Viele wissen, daß das Zementwerk in Koromacno ja mittlerweile auch als Müllverbrennungsanlage fungiert. Nun kam der Vorschlag den Sondermüll von Gospic dort zu verbrennen.
"Die Ankündigung, dass die derzeit in Gospić gelagerten Abfälle zum Zementwerk von Holcim in Koromačno transportiert und dort verbrannt werden sollen, hat in der istrischen Öffentlichkeit große Besorgnis ausgelöst, und die istrische Bezirksversammlung tagt am Montag.
Wir sprachen mit Renato Šarc, außerordentlicher Professor an der Montanuniversität Leoben in Österreich und stellvertretender Leiter des Lehrstuhls für Recyclingtechnologien und Abfallwirtschaft an dieser Universität, darüber, ob dieser Abfall den ökologischen und technischen Standards der Zementindustrie entspricht und ob es in der lokalen Bevölkerung berechtigte Bedenken hinsichtlich dieses Abfalls gibt.
Abfälle müssen einer strengen Behandlung unterzogen werden
Sie haben auf Facebook eine Analyse veröffentlicht, in der Sie behaupteten, dass die in Gospić gefundenen Abfälle nicht der Zusammensetzung der in der Umweltverträglichkeitsstudie von Holcim aufgeführten und prognostizierten Abfälle entsprechen?
Ja, Sie haben es richtig verstanden. Zunächst müssen wir zwei Konzepte klar unterscheiden. Zum einen Abfall im allgemeinen Sinne – sei es der gemischte Hausmüll oder der spezielle Abfall, der in Gospić gelagert wird. Zum anderen Ersatzbrennstoff (SRF/RDF), der in der Zementindustrie verwendet wird. Es handelt sich dabei um einen alternativen Brennstoff, der primäre Energieträger wie Kohle oder Petrolkoks ersetzt. Um einen primären Energieträger durch Abfall zu ersetzen, muss dieser streng aufbereitet werden, um zu einem Brennstoff mit genau definierter Qualität zu werden. Dazu gehört die Abtrennung von Metallen, Schadstoffen und anderen unerwünschten Bestandteilen. Erst dann erhält man einen Brennstoff, der strenge physikalische (z. B. Partikelgröße) und chemische Parameter (z. B. Energiewert und geringe Schwermetallgehalte) erfüllt.
Was schreibt die Umweltverträglichkeitsstudie für das Zementwerk Koromačno in diesem Zusammenhang vor?
Die Holcim-Studie definiert präzise den zulässigen Bereich der Brennstoffqualität. Die Umweltauswirkungen werden anhand dieser Parameter simuliert. Die technischen Gegebenheiten und die Massenbilanz eines Zementofens sind stets eindeutig: Was hineinkommt, muss auch wieder hinaus. Es gibt nur zwei Wege: Ein Teil gelangt in die Rauchgase und entweicht durch den Schornstein, ein anderer Teil wird in der Asche gebunden, die Bestandteil des Klinkers, dem Rohstoff für Zement, wird. Es gibt keinen dritten Weg. Bei der Erstellung der Studie wird rückwärts gerechnet. Man geht von den gesetzlich zulässigen Emissionsgrenzwerten für den Schornstein und den internationalen Normen aus, die der Klinker erfüllen muss, und berechnet daraus die zulässige Zusammensetzung des dem Ofen zugeführten Brennstoffs. Zudem gibt es keinen universellen Brennstoff für jedes Zementwerk. Die Wahl des Brennstoffs hängt von der Länge und Größe des Ofens, der Art und dem Feuchtigkeitsgehalt der Rohstoffe usw. ab. Kürzere Öfen benötigen einen höheren Energiewert, da sie weniger Zeit für die Klinkerproduktion haben. Deshalb entspricht der Abfall aus Gospić weder den physikalischen und chemischen Eigenschaften noch der Partikelgröße der in Holcim verwendeten Materialien. Es ist schlichtweg technisch, physikalisch und chemisch nicht möglich, diesen Abfall in seiner jetzigen Form einfach in den Ofen in Koromačna zu werfen...
Najava da će se otpad, koji je trenutačno uskladišten u Gospiću, prevesti i spaliti u Holcimovoj cementari u Koromačnu izazvala je veliku zabrinutost u istarskoj javnosti, a povodom toga u ponedjeljak će zasjedati i Skupština Istarske županije.
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grüsse
jürgen