Schweiz: Wer nur durchfährt, soll bald extra Gebühr zahlen
Touristen, die die Schweiz mit dem Auto nur durchqueren, sollen künftig eine Transitgebühr bezahlen - zusätzlich zur Vignette.Das Parlament hat nun die Weichen dafür gestellt.
Transitgebühr soll Schweizer Alpenrouten entlasten
Seit Jahren schon ist der Transitverkehr in der Schweiz ein politisches Thema. Laut Schweizer Bundesamt für Statistik macht der reine Durchfahrtsverkehr etwa ein Drittel des Personenverkehrs über die Alpen aus. Am häufigsten fahren Durchreisende demnach von Deutschland nach Italien. 87 Prozent der Fahrten über die Alpen seien Freizeit- und Urlaubsverkehr.
Mit der Gebühr soll der Verkehr nun gelenkt werden. Kosten soll die Transitgebühr rund 21 Schweizer Franken (etwa 23 Euro) pro Durchfahrt. Hinzukommt die bereits vorhandene Jahresvignette von knapp 44 Euro. Die Einnahmen sollen in den sogenannten Nationalstraßen- und Agglomerationsverkehrsfonds fließen, heißt es.
So soll die Transitgebühr funktionieren: An der Schweizer Grenze - zum Beispiel bei Basel - wird die Autonummer erfasst. Wenn das Auto die Schweiz verlässt, wird die Autonummer wieder registriert. Je nach Aufenthaltsdauer gibt es dann eine Rechnung - eine Transitgebühr. Während Stoßzeiten, zum Beispiel an Ostern oder in den Sommerferien, soll es teurer werden.
Nun muss die Regierung einen Vorschlag ausarbeiten, wie so eine Transitgebühr umgesetzt werden könnte, damit sie auch rechtlichen Vorgaben standhält, wie zum Beispiel EU-Vorgaben.
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