Leuchtturm bei Liznjan

GizmotroniX

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#1
Ich möchte Euch Heute mal von unserem ersten Kroatien Urlaub 2013 berichten wo wir uns den Luxus gegönnt haben und einen umgebauten Leuchtturm für eine Woche gemietet hatten.

Der Leuchtturm Marlera befindet sich an der süd-östlichen Landzunge bei Liznjan und bietet eine traumhaft Rundumsicht auf das Meer.

map.JPG
Die Anreise erfolgt klassisch über Slowien - Koper und Autobahn bis Liznjan und dann immer geradeaus. Wobei kurz nach dem Ortsende von Liznjan kommt man an ein Hinweisschild dass man sich auf Militärgebiet befindet mit so netten Warnzeichen von explosiv bis was weiß ich. Da waren wir uns doch unsicher ob wir hier richtig ist, lt. Karte musste es aber weitergehen. Das letzte Stück (2-3 km) bis zum Leuchtturm ist mit einem "normalen" Auto doch schon aufregend da es über Stock und Stein (fesliger Boden mit Geländekanten) geht, da ist man mit einem SUV sicher besser aufgehoben. Ist man aber mal beim Leuchtturm angekommen, ist das schnell wieder vergessen.

Panorama.jpg

IMG_0281_1.jpg

Im Inneren des Leuchtturm war in einem alten Fenster als Bilderrahmen umfunktioniert zu sehen wie der Leuchtturm vor der Renovierung ausgesehen hat.

IMG_0334.jpg

Natürlich sind wir nicht die ganze wie angewurzelt auf unserer Terrasse faul herum gelegen sondern haben uns auch Ausflüge nach Porec, Pula und Rovinj gegönnt. Die Fotos von dort kann ich denke ich hier allerdings vernachlässigen. Da haben wir mit Sicherheit nichts gesehen was nicht am üblichen "Touristenprogramm" eines jeden Urlaubers steht.

Die Umgebung um den Leuchtturm war sehr ruhig, abgesehen von der etwas entfernten aber doch wahrnembaren Baustelle wo lt. Vermieter gerade Abwasserrohre verlegt wurden. Ansonsten gab es tagsüber zwar immer wieder "Besucher" die auf der Suche nach einem ruhigen Ort waren bzw. auch Fischer und manchmal wurde auch campiert (200-300m fernab von uns).

Der Leuchtturm ist scheinbar auch ein beliebtes Fotomotiv für Hochzeitsfotos. Während unseres Aufenthaltes kamen 3 Brautpaare vorbei um Fotos zu machen. Etwas verstörend wenn plötzlich andere Leute bei dir auf der Terrasse stehen, man ist hier doch etwas empfindlich was Privatsphäre betrifft. Es wurde aber immer gefragt ob man fotografieren dürfe und wir haben uns dann die 30 min ins Haus verzogen damit das Motiv stimmt und keine Urlauber im Hintergrund auf dem Liegestuhl liegen ;-)

Das freie Gelände und der direkte Meerzugang an versch. Stellen war natürlich für unsere beiden Hunde das absolute Highlight an der ganzen Sache.

IMG_0360.jpg
IMG_0363.jpg

So schön der Ausblick auch war von der Terrasse, irgendwann kam wieder der Tag der Abreise.
IMG_0274.jpg

Empfanden wir die Preis 2013 für den Leuchtturm schon als "hoch" für ein Ferienhaus so musste ich vor kurzem feststellen dass der Preis mittlerweile für die gleiche Urlaubswoche Anfang September sich um 2.000 Euro erhöht hat ! Wahnsinn. Damit steht eines fest, es war ein genialer Urlaub aber wiederholen wird er sich vermutlich aus finanziellen Gründen nicht mehr.

lG
Roland
 

Christl

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#2
Hallo Roland,

vielen Dank für deinen Bericht, schön und informativ.
Die Ecke kennen wir hauptsächlich von der Wasserseite her. Aber es ist bestimmt was besonderes im Leuchtturm in einer schönen Landschaft zu wohnen.
Und für eure Hunde wars bestimmt ein Traumurlaub. ihr findet bestimmt ein anderes schönes Quartier, muß ja kein Leuchtturm sein, Hauptsache den 2- und 4 Beinern gefällts
 

claus-juergen

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#4
hallo Roland,

vielen Dank für deinen Bericht über den Leuchtturm von Liznjan. Ich kenne das Objekt noch als Ruine, war jedoch seit der Privatisierung des Objekts mit anschließender Renovierung nicht mehr drin. Ich besitze ein Haus in Liznjan und kenne daher die Marlera Halbinsel recht gut.

