Hitzewelle und Waldbrände plagen Südeuropa

Christl

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#1

Südeuropa stöhnt über eine lange Hitzewelle. Heute wurden bis zu 42 Grad gemessen. In vielen Ländern gab es Rekordwerte. In Kroatien erreichte der Stromverbrauch wegen der vielen Klimaanlagen im Hochbetrieb ein Allzeithoch. „Kroatische Hölle“, titelte die Zeitung „Jutarnji list“ in Zagreb. Die Feuerwehr kämpfte gegen Waldbrände.

In Bosnien-Herzegowina riefen die Behörden bereits den vierten Tag in Folge die rote Wetteralarmstufe bei 42 Grad aus. Das albanische Innenministerium verlangte wegen zahlreicher Brände die Ausrufung des Ausnahmezustands, der aber noch nicht verhängt wurde, weil die neue Regierung nach der Parlamentswahl noch nicht steht. Nach einem Hilferuf an den Nachbarn schickte Griechenland zwei Löschflugzeuge.

Ausnahmezustand in Spanien
In Griechenland, wo ebenso wie auf Zypern die Hitzewelle für die kommende Woche erwartet wird, waren in den vergangenen vier Tagen mehr als 150 Brände ausgebrochen. Die mit Hubschraubern und Flugzeugen gelöschten Feuer wurden zum Teil durch Brandstiftung ausgelöst. Auf der französischen Insel Korsika kämpfen Feuerwehrleute und Löschflugzeuge gegen einen Waldbrand. 170 Hektar sind bereits zerstört.

In Spanien galt in 16 der insgesamt 50 Provinzen aufgrund der extremen Hitze mit Temperaturen von bis zu 42 Grad die zweithöchste Alarmstufe. Das italienische Gesundheitsministerium rief erneut für Städte im ganzen Land die höchste Warnstufe aus - darunter Rom, Neapel, Venedig und Florenz.

http://orf.at/#/stories/2401932/
 

Luppo

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#2
Tja, wir dürfen nicht jammern. Die Klimaveränderung haben wir verursacht. Und das ist der zaghafte Anfang. Experten erwarten durchaus eine Versteppung bis kurz vor die Alpen.
Das wird im Laufe der Jahre den Tourismus mehr auf den Früh- und Spätsommer verlagern, zumindest für die, die es zeitlich können. Möglicherweise auch den Rückzug Richtung Norden.
Allerdings finde ich den Sommer in D dieses Jahr traumhaft. Überwiegend warm und freundlich, abends schön angenehm, trotzdem immer mal Regen für die Natur. Aus meiner Sicht der beste Sommer seit Jahren.
 

claus-juergen

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#3
...Allerdings finde ich den Sommer in D dieses Jahr traumhaft. Überwiegend warm und freundlich, abends schön angenehm, trotzdem immer mal Regen für die Natur. Aus meiner Sicht der beste Sommer seit Jahren.
Hallo Michael,

Bei uns schon.

Ich habe heute mit Bremen telefoniert. Seit Wochen durchwachsenes Wetter und höchstens 23 Grad. Da macht der Sommer keinen Spaß mehr. Wir als Gartenbeitzer sind bei der Hitze froh um jedes Gewitter und jeden Regenschauer. Das ist jedoch scheinbar in Norddeutschland anders....

Grüße

Jürgen
 

Luppo

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#4
Hallo Jürgen,
Der Norden ist erfahrungsgemäß gerne mal benachteiligt beim Wetter.
Tut mir leid für die Nordlichter, aber bei uns im Süden paßt es wirklich.
 

Sommer_Sun

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#5
Aktuell ist es in HR tropisch warm, man genieße/nutze die Zeit. Das kann mit dem Klimawandel durchaus auch anders werden...
 

