das AKW Krsko

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claus-juergen

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...steht zwar in Slowenien direkt an der Grenze zu Kroatien. Der erzeugte Strom wird jedoch halbe halbe zwischen Kroatien und Slowenien aufgeteilt. Es war nur eine Frage der Zeit wann im trockenen und regenarmen heißen Sommer auch dieses AKW die Stromproduktion drosseln mußte. AKW in Ungarn und Rumänien sind bereits seit Tagen heruntergefahren worden weil die Donau zu wenig Kühlwasser liefert. Nun ist es auch in Slowenien so weit.

Saša Medaković, Vorstandsmitglied des Kernkraftwerks Krško, sagte in der zentralen Tageszeitung Dnevnik der HRT , dass das Kraftwerk trotz der hohen Temperaturen derzeit sicher und stabil arbeite. Er wies darauf hin, dass es aufgrund der Erwärmung der Save zu einem allmählichen Produktionsrückgang kommen werde, sofern die slowenische Regierung den Betrieb bei der erhöhten Wassertemperatur nicht zulasse. Die Stromversorgung Kroatiens und Sloweniens sei nicht gefährdet.

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Medaković sprach über die Auswirkungen der Hitzewelle auf den Betrieb des Kraftwerks und sagte, die größte Herausforderung sei die Temperatur des Flusses Save. Das Kernkraftwerk Krško arbeitet sicher und stabil. Ein solcher Betrieb ist auch bei solch hohen Temperaturen weiterhin möglich. Wir stoßen an die Grenzen der aus Umweltschutzgründen geltenden Beschränkungen.

„Wenn die Temperatur der Save am Eintritt in das Kraftwerk über 25 Grad liegt, erreichen wir mit unserer zusätzlichen Erwärmung um drei Grad eine Grenze von 28 Grad, ab der wir gezwungen sind, die Leistung des Kraftwerks zu reduzieren“, sagte er.

Er erklärte, dass das Kraftwerk technisch gesehen auch bei höheren Temperaturen betrieben werden könne, dies jedoch die Zustimmung der slowenischen Behörden erfordere.

„Technisch und sicherheitstechnisch sind wir in der Lage, darüber hinaus zu arbeiten, und falls dies für die Stabilität und Sicherheit des Systems erforderlich ist, können wir das tun. Voraussetzung dafür ist die Lockerung der Temperaturbeschränkungen, damit wir die Save am Auslass zusätzlich erwärmen können“, sagte er.


grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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Im Falle eines Produktionsstopps im Kernkraftwerk Krško würde die kroatische Elektrizitätsgesellschaft (HEP) die notwendigen Strommengen durch Eigenproduktion und Zukäufe auf dem Großhandelsmarkt sicherstellen, teilte HEP der Zeitung Hina am Mittwoch mit.

Das für Energie zuständige Wirtschaftsministerium teilt mit, dass die kroatische und die slowenische Regierung alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass das Kernkraftwerk Krško auch unter den Bedingungen hoher Temperaturen an der Save weiterhin stabil und sicher betrieben werden kann.

„Wir stehen in ständigem Austausch mit der slowenischen Seite und beobachten gemeinsam die Entwicklung der Situation, um die Sicherheit der Stromproduktion und -versorgung zu gewährleisten“, teilte das Ministerium Hina mit.

Das Kernkraftwerk Krško teilte am Mittwoch mit, dass es aufgrund der anhaltend außergewöhnlichen hydrologischen und meteorologischen Bedingungen an der Save ab Donnerstagabend mit 80 Prozent der Reaktorleistung arbeiten werde und dass es den Volllastbetrieb wieder aufnehmen werde, sobald die Bedingungen dies zulassen.

„Aufgrund der anhaltend außergewöhnlichen hydrologischen und meteorologischen Bedingungen an der Save wird NEK, wie angekündigt, in der Nacht von Donnerstag, dem 6. August 2026, mit einer schrittweisen Reduzierung der Reaktorleistung beginnen. Im ersten Schritt wird die Leistung auf 80 Prozent reduziert“, teilte NEK am Mittwoch mit.

Dies sei eine geplante und kontrollierte vorübergehende Maßnahme, die notwendig sei, um die Einhaltung der Bestimmungen der Umweltgenehmigung (OVS) zu gewährleisten. Laut dieser Genehmigung darf die durchschnittliche Tagestemperatur der Save am Punkt der vollständigen Vermischung unterhalb des Wasserkraftwerks Brežice 28 Grad Celsius nicht überschreiten, und der durchschnittliche tägliche Temperaturanstieg darf drei Grad nicht überschreiten. Das Kernkraftwerk in Krško ist eine Gemeinschaftsanlage, die jährlich rund 20 Prozent des slowenischen Energiebedarfs und 16 Prozent des gesamten Jahresverbrauchs der Kunden in Kroatien deckt.

