ein Rundgang durch Posedarje am Novigradsko more

claus-juergen

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Landkreis Augsburg und Liznjan/Istrien
In Norddalmatien gibt es mit dem Novigradsko more und dem Karinsko more zwei Meeresbuchten die nur durch einen schmalen Kanal mit der Adria verbunden sind. In der nördlichen Bucht liegt Posedarje, ein größerer Ort der sich in den letzten Jahren immer mehr zum Touristenziel entwickelt hat.


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Posedarje · Kroatien
Kroatien

www.google.de



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Es wurde eine ansprechende Promenade geschaffen.

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Vom Cafe aus blicken wir über den westlichen Teil des Novigradsko more. Posedarje liegt ungefähr 25 Kilometer von Zadar entfernt.

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Im Zentrum befindet sich die alte öffentliche Zisterne.

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Dort steht die Figur eines Esels neben einer Tränke aus Stein. Esel waren früher in der Gegend weit verbreitete Tragtiere.

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Die Kirche Gospe od Ruzarija steht natürlich im Zentrum des 3.500 Einwohner zählenden Orts.

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die beiden Seitenaltare

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2014 wurde Posedarje überregional bekannt als Spieler der Deutschen Fußballnationalmannschaft nach dem Weltmeistertitel sich hier vom Turnier erholten.

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Das Ortswappen ist die gekrönte Gans. Warum die eine Krone trägt bzw auf der Krone sitzt kann ich nur vermuten.

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Martin Posedarski lautet der Name desjenigen, auf den man wohl in Posedarje recht stolz ist. Vielleicht soll es seine Krone sein.

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Hier die Kurzform seiner Geschichte aus Wikipedia. Anscheinend hat er es sich am Ende mit allen Parteien verscherzt was seinen gewaltsamen Tod bedingte.

Martin Posedarski – Wikipedija

Es gibt noch eine etwas längere Geschichte dazu:


WIE STARB KNEZ (deu.Prinz,Fürst) MARTIN POSEDARSKI?

Nachdem die Türken 1537 Klis erobert hatten, zogen viele Uskoken aus dieser Gegend in das Gebiet der Stadt Senj, wo sie, diesmal unter habsburgischer Herrschaft, den Türken weiterhin erbitterten Widerstand leisteten. Senj hatte jedoch als eine der wichtigsten und einzigen Seefestungen zu dieser Zeit, die nicht in der Hand der Venezianer war, eine Sonderstellung. Die Habsburger sahen darin auch eine Ausgangstür zur Adria, wo sie gleichberechtigtere Partner der venezianischen Republik werden wollten, obwohl ihre Bemühungen in die allgemeine Politik Europas und der mächtigsten Dynastie eingebettet und daher oft durch verschiedene diplomatische und außenpolitische Verhältnisse.

Gezwungen zu Rauben

Die Uskoken kümmerten sich jedoch nicht um Diplomatie. Der Kampf gegen die Türken war unumgänglich, und bald gesellte sich der Kampf mit den Venezianern dazu. Senj wurde auch der Hauptzufluchtsort für die Venturines, gewinnbringende Überläufer aus dem venezianischen Gebiet, wie sie damals genannt wurden und die weiterhin gegen diesen Feind von Senj aus kämpften. Die Angriffe auf venezianische Galeeren hatten einen anderen, etwas prosaischeren Grund. Die Uskoken waren nämlich offiziell kaiserliche Soldaten, die vom Staatsgehalt bezogen wurden. Ob wegen der Absperrung und Unzugänglichkeit Senjs vom Rest des Territoriums der riesigen Habsburgermonarchie oder wegen der üblichen Nachlässigkeit der Wiener Verwaltung gegenüber "einigen Matrosen dort", diese Gehälter kamen unregelmäßig und überhaupt nicht an. Die Uskoken waren gezwungen, von ihrer Beute zu leben, entweder von dem, was sie den Türken erbeuteten, oder von Überfällen auf venezianische Schiffe. Insbesondere diese Konflikte begannen sich Ende des 16. Jahrhunderts zu intensivieren. So zerstörte 1592 der venezianische Admiral Tiepolo Karlobag als weitere wichtige Festung der Uskoken mit Kanonen aus dem Meer und hielt Senj einige Zeit unter Seeblockade. Die Uskoken reagierten 1596 mit der Invasion von Rovinj, wo sie die dort gefundenen venezianischen und türkischen Handelsschiffe beschlagnahmten. Den Venezianern gelang es, die Anführer des Angriffs auf diplomatischem Weg zu bestrafen, so dass die sieben uskokenischen Herzöge gehängt wurden.

