Neue Regeln für Bootfahrer

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anwo

neues Mitglied
Grüß euch,
In meiner Vorstellung hab ich e schon geschrieben, das ich noch einige Fragen zu dem Regelwerk fürs Bootfahren habe :)
Wir wollen mit einem kleinem Schlauchboot so um die 3,5m Länge und einem 6PS Außenborder unterwegs sein.
Es geht darum, das das Boot und Motor leicht zu händeln und gut im Auto zu verstauen geht.

Was ich raus gelesen habe, näher als 50m darf man sich dem Ufer oder Badebereichen oder Tauchbojen u.s.w nicht nähern.

Darf man anlanden wo es einem gefällt ? Darüber konnte ich nichts finden.
Nur einen Hinweis, das wenn Landleinen oder Anker dann darf das Boot beim Schwojen nicht in die 50m Zone kommen, oder sich Badebereichen auf 50m annähern können.
Ich schließe daraus, man darf ans Ufer fahren, und dort ankern.
Wo darf ich das, bzw wo kann ich nachlesen wo ich nicht darf ?

Wie erkenne ich das ich an einem Steg anlegen darf ?
Oder an einer Mole ?
Gibts da auch ein Verzeichnis wo man nachlesen kann ?

Dann gibts ja noch Geschwindigkeitsbeschränkungen 5 bzw 8 Knoten oder es gelten besondere Beschränkungen z.b. Kornati

Wie macht man den das am besten, das Schauchboot jeden Tag aus dem Wasser ziehen?
In eine Marina?
Eine Boje mieten ?
Wie macht ihr das, und woher habt ihr die info ?

Muss das Boot + Motor schon daheim Österreich registriert sein ?
Ich würde den Boot Skipper B machen wollen, der sollte reichen für so ein kleines Schlauchboot ;)

Ich hoffe ihr verzeiht, aber ich hab mich bis jetzt überhaupt nicht mit der Materie beschäftigt.
lg
Andreas
 

snowflake

Moderator
Mitarbeiter
Hallo Andreas,

ich nutze zwar selbst kein eigenes Boot, kann aber erste Tipps geben:
Ein Bootsführerschein ist in Kroatien obligatorisch. Wobei Kroatien fast alle Führerscheine anderer Länder anerkennt, aber nicht umgekehrt!
Mit einem Küstenschein solltest Du ausreichend ausgestattet sein, da so ein kleines Boot nicht für die offene See geeignet ist.
Wie beim ÖAMTC kannst du auch bei https://www.sea-help.eu/ Hilfe bekommen und ja, die sitzen in Österreich.

Wegen Anker- oder Anlegepunkten reicht oft ein Anruf beim lokalen Hafenamt oder der örtlichen Marina. Bojenfelder gibt es en masse.
In der Hafenbucht von z.B. Mali Losinj darf man nur 3 kn fahren. Aber das lässt sich leicht online prüfen.
Wenn keine stärkere Bora anrauscht, lässt man auch solche Boote im Wasser. Erlebe mal eine Bora im Velebitkanal, dann weisst Du warum! ;)

Unter meteo.hr gibt es Wetterberichte und Warnung für das Festland, die Inseln und das Meer. Sollte man regelmässig reinsehen.

Bessere Infos bekommst du sicher auch noch von unseren Bootsfahrern.

Gruß
Michael
 
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Reaktionen auf meine Beiträge: anwo

anwo

neues Mitglied
Schönen Dank Michael, die App vom Croatischem Ministerium, hab ich mir gerade installiert, da sind schon viele wichtig Infos dabei.
meteo.hr ist schon gespeichert.Bora hab ich schon mal in den Kornati erlebt.
Da hat der Wind plötzlich durch die Düsenwirkung zwischen zwei Inseln soweit gedreht, das der Baum über gekommen ist und uns eine Want aus dem Boot gerissen hat.
Ich bin dann gesichert durch die lifebelt nach vorne und hab die Fock losgeschnitten. Damit wir wieder manövrieren konnten.
Ist ewig her, aber so was vergisst man nicht.
lg
Andi
 

snowflake

Moderator
Mitarbeiter
Hi Andy,

klar, dass dir vor dem eigenen Boot eine Menge Fragen durch den Kopf schießen, aber das legt sich mit der Erfahrung.
Du hast zudem auch schon einiges erlebt und kannst die möglichen Wetterkapriolen bereits gut einschätzen.
Durch entsprechende Quellen werden auch viele "Sorgen" recht flott beiseite geschafft. Das beruhigt ungemein. ;)

Sobald Du die ersten Tage auf See verbracht hast und mit den örtlichen Besonderheiten vertraut bist, beginnt der neue Urlaub.
Wenn du mal Murks machst, und das kann passieren, bleibst Du ruhig und freundlich und dir wird geholfen.
Die Kroaten sind, das hast Du garantiert bereits selbst erlebt, zumeist sehr zugänglich und hilfsbereit.

Notiere dir alle Unklarheiten und arbeite sie gelassen ab. Die Überraschungen werden dann dein Abenteuer sein. :cool:

Grüßle
Michael
 

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
Das ist ja alles schön und recht wenn man Prüfungen und die Ausbildung für Freizeitskipper vereinheitlichen und vielleicht auch verschärfen möchte. Aber im aktuellen Fall mit vier Toten vor Split scheint es wohl so zu sein, dass das Personal der Fähre, immerhin hauptberufliche Skipper, einen gravierenden Fehler gemacht hat und noch dazu die technische Ausstattung dieser Fähre erhebliche Mängel aufwies.

Was wäre geschehen, wenn diese voll besetzte Personenfähre ohne Fremdbeteiligung beispielsweise gegen die Felsen gedonnert wäre weil anscheinend die Navigation nicht funktioniert hat? Diese Mängel sind erst jetzt wegen des tragischen Unglücks ans Tageslicht gekommen. Wieso war der Kapitän während dieser wohl schwierigen Passage zwischen den Inseln nicht mal auf der Brücke! Wo war der denn? Auf dem Klo oder beim Rauchen? Das erinnert mich sofort an das Unglück der Costa Concordia wo der völlig bescheuerte Kapitän Francesco Schettino möglichst nah an seiner Heimatinsel vorbeifahren musste, um dort mal zu hupen und mit den Lichtern zu blinken.

Wer kann denn heute schon sagen, wie lange die Fähre schon mangelhaft war? Nein, hier ist der kroatische Staat in erster Linie dahingehend gefordert, dass er diese öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Meer und das Personal strenger kontrolliert. Mit dem Finger jetzt auf Freizeit Skipper zu zeigen ist völlig fehl am Platz!

grüsse

jürgen
 
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