Luppo

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#6
Das mit dem Nutzen ist relativ. Bei 40+ Grad würde ganztägig ich vor der Klimaanlage sitzen. Bin froh, dass wir das im Juni nicht hatten. Sitze gerade bei geschillten 19,5 Grad auf der Terrasse.
Die prognostizierten Klimaveränderungen werden wohl, darüber sind sich die Fachleute einig, eher unbeständiges Wetter mit großen Wetterextrema bringen, also große Hitze, aber auch starke Regenfälle.
Da das Klima südlich der Alpen durch die Strömungen aus dem Süden beeinflusst werden, wird es dort eher zu sehr heißen und trockenen Perioden kommen. Nördlich der Alpen übernehmen die Atlantikströmungen das Wettergeschehen, heißt, neben großer Hitze häufige Regen- und Starkregenfälle. Die nächsten 25 Jahre wird es örtlich zu Versteppungen bis kurz vor die Alpen kommen. In D wird die Vegatation sich in Richtung längerer Trockenheit umstellen. Die Landesanstalten für Gartenbau basteln bereits an Sorten, die besonders tief für lange Trockenzeiten wurzeln.
Klingt alles nicht besonders prickelnd, für D, aber auch für HR.
 

Rabac-Fan

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#7
@jürgen: Es ist nicht SCHEINBAR durchwachsen bei uns im Norden, sondern TATSÄCHLICH! Zwei Tage hintereinander ohne Regen gibt es kaum. Und Temperaturen von über 20 Grad sind auch Mangelware. Der Klimawandel scheint sich nur im Süden bemerkbar zu machen! Aber ich will mal nicht meckern, denn immerhin war der Juni Klasse - allerdings nicht in Norddeutschland, sondern in Kroatien!

Gruß Arno
 

claus-juergen

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#9
hallo,

meine Tochter ist mit Familie und zwei kleinen Kindern nun die vierte Woche in Liznjan.

Tatsächlich ist es für die fast zu heiß. Auch nachts kühlt es kaum noch ab. Tagsüber immer über 30 Grad und nachts kaum darunter. Dazu sehr schwül. Eigentlich ein Klima wie in den Tropen. Obwohl wir an unserem Haus einen Vollwärmeschutz haben und auch das Dach 10 cm stark isoliert ist, kommt mit der Zeit die Hitze unweigerlich ins Haus. Die Klimaanlage läuft somit schon extrem viel. Das war in den letzten Jahren nicht so.

Tatsächlich hat es auch gelegentlich mal geregnet, was natürlich für den Garten gut ist obwohl Olivenbaum, Bougainvillea, Feigenbaum und die Oleander schon gegossen werden müssen. Diese starke Hitze hat die Jugend auch dazu bewogen, nicht täglich am Strand zu sein, wo die Gefahr eines Sonnenbrands gerade für die Kinder viel höher ist als im relativ schattigen Garten bzw. auf der überdachten Terrasse. Dort wurde ein Plantschbecken für die Kinder aufgestellt und alle sind zufrieden.

Leider klappt das Bootfahren nicht so wie gewünscht, weil in den letzten Wochen relativ häufig Wind war und somit das Schippern keinen Spaß gemacht hat.

...Die prognostizierten Klimaveränderungen werden wohl, darüber sind sich die Fachleute einig, eher unbeständiges Wetter mit großen Wetterextrema bringen, also große Hitze, aber auch starke Regenfälle.
Da das Klima südlich der Alpen durch die Strömungen aus dem Süden beeinflusst werden, wird es dort eher zu sehr heißen und trockenen Perioden kommen. Nördlich der Alpen übernehmen die Atlantikströmungen das Wettergeschehen, heißt, neben großer Hitze häufige Regen- und Starkregenfälle. Die nächsten 25 Jahre wird es örtlich zu Versteppungen bis kurz vor die Alpen kommen. In D wird die Vegatation sich in Richtung längerer Trockenheit umstellen. Die Landesanstalten für Gartenbau basteln bereits an Sorten, die besonders tief für lange Trockenzeiten wurzeln.
Klingt alles nicht besonders prickelnd, für D, aber auch für HR.
hallo Michael,

ich glaube sogar, das wird noch viel schneller als gedacht Auswirkungen auf das Klima bei jedem von uns vor der Haustüre haben.

