Camping ist aktuell im Wandel - Vorteile - Nachteile - Mobilehomes

DerReisende

erfahrenes Mitglied
Noch vor drei Wochen wurde das Firmenjubiläum gefeiert. Jetzt steht fest: Der norddeutsche Wohnmobil-Händler Skandic & Nordic Reisemobile hat Insolvenz angemeldet.


Bretzfeld – Die wirtschaftliche Krise führt das nächste deutsche Unternehmen in die Insolvenz. Einmal mehr trifft es eine Firma aus dem Auto-Segment: Der Wohnmobil-Hersteller HRZ Reisemobile ist nach Medienmeldungen insolvent.
 

claus-juergen

Globaler Moderator
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ntv stellt ein Wohnmobil in der 7-Meter Klasse vor.

Als Liner gelten Luxus-Reisemobile, die über ein großzügiges Raumangebot, hohen Komfort und viel Ausstattung verfügen sowie hochwertige Materialien verwenden. Nach oben hin sind bis in siebenstellige Preiskategorien kaum Grenzen gesetzt, weshalb oft sogar Lkw-Chassis als Basis dienen. Nicht so bei unserem Testfahrzeug.

Unter 7,80 Metern Länge spielt sich normalerweise nichts ab. Wenn da nicht Hubert Brandl, der Chef von Niesmann+Bischoff, die Idee gehabt hätte, mit dem Modell iSmove Liner-Komfort auf nur sieben Meter Länge zu verwirklichen - und das sogar noch in der 3,5-Tonnen-Klasse. Fünf Jahre nach der Premiere weiß man heute: Das Projekt hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt. Der iSmove wirkt neben seinen Arto- und Clou-Geschwistern zwar wie ein Winzling in der Niesmann-Familie, ist aber mittlerweile das mit Abstand meistverkaufte Modell des Herstellers aus Polch bei Koblenz.


Was so ein Gefährt kostet weis ich allerdings nicht.

grüsse

jürgen
 

Durran

erfahrenes Mitglied
Was dir halt kaum einer verrät, Kroatien ist nun nicht das Land für Camper.

Auf Istrien gibt es diese riesigen Campingplätze, in der Saison übervölkert und teuer. Weiter südlich enge Strassen, enge Plätze und auch teuer.
Dazu das Wetter. Hitze im Sommer, dazu Tage mit Bura wo einem der Wind die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

Ein guter Bekannter sagte mir mal, er macht Camping nicht um Geld zu sparen sondern aus Leidenschaft. Viele der heutigen Wohnmobilisten machen es sicher nicht aus Leidenschaft sondern weil es einfach Trend war oder auch noch ist.

Ein Nachbar hat sich für über 100.000 einen vollintegrierten Dethleffs gekauft. Der Steht nun seit Monaten im Garten, abgedeckt mit einer billigen Baumarktplane. Schneebedeckt der Kälte und Nässe schutzlos ausgeliefert. Ge3kauft auf Kredit. Kann man ja machen. Aber die beiden waren vielleicht 2 mal and er Ostsee und einmal in Kroatien. Mittlerweile ist die Begeisterung offensichtlich der Realität gewichen.

Bei Verkaufsangeboten sieht man die Wohnmobile auch immer öfter in Städten am Strassenrand parken. Da haben die Leute nicht mal einen ordentlichen Stellplatz, geschweige denn eine Halle.

Dazu Mondpreise bei Fahrzeugen und unterirdische Qualität der Hersteller, extreme Preise auf den Campingplätzen, immer mehr Einschränkungen
für diese Fahrzeuge. Wie willst du denn mit einem Vollintegrierten Wohnmobil oder gart einem Liner dort rumfahren? Da haben viele ja schon Probleme um überhaupt auf eine Fähre drauf zu fahren.

Und heute jammern alle rum weil sie für ihre Fahrzeuge viel zu viel bezahlt haben und sie den Plastikmüll nicht mehr losbekommen ohne massiven Finanzverlust. Und dann sind die Campingplätze ja so voll und überhaupt, das hatten sich viele ja ganz anders vorgestellt.

Quer direkt am Strand stehen, möglichst noch ganz allein und den Sonnenaufgang genießen. Klar, sowas gibt es. Aber das findest du doch nicht mit dem Wohnmobil. Da muss man sich schon auskennen.

Ich denke der große Trend ist vorbei. Wer früher gecampt hat wird es auch weiterhin tun. Aber viele die nur auf den Trend aufgesprungen sind wird es eine teure Erfahrung bleiben.
 
