Sloweniens schüchterne Geliebte

Klaus

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#1
Eine Liebeserklärung an Ljubljana.

So schwer der Stadtname auszusprechen ist, so schwer ist es, in Ljubljana Sensationen und Superlative auszumachen. Dafür ist die kleine Metropole in Slowenien grün, voller Lebensfreude - und auf eine höchst sympathische Art unaufgeregt.

So fängt der heutige Bericht in SpiegelOnline an.

"Lesenswert"
 
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#3
Ja Ljubljana ist wirklich toll, die vielen Gässchen mit den kleinen Läden und Brücken über die ljubljanica, herrlich! Und gar nicht so schwer auszusprechen, einfach "Lublana" :)
 

Marius

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#4
Oder "Jubel-Jana"...
Hört sich schnell ausgesprochen fast korrekt ausgesprochen an. :)
 

claus-juergen

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#5
hallo klaus,

danke für den bericht. nur eines hat sich mittlerweile geändert. ein musterschüler unter den letzten beitrittskandidaten zur eu ist slowenien nicht mehr. mittlerweile häufen sich die schulden. der staat hat ein gewaltiges defizit aufgebaut, auch wenn griechenland hier noch die spitzenstellung einnimmt.

grüsse

jürgen
 

Marius

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#6
Mein lieber Jürgen, wer wäre denn an der Stelle von Slowenien der neue Musterschüler, wenn Slowenien es nicht mehr ist?
Ich frage das ganz ohne Hintergedanken, das interessiert mich wirklich.

Und was verstehst du unter einem "gewaltigen Defizit"? Wären zum Beispiel 1,8 Billionen Euro ein gewaltiges Defizit? :)
Oder vielleicht 1800 Milliarden? Oder 1,8 Millionen Millionen? Mir persönlich erscheint ersteres am angenehmsten.
Aber was bedeutet das? Eigentlich gar nichts. All das beschreibt den Schuldenstand des Staates Deutschland.
Griechenlands Schulden sind weit, weit geringer.
Schon klar, Griechenlands Schulden sind viel zu hoch, aber was gerade passiert, erscheint mir unfair, vor allem deshalb, weil es den großen Banken immer noch extrem gut geht und deshalb, weil wenn es denen mal nicht so gut geht und die das ebenfalls selbst verursacht haben, denen vorbehaltlos geholfen wird. Denn ansonsten würde das den "empfindlichen Finanzmarkt beeinflussen". Hmmm.
Das ist nur mein Bauchgefühl, ich finde das halt seltsam. Ich bin kein Aktienhändler und will das auch nicht werden, ich bin quasi ein Arbeiter.
Aber ich habe ein sehr gutes Gerechtigkeitsgefühl und der Finanzmarkt ist nicht gerecht.

Die Bild-Zeitung übrigens auch nciht. Die drischt auf übelste Weise auf die Griechen ein, nicht jedoch auf die großen Player am Finanzmarkt, die mittlerweile unsere Politik bestimmen.

Und warum? Darauf habe ich eine Antwort gefunden :)

Ich freue mich auf das nächste Treffen mit dir, Jürgen, und derweilen entrichte bitte meine allerliebsten Grüße an die gnädige Frau!
 

claus-juergen

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#7
hallo marius,

ohne hier vom thema zu weit abweichen zu wollen, gibt es meiner meinung nach seit jahren keine musterschüler unter den letzten beitrittsländern zur eu. daran ändert auch die schnelle aufnahme von slowenien in die euro-zone nichts. im übrigen hat deutschland die vierzigfache bevölkerungszahl und eine noch höhere wirtschaftsleistung als slowenien. was zählt ist die pro-kopf-verschuldung, egal ob auf kommunaler-, landes- oder bundesebene.

was die banken betrifft, gebe ich dir recht. die, nicht ich, haben griechenland geld geliehen, bekommen ihr geld nun vereinfacht gesagt, nicht mehr zurück und laden diese schuldscheine nun bei der ezb ab. folglich ist der steuerzahler vor allem in deutschland dran.

nur ist es beim bankensystem mittlerweile so, daß es kaum mehr regelbar ist. die banken wandern ab und machen ihre, mal bissig gesagt, "zockergeschäfte" in anderen ländern mit liberaleren regeln. im übrigen läßt sich viel mehr geld damit verdienen, irgendwelche zertifikate, swaps und wie auch immer diese wetten heissen, zu verschachern, als claus-jürgen oder dem unternehmer geld für seinen hausbau oder die erweiterung seines betriebes zu leihen.

ob bild-zeitung oder ein seröses medium: wenn jeder fünfte beschäftigte in griechenland beim staat angestellt ist, mehr als 14 monatsgehälter bekommt und ab 50 jahren in rente gehen kann, dann ist dies auf dauer ebenso wenig zu bezahlen wie die mitarbeiter der staatlichen ölgesellschaft, die 17,9 monatsgehälter im jahr bei einem mindesteinkommen von 90.000 € (staplerfahrer, pförtner etc.) erhalten. dies sind nur krasse beispiele aus einem land wo seit jahren jeder den staat betrügt, wo es nur geht.

da jedoch kein land, auch nicht deutschland die selbst aufgestellten regeln einhält, bleibt nur die inflation zur entschuldung, die dann wieder uns alle trifft. zum thema euro glaube ich, daß es den in dieser form eh nicht mehr lange gibt. ob neue mark oder einen euro nur für bestimmte länder, sei dahingestellt. in jedem fall ist der traum von einer gemeinsamen währung für ganz europa als führende weltwährung ausgeträumt.

http://www.augsburger-allgemeine.de...-Euro-Ausstieg-ausgeschrieben-id17184936.html

einen schönen tag wünscht

jürgen
vielleicht kann ich zum treffen nach freibug kommen. dann können wir die diskussion fortführen.
 
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