Daruvar, Nasice, Medugorje, Motovun

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#1
Teil 1.
Hallo, ich bin von meiner Kroatien Rundreise zurück. Soviel Streß wie dieses Jahr hatte ich noch nie.
Ich bin Sonntags um 6 Uhr gemütlich in Weilburg losgefahren über Würzburg, Nürnberg, Passau, Graz Maribor Zagreb und war um 19 Uhr in Daruvar. Keinerlei Staus, an der Grenze nur kurzer Stop. Die Gegenseite bei der Ausreise aus Kroatien war total überlastet. Mindestens 6 Kilometer Kolonne.
Ab Zagreb hat es dann geregnet, aber es ging.

In Daruvar das Hotel Thermal. Angeblich ein 3 Sterne Hotel. Es ist ein Kurhotel. Wenn man in die Lobby kommt alles voll Raucher. An der Rezeption keinerlei Probleme, Deutschkenntnisse vorhanden, aber auch mit Englisch kommt man gut zurecht. Das Zimmer (meiner Einschätzung nach 1 Stern). Klein, alt, die Toilettenschüssel war innen mehrfach gerissen, das Waschbecken gerissen und schräg nach vorne geneigt. Die Toilettenspülung mit Hebel direkt an die Toilette angeschlossen ohne jegliche Geräuschdämfung über einen Hebel zu bedienen (So hatte man das Vergnügen jedesmal zu hören, wenn jemand neben, über oder untereinem die Toilette benutzte, auch die Dusche war von jedem Zimmer zu hören. Das Doppelbett war mit einer Schaumstoffmatratze ausgestattet (wann wurden die ersten hergestellt?) Wenn man sich darauflegte sank man auf das darunterliegende Brett, natürlich mit lautem knarren, das sich bei jedem Umdrehen oder bewegen bemerkbar machte.
Wir hatten mit Halbpension gebucht, das Abendessen war auch keine Bereicherung, aber es ging. Das Frühstück von der Auswahl her 3 Sterne in Kroatien (Wurst, Käse, Marmelade Honig, und die Joghurts aus dem Becher, gekochte Eier, an einem Tag Würstchen, das Problem war, daß die Wurst scheinbar schon am Abend auf die Platten kam und so sehr schmierig ankam. Und vor mir war irgendeine 16 Köpfige Sportmannschaft, wenn die am Buffet waren, war fast alles abgeräumt und es dauerte fast 10 Minuten bis Nachschub kam, aber immer noch schmierige Wurst. Als Frühstückskaffe bekam man Divka, immerhin mit einem Plastiklöffel. Das einzig possitive war der Preis, der war auf 2 Sterne Niveau. Die Sauberkeit war ok.
Wir haben uns in der Gegend umgesehen und als sehr gute Alternative die Vila Garic gefunden. Ca, 1 Autostunde von Daruvar gelegen (ca. 60 Kilometer). Die Gegend um Daruvar (Westslavonien) ist sehr schön, aber immer noch sind sehr viele Wälder und Äcker wegen Minen gesperrt. In der Bevölkerung rumort es, da zur Zeit viele Serben zurück in Ihre Häuser Kommen und sogar Ersatz für ihre beim Rückzug selbst gesprengten Häuser vom Staat bekommen. Eine Anklage wird nicht erhoben, das bestimmt die EU so, und Mesic macht alles, damit die EU wegen dem Beitritt nicht verärgert wird.
Interessant vor allem, welche Länder diese Bevölkerungsgruppe aufgenommen hat. Amerika, Frankreich, Holland und England. Genau die Länder, die ja gegen diese Bevölkerungsgruppe gekämpft hat.

Nach 3 Tagen sind wir dann nach Nasice zu Bekannte gefahren, Spanferkel, Schunka, Kulen, alles selbst Erzeugt.

Nach 3 Tagen gings dann nach Medugorje in Bosnien, durch die Srbska Republika. Eigentlich wollte ich nach meinen Erfahrungen nicht mehr Durchfahren, aber der Umweg über Karlovac war mir zu weit und es konnte sich ja gebessert haben.
Zuerst standen wir ca. 45 vor der Grenze über die Sava. Dann ging es die Straße Richtung Banja Luka weiter. Zuerst noch in Lateinischer Schrift und dann immer mehr in Kyrillisch. Nur die Werbung für die Touristen blieb in Latein. Bald war Banja Luka nur noch in Kyrillisch und auch die anderen Ortschaften waren nur noch in Kyrillisch ausgezeichnet. Vor Banja Luka wurde die Straße 4 spurig und man konnte dann auf einer Umgehungsstraße außen herum fahren. Die Gegend hinter Banja Luka ist wunderschön. Immer auf der Hauptstraße bleiben. Dann brauch man auch keine Ortsschilder zu Übersetzen. Kurz vor Ende der Srbska Republika haben wir in einem Lokal gegessen, Romantisch am See gelegen. Neu Renoviert. Das Essen und Trinken preiswert, die Teller nicht richtig gespült. Nach dem Essen bin ich auf die Toilette gegangen, wäre ich vorher dort hingegangen hätte ich sicher nicht dort gegessen, die gleiche Schmutzigkeit (noch gut ausgedrückt) auf dem Damenklo.

Die Fahrt ging weiter in einer wunderschönen Landschaft, dann an der Neretva entlang durch Mostar, bis nach Medugorje.
Aus heutiger Sicht kann ich diese Route jedem Empfehlen der etwas von der Landschaft sehen will. Aber Achtung, auf dieser Route war mindestens 10 mal die Polizei mit Meßgeräten am Straßenrand (Bei der Fahrweise der Einheimischen aber auch verständlich). Und was mir auf der ganzen Fahrt aufgefallen ist, es wird in BIH und Kroatien nicht mehr vor der Polizei gewarnt.

In den nächsten Tagen kommt der 2. Teil.

Gruß

Wolfgang
 
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