Besuch im Automotodrom Grobnik bei Rijeka

claus-juergen

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Automotodrom - das klingt irgendwie nach Autorennstrecke. Eine solche ist Grobnik bei Rijeka in Kroatien allerdings weniger. In erster Linie werden oder wurden hier Motorradrennen veranstaltet. Ende der 1970er Jahre hat Jugoslawien in weniger als einem Monat Bauzeit eine Motorradrennstrecke gleich bei Rijeka aus dem Boden gestampft. Hier fand bis 1990 der jährliche "Große Preis von Jugoslawien" statt.

Der Bau dieser Rennstrecke war nötig geworden, weil die Rennen zuvor im Raum Opatija auf normalen Straßen durchgeführt wurden. Nach schweren Unfällen blieb der Regierung trotz damals bereits erheblicher Finanzmängel nichts anderes übrig, als eine Rennstrecke nur für den Rennsport zu bauen. Andernfalls wäre der Große Preis von Jugoslawien Geschichte geworden.

Und doch ist er Geschichte weil dieses traditionsreiche Rennen mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1991 nie mehr stattfand.

https://de.wikipedia.org/wiki/…von_Jugoslawien_(Motorrad)

Grobnik ist aber nicht tot. Im Gegenteil. Auf dieser Rennstrecke finden nach wie vor Rennen statt. Dazu kommt, daß auch Privatfahrer hier trainieren können und nicht zuletzt die Industrie den Rundkurs mietet um ihre Motorräder hier zu testen.

Ich hatte im vergangenen Mai Gelegenheit mich dort umzusehen. Welcher Art die Veranstaltung war weis ich zwar bis heute nicht. Und doch konnte ich einen schönen oder auch lauten Einblick gewinnen.

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In diesem Gebäudekomplex und drumherum befindet sich alles was man benötigt.

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Das Gelände ist zwar eingezäunt und der Zugang bewacht. Wir wurden jedenfalls ohne Schwierigkeiten hereingelassen.

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Wir konnten uns frei auf dem Gelände bewegen und so war ich natürlich neugierig um mir Motorräder anzusehen, die wohl für mich als Biker eine Nummer zu schnell sind.

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Die Teams kommen mit Transportern und Anhängern. Vermutlich weil man neben den Motorrädern noch eine Menge anderer Dinge benötigt.

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Diese Garagen befinden sich in der Boxengasse. Dort wird geschraubt und die Bikes für die Rennen oder Testfahrten vorbereitet.

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Schauen wir uns doch mal so ein Motorrad genauer an. Einen Ständer gibt es nicht. Das spart Gewicht. Dafür ist die Maschine vollverkleidert. Logisch, das Bike soll ja so schnell wie möglich sein.

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Diese Suzuki hat keine orangen Reifen. Hier handelt es sich um Heizmatten, die vor dem Rennen um die Reifen gelegt werden um diese zu erwärmen. Obwohl wir bei unserem Besuch hier um die 30 Grad Lufttemperatur hatten, genügte dies anscheinend nicht um die Reifen für das Rennen vorzubereiten.

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Das selbe bei einem anderen "Reiskocher" aus Kawasaki in grasgrün. Als Reiskocher bezeichnet der Biker spöttisch alle Motorräder aus Japan.

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Vermutlich handelt es sich bei diesen Zetteln um die Aufstellung zum Start.

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Um Verletzte nach möglichen Unfällen zu versorgen ist anscheinend auch gedacht.

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Glücklicherweise fanden während unseres Aufenthalts hier ein paar Rennen statt. Es werden ein paar Runden gefahren und so ein Rennen dauert auf dem gut vier Kilometer langen Rundkurs etwa 10 bis 15 Minuten.

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Aufstellung zum Start

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Zieleinlauf

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Ein paar Videos habe ich auch gedreht. Mit Ton hat man natürlich mehr vom Betrachten. Ob die hier ins Forum überhaupt hochgeladen werden kann weis ich nicht.

Ich hatte anschließend die Gelegenheit den Sieger eines Rennens ablichten zu dürfen. Der hat sich an diesem heißen Tag sicherlich ein Bier verdient.

