Alternativroute nach Norddalmatien: Nationalstraße Nr 50 über Otocac und Gospic

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ELMA

Guest
#1
Alternativroute nach Norddalmatien: Nationalstraße Nr 50 über Otocac und Gospic

Der schnellste Weg nach Norddalmatien ( z.B. nach Zadar) führt über die Autobahn A1.

Die schönste Strecke ist sicher die Magistrale, die Küstenstraße.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nationalstraße D 1, die vor Fertigstellung der Autobahn die wichtigste Hauptverbindung in den Süden war. Sie führt an den Plitvicer Seen vorbei.

Wir haben nun zum zweiten Mal eine weitere Alternative ausprobiert: die Nationalstraße D 50 über Otocac und Gospic.
Die Straße ist gut ausgebaut , in gutem Zustand und führt durch etliche Ortschaften.

Sie führt in unterschiedlichen Abständen entlang der Autobahn durch die abwechslungsreiche Landschaft der waldreichen Lika und der fruchtbaren Ebene des Licko Polje


Copyright: Openstreetmap

Die Autobahn ist oft zu sehen



Meine Beschreibung beginnt nach der Anschlussstelle Zuta Lokva ( östlich von Senj) und endet bei der Autobahnauffahrt Sveti Rok.
Die Bilder stammen von zwei verschiedenen Fahrten:
Herbstbilder vom September 2011
Winterbilder vom März 2012

Kommt man von Richtung Zagreb, so kann man die Autobahn in Zuta Lokva verlassen.
Kommt man von Rijeka und von der Küstenstraße, so führt die Straße von Senj über den Vratnikpass zur Anschlusstelle Zuta Lokva.

Vor Otocac







Otocac, eine Stadt mit ca 11 000 Einwohnern



Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Crkva Presvetog Trojstva)



Beim Baustil wird der Einfluss der Habsburger Architekten deutlich sichtbar





Otocac hatte wohl einmal einen Flughafen- heute nur noch für Sportflugzeuge



Eine alte Douglas DC3



Weiterfahrt im Tal des Flusses Gacko



Kirche von Licko Lesce





Leere Straßen verleiten zum schnellen Fahren. Aber es ist ratsam, die Geschwindigkeit einzuhalten - -besonders vor Schulen. Es gibt viele Radarkontrollen.





Eine der Autobahnbrücken



Herbst in der Lika



Region und Kleinstadt Perusic







Die Holzindustrie scheint eine wichtige Rolle zu spielen



Der Fluss Lika bei Budak, der der Region den Namen gab



Gospic ( 13 000 EW)

Zupna crkva sv. Marije



Auch hier ist der Baustil der Habsburg Monarchie deutlich erkennbar



In und um Gospic gab es 1991 harte Kämpfe und Auseinandersetzungen zwischen Kroaten und Serben (s.Massaker von Gospic)

Südöstlich von Gospic fielen uns Dörfer auf mit neuen Straßenzügen - allerdings schienen nicht alle der neu erbauten kleinen Häuser bewohnt zu sein. Wir haben uns gefragt, wer die Häuser wohl erbaut hat.



Links und rechts der Straße erstreckten sich große, unbebaute Flächen, bedeckt mit hohem Farnkraut.





Was uns im Herbst in dem bunten Farnkraut kaum aufgefallen war, sahen wir im März sehr deutlich:
Manchmal standen alle 20 oder 30 m solche Schilder, die vor dem Betreten des Landes warnten.

Minenfelder!





Ein Denkmal der besonderen Art - Erinnerung an einen Tag im Jahr 1991




( Wer kann übersetzen?)



Weite Flächen, die sicher noch über Jahre hinweg nicht betreten oder genützt werden können.



Die Nationalstraße D50 im März



Im September: Blick auf die Ostseite des Velebitgebirges



Der Berg Zir bei Sveti Rok





Hier kann man entweder auf der D50 bleiben und bis Gracac ( Knin....) weiterfahren
oder man benützt die Autobahnauffahrt Sveti Rok und fährt dann durch den 5727 m langen Sveti Roktunnel hinunter nach Maslenica.

ELMA
 

Andi Bolle

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#2
Hallo ELMA, eine interessante Route für Reisende die sich Zeit nehmen und etwas vom
Hinterland sehen möchten.
Dankeschön!

Gruß
Andi
 
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ELMA

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#3
eine interessante Route für Reisende die sich Zeit nehmen und etwas vom
Hinterland sehen möchten.
Hallo Andi!

Stimmt- man sollte auch mal das Hinterland kennenlernen. Wer Kroatien nur von den Touristenzentren an der Küste her kennt, der kennt Kroatien und das Leben in Kroatien nur unzureichend.

Zur beschriebenen Route:
Laut Routenplaner sind es auf der D50 von Zuta Lokva bis Sveti Rok 97 km
Auf der Autobahn sind es 93 km
Kein großer Unterschied.

Aber man sollte sich statt 55 Min auf der Autobahn auf der Nationalstraße die doppelte Zeit nehmen.
Unterwegs gibt es Dorfwirtschaften an der Straße, Restaurants, auch Einkaufmöglichkeiten ( in Otocac und Gospic) -sowie Halte- und Parkbuchten an interessanten Plätzen..
Und wer "rechnet", der kann für die "gesparte" Autobahnmaut ganz einfach mal unterwegs einkehren.
Wir machen das gerne so ( vor allem, weil wir ohnehin mit unserem Wohnmobil auch auf der Autobahn nicht schneller als 80 km/h fahren dürfen und weil das, was in meiner Signatur steht, meine Überzeugung ist)

Gruß,
ELMA

P.S.
Leider ist meine Signatur "verschwunden"/ keine Ahnung, wohin und warum....
Das war sie
Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen
Friedrich Rückert
 

claus-juergen

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#4
hallo elke,

danke erst mal für deinen bericht über eine gegend, die ich auch etwas kenne. zuletzt war ich vor knapp zwei jahren in gospic.



zu den von dir hier an der ausfallstraße abgebildeten häusern kann ich dir folgendes sagen. die häuser wurden vom kroatischen staat für vertriebene oder geflüchtete serben im erweiterten rohbau erstellt. deshalb auch die einheitliche größe und das gleiche design. rückkehrer können eigentlich gleich einziehen und die häuser fertigstellen. dahinter befinden sich gärten, die zu den einzelnen häusern gehören. allerdings sind bisher nur sehr wenige serben zurückgekehrt. viele sind in serbien mittlerweile sesshaft geworden oder wollen aufgrund der geschehnisse in der vergangenheit nicht nach gospic zurück. diese häuser dürfen aber nicht an andere vergeben werden. was künftig mit diesen unbewohnten häusern geschieht, werden wir sehen.

grüsse

jürgen
 
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ELMA

Guest
#5
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