Große Pläne für Pula

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Marius

Guest
#1
Guckt euch mal das Video an, es geht um die Neugestaltung der Pulaner Promenade von der Schiffswerft bis hinüber zum Bahnhof und noch ein bisschen weiter (insgesamt ca. 2,5 km). Gezeigt wird das Siegerprojekt eines Zagreber Architekturbüros.

Kernstück werden schwimmende Plattformen mit Restaurants, Geschäften, Nachtclubs, Parkplätzen, etc. sein. Die Parkplatz-Plattform z.B. wäre beweglich, könnte also bei Konzerten vor der Arena stehen, ansonsten bei der Schiffswerft.
Auch soll die alte Straßenbahnstrecke, die man von vielen Ansichtskarten aus der Jahrhundertwende kennt, wieder aktiviert werden.

Ich denke anhand der Bilder im Video kann man schon einen ersten Eindruck gewinnen.

Große Pläne! Und wie finde ich das? Super! :)
 

claus-juergen

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#3
hallo marius,

wie immer bei großen projekten im land frage ich, was kostet das und wer soll das bezahlen? vielleicht ist das so ähnlich wie bei der golfanlage in liznjan, dem riesentourismusprojekt bei bale oder dem großen gewerbepark bei tar. auf die ankündigungen folgt dann meist nichts mehr...

grüsse

jürgen
 
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Marius

Guest
#4
Das befuerchte ich auch, denn im Gegensatz zum Golfplatz wäre das hier aus mehreren Gründen schon recht sinnvoll...
In diesem Falle wäre die Stadt Pula Bauherr, wenn ich alles richtig verstanden habe.
 

claus-juergen

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#5
hallo marius,

ja, das areal zwischen bahnhof und wasser schreit geradezu nach einer städtebaulichen entwicklung. es ist zentrumsnah und es gäbe die möglichkeit, hier z. b. liegeplätze für gößere yachten zu schaffen, wie sie in der veruda oder der aci-marina fehlen. ob es hierzu schwimmender plattformen für parkplätze (?), restaurants etc. bedarf, bezweifle ich. es ist doch schon so platz genug am ufer. ggfs könnte man noch ein paar meter aufschütten und dann das ganze an land bauen. jenseits der bahnlinie stehen außerdem noch alte lagerhäuser, die schon lange nicht mehr genutzt werden. platz also ohne ende.

vielleicht will sich da nur mal wieder ein architekt in den medien sehen, indem er spektakuläre ideen propagiert.

zum golfplatz in liznjan habe ich zuletzt erfahren, daß zwar mittlerweile alle genehmigungen vorhanden sein sollen. auch sollen die grundstückskauf- oder vorverträge abgewickelt sein. es fehlt jedoch mittlerweile an den investoren, die nach dem jahrelangen tauziehen woanders scheinbar bessere renditechancen sehen. warten wirs ab...

grüsse

jürgen
 
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#6
Aber Hallo, das schaut ja super aus! Bleibt für mich die Frage, ob´s auch an die "kleinen Sportbootfahrer" (so wie unsereins) denken, damit die auch mal einen Parkplatz finden, ohne das man gleich von den Ausflugsbooten und großen Jachten fast aufgefressen wird. Und in der ACI marina wollens uns auch nicht, nur weil man vielleicht "nur" etwas essen gehen will. Sonst fahren wir halt weiterhin nach Medulin, da funktioniert das super!
LG Rennratte
 
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Marius

Guest
#7
Da geht's übrigens nicht nur um Boote, Schiffe oder die Marina. Die Hafenpromenade soll wieder als Flaniermeile auferstehen, mit allem, was man so braucht, damit die Leute tagsüber und vor allem abends dort ihre Zeit verbringen.
Aufgeschüttet soll übrigens gerade eben nicht werden. Man ist sehr stolz auf die Lösung mit den "schwimmenden" Plateaus.
Es handelt sich übrigens um eine Ausschreibung der Stadt, und das ist der Siegerbeitrag, der nun umgesetzt werden soll.
Hmmm. Mal gucken... Ich fänd's toll!
 

claus-juergen

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#8
Aufgeschüttet soll übrigens gerade eben nicht werden. Man ist sehr stolz auf die Lösung mit den "schwimmenden" Plateaus.
hallo marius,

in jedem fall die teurere lösung. das kostet das viele millionen €. ob dieses geld vorhanden ist, bezweifle ich. da gibt es in pula noch andere baustellen, z. b. die begonnene vierspurige umfahrung oder die provisorischen kreisverkehre, die in diesem jahr gebaut wurden und noch anderes.

grüsse

jürgen
 

Ralf 2.0

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#10
Habe mir grade staunend die Bilderstrecke aus 2011 angesehen....
Hut ab ! Weit gekommen :respekt:
Wenn ich eines in den letzten Jahren über HR gelernt habe, so ist es, dass immer schön geträumt wird. Umgesetzt wird nie.

