die Quelle der Cetina

claus-juergen

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#1
Die Cetina ist einer der drei dalmatinischen Flüsse. Die anderen bekannten sind die Krka und die Zrmanja.

Eigentlich gibt es gar nicht "die" Cetina Quelle. Der Fluß hat gut ein halbes Dutzend größere Quellen, die nur ein paar hundert Meter auseinander liegen. Eine davon ist jedoch die bekannteste. Das liegt daran, daß sie ein spektakuläres Aussehen hat. Diese Quelle, auch Drachenauge genannt, liegt auf 385 Meter Höhe in der Nähe des Dorfes Civljana am Fuß des Dinarischen Gebirges.






So sieht die Landschaft in dieser Gegend aus. Dünn besiedelt, aber nicht verkarstet wie weiter westlich in Norddalmatien.



Dieses Fließgewässer hier ist bereits die Cetina. Allerdings stannmt das Wasser nicht aus der bekannten Quelle.



Wer auf der Straße D1 in der Gegend unterwegs ist und auf die Landstraße nach Civljane wechselt, findet irgendwann einmal diesen unscheinbaren Wegweiser, dem man folgen muß.



Oberhalb der Quelle erkennt man diese orthodoxe Kirche.



Von der eigentlichen Quelle weg führt dieses Fließgewässer welches zumindest bei unserem Besuch Ende September kein Fließ- sondern ein stehendes Gewässer war. Aus der Quelle hier floß praktisch kaum Wasser ab.



Von dieser Seite sieht die Quelle nur wie ein runder Tümpel aus.



Auch von diesem Standort aus erkennt man gut, daß praktisch kaum Wasser abfließt.



Auch von hier aus ist eigentlich noch nichts Besonderes zu sehen.



Beim erneuten Standortwechsel ist deutlich zu erkennen, daß da wohl ein tiefes Loch in der Mitte des Tümpels ist. Nachdem Taucher heute überall forschen können, weis man, daß dieses Loch mindestens 115 tief ist. So weit konnten zumindest bisher Menschen vordringen. Dann wird es eng.



Dort wo man am rechten Bildrand Menschen sieht, bin ich zumindest mit den Füßen ins Wasser gestiegen. Wie alle Quellen war auch das Wasser der Cetina saukalt.



Aber es gibt Menschen, denen diese Temperatur wohl wenig ausmacht. Es ist auch nicht jedermanns Sache, in die Mitte zu schwimmen obwohl man weis, daß da ein mehr als 100 Meter tiefes Loch unter einem ist.



Die Felsen im Uferbereich sind von Kalk überzogen.

Sicherlich ist das Drachenauge im Hochsommer bei Sonnenschein am Mittag noch viel spektakulärer anzuschauen weil dann die Sonne viel tiefer ins Wasser eindringt.

Wer einen Taucher in die Tiefe hinab begleiten möchte, kann dies gefahrlos mit diesem Video. Es gibt dort unten übrigens nicht nur unberührte Natur zu sehen.


Das Drachenauge ist zwar weitab von den Orten wo die meisten Touristen hinkommen. Wer jedoch bei seinem Urlaub Knin besuchen möchte, der sollte sich dort nicht nur die Krka Quelle ansehen, sondern auch die der Cetina. Die Krka-Quelle habe ich euch bereits in diesem Bericht vorgestellt.

https://www.adriaforum.com/kroatien/threads/die-krka-quelle-bei-knin.83768/

jürgen
 

Sandy5

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#2
Für mich ist die Quelle bei dem Ort Cetina (Vrela Cetine) die Quelle schlechthin.

Dort gibt es aber mehr zu sehen als nur die Quelle.

Die alte Kirche Crkva sv Spasa von 1185, die älteste Kirche Kroatiens. Die Brücke bei Romin und eine alte verfallene Steinbrücke mitten in der Cetina sind genauso schön und interessant wie der Perucko Jezero und die vielen kleinen Flussarme der Cetina. Die ganze Gegend dort fasziniert mich immer wieder.

Ganz toll ist es auch, dass wir bei all unseren Besuchen alleine dort waren.

Hier ein Blick auf den Perucko Jezero, ein Stausee der durch das Wasser der Cetina gespeist wird.



Die alte Kirche sv. Spasa



Alte Steinbrücke




Die Quelle, oder wie ich immer sage, das Drachenauge. Man sieht oder erahnt die Tiefe der Quelle.







Hier die Quelle mit der kleinen orthodoxen Kirche

 

Sporting 505

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#3
Danke für die wiederholte Vorstellung der Cetina und des Drachenauges. Toll,immer wieder anders und immer wieder sehr schön und faszinierend. Da will ich schon lange hin.
 