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claus-juergen

Globaler Moderator
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...Ich denke der große Trend ist vorbei. Wer früher gecampt hat wird es auch weiterhin tun. Aber viele die nur auf den Trend aufgesprungen sind wird es eine teure Erfahrung bleiben.
hallo Durran,

die amtliche Statistik des KBA sagt aber ganz was anderes aus.

"Flensburg, 28. Mai 2025. Im April 2025 erreichte der Bestand an Wohnmobilen im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) erstmalig über eine Millionen Fahrzeuge. Damit hatte sich der Bestand dieser Fahrzeugart seit 2017 mehr als verdoppelt. Bis zum Jahr 2020 schwankte die Anzahl der in Deutschland registrierten Wohnmobile zwischen 400.000 und 600.000 Wohnmobilen, in den Jahren ab 2020 stieg der Bestand deutlich an (s. Tabelle 1)."

Tabelle 1: Bestand an Wohnmobilen in den Jahren 2017 bis 2025 nach Quartalen​

Jahr1. Januar1. April1. Juli1. Oktober
2025981.0101.002.562
2024907.879937.315981.078999.700
2023838.253866.455908.427926.191
2022767.325795.912838.960855.900
2021674.697703.556756.901781.389
2020589.355606.345654.800688.226
2019532.687552.181600.063613.382
2018486.893506.622547.894559.053
2017450.167467.554507.445515.257

Quelle


grüsse

jürgen
 

Luppo

Moderator
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Seit 2017 hat sich der Bestand verdoppelt. Geht auch gut aus der Tabelle hervor.
Klar waren da viele Corona-Panikkäufe dabei, aber grundsätzlich hat sich am Trend nichts geändert.
Aus einer fehlenden Halle auf mangelndes Interesse zu schließen, greift zu kurz. Seinen PKW stellt auch nicht jeder in die Garage, vor allem, wenn er keine hat. Unser Fahrzeug steht gegenüber der Einfahrt auf einer kommunalen Wiese, jederzeit abfahrbereit. Es ist ein normales Straßenfahrzeug.
Die Preise sind in der Tat durch die Decke, das hat viele Gründe, einer war sicher auch der Mangel während Corona.
Was die Camping- und Stellplätze betrifft, ist schon sehr viel mehr los. Man muss halt wissen wo man wann hinfährt oder vorher buchen, nur, wer will das schon.
Für die Branche wäre es jedenfalls gut, wenn der Boom etwas abflachen würde.
 
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Durran

erfahrenes Mitglied
Nun, was sagt die oben gezeigte Statistik denn aus?

Das wir seit 4 Quartalen keinen nennenswerten Anstieg mehr verzeichnen. Das dümpelt um die 1 Million Bestandsfahrzeuge hin und her.
Und wie wir wissen werden ja auch oft durch Tages- und Händlerzulassungen die Statistiken "frisiert".
Viel mehr Luft nach oben scheint nicht mehr zu sein und so kann man schon von einer Trendwende reden.

Und verfestigt wird diese Aussage mit der Tatsache, dass 2025 über 40 Wohnmobilhändler in die Insolvenz gegangen sind. auf den Höfen der Händler steht alles voll, die Preise purzeln und es gibt heftige Rabattschlachten. Das ist kein Abflachen mehr, das ist ein Crash.

Am Wochenende beginnt in Stuttgart die CMT und da wird man sehen wohin die Reise geht. Wenn man es in moderner Sprache sagen will,
Urlaub ist und bleibt für uns alle ein "Nice to Have" aber kein Muss! Es geht ja auch mal ohne teure Reise.

Hier noch eine andere Statistik vom Caravaning Industrie Verband. Da sehen wir, dass die Zulassungen in 2025 um 1,1 Prozent zurückgegangen sind. Immer noch hohes Niveau aber Bremsspuren. Bei Wohnwagen noch wesentlich mehr.

 
Zuletzt bearbeitet:

burki

Administrator
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Was dir halt kaum einer verrät, Kroatien ist nun nicht das Land für Camper.
hallo Durran,

die amtliche Statistik des KBA sagt aber ganz was anderes aus.

grüsse

jürgen
Hallo @Durran
Schau dir mal die Zahlen nach Themen + Beiträgen in unserem Forum an...

Nach Istrien, hat auch eine eigene Performance und Hintergrund, kommt schon das Unter-Forum für Camping...

