Eindrücke Istrien und Kvarner 2016 - Teil 4

manzi

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#1
Unije ist eine sanft hügelige Insel. Die einzige Siedlung ist der gleichnamige Ort Unije der sich in einer Bucht an der Westküste befindet, mit etwa 50 ständigen Einwohnern und wenigen hundert Feriengästen während der Sommerzeit.

Die Einfahrt in die Maracol ließ mich staunen! Es war so unbeschreiblich schön. Ich verstummte vollends, was meinen Mann schon zu beunruhigen schien. Welch prachtvolle Natur. Da und dort hörte man Ziegen meckern und wenn man Glück hatte, konnte man auch eine in den Sträuchern entdecken. Ich fürchte, meine Bilder können den Eindruck nicht annähernd vermitteln, der hier mein Innerstes berührte. Gibt es in unserem Wortschatz auch noch so viele Begriffe, ich könnte diesen visuellen Eindruck nicht wiedergeben.

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Zahlreiche Eidechsen wärmen sich im Sonnenschein


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Die Menschen haben sich zauberhafte Erholungsoasen und Rückzugsorte geschaffen


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Verträumt am Strandcafe den Ausblick genießen, seinen Gedanken nachhängen und spüren, wie der Alltag ganz weit in die Ferne rückt. Wieso gibt es diesen Ort nicht auf Krankenschein?


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Unser letzter Abend brach an, wir spazierten zurück zur Bucht. Ich fiel ständig zurück, trödelte, wollte nicht loslassen. Die Gruppe musste immer wieder auf mich warten. Ich wollte unbedingt die Landschaft aus den verschiedensten Perspektiven betrachten, in meine Erinnerungen einpacken und abspeichern.

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Es gab Resteküche, alle Vorräte mussten verkocht werden. Heraus kam ein äußerst schmackhaftes Mahl, das optisch nicht unbedingt nach Gourmetküche aussah.


Wehmütig mussten wir am nächsten Morgen diese Insel hinter uns lassen und uns wieder auf die Rückfahrt zum Hafen in Pula vorbereiten.


Still und in Gedanken versunken träumte jeder auf dem Kurs Richtung Pula vor sich hin. Ein lächelnder Blick zurück ließ mich innerlich den Entschluss fassen „ich komme wieder“.


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Eine schöne Seereise ging zu Ende. Dankbar, dass alles gut und ohne Zwischenfälle verlaufen war, verabschiedeten wir uns von unseren Freunden, die ihre Rückreise nach Tirol antraten. Robert und ich blieben noch. Eine Woche Istrien lag vor uns. Ein paar Bilder dazu gibt es später.


Danke fürs Begleiten!
 

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skipperjames

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#3
Moin Margit,

vielen DANK für deine Mitnahme in mir sehr wohl bekannte Gewässer, die ich oft auf eigenem Kiel genossen
habe. Deine Foto´s machen Lust auf jetzt will ich " raus "......
Sehr Schade, daß du ILOVIK nicht erlebt hast, die Blumeninsel, welche auch Autofrei ist!

Besonders beindruckt hat mich dein Spruch.....schade, daß es das nicht auf Krankenschein gibt...
sagt er doch klar aus, wie sehr es Dir gefallen hat!!

Mit dem Boot hat schon was, unabhängig zu sein, ablegen wann und wohin man(n) will, Land und Leute auf
eine ganz andere Art kennen und lieben zu lernen!-

Gruß
Hans
 

manzi

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#5
Darf ich Euch noch an Land mitnehmen?

Ich hab ja schon angekündigt, dass der Urlaub an dieser Stelle noch nicht zu Ende war.

Nachdem wir in Pula das Segelboot verlassen hatten, waren die Ausflugsziele für die nächsten Tage bereits in unseren Köpfen gereift. Unsere familieneigene Ferienwohnung liegt zwar im Raum Porec, wir haben im Laufe der Zeit jedoch eine Schwäche für die Ostküste Istriens entwickelt.

Vermutlich haben wir alle unsere Vorlieben für gewisse Örtlichkeiten, Dörfer und Städte. So besuchen wir immer wieder Rabac. Die sauberen Strände und der Blick in Richtung Cres lassen einfach unser Herz höher schlagen.


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Auf dem Weg dorthin nehmen wir gerne auch Gracisce mit. Die grandiose Aussicht und das alte Gemäuer lockt mich jedes Mal durch die engen Gassen. Mein Mann, der Kaffeetrinker, lässt mich immer mit der Kamera los streunen, während er seinen Koffeinbedarf deckt. Es kommt schon mal vor, dass er mich suchen muss, weil ich die Zeit einfach vergesse. Dort ein Schmetterling, da ein Käfer, und alle will ich (zumindest bildlich) mitnehmen.

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Natürlich habe ich auch Pican in mein Herz geschlossen! Soviel altes Mauerwerk! Ich vermute ja, dass ich tief drinnen ein „Urbexer“ bin. Ich liebe die Fotodokumentation, die Ästhetik und Romantik, die von verfallenen und verwilderten Orten ausgeht.

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Für den darauffolgenden Tag haben wir uns Opatija als Ziel gesetzt. Der Ort verströmt durch und durch das Flair der alten Donaumonarchie. Die einladenden Seebäder, der Baustil, und die Lage am Fuße des Ucka-Gebirges mit seiner üppigen Vegetation machen Opatija zu einem schönen Ausflugsziel. Wir verweilten nicht lange dort. Zu viele Bustouristen, zu viele Souvenirstände.