n diesen turbulenten Zeiten für die nördliche Adria kam einer der berühmten und bedeutenden Menschen aus der Region Zadar, Prinz Martin Posedarski oder Posedarić, ein Nachkomme einer alten kroatischen Adelsfamilie, nach Senj. Der Ursprung der Familie Posedarski wurde nicht vollständig interpretiert und mehrere Theorien werden erwähnt. Einer besagt, dass sie die Nachkommen des Krbavaer Fürsten Gusić sind. In einem Dokument von 1219 von König Andreas II. Albus Slavogost und Dragoslav Gusić wird die Bewilligung von Bela III.

Nach der zweiten These sind sie die Nachkommen von Šubić und Kurjaković aus Posedarje, und es gibt Hypothesen, dass sie Venturini-Herkunft einer sehr alten Familie der römischen Torquats waren.

Verrat unter Klis

Es ist bekannt, dass er im Jahr 1600 die Pflicht des Prokulab, dh Kastellans in Ledenice erfüllte und sich in den Kämpfen gegen die Türken und die Venezianer auszeichnete. Einst eroberte er mit seiner Mannschaft neun venezianische Galeeren in istrischen Gewässern.

Besonders akut wurde die Situation Ende des 16. Jahrhunderts, als die kroatische Armee aufbrach, um Klis zu befreien, zu der sich die Einwohner von Split allein gesellten. Den Venezianern gefiel der Krieg mit den Türken zu dieser Zeit nicht, also taten sie alles, um den kroatischen Feldzug scheitern zu lassen, und als Klis befreit wurde, verhinderten sie die Lieferung der Armee und so wurde Klis endlich wieder den Türken übergeben . Die Venezianer begannen, Seetransporte für die Türken durchzuführen, und die Uskoken stoppten venezianische Schiffe und plünderten türkische Waren von ihnen. Daraufhin drohte Sultan Suleiman, eine türkische Flotte an die Adria zu schicken, um Senj zu erobern. Die Venezianer hatten Angst vor dem Eindringen der Türken in die Adria und wollten dies nicht zulassen, so dass sie nach einem kleinen Konflikt den Türken versprachen, sich selbst mit den Uskoken zu befassen.

In der Konfrontation mit den Uskoken griffen die Venezianer jedoch zur Diplomatie und taten alles, um am Wiener Hof ein anti-uskokenisches Klima zu schaffen und die Habsburger dazu zu bewegen, die Uskoken-Besatzungen aus Senj und der Velebit-Küste zu entfernen. Das gelang den Venezianern 1601, als der königlich-kaiserliche Kommissar Josip Rabatta in Begleitung von 1.500 Soldaten in Senj eintraf. Rabatta zog am 21. Januar in Senj ein und am 2. Februar, nachdem er sie in seine Residenz getäuscht hatte, ließ er Martin Posedarski und Marko Margitić öffentlich hinrichten und begann damit die kurzlebige Herrschaft von Rabattas Terror in Senj.

Unbesiegter Senj

Rabatta genoss seinen blutigen Sieg nicht lange. Er regierte Senj ein Jahr lang und schickte etwa zweihundert Uskoken nach Lika, aber als er am 31. Dezember Herzog Juriš hinrichten wollte, erhob sich ganz Senj gegen ihn. Rabatta wurde gefangen genommen und zusammen mit 12 seiner Mitarbeiter hingerichtet und Senj widersetzte sich weiterhin allen Versuchen, ihn zu unterwerfen.

Die Uskoken verhinderten weiterhin den venezianischen Transport türkischer Waren und Waren über die Adria, und die jahrelangen Versuche der Venezianer, sie zu vereiteln, scheiterten. Seit 1606 hat die Republik immer wieder die Frage der "freien Schifffahrt" auf der Adria zur Sprache gebracht, doch diesmal ließ sie sich am kaiserlichen Hof nicht überreden, gegen die Uskoken vorzugehen. Die ungelöste Situation dauerte bis 1615, als die Venezianer schließlich forderten, dass Erzherzog Ferdinand die Uskoken aus der Adria oder zum Krieg entfernen sollte. Es brach ein Krieg aus, der in der Weltgeschichtsschreibung auch "Uskok-Krieg" genannt wird und zwei Jahre dauerte.

