Auch in Pazin wurde illegal Müll deponiert

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claus-juergen

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Die Fälle von illegal abgegertem Sondermüll oder gar Giftmüll häufen sich. Ob die Behörden in all den Fällen geschlafen haben oder aus welchen Gründen auch immer ein oder beide Augen zugedrückt haben läßt sich im Nachhinein nicht mehr sagen. Hier der jüngst bekannt gewordene Fall aus Pazin.

"Die Partei Možemo aus Pazin forderte die dringende Beseitigung von rund 4.000 Tonnen illegal abgelagertem Abfall, der sich seit sechs Jahren in den Hallen der ehemaligen Istraplastika-Fabrik befindet, und warnte davor, dass der Fall Gospić den Staat zum Handeln veranlassen müsse, bevor es in Pazin zu einer ähnlichen Umweltkrise komme.

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Nach Angaben der Partei wurden die Abfälle im Jahr 2020 von der Firma Natural Recycling ohne die erforderlichen Genehmigungen in die verlassenen Lagerhallen transportiert. Bei den rund 10.000 Quadratmetern handelte es sich hauptsächlich um Ballen aus Kunststoff, Textilien und Gummi, die aus Italien importiert worden waren.
Das Unternehmen ist inzwischen insolvent, und die Abfälle lagern weiterhin ungesichert und ohne Brandschutzmaßnahmen in den Hallen. Laut Možemo wurde dieser Zustand auch durch Inspektionen bestätigt. Weiterhin geben sie an, dass dasselbe Unternehmen später versucht habe, ein ähnliches Geschäftsmodell in Prezid, Lič und Kupjak umzusetzen."

Was tun? Wenn es wirklich nur Altplastik und Textilien sind, dann ist die faktische Müllverbrennungsanlage ums Eck in Form des Zementwerks Koromacno vielleicht die einfachste Lösung.


grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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Glas Istre widmet dem Thema erneut einen Artikel.

"Nach dem bewährten Rezept aus Transformation und Privatisierung verschwand Istraplastika in den 1990er Jahren aus Pazin. Das Unternehmen, das einst die gesamte Region versorgte, ist heute ein Lager für italienischen Müll, der unter verdächtigen Umständen importiert wurde, berichtet HRT Tausende Tonnen verschiedenster Abfälle lagern dort seit sieben Jahren. Eine ökologische Zeitbombe mitten in der Stadt.
Man sagt, in den 70er Jahren seien die stabilsten Gebäude errichtet worden; damals sei an Beton nicht gespart worden. Unter der Last der Trümmer zerfällt dieses Gebäude buchstäblich..."

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Es scheint wohl gar nicht mal so selten zu sein, daß Gangster alte Industrieanlagen für wenig Geld anmieten und dort verborgen oder doch öffentlich illegal Müll deponieren. "Nach mir die Sintflut - Hauptsache das Geschäft brummt." Vielleicht ist der kroatische Staat hier etwas lasch oder es floß Schmiergeld?

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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Nach dem Gospić-Skandal droht in Pazin ein neuer Umweltskandal. Auf dem Gelände des ehemaligen Industriegiganten Istraplastika befindet sich nun eines der größten Umweltprobleme Istriens. Noch immer ist unklar, wer die Kosten für die Sanierung tragen wird. Die Hallen der ehemaligen Fabrik sind seit Jahren mit Müll gefüllt. Wände und Gebäudeteile sind unter der Last gebrochen, und die einst soliden Gebäude beginnen zu zerfallen. Das Problem entstand Ende 2019. Seit Monaten bringen Lkw Müll, hauptsächlich aus Italien. Anwohner der umliegenden Gebäude, die sich praktisch im Zentrum von Pazin befinden, berichteten, dass zeitweise vier bis fünf Lkw pro Tag ankamen. Schätzungen zufolge waren es in einem halben Jahr über 500.

Der geschätzte Wert der Abfallbeseitigung, -verwertung oder -entsorgung beträgt über 8 Millionen Euro. Im Anschluss daran werden das öffentliche Vergabeverfahren vorbereitet und der Auftragnehmer ausgewählt, bevor die Arbeiten vor Ort beginnen.


grüsse

jürgen
 
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