Das Kernkraftwerk Krško ist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (NEK, doo) organisiert, gemäß dem Abkommen zwischen der Regierung der Republik Slowenien und der Regierung der Republik Kroatien über die Regelung des Status und anderer Rechtsbeziehungen im Zusammenhang mit der Investition, dem Betrieb und der Stilllegung des Kernkraftwerks Krško sowie dem Gesellschaftsvertrag, der im Jahr 2003 in Kraft trat.

Der zwischenstaatliche Vertrag und der Gesellschaftsvertrag regeln die gegenseitigen Beziehungen, Rechte und Pflichten auf der Grundlage der gleichen Eigentumsanteile beider Gesellschafter: GEN energije und Hrvatske elektroprivreda. NEK liefert den erzeugten Strom zu gleichen Teilen an beide Gesellschafter und arbeitet dabei nach dem Prinzip der Kostendeckung ohne Gewinn oder Verlust. Das Kernkraftwerk Krško nahm 1983 den kommerziellen Betrieb auf.


grüsse

jürgen
 

Stefanseiner

aktives Mitglied
auch dieses Jahre habe ich wenig bis garkeine Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen gesehen, die würden das Stromnetz heterogener und damit stabiler machen.
 

claus-juergen

Globaler Moderator
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auch dieses Jahre habe ich wenig bis garkeine Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen gesehen, die würden das Stromnetz heterogener und damit stabiler machen.
Hallo Stefan,

du warst noch nicht in Mittel-Dalmatien oder Süd-Dalmatien oder im Hinterland. Zum Beispiel bei Otocac, Gracac, Senj, Obrovac, Peljesac und hast die dortigen Windparks nicht gesehen. Derzeit sind etwas 40 Windparks, nicht Windkraftanlagen mit insgesamt 1,3 Gigawatt im Betrieb. Das wiederum entspricht der Leistung von zwei AKW Krsko. Kroatien ist in Sachen Windkraft sicherlich auf einem guten Weg.


Bei der Solarenergie gibt es einen Nachholbedarf. Aber die Anlagen werden ja ständig billiger, weshalb auch diese erneuerbare Technik stark im kommen ist. Dazu hat der Staat erst kürzlich Förderungen für Gewerbebetriebe beschlossen.


grüsse

jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

frank2.0

erfahrenes Mitglied
auch dieses Jahre habe ich wenig bis garkeine Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen gesehen, die würden das Stromnetz heterogener und damit stabiler machen.
Hatten das Thema die Woche schon an anderer Stelle.
Der größte Anteil des Stroms wird mit Wasserkraft gewonnen. Nicht an der Donau wie man vermuten würde sondern an kleineren Flüssen wie z.B der Cetina, an der gleich mehrere Kraftwerke stehen.
Der Low Carbon Anteil ist noch höher als die hier angegebenen 54% da der Strom vom AKW Krsko wohl unter den Importen versteckt ist.
Die sind jedenfalls auf einem recht ordentlichen Weg. Wobei ich gelesen habe dass die Dürre jetzt auch dem ein oder anderen Wasserkraftwerk in Österreich Probleme macht.
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claus-juergen

Globaler Moderator
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Bei der Wasserkraft in Kroatien gibt es aber einen ganz großen Haken. Aufgrund der Tatsache, dass große Teile der Küstenregion Karst Landschaft sind versickert sehr viel Wasser. So führen Flüsse wie beispielsweise die Lika, Gacka, Cetina, Rjecina, Dobra, Mreznica, Una oder auch die bekannte Zrmanja und Cetina im Sommer nur sehr wenig oder gar kein Wasser. Das wiederum bedeutet, dass die Wasserkraftwerke einschließlich des bekannten in Senj nur über mehrere Monate betrieben werden können. Im Hochsommer wenn es trocken ist bis weit in den Herbst hinein stehen diese Kraftwerke still. Dann muss der Strom woanders produziert werden.

Ich kenne den Perusko Jezero, den Kruscica oder den Zeleno Jezero mit nur einem ganz geringen Prozentsatz an Wasser welches diese künstlichen Stauseen tatsächlich fassen können. Meist ist es so, dass die sich über den Winter füllen und im Frühjahr dann nach und nach entleert werden. Das hängt vom Strombedarf ab.

Imotski Zeleno Jezero (11).JPG

Hier der Zeleno Jezero im Oktober. Da fehlen sicherlich 20 Meter Wasser im Vergleich zur maximalen Stauhöhe.

Perucko Jezero (50).JPG

Das selbe gilt für den Perucko Jezero, der von der Cetina gespeist wird. Im Frühsommer ist die Wasserlinie unmittelbar an der Sitzgruppe.

