" Biblischer Garten" in Kastel Novi, 1. Teil

Julia 35

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#1
An einem bewölkten Tag, Ende Juni, begaben wir uns auf eine kleine Wanderung von Kastel Stafilic aus, zum biblischen Garten in Kastel Novi. Manch einer wird sich jetzt denken, dass man ja gleich in Novi ist. Aber dieser Ort ist sehr gross:)

Wir liefen an der Hauptstrasse entlang und kauften uns erst beim Bäcker unser Frühstück. Bei der Konoba "Agava" bogen wir in die Strasse ab. Jetzt ging es querfeldein Richtung Kozjak Gebirge. Wir richteten uns nach den Schildern zum Friedhof ( Groblje)



Am Friedhof rechts , durch die Unterführung, links an einer Automobilwerkstatt und an einem Schlachthof vorbei.



Diesem Schild sind wir einfach gefolgt. Eine herrliche Landschaft! Olivenhaine, schöne Gärten, tolle Blumen, Feldarbeiter, Bienenstöcke, Hühnerhöfe usw.
Seht selbst!




Artischocke in voller Blüte. Sieht man bei uns in D meistens nur in den Supermärkten. Hier werden sie in Gärten gezogen und geerntet.


Netter, alter Fiat mitten in einem Garten.





Wunderbare Weinberge, die leider Tage zuvor vom Hagel leicht geschädigt wurden.


An den südlichen Abhängen vom Kozjak kamen wir nach ca. 1,5 Std zu unserem Ziel.

Ein goldener Schlüssel am Eingang des biblischen Gartens. Wow, was für Eindrücke! Wir staunten nur! Dieses Kirchlein der hl. Marija von Spiljan ist vom Jahre 1189, und der Garten wurde später um die Kirche herum angelegt.





Es kam plötzlich ein starker Wind auf. Irgendeiner hatte wohl was dagegen, dass wir diesen magischen Ort besuchten.
Wir trafen gerade einmal zwei Familien, sonst waren wir ganz alleine und konnten die herrliche Stille geniessen und die ätherischen Öle der mediterranen Pflanzen aufsaugen. Einheimische besuchen gerne diesen Ort, um Ruhe zu finden. Auch uns bewegte ein seltsames Gefühl:)


Hier wachsen seit Jahrzehnten Oliven, Feigen, Weinreben, Myrthe usw. Alle Pflanzen, die in der Bibel vorkommen. Jetzt sollten wir sie doch einmal lesen:D


Gleich geht es weiter mit dem 2. Teil.....
 
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Julia 35

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#2
2. Teil

Direkt am Eingang befindet sich ein Denkmal aus Stein. Dieser steht zu Ehren des " hl. Vater Ivan Paul dem II". Der damalige Papst kam 1998 zu Besuch. Gegenüber dem Stein, pflanzte man für ihn einen Olivenbaum, welcher noch im selben Jahr gesegnet wurde.




Nördlich der kleinen Kirche wurde ein terrassenförmiger Landstrich, namens "Jidro" errichtet. Dies zu Ehren des hl. Jeronim.





An einem kleinen Bach steht die hölzerne " Arche Noah", handgearbeitet vom Künstler Vasko Lipovac.



Auf den sogenannten heiligen Feldern laufen wir über steinigen Kreuzpfade. Was für ein Gefühl der Leichtigkeit. Und dann noch dieser Ausblick auf Kastela. Unglaublich! Duftende Myrthensträucher begleiten uns auf dem Weg zu einem Kreuz des Lebens. Dieses stammt vom Bildhauer Kazmir Hrast.






Ein bronzener Apfel



Die kleine Pergola



Der niedliche Bach


Von Naturliebhabern wurden noch viele Bäume gepflanzt. So wie der Lorbeerbaum, die Akazie, Gewürze, Oleander und Duftpflanzen.



Hinter der Kirche führt ein Weg zum Kozjak Gebirge und in die Weinberge mit tollem Ausblick auf Split und den Hinterländern.
Hier wachsen die berühmten Reben " Crljenak", welcher weltweit als " Zinfandel" bekannt ist.

https://www.kastela-travel.com/njem/story-about-vine.php






Auf dem Rückweg schlenderten wir nochmal 2 Stunden. Insgesamt waren wir ca. 5 Stunden unterwegs.
Den " Biblischen Garten" erreicht man auch mobil. Aber zu Fuss hat es einen anderen Reiz. Man entdeckt viel mehr! Scheeeee war unser Ausflug. Sehr empfehlenswert.




 
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claus-juergen

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#3
hallo Julia,

danke fürs Mitnehmen zu einer Sehenswürdigkeit, die wohl nur die wenigsten Besucher von Kastela und Umgebung kennen. Gibt es unterwegs eine Einkehrmöglichkeit oder muß man Verpflegung und Getränke mitnehmen? Bei großer Hitze ist die Wanderung sicherlich nicht so attraktiv wie in der kühleren Nebensaison.

grüsse

jürgen
 

Julia 35

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#4
Hallo Jürgen, freut mich dass der Bericht gefällt.

Wir hatten unterwegs auf einer Bank gefrühstückt.
Und am Nachmittag sind wir an der Küste zum Essen gegangen.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall was zu Trinken mit zu nehmen.
Eine Konoba hat es sicherlich auch, denn da sind auch viele Unterkünfte und Privathäuser.
Wir achteten da nicht so drauf.
Google Maps wird es bestimmt wissen.

