Von den Gesetzen der Insel Mljet

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ELMA

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Von den Gesetzen der Insel Mljet


Die Bewohner von Mljet mussten lange Jahre Fronarbeit für die Benediktiner des italienischen Pulianerordens leisten.

Das ehemalige Benediktinerkloster (12. Jh.) im Westteil von Mljet ( heute im Nationalpark)


1345 kamen die Bewohner der Insel zur Republik Ragusa (Dubrovnik).

Der westliche Teil der Insel blieb beim Kloster, der östliche gelangte in den Besitz der Bauern.

Beachtenswert war ein Gesetz, das bereits 1345 die Rechte und Pflichten der Bewohner regelte.

Auszüge daraus:

Auf Mord stand die Todesstrafe.
Richterbeleidigung wurde mit einer Geldbuße bestraft.
Niemand durfte sich ohne Heiratsabsichten der Tochter einer Familie nähern.
Wer die Nase eines anderen abschnitt, verlor selbst seine Nase.
Wer einem anderen aus Wut den Bart ausriss, musste einige Zeit am Schandpfahl verbringen.

Ganz bemerkenswert :

Unerlaubter Holzschlag und Zerstören von Wäldern wurde bestraft.
Wer heiraten wollte, musste 10 Olivenbäume, 10 Feigenbäume und 10 Weinstöcke pflanzen.


Heute bei Babino Polje im Zentrum der Insel – Oliven, Weinberge, Feigenbäume, Kiefern, Steineichen



Ob dies mit ein Grund ist, weshalb auch heute noch die Insel Mljet eine der am schönsten bewachsenen Inseln Süddalmatiens ist?

Im Ostteil der grünen Insel


Die Bucht von Prozurska Luka


Quelle: eigene Informationen, sowie Details aus http://www.michael-mueller-verlag.de/xtras/pdf/kroatische_inseln_kueste_leseprobe_2.pdf


ELMA
 
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