Sicherlich meinst du dieses alte Warnschild



So sieht man den Leuchtturm, wenn man auf der schlechten Straße zur Küste fährt



und so sieht die Küste in Richtung Westen aus. Links sieht man die Insel Levan, die im Hochsommer täglich von vielen Booten angefahren wird. Schließlich gibt es da gleich drei Kneipen zum Einkehren.



Zur Ergänzung hätte ich noch zwei Berichte von Wanderungen über die Marlera Halbinsel

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/marlera-die-etwas-andere-wanderung.73754/

http://www.adriaforum.com/kroatien/...lbinsel-in-liznjan-istrien.72061/#post-708325

Mich würde zum einen interessieren, wie der Leuchtturm heute von innen aussieht. Wieviele Schlafzimmer und Bäder befinden sich im Gebäude? Klappt die Wasserversorgung, da Wasser meines Wissens nur aus der Zisterne kommt?

Du sagst, daß sich der Preis pro Woche um 2000 € erhöht hat. Wie hoch ist denn derzeit der Gesamtpreis für eine Woche Miete dieses Leuchtturms? Ist der Eigentümer tatsächlich jemand aus Liznjan?

grüsse

jürgen
 

GizmotroniX

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#6
Sicherlich meinst du dieses alte Warnschild



Mich würde zum einen interessieren, wie der Leuchtturm heute von innen aussieht. Wieviele Schlafzimmer und Bäder befinden sich im Gebäude? Klappt die Wasserversorgung, da Wasser meines Wissens nur aus der Zisterne kommt?

Du sagst, daß sich der Preis pro Woche um 2000 € erhöht hat. Wie hoch ist denn derzeit der Gesamtpreis für eine Woche Miete dieses Leuchtturms? Ist der Eigentümer tatsächlich jemand aus Liznjan?

grüsse

jürgen
Hi Jürgen,

stimmt das war das Schild dass uns verunsichert hat. An einem Tag stand auch die Polizei vor der Tür und hat uns gebeten für 4 Stunden im Haus zu bleiben weil Landminen gesprengt werden müssen. Haben 2 Explosionen gehört, da wird man sich dann bewusst durch welches Gebiet man da täglich fährt.

Wasser kommt aus der Zisterne, gab aber keine Probleme. Strom wird über Photovoltaik erzeugt und in Batterie gespeichert. Das kleine Nebengebäude links vom Leuchtturm beheimatet eine ganze Reihe an Akkus und einen Generator der bei uns aber nicht gestartet werden musste.

Im Nebengebäude rechts ist eine Outdoorküche mit Grill untergebracht sowie Müllsammelstation und Brennholz für den Kamin.

Fotos von innen findest Du hier:
http://www.lighthouse-croatia.com/

Sieht auch tatsächlich so aus wie auf den Bildern. ;-)

Eigentümer ist ein junges Paar aus Pula über die wir auch gebucht haben. Haben noch 2 andere Leuchttürme und auch eine der Bars auf Levan gehört ihnen.

Preis:
wir haben in der 1. Septemberwoche 2013 ca 1.550 Euro bezahlt, Vergleich zu 2017 ca. 3.500 Euro

lG
Roland
 

tosca

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#7
Hallo Roland, @GizmotroniX

toller Bericht von einer außergewöhnlichen Destination um Urlaub zu machen. Aber was das jetzt kostet.... boah, ist es diesen Preis wirklich wert? Es ist auf jedenfall etwas ganz Besonderes.

Ich glaube, ich habe da ein Foto gefunden, welches den Zustand des Leuchtturmes vor der Renovierung zeigt, jedenfalls wurde es in etwa dort aufgenommen. Das war 2010 als wir Urlaub auf dem Camping Medulin machten und mit dem Boot die Küste erkundeten. Wir sind bei Kazela weiter und dann sozusagen um die Ecke gefahren um in einer ruhigen Bucht zu ankern und zu schnorcheln. (haben dort übrigens eine riesiges Feld geschützter Steckmuscheln gesehen - wundervoll!)
Ich bin fast sicher, daß es der Leuchtturm ist.
@claus-juergen kannst Du das bestätigen als Kenner der Gegend und des Leuchtturmes in früherem Zustand. Ist er es?