Krsko läuft grundsätzlich das ganze Jahr durch sieht man von der einmonatigen Ruhephase ab wenn die Brennelemente getauscht werden müssen. Das Baumuster stammt aus den USA und nicht aus der Sowjetunion wie manche vermuten. Das AKW war übrigens ursprünglich für 40 Jahren Betriebszeit ausgelegt. Die sind mittlerweile abgelaufen. Vor allem Slowenien drängt darauf es noch möglichst lange laufen zu lassen. Dies nicht nur weil es seinerzeit wohl im Vergleich zur heutigen Baukosten sehr billig war, sondern auch deshalb, weil es immerhin fast die Hälfte des Strombedarfs des kleinen Landes liefert.

grüsse

jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Stefanseiner

aktives Mitglied
sondern auch deshalb, weil es immerhin fast die Hälfte des Strombedarfs des kleinen Landes liefert.
naja ganz so ist es nicht.

Krško deckte 2025 also lediglich 14,4 % des kroatischen Stromverbrauchs.
 

claus-juergen

Globaler Moderator
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Hallo Stefan,

mir dem Begriff „kleines Land“ habe ich Slowenien gemeint. Dort deckt Krško etwa 40% des Strombedarfs. Im Verhältnis dazu ist Kroatien ein „großes Land“ und der Strom aus dem AKW Krsko ist bei weitem nicht so bedeutend wie in Slowenien.

grüsse

jürgen
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
Bei der Wasserkraft in Kroatien gibt es aber einen ganz großen Haken. Aufgrund der Tatsache, dass große Teile der Küstenregion Karst Landschaft sind versickert sehr viel Wasser. So führen Flüsse wie beispielsweise die Lika, Gacka, Cetina, Rjecina, Dobra, Mreznica, Una oder auch die bekannte Zrmanja und Cetina im Sommer nur sehr wenig oder gar kein Wasser. Das wiederum bedeutet, dass die Wasserkraftwerke einschließlich des bekannten in Senj nur über mehrere Monate betrieben werden können. Im Hochsommer wenn es trocken ist bis weit in den Herbst hinein stehen diese Kraftwerke still. Dann muss der Strom woanders produziert werden.

Ich kenne den Perusko Jezero, den Kruscica oder den Zeleno Jezero mit nur einem ganz geringen Prozentsatz an Wasser welches diese künstlichen Stauseen tatsächlich fassen können. Meist ist es so, dass die sich über den Winter füllen und im Frühjahr dann nach und nach entleert werden. Das hängt vom Strombedarf ab.

Den Anhang 91088 betrachten

Hier der Zeleno Jezero im Oktober. Da fehlen sicherlich 20 Meter Wasser im Vergleich zur maximalen Stauhöhe.

Den Anhang 91089 betrachten

Das selbe gilt für den Perucko Jezero, der von der Cetina gespeist wird. Im Frühsommer ist die Wasserlinie unmittelbar an der Sitzgruppe.

Krsko läuft grundsätzlich das ganze Jahr durch sieht man von der einmonatigen Ruhephase ab wenn die Brennelemente getauscht werden müssen. Das Baumuster stammt aus den USA und nicht aus der Sowjetunion wie manche vermuten. Das AKW war übrigens ursprünglich für 40 Jahren Betriebszeit ausgelegt. Die sind mittlerweile abgelaufen. Vor allem Slowenien drängt darauf es noch möglichst lange laufen zu lassen. Dies nicht nur weil es seinerzeit wohl im Vergleich zur heutigen Baukosten sehr billig war, sondern auch deshalb, weil es immerhin fast die Hälfte des Strombedarfs des kleinen Landes liefert.

grüsse

jürgen
Heutzutage kann man sich ja sogar live Daten beim Strommix ansehen.
Die Wasserkraftwerke scheinen jedenfalls zu laufen.
Übrigens schau mal bei Albanien rein - die haben 100% low carbon, davon 96% aus Wasserkraft. Wenn kein Wasser da ist wird Strom importiert, ist viel da wird er exportiert. Für die Zukunft werden aber Solar-und Kernenergie empfohlen.
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Stefanseiner

aktives Mitglied
Heutzutage kann man sich ja sogar live Daten beim Strommix ansehen.
Die Wasserkraftwerke scheinen jedenfalls zu laufen.
Übrigens schau mal bei Albanien rein - die haben 100% low carbon, davon 96% aus Wasserkraft. Wenn kein Wasser da ist wird Strom importiert, ist viel da wird er exportiert. Für die Zukunft werden aber Solar-und Kernenergie empfohlen.
coole Sache das.
Hoffentlich entscheiden sie sich nicht für Kernenergie, ist mit großem Abstand die teuerste Energieform mal ganz unabhängig vom nach wie vor ungelösten Endlagerungsproblem und der Abhängigkeit von den wenigen uranfördernden Staaten.
 

frank2.0

erfahrenes Mitglied
coole Sache das.
Hoffentlich entscheiden sie sich nicht für Kernenergie, ist mit großem Abstand die teuerste Energieform mal ganz unabhängig vom nach wie vor ungelösten Endlagerungsproblem und der Abhängigkeit von den wenigen uranfördernden Staaten.
Es gab tatsächlich mal Planungen zusammen mit Kroatien ein AKW in der Nähe des Skutari-Sees zu errichten. Wurde aber nach Fukushima verworfen.
 
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