Eigentlich ist die Wanderung ja nicht so weit. Aber wir brauchten dennoch ca. 5 Stunden. Zum Weg suchen, Schauen, Fotographieren, Staunen usw.
Du wärst wahrscheinlich schneller;) Wir hatten es aber nicht eilig. Waren ja im Urlaub.
Ausserdem war es an dem Tag ziemlich warm. Also nix kühle Vorsaison.
Eintritt zum Garten ist frei. Das hatte ich vergessen zu erwähnen.
Übrigens sahen wir von oben " dein" weißes Kirchlein " Gospoda Stomorja". Der " biblische Garten" ist nach ihr benannt.
Früher war der Name von dieser Heiligen, "Gospoda Spiljan".


Der biblische Garten ist in Kastela sehr bekannt. So etwa wie der alte Olivenbaum in Stafilic.

@Kastela
gab in ihrem Blog auch schon diesen Tipp.
Das wäre für Angelika auch ein schöner Fahrradausflug.
 
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Julia 35

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#6
Unbedingt, liebe Angelika:)
Das ist auch ein schöner Radweg. Und wenn es einmal nicht so heiss ist. Uns war es trotz bewölktem Himmel, sehr warm.
Wir wären ja noch weiter gelaufen, aber man muss auch den ganzen Weg wieder zurück:)
 

Julia 35

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#7
Laut" Google Maps" könnte man in 44 Min. von Stafilic bis zu dem biblischen Garten laufen. Es lohnt sich aber ein Umweg hin und ein Umweg zurück:p

Geteilte Route
Von Kaštel Štafilić nach Biblijski vrt Stomorija über Bufaline ul. und Put Žabic

44 min (3,2 km)


1. Auf Nehajski Put nach Nordwesten Richtung Cesta Dr. Franje Tuđmana
2. Rechts abbiegen auf Cesta Dr. Franje Tuđmana
3. Links abbiegen auf Ul. Gaje Radunića
4. Links abbiegen auf Put sv. Jurja
5. Weiter auf Bufaline ul.
6. Weiter auf Put Žabic
7. Bei Put Blebetovca rechts abbiegen
8. Links abbiegen
9. Ankunft an Zielort: Biblijski vrt Stomorija

Diese Route findest du unter https://goo.gl/maps/5R7HnPLcTPMwcuoXA
 
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#8
Hallo Julia,

auch von mir ganz herzlichen Dank für diesen Fotobericht mit Anmerkungen zur Streckenführung.
Leider habe ich diese Wanderung in meinen sechs Malen Kastela noch nicht machen können (mein Mann war zu Lebzeiten nicht so für's Latschen :D:D), steht aber noch immer auf meiner Wunschliste. Und wenn die Zeiten mal wieder normaler werden, dann komme ich auch wieder nach Kastela und werde das machen - Punkt.:p

Liebe Grüße
Helga
 

Julia 35

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#9
Hallo Helga, vielleicht klappt es doch irgendwann einmal. Es lohnt sich sehr.
Unsere Strecke war etwas anders, als die von Google Maps. Man kann auch vom Strand Gabine aus hoch laufen. An der Bar sind wir auf dem Rückweg heraus gekommen. Also alle Wege führen nach Rom:D
Immer schön Richtung Kozjak.
 

Daniel_567

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#10
Hallo Julia.

Einen schönen und ausgiebigen Spaziergang habt Ihr da gemacht.
Vielen Dank für`s Mitnehmen und Vorstellen dieser Wanderung, und für die tollen Bilder.:)


Viele Grüße, Daniel.
 

Heiko705

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#11
Ja, die Rebsorte Crljenak kenne ich. In Kaštela wächst sehr schmackhafter Wein. Habe ich bereits genießen dürfen. Auch den Babić finde ich meist sehr schmackhaft, doch dürfte der eher aus dem Raum Šibenik kommen, aber das ist ja gleich um die Ecke. Die Weinreben und die Olivenhaine gefallen mir sehr gut.

Da habt Ihr doch auch an einem bewölkten Tag eine hübsche Wanderung unternommen. So soll's sein. Aber später schien ja sogar noch etwas die Sonne rauszukommen. Gefällt mir. Danke für den hübschen Bericht, Julia. Leider komme ich erst jetzt zum Lesen, aber besser spät als nie...
 

Julia 35

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#12
Hallo Heiko, ich habe schon beide Weine probieren dürfen.
Ich blieb dann beim " Babic" hängen:D
 

Mifle0371

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#14
Danke für den kurzweiligen Bericht Julia, ganz besonders hat es mir dieser bronzene Apfel angetan :D. Hat dieser eine beondere Bewandnis, gibt es irgendeinen Hinweis zu dem ganz besonderen Apfel?
Michael
 

Julia 35

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#15
Hallo Michael, jede Skulptur in diesem Garten hat eine biblische Bedeutung. So muss der Apfel von Adam und Eva sein:p
 

Kastela

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Ort
Kastela Haus Viersen
Website
www.haus-viersen.hr
#18

Julia 35

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#19
Hallo Angelika, dieses entfernte Schild hat uns damals nicht viel weiter geholfen, denn bei der nächsten Abzweigung war keins mehr. Wir haben uns einfach dem Kozjakgebirge genähert, und so fanden wir diesen heiligen Garten, der keine grosse Anzahl an Touristen verdient, denn dann ist es kein Rückzugsort mehr für Einheimische. Wäre schade!
 
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