Wir könnten auch glatt als CampingForum für Kroatien durchgehen :)
burki
 

Durran

erfahrenes Mitglied
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Nach Istrien, hat auch eine eigene Performance und Hintergrund, kommt schon das Unter-Forum für Camping...

Wir könnten auch glatt als CampingForum für Kroatien durchgehen
Das will ich ja auch gar nicht bezweifeln. Der Anteil der Campingfreunde ist natürlich auch hier hoch.

Aber im internationalen Vergleich ist Kroatien insgesamt ein kleinerer Markt wenn man als Maßstab die Übernachtungszahlen auf Campingplätzen heranzieht. Das sind im übrigen etwa 6 Millionen Übernachtungen in ganz Kroatien.

Dänemark zum Beispiel doppelt so viele mit etwa 12 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen. Italien mit 48 Millionen oder Frankreich mit 140 Millionen Campingübernachtungen spielen hier in einer ganz anderen Liga.

Und ich würde sogar behaupten, der Anteil der Campingübernachtungen an den gesamten Übernachtungszahlen ist in Kroatien relativ gering.

Ich bin aber auch nicht unbedingt ein Freund des Campings. Das muss man ehrlicherweise auch sagen. Ja, ich würde auch mal so eine Balkanrundreise machen. Aber das kann man ja auch mit einem PKW und dann entsprechenden Hotelübernachtungen. So mal eben anhalten oder in eine kleinere Stadt hineinfahren wird oft schwierig bis unmöglich. Egal ob in Opatija oder in Dubrovnik. Je nach Größe des WoMo ist das immer Action.
 

hannes99

aktives Mitglied
@Durran
Ich denke daß in Kroatien relativ zu den gesamten Übernachtungen sogar die Zahl der Camper überdurchschnittlich groß ist, da Kroatien kaum große Hotellanlagen oder Ferienparks wie Spaninen oder Frankreich hat. Aber viele kleine Pensionen

Ich bin seit 25 Jahren begeisterter Camper und fahre immer noch mit dem selben Wohnmobil, damals sehr teuer und heute ein gepflegter Oldtimer. Damals habe ich 40.000DM (knapp 20.000€ bezahlt was für mich damals, geade mein Haus abbezahlt, viel Geld war!
Mittlerweile habe ich damit 50 sehr schöne, unvergessliche Urlaube und noch mehr Kurzreisen an Mosel und Rhein gemacht, es hat sich mehr als ausgezahlt! Vor 2 Jahren, auf dem Höhepunkt des Campingbooms mit neuem TÜV und H-Kennzeichen hat man mir 22.000€ geboten als mehr als ich 23 Jahre zuvor gezahlt hatte.
Zu den Unterhaltskosten: Alle 6 Jahre neue Reifen, egal wieviel Profil die alten noch haben und alle 6 Jahre Zahnriemenwecsel, den ich selbst mache wie alle Inspektionen und Reparaturen auch. Bisher habe ich nur eine Reifenpanne an der KRK Brücke gehabt.

Ja Camping ist im Wandel und es wird durch die hohe Anzehl der Camper immer schwierieger einen schönen Platz zu finden und es ist teurer geworden.
Aber auch dieses Jahr, 2 mal 3 Wochen Kroatien in vor-und Nachsaison ist es mir gelungen schöne Stellplätze in der ersten oder 2 Reihe mit Sonnenuntergang für kleines Geld zu bekommen. Mit ACSI zahlte ich pro Nacht 23-27€ pro Nacht für 2 Personen mit Strom, Kurtaxe kam hinzu.

Camping? Weil ich direkt am Strand mit dem Mobil stehen will, nicht erst mit dem Auto von der Ferienwohnung oder in langem Fußmarsch zum Meer will, wo es kaum Parkplätze und wenn dann sehr teuer gibt.
Ich brauche mich auch nicht wie Durran über teuer Getränke und Speisen an der Strandbar in Crikvenica zu ärgern, ich habe alles an Bord und laufe vom Strand 10-20 Meter.
Dazu kommt noch die Flexibilität wenn es an einem Platz nicht gefällt, oder das Wetter nicht stimmt, reise ich weiter. Das geht mit einer Ferienwohnung oder Hotel nicht
Die Anreise über Österreich und Slowenien ist für Teil des Urlaubs mit schönen Übernachtungen20250911_141012.jpgIMG-20250626-WA0002.jpg
 

Durran

erfahrenes Mitglied
Camping? Weil ich direkt am Strand mit dem Mobil stehen will, nicht erst mit dem Auto von der Ferienwohnung oder in langem Fußmarsch zum Meer will, wo es kaum Parkplätze und wenn dann sehr teuer gibt.
Also in der Hauptsaison wirst du da auch keinen Stellplatz 10m vom Meer entfernt, so wie auf deinem Bild, ergattern können.