Kroatien ist schön. That's all
 

claus-juergen

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#11
hallo Ralf,

ich stimme mit dir überein. Ich habe den Artikel übersetzt und wieder mal festgestellt, daß da viel blabla drinsteht nach dem Motto "das alles kann Pula tun und da gibt es Möglichkeiten usw.".

Fakt ist, daß bisher weder das im Eingangsposting vor 10 Jahren (!) groß angekündigte Projekt irgendwie weiter gekommen ist noch das geplante Kreuzfahrtterminal in der ehemaligen Kaserne Monumenti. All das sind bisher nichts als Ideen, Machbarkeitsstudien und nicht einmal konkrete Planungen. Die Halbinsel Musil um die es hier vor allem geht wird wohl noch sehr lange Zeit ein Dornröschendasein fristen.

Das ist sie übrigens im Vordergrund. Das Bild stammt aus dem Glas Istre Artikel.



grüsse

jürgen
 
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claus-juergen

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#12
Heute in Glas Istre ein Artikel über die teilweise Öffnung der Halbinsel Musil für die Allgemeinheit. Bisher war das noch militärisches Sperrgebiet obwohl das Militär schon seit Jahren abgezogen ist.

https://www.glasistre.hr/pula/utvrd...raju-dio-poluotoka-otvoriti-za-gradane-751575

google Übersetzung:

REVITALISIERUNG VON FORTS DIE FESTUNG MARIA LUIS AUF DER MUSIL WIRD EIN MUSEUM.
Die Stadtverwaltung von Pula plant, einen Teil der Halbinsel für Bürger zu öffnen 13.10.2021 18:15 | Autor: Helena MOSTARKIĆ GOBBO




(Foto: Dejan Štifanić)



(Foto: Dejan Štifanić)

Die Stadtregierung kündigte die Eröffnung einer ehemaligen Militärzone auf Muzil für Bürger an, und eine der interessanteren Ideen ist die Eröffnung eines Museums in dieser Zone, die Bürgermeister Filip Zoričić in lokalen Medien angekündigt hat. Auf die Frage, ob das angekündigte Museum innerhalb des bestehenden Gebäudes eröffnet wird oder ein Neubau geplant ist, antwortete Zoričić: "Wir wollen, dass die österreichisch-ungarische Festung Maria Luis auf Muzil ein Interpretationsmuseum der Stadt Pula wird, wir würden es erneuern." Wir wissen, dass Pula kein eigenes Stadtmuseum hat und wir auch kein neues bauen würden."

Er gab jedoch nicht an, was in diesem Museum speziell ausgestellt werden würde. -

Das Zentrale Interpretationsmuseum der Stadt Pula wäre als erstes solches Beispiel in Europa Teil des diffusen Museums der Stadt. Für europäische Fonds würden wir auch andere Festungen im Besitz der Stadt melden, die klaffend leer stehen. Mit dieser Revitalisierung würden wir Pula einen zusätzlichen kulturellen Wert verleihen und jede Festung würde einen Teil unserer reichen Geschichte erzählen, würde aber als sozialer Raum voller unterschiedlicher kultureller Inhalte funktionieren. Es besteht auch die Möglichkeit, gemeinsam mit den Nachbarländern Italien und Slowenien an EU-Projekten in Interreg teilzunehmen, daran arbeiten wir, betonte Zoričić.

In Bezug auf die Pläne der Stadt für das gesamte Gebiet von Muzil sagte der Bürgermeister, dass Gespräche mit staatlichen Stellen geführt werden, um einen Teil von Muzil für die Bürger zugänglich zu machen. - Wir möchten, dass Muzil eines der strategischen Projekte ist und wir möchten, dass es ein Best-Practice-Beispiel bei der Umsetzung der Stadterneuerung ist. Sobald in diesen Tagen Vertreter des Staates und des Ministeriums nach Pula kommen, werden wir die Öffentlichkeit über alles informieren, denn ich erinnere daran, dass Muzil noch unter staatlicher Leitung steht, betonte er. Koalitionspartner von Zoričić von der We Can!-Plattform und die Präsidentin des Stadtrats, Dušica Radojčić, sagte einmal im Wahlkampf, dass in den Teilen von Muzil, in denen es bereits Gebäude gibt, die von der Stadt benötigten Einrichtungen entwickelt und die erhaltene Natur zu einem Stadtpark werden muss. Sie sei gegen das Aufzwingen von vorgefertigten Lösungen und plädiere für die Einbeziehung aller an der Entscheidung über den Zweck von Muzil Interessierten.

Auf die Frage, ob zwischen den Koalitionspartnern ein Konsens über die Eröffnung eines Museums erzielt worden sei und ob es eine öffentliche Debatte gebe, sagte Zoricic: "Unser Thema ist gemeinsam und hat die gleiche Richtung. Das ist das Wichtigste. Öffentliche Anhörung."

grüsse

jürgen
 
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