Ein Aspekt wird hierbei oft vernachlässigt. Das sind die in wenigen Jahrzehnten abgeschmolzenen Gletscher der Alpen. Künftig regnet es auch in den Bergen mehr und schneit weniger. Folglich werden die Flüsse den Sommer über teilweise zu Rinnsalen verkümmern und dafür bei starken Regenfällen überdurchschnittlich anschwellen. Wasserkraft aus Laufwasserkraftwerken ist damit noch mehr wie heute nur ein Saisongeschäft unabhängig davon, daß heute schon das meiste Wasser beispielsweise bei uns am Lech ungenutzt "den Bach runter geht" weil zu viel Strom vorhanden ist und die Kohle- und Atomkraftwerke durchlaufen müssen. Auch die Binnenschifffahrt wird wohl oder übel künftig häufiger wegen Wassermangels ruhen müssen.

Im übrigen wurde bei uns auf dem Lechfeld mit der Getreide- und Rapsernte am 1.7. begonnen. Das gab es noch nie. Laut Auskunft von Landwirten war es bis dahin extrem heiß und trocken. Das hat die Pflanzen zur Notreifung getrieben. Ernteeinbussen von etwa 60 % sind die Folge auf diesen steinigen öden Böden.

In weiser Voraussicht habe ich jedenfalls im Vorjahr schon eine Chinesische Hanfpalme in meinen Garten gesetzt und freue mich auf meinen Lebensabend unter Palmen am Gartenteich. :)

grüsse

jürgen
 
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Luppo

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Jürgen, das mit den Palmen ist nicht so weit hergeholt. Die Szenarien reichen bis zu Palmenalleen am Unterrhein.
Die chinesische Hanfpalme ist relativ winterhart, soweit ich weiß?
 

claus-juergen

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#11
Jürgen, das mit den Palmen ist nicht so weit hergeholt. Die Szenarien reichen bis zu Palmenalleen am Unterrhein.
Die chinesische Hanfpalme ist relativ winterhart, soweit ich weiß?
Hallo Michael,

Wir haben einen geschützten sonnigen Standort ausgewählt und packen sie im Winter ein. Den ersten Winter hat sie schon mal überstanden. Nun muss die Pflanze erst mal ihre Wurzeln tief in den Boden graben und an Substanz gewinnen. Wie alle Palmen wächst sie recht langsam. Eigentlich sollen ihr Temperaturen bis minus 18 Grad Celsius nichts ausmachen.

Jetzt schwimme ich erst mal eine Runde im Pool und lege mich dann auf die Liege daneben in den Schatten und schau zu wie sie wächst. So ein Samstag Nachmittag kann schon sehr anstrengend zu Hause sein. ;)

Grüße

Jürgen
 

Luppo

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Jürgen, es sei dir gegönnt.
Ich werde mich dann zu einer Geburtstagsfeier mit Unmengen Grillgut und fassweise Bier begeben.
Aktuelle Lage in Franken: heiter bei 25 Grad.
 

claus-juergen

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Jürgen, es sei dir gegönnt.
Ich werde mich dann zu einer Geburtstagsfeier mit Unmengen Grillgut und fassweise Bier begeben.
Aktuelle Lage in Franken: heiter bei 25 Grad.
Hallo Michael,

Aktuelle Lage hier in LA (wer immer noch glaubt, dass dieses Kürzel für eine amerikanische Großstadt steht ist auf dem Holzweg - die ganze Gegend weis doch, dass diese beiden Buchstaben für Langerringen stehen ;)):

Wasser 28,2 Grad, Terrasse im Schatten 29 Grad, Bier im Kühlschrank 8 Grad Celsius - zu heiß zum Motorrad fahren :(

Nächste Woche soll es jedenfalls kühler werden. Dann geht's endlich mal wieder in die Berge und Ende des Monats nach Istrien. Da wird es dort hoffentlich auch etwas kühler sein und der Großteil der Touristen reist so nach und nach ab.

Viel Spaß auf dem Grillfest wünscht dir

Jürgen
 
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