DSCN3556 - Kopie.JPG


DSCN3554 - Kopie.JPG
 

Kroatien_Fan

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#8
Urlaub in einem Leuchtturm ist sicher etwas Besonderes, trotzdem erscheinen mir die Preise schon sehr hoch.
Hatte mich mal neugieriger Weise für einen Urlaub im Leuchtturm Porer interessiert, den man ja auch buchen kann und der zwei Ferienwohnungen zur Verfügung hat, da sind die Preise jedoch moderater, allerdings sieht er auch von innen nicht so luxeriös aus - wobei ich solchen Luxus im Urlaub noch nicht einmal bräuchte.
Trotzdem tolle Fotos.

Gruß
Andrea
 

GizmotroniX

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#9
@tosca
Ich würd auch sagen dass er das ist. Lage und Umgebung sprechen dafür.

@Kroatien_Fan
Luxus ist schon OK in gewissem Maße ;-) Ich habs damals auch wegen der Alleinlage und dem direkt Meerzugang gewählt. Für den damaligen Preis war es auch noch OK aber zum aktuellen Kurs ist Preis/Leistung nicht mehr realistisch bzw in Relation zu anderen Villen mit gleicher Lage.
 

claus-juergen

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#11
hallo Roland,

ich kenne den Leuchtturm seit dem Zeitraum als das Militärgelände geräumt wurde. Das war vor etwa 10 Jahren. Damals stand auch noch so ein Schild neben dem alten. Darauf war auch in deutscher Sprache der "Zutritt, das Beobachten und Fotografieren verboten".



Am Anfang war ja noch ein lückenloser Zaun, der auch ins Meer reichte um das Gelände aufgestellt. Es traute sich niemand in der ersten Zeit nach dem Abzug der Uniformierten auf das Areal, weil ja keiner wusste, was dort alles explosives herumliegen könnte. Dann ging es von Jahr zu Jahr schneller. Der Zaun hatte Lücken und das Tor stand stundenlag offen. So wagte auch ich es eines Tages mit einem Bekannten das Areal zu erkunden. Da ich noch nicht die Halbinsel mit dem Boot umrundet habe, wußte ich auch nicht von dem Leuchtturm. Den fanden wir durch Zufall, weil wir bis an die Landspitze vorstießen. Die wenigen Fotos, die ich damals gemacht habe, entsprechen in etwa denjenigen, die im Haus aufgehängt sind.

Irgendwann sprach man davon, daß dieser eh nicht mehr genutzte Leuchtturm verkauft werden sollte. Tatsächlich ging er jedoch scheinbar "unter der Hand" an den Familienclan, dem auch Levan gehört. Die sind sich untereinander im übrigen uneinig und haben es bis heute nicht geschafft, eine anständige Anlegestelle auf Levan für Boote und Toiletten zu schaffen. Ich war mit meiner "Yacht" ja auch schon mal drüben.

http://www.adriaforum.com/kroatien/...an-bei-liznjan-auf-istrien.76906/#post-767876

Wenn man den uns unbekannten aber sicherlich niedrigen Kaufpreis, die Renovierungskosten, Strom- und Wasseranschluß entfallen ja, und die für so ein Objekt in Spitzenlage zu erzielenden Mieteinkünfte ins Verhältnis setzt, dann dürfte sich eine hohe zweistellige Rendite ergeben. Da hätte unsereiner vielleicht auch zugeschlagen bei der Privatisierung. Aber in Kroatien ticken die Uhren halt manchmal anders. ;)

Im übrigen habe ich schon öfters Boote mit Tauchern in unmittelbarer Nähe des Leuchtturms gesehen. Scheinbar gibt es dort interessantes unter Wasser zu entdecken. Das italienische Kriegsschiff kann es nicht sein. Das liegt ca. 2 km weiter von der Küste entfernt.

hallo Sylvi,

wie Christl schon bestätigt hat, zeigen deine Bilder den Leuchtturm mit dem dazugehörigen Haus. Nicht allzu weit westlich davon befindet sich im übrigen ein netter eingewachsener Fjord, in dem wir schon gebadet haben. Der ist vom Wasser aus sicher besser zu entdecken als vom Festland. Heute quert an dessen Ende die Abwasserleitung von Medulin, die nunmehr geklärtes Wasser etwa 100 Meter westlich vom Leuchtturm ins Meer leitet. Deren Bau habe ich ja über den gesamten Zeitraum hinweg in diesem Bericht dokumentiert.