Schön ist der Stellplatz allerdings schon. Kannst uns ja mal verraten wo das genau ist bzw. war.
 

hannes99

aktives Mitglied
Also in der Hauptsaison wirst du da auch keinen Stellplatz 10m vom Meer entfernt, so wie auf deinem Bild, ergattern können.

Schön ist der Stellplatz allerdings schon. Kannst uns ja mal verraten wo das genau ist bzw. war.
Das wäre auch in der Hauptsaison möglich wenn man rechtzeitig bucht, am besten schon im Vorjahr sobald man auscheckt und bezahlt. Aber ich hasse buchen und planen und fahre in der Hauptsaison nicht mehr seit 20 Jahren als meine Tochter Abi gemacht hat.
Der Camping war Camping Navis bei Starigrad Paklenica. Einfach, sauberes Sanitär und ohne jegliche Animation. Mehr brauche ich nicht. Nebenan ist Camping Sibuljina, ziemlich ähnlich gelegen aber nicht so gepflegt. Beide Campings liegen etwa 10km von Starigrad entfernt und zum Einkaufen nutze ich die grüne Kawasaki Enduro. Leider setzt sich meine Frau nicht mehr auf das wilde Ding, was die Möglichkeiten zu einer Stadtbesichtigung einschränkt.
Wir waren auch auf Camping Oaza Mira, in der Hauptsaison sehr teuer aber mit ACSI 27€ und mit allem Komfort. Fußläufig in den Ort und mit dem Bus nach Pakostane oder Biograd na Moru.
In Pakostane habe ich schon mal morgends mit dem umstrittenen kroatischen Volksheld Ante Gotovina einen Kaffee getrunken. Interessanter Mann!
 
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hannes99

aktives Mitglied
Für dieses Jahr plane ich noch. Meine Frau möchte mal was anderes sehen obwohl es ihr in Kroatien immer gut gefällt. Sie tendiert zu Spanien, ich eher zu den Inseln Korsika und Sardinien, da die landschaftlich mehr bieten als Spanien und man eher einen Platz in der ersten Reihe bekommt als auf den Riesen Campings in Spanien.
Im Zweifelsfall: Kroatien geht immer und wir haben z.B Peljesac und Korcula noch nicht gesehen
 

hannes99

aktives Mitglied
Ich finde, gerade Kroatien ist das ideale Camperland mit unzähligen kleinen aber feinen Campingplätzen.
Die Van Lifer mögen Kroatien nicht so weil sie nicht kostenlos freistehen können. Gut so! die Pest der Van Lifer die Müll hinterlassen und die Infrastruktur eines Landes ohne Bezahlung nutzen wollen, braucht Kroatien nicht.

Freistehen und "Vanlife" ist eine Pest der neuen Generation Wohnmobil aber eher Kastenwagenfahrer. Griechenland, Portugal und Sardinien greifen jetzt auch härter durch: Niemand braucht vollgeschissene Strände und Müll am Strand
 

Luppo

Moderator
Mitarbeiter
Für uns ist Kroatien ebenfalls ein sehr angenehmes Land zum Campen.
Es gibt unzählige Plätze in unterschiedlicher Ausstattung und Preis.
Wir vermissen lediglich eine größere Dichte an Wohnmobilstellplätzen.
 

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
… Kroatien geht immer und wir haben z.B Peljesac und Korcula noch nicht gesehen
Hallo Hannes,

mach das und fahr hin. Bei Orebic gibts schöne Plätze und auch der Weg ins Zentrum ist nicht weit. Dazu ist es dort erheblich ruhiger als in Istrien oder im Kvarner. Dazu ist das Wetter in der Nebensaison stabiler und wärmer. Der Weg lohnt sich sagt jemand der meist das Flugzeug und den Mietwagen nimmt und dort immer wieder im Hotel den Urlaub verbringt. Dazu ist die Anfahrt auch mit dem Wohnmobil über mittlerweile gut ausgebaute Straßen mit wenig Verkehr sehr entspannt. @Luppo war auch schon mit dem Wohnmobil da und dürfte das bestätigen können.

grüsse

jürgen
 
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