Die kaiserliche Armee brach in den venezianischen Teil Istriens und das Soča-Tal ein, wo es zu schweren Kämpfen und großen Zerstörungen kam. Die Uskoken intensivierten ihre Aktivitäten auf See auf das Maximum und flogen mit ihren Booten bis in die Lagunen von Venedig und griffen venezianische Schiffe an. Der Krieg wäre wahrscheinlich gewonnen worden, wenn er nicht gewesen wäre, wie so oft in der kroatischen Geschichte bis heute umfasst sie europäische Politik und Diplomatie. Frankreich und Spanien üben Druck auf Österreich aus, um eine Einigung mit der Republik Venedig zu erzielen. 1617 wurde der Madrider Friede geschlossen, durch den sich Ferdinand verpflichtete, die Uskoken aus Senj zu vertreiben, und dies wurde bald ausgeführt, so dass sie sich in Otočac und auf dem Berg Žumberak an der heutigen kroatisch-slowenischen Grenze niederließen. Auch die Folgen dieses Friedens für die Habsburgermonarchie waren weitreichend. Die Küste stand nämlich noch fast unter vollständiger Herrschaft der Venezianer und die "freie Schifffahrt" galt nur für sie. Die Monarchie und mit ihr Kroatien scheiterte wie andere europäische Großmächte der damaligen Zeit daran, nie eine Seenation zu werden und erhielt erst nach den Napoleonischen Kriegen, die zum Teil die gesamte Habsburger Politik beeinflussten, vollen Zugang zum Meer.


(google Übersetzung dieser Website

https://www.zadarskilist.hr/cl…ao-knez-martin-posedarski)

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Wir setzen unseren Rundgang fort. Große Hotels gibt es hier nicht. Manche Ecken sind verträumt und woanders wird vor allem von Privatvermietern weiter ausgebaut.

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Auch das gibt es noch obwohl die Supermärkte Plodine und Tommy vor Ort sind. Eine Frau verkauft die Früchte ihres Gartens am Hauptplatz.

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Wir sind wieder am Ufer angelangt wo kleine Fischerboote vertäut sind.

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Dem unbekannten Fischer hat man ein Denkmal gesetzt.

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Allerdings glaube ich nicht, daß ein Fischer das Netz um den Hals trägt. Viel eher gehört es in die beiden geöffneten Hände.

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Der Anker im Hintergrund ist dür die hier liegenden Boote auch ein Stück zu groß.

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Der Hauptstrand von Posedarje mag flach und mit Kies für Familien mit Kindern ideal sein. Nicht ideal ist die Tatsache, daß der Wind häufig Wasserpflanzen anschwemmt die natürlich jetzt Ende September niemand mehr wegräumt. Nicht ideal ist auch die Tatsache, daß das Novigradsko more fast ein Binnenmeer ist. Die Sicht im Wasser ist sehr schlecht weil nun mal kaum Frischwasser aus dem offenen Meer eindringt. Schnorchler finden somit hier schlechte Bedingungen vor.

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Solche Fischerboote nutzen die Eigner viele Jahrzehnte.

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Die Dieselmotoren "Made in Jugoslavia" halten bei entsprechender Wartung ewig.

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Der Mittelpunkt an der Küste ist diese Mole.

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Die Gedenktafel erinnert an die Opfer des Heimatkrieges. Die Gegend hier war viele Jahre zwischen Serben und Kroaten umkämpft.

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Nur wenige Meter entfernt befindet sich eine weitere Gedenkstätte in Form dieses stilisierten Kreuzes. Die serbische Artillerie hat damals aus großer Entfernung oft mitten in die kroatischen Ortschaften geschossen. Kroatien hatte anfangs kaum Möglichkeiten der Selbstverteidigung. So gab es nicht nur an der Front Opfer sondern auch im Hinterland.

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In der Grünanlage steht auch diese alte Kapelle.

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Mein Eindruck ist, daß Posedarje in der Nebensaison ein relativ ruhiges Dorf ist, jedoch für echte Wasserratten nicht unbedingt als Badeort zu empfehlen.

Hier habe ich euch noch einen Bericht über ein Kirchlein auf einer Insel bei Posedarje.


jürgen
 
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