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/medulins-abwasser-wird-künftig-in-liznjan-ins-meer-geleitet.74623/

Es wird jedenfalls mal wieder Zeit, daß ich die Halbinsel zu Fuß erneut erkunde, ist sie doch zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

grüsse

jürgen
 

kokarl

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#12
Wir waren 2012 auch schon mal dort, um unserem Hobby nachzugehen.
Damals war es recht windig.
Zuerst etwas verunsichert gewesen, ob der Warntafeln beim Eingang zum ehemaligen Militärgelände, aber dann doch zum Versteck vorgedrungen.

upload_2017-1-7_16-8-47.jpeg
 

Kazelafan

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Alling
#13
Ich kannte diesen unheimlichen, zum Glück abgesperrten Ort seit 1985. Damals warfen MIG 21 noch Übungsbomben ab, deren Betonkerne heute noch auf dem Gelände herumliegen, und die Düsenjäger schossen auch mit scharfer Munition auf aufgestellte Zieltafeln. Die Messingpatronen waren bei Urlaubern sehr begehrt ! Diese Teile wurden am Strand in der Nähe der Insel Levan aufgelesen. Am unheimlichsten war es aber wenn Nachtschiessen angesagt war. Einmal landeten einige der wohl notwendigen Zielfallschirme sogar im Campingplatz Kazela.
Herzliche Grüsse
Rainer
 

claus-juergen

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#14
Ich kannte diesen unheimlichen, zum Glück abgesperrten Ort seit 1985. Damals warfen MIG 21 noch Übungsbomben ab, deren Betonkerne heute noch auf dem Gelände herumliegen, und die Düsenjäger schossen auch mit scharfer Munition auf aufgestellte Zieltafeln...
hallo Rainer,

das sind diese Dinger von denen du sprichst. Sie liegen immer noch im großen Mengen dort rum. Selbst im Meer habe ich die schon liegen sehen.



Ein großer Teil des Geländes wird ja nun landwirtschaftlich genutzt. Neben Wein fast ganz draußen beim Leuchtturm werden vor allem Tomaten und Kohlsorten angebaut.

Wir waren 2012 auch schon mal dort, um unserem Hobby nachzugehen.
Damals war es recht windig....
hallo kokarl,

jetzt bin ich aber neugierig. Welchem Hobby wolltet ihr dort "nachgehen"? Bei Sonnenuntergang oder nachts ist die Gegend Treffpunkt von Liebespaaren die sonst nirgendwo alleine sein können. ;)

grüsse

jürgen
 

kokarl

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#15
Hallo Claus-Juergen,
das ist so eine Art Rätselralley. Von einer Internetseite bekommen wir Koordinaten, oft auch von Orten welche man sonst nicht besuchen würde.
Vor Ort findet man (hoffentlich) in einem Versteck einen Behälter mit einem Logbuch, dort verewigt man sich und freut sich, wenn man wieder was Neues gesehen hat.
Manchesmal muss man auch ein Rätsel lösen, um an die Koords zu kommen.
Das Ganze nennt man Geocaching.
lg
Karl
 

GizmotroniX

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wie Christl schon bestätigt hat, zeigen deine Bilder den Leuchtturm mit dem dazugehörigen Haus. Nicht allzu weit westlich davon befindet sich im übrigen ein netter eingewachsener Fjord, in dem wir schon gebadet haben. Der ist vom Wasser aus sicher besser zu entdecken als vom Festland. Heute quert an dessen Ende die Abwasserleitung von Medulin, die nunmehr geklärtes Wasser etwa 100 Meter westlich vom Leuchtturm ins Meer leitet. Deren Bau habe ich ja über den gesamten Zeitraum hinweg in diesem Bericht dokumentiert.

