Wanderung über Crna Punta nach Koromacno

claus-juergen

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Im Frühsommer waren wir unterwegs auf einem Wanderweg, den wohl nicht jeder kennt. Wir haben den Pkw unterhalb von Skitaca an der Ostküste Istriens abgestellt und sind dann runter zum Leuchtturm Crna Punta und von dort immer an der Küste entlang über den alten Kran und den Strand Voscice und die Kirche Sv. Ivan Glavosiek bis zum Zementwerk Koromacno gelaufen. Dort ging es auf ein kaltes Bier in eine Bar. Zurück zum geparkten Auto sind wir dann chauffiert worden. Doch nun der Reihe nach.

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Wenige hundert Meter unterhalb von Skitaca geht ein steiler Weg runter zum Leuchtturm. Hier gibt es eine Parkmöglichkeit. Anschließend gingen wir diesen Weg runter zum Meer. Links sieht man die Insel Cres und in der Mitte Losinj.

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Auf dem Bild erkennt man nicht, wie steil der Weg tatsächlich ist. Ich würde dort nur mit einem Allradfahrzeug entlang fahren.

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Links vom Weg, der ausschließlich durch den Wald führt befindet sich eine Ruine.

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Rechts vom Weg erkennt man eine betonierte Viehtränke. Deshalb ist es möglich, daß hier früher einmal der Wald entweder lichter war oder sich hier Weiden befanden.

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Kurz vor der Küste geht ein Pfad rechts ab. Wenn man dem nicht folgt, kommt man an das Tor des ehemaligen Leuchtturms Crna Punta, der heute in Privatbesitz ist und vermietet wird.

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Hier ist dann das Ende des öffentlichen Weges. Wir sind aber rechts über einen Pfad runter zum Meer gegangen.

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An der Felsküste sieht man dann linker Hand den Leuchtturm.

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Neugierig wie wier nun man sind, näherten wir uns vorsichtig dem Gebäude.

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Die einzige Möglichkeit von dort gefahrlos ins Meer zum Schwimmen zu gelangen ist wohl dieser betonierte Damm. Der hat augenscheinlich früher dazu gedient, das im Leuchtturm wohnende Personal zu versorgen.

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Nicht immer, aber oft ist es so, daß man einfach neugierig sein muß um zum Ziel zu gelangen. Wir sahen eine Familie beim Anwesen, wie sich herausstellte waren es Feriengäste aus Südtirol, die uns erlaubte, den Leuchtturm aus der Nähe anzuschauen und zu fotografieren. Das lasse ich mir natürlich nicht zwei mal sagen.

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Das zum Ferienhaus ausgebaute Anwesen verfügt nur über Strom mittels einer Photovoltaikanlage. Wasser wird in der Zisterne gesammelt und kann im Hochsommer schon mal knapp werden.

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Einen richtigen Leuchtturm gibt es hier nicht. Das Leuchtfeuer ist eine Art Erker am Wohnhaus.

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Wir bedanken uns bei der freundlichen Familie und wandern weiter auf einem Pfad durch den Wald in Richtung Zementwerk.

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Wir kommen zu einem weiteren betonierten Anleger. Seltsam erscheint es mir schon, daß hier an der rauhen Küste diese Mole betoniert wurde. Wozu?

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Hier befindet sich auch eine kleine Höhle die nur vom Wasser aus zugänglich ist.

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Weiter gehts ein paar hundert Meter etwas oberhalb der Felsen auf einem Pfad durch den Wald.

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Der gehört anscheinend zu einem längeren überregionalen Wanderweg.

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Wie sonst in Kroatien nur auf Berggipfeln gibt es auch hier in einer Box aus Edelstahl eine Art "Gipfelbuch". Natürlich tragen wir uns darin ein.

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Auch ein Stempel ist in den Fels eingeklebt. Bergwanderer, die ihre Wege exakt dokumentieren, führen ein Stempelkissen und ein Wegebuch mit sich, so daß sie einen Stempel hinein setzen können.

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Der Weg birgt aber noch weitere Überraschungen für uns. Wieder ein paar hundert Meter weiter steht auf einem betonierten Fundament dieser alte Kran.

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Welche schweren Lasten wurden hier wohl abseits jeglicher Straßen einstmals vom Schiff angelandet oder auf Schiffe verladen? Rätselhaft!

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Der Steinbruch vom Zementwerk ist immer noch ein gutes Stück Weg entfernt.

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So langsam wird es für uns verschwitzte Wanderer Zeit, eine Runde im Meer zu schwimmen. Da passt es, daß der Koromacno Beach oder der Strand Voscice, wie ihn die Einheimischen nennen nicht mehr weit ist.

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Der gehört uns vorerst alleine. Also nichts wie rein ins Wasser.

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Die Kieselsteine sind schön rund geschliffen. Badeschuhe braucht man hier also nicht.

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Um uns herum nur pure Natur.

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Der Koromacno Beach ist ein Strand für all diejenigen, die außer Sonne und klarem Wasser nichts weiter am Strand benötigen.

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Irgendwann wird es auch für uns Zeit, aufzubrechen. Noch sind wir nicht am Ziel Koromacno.

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Wir kommen an der Ruine Sv.Ivan Glavosijek gleich hinter dem Steinbruch des Zementwerks vorbei.

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Die alte Inschrift deutet auf eine Kirchenruine hin.

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Hier nun die neu erbaute Kirche gleichen Namens direkt neben der Ruine.

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Ein schönes Bauwerk. Hoffen wir, daß der fortschreitende Steinbruch nicht den Boden unter dem Gotteshaus entfernt und damit ein weiterer Neubau fällig ist.

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Weiter gehts im zweiten Teil des Berichts.

jürgen
 
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claus-juergen

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Teil 2 der Wanderung:


Unmittelbar neben dem Weg steht auch noch dieses Schild welches vor den Sprengungen im Steinbruch warnt. Der befindet sich auch in direkter Nachbarschaft.

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Auf dem weiteren Weg hat man immer wieder einen Blick auf die Industrieanlage Koromacno.

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Schön ist das aufgerissene Gelände zwar nicht anzusehen. Auch das Werk selbst ist kein Hingucker. Aber Zement wird immer benötigt und das Zementwerk von Holcim ist ein Betrieb mit vielen Arbeitsplätzen und sicherlich auch ein guter Steuerzahler. Der Zement wird von hier aus direkt ab Werk mit dem Schiff oder als Sackware mit dem Lkw oder auch mittels Silo-Lkw abtransportiert.

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Nach insgesamt drei Stunden sind wir am Zementwerk angekommen.

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Im Cafe des Gemeindebaus wartet nun ein kaltes Ozujsko auf uns. Wie eingangs schon erwähnt konnten wir uns den beschwerlichen Rückweg zum oben am Berg geparkten Auto sparen weil wir von Bekannten zurück gefahren wurden.

jürgen
 
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Heiko705

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Vielen Dank für den guten Bericht. Auf dem Berg Kozjak oberhalb von Kaštela haben wir von unserem Tourführer mal gezeigt bekommen, dass sich eine solche Wandermarkierung mit einem Bleistift ganz leicht abpauschen lässt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele ein Stempelkissen mit sich rumschleppen.
 
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