Istrien 02 - Piratenhöhle Limski Kanal

manzi

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#1
Hallo liebe Forumsmitglieder!

Ich möchte gleich vorausschicken, dass wir nicht die typischen Strand- bzw. Badeurlauber sind. Uns genügen täglich 1 - 2 Stunden an den herrlichen Stränden, um im sauberen Wasser zu schwimmen und uns in der Sonne zu trocken.
Bewusst fahren wir immer im Spätsommer nach Istrien, weil die Temperaturen ideal für die Ausübung unserer Lieblingsbeschäftigung sind: dem Mountainbiken! Als Tiroler bevorzugen wir natürlich Nordistrien, da man hier ordentlich Höhenmeter in die Beine bekommt. Und da unsere ausgewählten Strecken im Schnitt zwischen 70 und 100 Kilometer betragen, liegen sicher schon einige Tausend hinter uns, die wir vorwiegend im Hinterland herunter gestrampelt haben. Unbeschreiblich, die unberührten Gegenden und einsamen Dörfer, durch die wir schon geradelt sind. Und hier möchte ich mich gleich entschuldigen: Als leidenschaftliche Biker haben wir alle Eindrücke und Bilder in den Köpfen abgespeichert! Alle Gerüche (manchmal auch Staub) in der Nase, das Gefühl der warmen Sonne auf der Haut, See- oder Bergluft, das kann man nicht auf Fotos festhalten.
Auf diesen Touren macht man ein oder zwei Pausen und steigt nicht ständig vom Radl um die Kamera aus dem Rucksack zu holen. Daher hab ich hier auch bisher keine Routen eingestellt. Aber ich mach jetzt einen kleinen Anfang mit einem leichten Tour-Abschnitt, der auch sehr schön war:

Wir sind von Porec über Funtana den Strand entlang geradelt, dann an Vrsar vorbei Richtung Limski. Dort liegt relativ gut beschildert die Piratenhöhle.

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Man hat sich sehr bemüht, dem Gast hier alles zu bieten. Obwohl alle Getränke und Lebensmittel mittels Materiallift nach unten transportiert werden müssen, war das Angebot - speziell an Getränken - sehr reichhaltig. Nahezu jeden Cocktail findet man hier auf der Karte. Auch Snacks für den kleinen und größeren Hunger kann man bestellen.

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Die Deko ist sehr gelungen und einladend gestaltet, ähnlich wie in der Safari-Bar am Kamenjak.

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Neben einem Aussichtsturm, von dem aus sich ein weites Blickfeld erschließt, gibt es auch einen Bootssteg für alle Besucher vom Wasser aus.

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Man hört hier von ausgiebigen und feuchtfröhlichen Ausflügen, was ich mir in diesem außergewöhnlichen Ambiente gut vorstellen kann.

Wir haben unseren Rucksack wieder gepackt, und sind zu den Aussichtspunkten an den Limski weitergeradelt. Dort haben wir allerhand Spezialitäten verkostet und sind schließlich mit Trüffelkäse, Likör und getrockneten Feigen beladen, gezielt nach Klostar ins Istarska Hiza aufgebrochen.

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Der aufmerksame Beobachter sieht auf dem Bild ganz hinten rechts den Grund dafür:

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Die letzten Besuche in dieser Konoba haben uns überzeugt, genau hier schmeckt es uns am Besten! Und wieder wurden wir nicht enttäuscht! Diese arme kleine Sau war innerhalb von 20 Minuten verspeist. 12 Portionen, so erklärte uns der Wirt, hat er verteilt. Gestern waren es 7 Spanferkel, die er verkauft hat.

Gestärkt fuhren wir zurück zu unserem Quartier. Mit insgesamt 55 km in den Beinen und knapp mehr als 450 Höhenmeter schlossen wir unsere kleine Runde ab.

Nach den obligatorischen zwei Stunden am Strand im 23 Grad warmen Wasser hielten wir noch den Sonnenuntergang fest: 018.jpg

Männer mit ihren kleinen Egospielchen......, :)

019.jpg

Und hier noch ein kulinarischer Tipp:
Am Vorabend im Bacchus hat uns eine Einheimische geraten, uns zu einer Weinverkostung anzumelden.

In Tar kann man im feinen Ambiente ein dreigängiges Gourmetmenü mit entsprechender Weinbegleitung für 80 Kuna genießen. Es gibt dort jeweils mittags und abends die Möglichkeit, aus vier verschiedenen Menüs zu wählen. Das Vierte ist ein Fischmenü und kostet daher 90 Kuna. Die Weine sind prämiert und man kann vor Ort auch verschiedene Spezialitäten kaufen. Olivenöl, Wein, Käse und Schinken. Ich hab mich wirklich nicht getraut, dort zu fotografieren. Das wäre peinlich gewesen. Für Interessierte: Stancija Spin, Suzana Diclik, Tel +385 (0)52 451 215 für Reservierungen.

Wir haben es uns dort gleich zweimal schmecken lassen und es war köstlich. Die Männer wurden nicht ganz satt, und so sind wir anschließend mal wieder im Bacchus auf eine kleine Jausenplatte eingekehrt!

Platte Vinoteka Bacchus.jpg

War lecker!

Nicht genug, mussten wir am Torre Rotonda noch auf einen Absacker vorbei....

Nach meinem Urlaub hab ich einen Termin zum alljährlichen Gesundheitscheck. Wenn ich nicht bald auf die Bremse trete, werden meine Leberwerte nichts Gutes über mich verraten.

Mein nächster uns letzter Bericht führt uns in mein Lieblingsdorf.

Bis dann
 
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baskafan

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#2
Ein gut durchmixter Urlaub von: baden - sporteln - kulinarisch genießen - und Besichtigungen. Das alles in einer sehr schönen Umgebung.
Es ist mir eine Freude ein bisschen dabei sein zu können.
Ich freu mich schon auf den nächsten Bericht.
 

diavolo rosso

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#3
Hallo Margit,

schön, daß Du Dich entschlossen hast, Eure außergewöhnlichen Tour-Impressionen mal zu Papier zu bringen - sprich ins Forum einzustellen.
Danke fürs Mitnehmen. Verfolge Eure Touren verständlicherweise mit Genuss.

liebe Grüße
vom Roten Teufel
 

tosca

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#6
Hallo Manzi,

die Piratenhöhle hat sich ja ganz schön verändert seit ich das letzte Mal dort war, ich glaube, das ist so ca 15 Jahre her - damals gings noch spartanischer zu dort.
Sehr schöne Fotos - ich bin grade erst eine Woche wieder aus Cres zurück, und könnte schon wieder los wenn ich Deinen Bericht lese:)
 
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