebuchten. Bedauerlicherweise werden die Tempolimits nicht eingehalten, so daß im Sommer die ganze Halbinsel verstaubt.

Grüße
Klaus
 

Huberlinger36

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#6
Ein Minizug als Transportmittel dürfte ein schöner Traum bleiben. Der Zustand der Wege lässt den Betrieb eines solchen Gefährtes aus Sicherheitsgründen bestimmt nicht zu. Das Anlegen sicherer Fahrwege dürfte die finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen...
Gruß Huberlinger
 

wallbergler

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#7
Hallo liebe Elke,

wieder mal unnachahmlich (auch die Pflanzenkunde) in Szene gesetzt.

Eigentlich ist über Kamenjak alles gesagt, warten wir mal ab, bis die Behörden endlich richtig reagieren.

Bei meinem Besuch vor ein paar Tagen musste ich leider wieder feststellen, dass da ein paar Unverbesserliche , vielleicht angespornt durch wenig Besucher, mit rund 50km durch rasen.
Rasen stimmt in diesem Fall, wer die Beschaffenheit des Fahrweges kennt.

Als ich den Irren ausbremste, es war ein Kärntner, leider, also mich ihm in den Weg stellte mit meinem Wagen, waren wir beide plötzlich von seiner Staubwolke umhüllt, so dass er selbst mit seiner Unbelehrtheit konfrontiert wurde.

Das Gespräch möchte ich nicht wiedergeben, im Ergebnis fuhr er zumindest in Sichtweite normal weiter.

Würde man hier ,auch schon in der Vorsaison bei den Nichteinsichtigen strikt durchgreifen, würde sich das ganz schnell herumsprechen. Leider geht es wohl ohne diese Dinge nicht.

Ich möchte nicht wissen, wie die , die sich Mittags bereits lautstark und voll des süßen Weines bemächtigt, zurück gefahren sind.

Schade , dass man angesichts des Naturjuwels und der gehobenen Stimmung auf so etwas eingehen muss.

Aber vielleicht reagieren die Verantwortlichen ja noch, die Mehrheit wird es danken.

euer
wallbergler
 
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