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Mit der Badetasche im Gepäck fuhren wir die Küste entlang Richtung Süden. Bei Medveja hielten wir abrupt an. Diese schöne Bucht lud eindeutig zum Schwimmen ein. Die satte Parkgebühr (70 Kuna) beim Campingplatz nahmen wir in Kauf. Wir teilten uns das glasklare Wasser mit ein paar Einheimischen. Schön wars!


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Der Verlauf der Route führte uns zum Hotel Flanona, nahe Plomin. Dort beeindruckte uns nicht nur das hervorragende und günstige Speiseangebot. Die Aussicht war einfach grandios!

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Ein krönender Tagesabschluss wie wir fanden, und machten uns auf den Heimweg!
 
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manzi

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#6
Am nächsten Tag besuchten wir den Butoniga Stausee, das Wasserreservoir für einen großen Teil Istriens. Eingebettet in eine Hügellandschaft mit Weinbergen lag der See vor uns. Übermütig und ausgelassen wie wir waren, folgten wir unbekannten Schotterstraßen und mussten nicht nur einmal umkehren, weil wir in einer Sackgasse gelandet waren. Innerlich hoffte ich, dass wir hier nicht von einer Autopanne überrascht werden. Das hätte unserem Vergnügen ein jähes Ende beschert.

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In Draguc gab es dann schließlich einen Cappuccino - im einzigen Dorfgasthaus - für 7 Kuna!

Wäre es nicht so mühsam mit den Fotos (verkleinern, hochladen, Mengenbeschränkung), würde ich nur die Bilder sprechen lassen.

0012Draguc.JPG


Die Fresken in der kleinen Dorfkirche ließen mich wieder einmal die Zeit vergessen. Robert suchte schon wieder nach mir.....

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Die Rückfahrt nach Porec dauerte, ich bestaunte fasziniert die Landschaft im herbstlichen Licht und formte im Kopf bereits die nächsten Wunschziele.

Mein Favorit ist natürlich immer wieder Groznjan. So kam es, dass wir als Abschluss zum x-ten Mal in das Künstlerdorf fuhren. Mit dem Auto, da wir dieses Mal im Urlaubsgepäck keinen Platz für unsere Räder fanden.

0015Groznjan01.jpg

Mit ein paar Impressionen aus Groznjan möchte ich an dieser Stelle meinen Bericht abschließen

Danke für die nette Begleitung!

0016Groznjan03.jpg

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manzi

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#8
Danke Manfred,

ich habe auch gerne deinen Blog verfolgt und dadurch weitere Plätze kennen gelernt, die auf meiner Wunschliste stehen.

Auf die Fortsetzung deiner Berichte freue ich mich heute schon.
 

manzi

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#10
Hallo Hannes

Danke für Dein Lob, es freut mich! Selber verbindet man mit den Bildern oft Gedanken und Eindrücke, die sich nicht einfach an den Betrachter weiter vermitteln lassen.

Trotzdem teile ich hier gerne meine Erlebnisse, genau so gern betrachte ich auch die Bilder und Erzählungen der anderen Forumsmitglieder.
 
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Wuppi1009

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#11
Danke Manfred,

ich habe auch gerne deinen Blog verfolgt und dadurch weitere Plätze kennen gelernt, die auf meiner Wunschliste stehen.

Auf die Fortsetzung deiner Berichte freue ich mich heute schon.
Hallo Margit,
danke das Du auch meinem Blog gefolgt bist, im Moment sieht es nicht gut für den Blog 2017 aus.
Alle, viele, haben was an meiner Berichterstattung " Wieder in Bayern " auszusetzen.
Soll ich denn bis zum Start auf KRK, im März/April pausieren ?
Eigentlich ist das der Tod eines Schreibers.

Gruß Manfred
 

Heiko705

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#13
Vielen, vielen Dank, Margit. Natürlich sind Deine Bilder schön, aber nur sie sprechen zu lassen, fänd' ich schade, da ich auch Deine Texte sehr mag.

P. S.: Auch gefällt mir, dass Du meine Immer-noch-Lieblingsinsel Cres zu schätzen weißt!!
 

manzi

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#14
Ich muss wirklich lachen Heiko!

Cres steht wahrscheinlich (unter anderem) im Frühjahr mit dem Motorrad auf dem Programm. Weißt Du, was wirklich immer schwieriger wird?
Es gibt so viele Plätze die man NOCH sehen möchte, und es werden immer mehr, die man WIEDER sehen will. Daraus entsteht langsam ein zeitliches "Problem".

Mein Empfinden sagt mir aber, dass es keine gute Idee ist, den Chef um mehr Urlaubswochen zu bitten. Was meinst du?
 

Heiko705

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#16
Das verstehe ich sehr gut. Ich meine aber, dass das kein Problem ist. Du hast genug Zeit! Das kriegen wir alles hin. Einfach zuerst immer das machen, was Du am liebsten willst!!
 
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Michael

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#18
Hallo Manzi,
danke für deinen tollen Reise-, Erfahrungs- und Erlebnisbericht.
Legst die Latte damit recht hoch. Bilder, Sprache, Orthographie, und Umfang, aus meiner Sicht alles perfekt.

Liebe Grüße
Michael
 
M

Michael

Guest
#20
Vielleicht verschlägt es dich ja mal etwas weiter nach Süden. Wäre schön deine Bilder aus Dalmatien bewundern zu können ...
 
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