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/medulins-abwasser-wird-künftig-in-liznjan-ins-meer-geleitet.74623/
Ich glaube den Fjord habe ich damals gefunden als ich mit den Hunden eine Runde auf Entdeckungsreise ging. Am Sonntag wurde ja nicht gearbeitet auf der Baustelle da konnte gefahrlos "queren" und dann bin ich auf eben solche Bucht gestossen. Wir waren in dem Jahr dort als die Abwasserleitung gerade verelegt wurde was man auch jeden Tag hören und sehen konnte. Ich bin damals aber davon ausgegangen dass dass die Ableitung von einer Kläranlage ist, musste aber in dem Thread dann nachlesen dass die erst später gekommen ist.

Aber interessant ist es allemal sowas "nachzulesen" mit Hintergrundinformationen :)
 

wallbergler

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#17
Hallo Roland,

mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag über den Leuchtturm auf Marlera gelesen. Auch dein ergänzender Link zur Innenseite des "Lighthouses" hat mir gefallen!

Ich erlaube mir deshalb mal einen Beitrag aus dem Jahr 2013 bezüglich meiner Begeisterung für diese Halbinsel in Erinnerung zu bringen:

Marlera, auf heilklimatischen Pfaden (Istrien)
4. Juni 2013

Liebe Foris,



Der hoch betagte , asthmatische, aber immer wachsame wallbergler hat die sonst so gerne von Touristikmanagern ins Auge gefassten Beschreibungen der therapeutischen Einflüsse der klimatischen und lufthygienischen Gegebenheiten, die für einen heilklimatischen Kurort zwingend sind, sich für seinen Morgenausflug zu eigen gemacht.

Seien wir doch mal ehrlich, wo sonst werden die erhöhten Anforderungen an die Luftqualität mehr erfüllt , als am Südende von Marlera , direkt , wenn man so will, mit dosiertem Klimareiz durch die um die Nase streichelnde Meeresbrise.

Zunächst mit Raum greifenden Schritten hinein ins Naturparadies mit goldenem Farbenspiel.





Und da ich heute mit meiner Lumix 18 ausgestattet war, konnte ich den wegen günstiger Sichtverhältnisse im Ucka Gebirge herausragenden Vojak heran zoomen.




Nun denn, auch ein lila Farbtupfer, ev. sogar weil heller , Margenta genannt, kreuzt den Anfangs mit würziger Luft versetzten Spazierpfad.





Später , schon im ehem. militärischem Gebietsabschnitt fiel mir weit entfernt , (aber heran gezoomt) nach dem Sprachduktus der Hansi Hinterseer Filme „“ da wo sich die 2 Inseln treffen „(Cres und Mali Losinj),
ein einsamer Segler auf, dessen Masten zu diesem Einschnitt hin zeigte.





Kurz darauf war ich mittendrin im Ackergelände, was mich sehr glücklich werden ließ, wenn ich daran dachte, welch sinnvolle Umwandlung , vom ehem. Militärischen Gelände zur landwirtschaftlichen Nutzung ermöglicht wurde.

Und gleich ergab sich die Möglichkeit einmal die Ahnen kennen zu lernen, wegen denen wir durch unsere suboptimalen Commonwealth Inselbewohner und auch unsere Überseefreunde immer bezichtigt werden, nämlich die Kraut Köpfe (krauts)

Dabei waren erstere doch als Seefahrernation Nr. 1 ganz besonders auf Sauerkraut angewiesen (wichtige Vitamin C-Quelle auf Schiffen). Daher suboptimal , man ist ja immer höflich.




Und auch die Kartoffeln waren schon ansehnlich, also Setzlinge waren das nicht mehr.





Wobei ich von einem Trupp landwirtschaftlicher Arbeitskräfte zur Mitarbeit aufgerufen wurde.
Schön, wenn man dann nicht jede Sprache versteht, hab nur „ Rabotti malocha“ verstanden, man muss ja nicht alles verstehen.


Eine wahre Freude war es durch die schon bearbeiteten Ackerflächen zu wandern.
Wobei ich an meine Grenzen zur Erkennung der Erzeugnisse kam (vielleicht weiß jemand was das ist)








Es war so schön zu wandern, milde Luft , fast kein Laut (wenn nicht da einer mit einer Enduro vor einer Viertelstunde seine Bögen gezogen hätte) und die herrliche Aussicht, ein Traum.