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claus-juergen

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#5
hallo Anton,

danke für deine ergänzenden Bilder.

Weil du den nicht allzu weit flußabwärts gelegenen Perucko Jezero angesprochen hast, habe ich noch eine Info zum See. Es handelt sich um einen künstlichen Stausee, der im Jahr 1958 gebaut wurde. Hauptzweck war die Stromerzeugung, aber auch der Schutz vor Hochwasser. Auch der See diente als Filmkulisse für Karl-May-Filme der 60er Jahre.

Während der Rückeroberung der Krajina durch die Kroaten im Jahr 1995 versuchten die abziehenden serbischen Truppen, den Staudamm zu sprengen. Diese Sprengung hatte nur teilweise Erfolg, so daß nur ein Teil der Wassermenge aus dem bis zu 20 qkm großen See abfloß. Wäre der See auf einen Schlag geleert worden, wäre das die Katastrophe schlechthin für alle Siedlungen am Ufer des Flußes bis zur Mündung ins Meer geworden. Der verantwortliche serbische Offizier für die Sprengung wurde im Jahr 2003 festgenommen.

Hier der gesprengte Staudamm im Jahr 1995.



(Bild aus Wikipedia)

Vielleicht komme ich in diesem Sommer noch mal in die Gegend. Dann habe ich vor, den Perucko Jezero zu umrunden.

grüsse

jürgen
 
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Marius

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#7
Während der Rückeroberung der Krajina durch die Kroaten im Jahr 1995 versuchten die abziehenden serbischen Truppen, den Staudamm zu sprengen. Diese Sprengung hatte nur teilweise Erfolg, so daß nur ein Teil der Wassermenge aus dem bis zu 20 qm großen See abfloß. Wäre der See auf einen Schlag geleert worden, wäre das die Katastrophe schlechthin für alle Siedlungen am Ufer des Flußes bis zur Mündung ins Meer geworden.

jürgen
Nanana, jetzt übertreib mal nicht, so naiv sind wir auch wieder nicht, ein 20 Quadratmeter großer See kann keinen so großen Schaden anrichten! :p
 

claus-juergen

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#8
Da mußt du aber sehr vorsichtig sein, Jürgen.

Auf der anderen Seite des Sees sind noch viele Minen nicht geräumt worden.
hallo Anton,

ich habe gelesen, daß eine Straße, die jedoch nur teilweise geteert ist um den See führt. Wenn man diese Straße nicht verlässt, besteht wohl kein Risiko. Es gibt einen Bildbericht aus den letzten Jahren, wo eine allein Reisende den See umrundet hat. Das hoffe ich ebenfalls machen zu können. Sollte ich überleben, zeige ich euch Bilder. Wenn nicht, komme ich wenigstens in den Himmel. ;)

grüsse

jürgen
 

Sporting 505

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#9
Jürgen ,der Himmel kann hoffentlich noch warten. Außer du kraxelst wieder auf einen Berg;)
Du weist was du tun musst und kannst Gefahren recht gut einschätzen.Soweit wir dich kennen.:)
 

Sandy5

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#10
hallo Anton,

ich habe gelesen, daß eine Straße, die jedoch nur teilweise geteert ist um den See führt. Wenn man diese Straße nicht verlässt, besteht wohl kein Risiko. Es gibt einen Bildbericht aus den letzten Jahren, wo eine allein Reisende den See umrundet hat. Das hoffe ich ebenfalls machen zu können. Sollte ich überleben, zeige ich euch Bilder. Wenn nicht, komme ich wenigstens in den Himmel. ;)

grüsse

jürgen

Das war die Kim.

Bei ihr kannst du nachfragen.
 

Sandy5

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#11

Marius

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#12
Wegen 20 was? :)

Juergen das war ein Witz, weil du dich verschrieben hast, ohmann, ich hasse das, wenn jemand... :)

Aber jetzt bleibe ich mal ernst so wie du: Der See ist 20 WAS groß?
 

claus-juergen

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#13
Hallo Marius,

Der See ist je nachdem wie weit er aufgestaut wird zwischen 10 und 20 Quadratkilometer groß. Über die Tiefe habe ich keine Erkenntnisse.

Schreibfehler kommen bei jedem vor und dürfen von jedem korrigiert werden. ;-)

Grüsse

Jürgen

PS: die Smileys funktionieren bei meinem IPad leider nicht. Nur über dieses bin ich die nächsten Wochen abwesenheitsbedingt online.
 

Marius

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#14
Cool, wo treibst du dich denn wochenlang herum?

Übrigens, Smileys gehen auch so : - )
 
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