Kroatien soll russisches Öl durch Pipelines nach Ungarn und in die Slowakei leiten

claus-juergen

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Die Politik rührt die Werbetrommel für Janaf. Anscheinend fließt jedoch noch kein Öl über die Pipeline nach Ungarn und die Slowakei.

"Wirtschaftsminister Ante Šušnjar stattete heute, am 10. März 2026, in Begleitung von Staatssekretär Vedran Špehar und der Energieberaterin des Premierministers der Republik Kroatien, Dubravka Vlašić Pleša, dem JANAF-Terminal in Omišalj einen Arbeitsbesuch ab. Dort traf er sich mit dem Präsidenten des JANAF-Verwaltungsrats, M. Sc. Stjepan Adanić, und dem Leiter des Terminals in Omišalj, Bruno Janković. Bei dem Treffen wurden die Kapazitäten des JANAF-Ölpipelinesystems, die Möglichkeiten der Öl- und Erdölverarbeitung am Terminal Omišalj sowie die Transportsicherheit erörtert. Hervorgehoben wurde, dass JANAF die einzige sichere und zuverlässige Versorgungsroute für die Republik Kroatien, die Europäische Union und die Nachbarländer darstellt, was ihre strategische Bedeutung als Energiedrehscheibe der Europäischen Union unterstreicht."


grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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So langsam kommt es ans Tageslicht warum Ungarn sich dauerhaft weigert Rohöl über die kroatische Janaf Pipeline zu beziehen.

„Bei einer Wahlniederlage wäre die Fallhöhe für Orbán tief. Der Selbstbedienungsladen für seine Regierung und seine Partei würde schließen. "Geld in seine eigenen Taschen und die seines Netzwerks zu lenken, spielt bei Orbán immer eine große Rolle. Dafür hat er den ganzen Staat umgebaut, so dass das Geld am Ende immer dort ankommt", so Barley. Der Abschöpfung der Gewinne aus dem Verkauf von russischem Öl entspreche "genau diesem Muster".

An diesem Muster will Orbán unbedingt festhalten, solange er noch im Amt ist. Er behauptet, ohne Öl aus der Druschba-Pipeline könne die ungarische Wirtschaft nicht funktionieren. Es gibt zwar noch eine andere Leitung, die Adria-Pipeline, die über Kroatien führt und Ungarn mit Öl versorgen könnte. Auf diese Option will die ungarische Regierung aber nicht zurückgreifen, weil sie angeblich zu teuer, unzuverlässig und technisch kaum möglich wäre. Die CSD/CREA-Studie kommt zu anderen Ergebnissen. Demnach könnte die Adria-Pipeline den Öl-Bedarf Ungarns und der Slowakei vollkommen decken. Ähnlich äußern sich die kroatische Regierung, die EU und der Pipeline-Betreiber JANAF. Allerdings stammen diese Lieferungen nicht aus Russland, wären damit teurer und würden nicht der Bereicherung des ungarischen Staatsapparats dienen.

"Die Realität ist, dass Orbán die benötigte Menge über die Adria-Pipeline durch Kroatien importieren könnte, nur müsste er dann auf den Extraprofit von 15 Dollar pro Barrel verzichten", sagt Akos Hádházy, parteiloser Oppositionspolitiker im ungarischen Parlament, gegenüber ntv.de. Die Beteiligung der rechten Denkfabrik MCC an MOL und die Umleitung von Gewinnen in die Propagandamaschinerie von Fidesz stelle "ein extrem hohes Maß an Korruption und Diebstahl dar", so Hádházy weiter.“


grüsse

jürgen
 

DerReisende

erfahrenes Mitglied
Ich hole das mal hoch, Orban wird uns alle noch auslachen, wenn in HR der Vorrat alle ist. Ich habe irgendwo gelesen, die Vorräte der Ungarn reichen noch 3 Monate. Wenn er bis dahin wieder an der Druschba Trasse ist kann er sich ganz entspannt zurück lehnen und bei uns geht das Licht aus wenn die Sonne nicht scheint.
 

claus-juergen

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Kommen wir noch einmal zurück zum eigentlichen Thema dieses Strangs. Vor über einem Monat kam der Vorschlag von verschiedenen Seiten auf, dass Ungarn und die Slowakei für die beschädigte Druschba Pipeline Rohöl über die kroatische Pipeline importieren könnten. Das haben beide Länder abgelehnt.

Was Ungarn betrifft geht es anscheinend nicht nur um möglicherweise höhere Kosten für den Import des auf der Insel Krk angelandeten Öls, sondern auch um Provisionen oder Schmiergeld, an welchem sich die Clique um Viktor Orbán seit Jahren beim Import des russischen Rohöls bereichert. Aktuell werden wohl die im Land vorhandenen Reserven angegriffen. Das Thema wird erst wieder interessant, wenn diese nahezu aufgebraucht sind und die Raffinerien drohen still zu stehen. Dieses Szenario tritt also vermutlich erst nach der Wahl in Ungarn ein, weshalb das Problem dann möglicherweise eine andere Regierung zu bewältigen hat.

grüsse

jürgen
 
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