Wieder kam ich zum sog. Leuchturm mit dem Haus, im Hintergrund Burkis "fast Schicksalsberg".





Mit meinem Zoom konnte ich jetzt mal den Televrin ein bisschen näher herholen. Da werden nachträglich seine Leiden klar. Immerhin war schon der Masten erkennbar. Leider hatte ich aber mein großes Stativ nicht dabei, so musste ich deshalb einen Wackler bei den Wellen hinnehmen. Immerhin.





Dann entschloss ich mich zur Rückkehr , wandte mich der Adria Seite zu mit einem malerischen Aspekt





und kam zum , zumindest zu diesem Zeitpunkt, völlig verlassenen Küstenabschnitt, dessen klares Meerwasser besonders hervor stach.





Selbst zwischen den Felsen hatten sich die Blümchen mit ihren starken Farben breit gemacht





Auf dem Rückweg wurde nun der Blick frei Richtung Kazela und die vorgelagerten kleinen Inseln ,
ein Traum für Verliebte , die sich ungestört fühlen wollen.

wie z.B. links hinten Fenera, die Insel , warum fällt mir jetzt das nur ein, für Christl und Peter





Nach dieser ausgedehnten Runde für den bronchial angeschlagenen stillen Wanderer fand
er auch noch ein besonders schönes Arrangement von Frühlingsblumen vor, unser Herrgott ein Landschaftsgärtner !





Herz was willst du mehr, könnte man fragen, wenn man nicht im gleichen Augenblick aus seinen
Gefühlsbetonten Gedankengängen heraus gerissen worden wäre.

Aber glücklicher Weise war ich schon wieder vorne „am Tor zur Welt , dem Liznjaner Hafen“
als der Hubschrauber knatternd mehrere Besichtigung`s Runden drehte







Im Frühjahr vom vergangenen Jahr 2016 strandete ich bei meiner Anreise nach Istrien erstmal in Medulin



konnte mich aber aufrappeln und erneut die Halbinsel Marlera besuchen.


Denke mal, die folgenden Bilder sind eine nicht uninteressante Ergänzung zum obigen Erlebnis:

Der Lärmpegel von knackenden Knien und knirschendem Kreuz des betagten Wallberglers wurde von mir geflissentlich ignoriert.

Diesmal ging es nicht schnurstraks hinter zum Leuchtturm , sondern am Hafen von Liznjan vorbei, bog bei der ersten sich bietenden Möglichkeit nach links Richtung Meer ab (noch verbreiterte Hafeneinfahrt)

Im Ergebnis marschierte ich stramm außen herum Richtung Leuchtturm, zweigte aber vorher auf die Meeresseite zur Einfahrt Medullin in Höhe der kleinen Insel Levan ab. Ursprünglich wollte ich anschließend den Weg zurück nach Liznjan über einen Steinbruch nehmen, ließ dann aber von dem Vorhaben ab, weil sich tiefe Ackerfurchen als lästiges, wenn auch federndes Hindernis erwiesen. Reichte auch so.

Gleich zu Beginn zeigte sich der Frühling mit erwartetem, angemessenem vielfarbigen Blütenkleid.







Einiges kennt ihr schon


























die glasklare Bucht






zwischendurch die kleinen Höhlen der Bienenfresser




Grundzutaten für Krautwickerl




Aufmerksame Überwachung, aber leider ohne Eingreifmöglichkeiten




zwar gab es Aussichts- und Landemöglichkeiten zu hauf,




aber für die Verantwortlichen der Hinterlassenschaften, hätte man sich einen angriffswütigen Raubvogel gewünscht















Vielleicht erbarmt man sich in einer Frühjahrs "Rama Dama" (Räumen tun wir ) Aktion der unschönen Relikte, die doch nachdenklich werden lassen,

aber durch die leuchtenden Farben der nun schon in Nähe der ersten Siedlung angelegten Gartenblumen wieder fast verdrängt wurden.






Was für ein schöner Ausklang, letztlich mit rauchenden Wanderschuhen.


Lieben Gruß
Helmut
 
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