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Parallel zur Rennstrecke befindet sich der alte Flughafen von Rijeka. Der neue liegt ja auf der Insel Krk. Hier fand bei unserem Besuch anscheinend eine Anti-Terror-Übung mit Hubschrauber und mehreren Pkw statt. Es ging jedenfalls ständig hin und her wobei die Türe des Hubschraubers geöffnet war und irgendwelche Menschen auf den fahrenden Autos herumkletterten.

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Natürlich ist hier auch an die Versorgung derjenigen gedacht, die hier zum Spaß da sind oder an der Rennstrecke arbeiten. Ein Gespräch ist allerdings schwierig weil es bei den vorbeidonnernden Motorrädern immer unterbrochen werden muß.

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Die Decke einer dieser Verpflegungsstationen ist originell mit Baseballkäppis gestaltet.

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Zu einem echten Rennen gehört natürlich auch ein echtes "Boxenluder". Vielleicht ist die junge Dame allerdings auch nur die Lebensgefährtin eines Piloten oder Mechanikers oder gar die Bedienung.

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Schließlich habe ich noch dieses seltsame Auto ablichten können. Es war jedoch das einzige welches nach Rennfahrzeug aussah. Vielleicht ein Prototyp oder ein Einzelstück?

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Wem es an den Stränden im Kvarner zu langweilig ist und wer in seinem Urlaub mal etwas ganz anderes sehen möchte, der kann ja mal Grobnik ansteuern. Nach 20 Minuten auf der Autobahn ist man von Rijeka aus dort. Viel Spaß wünscht

jürgen
 
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enzensberger

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Mein Junior ist dort vor ein paar Jahren einige Runden mit seinem Bike gefahren und hat vor allem die Kantine gelobt.
lg Franze
 

Mr. Dek

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Ich erinnere mich an die ganzen Berichte in den alten Motorradheften, Rennstrecke von Rijeka. Hatte keine Ahnung wo das ist.
Große Namen waren da, Rainey, Schwantz, Gardner, Eddie Lawson...Freddie Spencer, Toni Mang...
Schön dass da immer noch die Bikes dröhnen, wenn auch der große Glanz lange verblasst ist.

Dass die durch Opatija fuhren wusste ich allerdings nicht, total irre wenn man Opatija kennt, muss oberhalb gewesen sein, ähnlich der TT auf der Isle of Man.
 
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claus-juergen

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Bei einem Autorennen wurde ein Schiedsrichter tödlich verletzt.


google Übersetzung:

INTERNATIONALES AUTORENNEN SCHRECKLICHE TRAGÖDIE AM MOTODROM GROBNIK:
Ein Richter starb bei einem schweren Unfall 24.07.2022 00:31 | Autor: Stimme Istriens

Der erste Wettkampftag des viertägigen Programms des internationalen Autorennens Kroatischer Nationalpreis 2022 auf dem Grobnik Automotodrom ist nicht erfolgreich zu Ende gegangen, schreibt Novi List. Am Ende des Tagesprogramms, während der Endurance, einem einstündigen Langstreckenrennen, kam es an einer Stelle zu einem unerwarteten Abheben eines der teilnehmenden Autos, das mit voller Geschwindigkeit gegen den Schutzzaun hinter einem der Richter prallte steht.


Durch die Wucht des Aufpralls sprang das Fahrzeug über den Zaun und traf dabei zwei erfahrene Schiedsrichter. Durch das schnelle Eingreifen des medizinischen Bereitschaftsteams und anderer Rettungsdienste wurde eine männliche Person, ein Richter mit schweren Verletzungen, sofort in die Notaufnahme von Sušak transportiert, während die andere weibliche Person ohne ernsthafte sichtbare Verletzungen zunächst behandelt wurde einem Sanitätsfahrzeug und dann vorsorglich zu weiteren Kontrollen transportiert.

Aus dem Krankenhaus traf bald die Nachricht ein, dass der Mann seinen schweren Verletzungen erlegen sei, während der Richter nach ersten und inoffiziellen Informationen nur mit leichten Prellungen verstarb. Das Rennen wurde abgebrochen, die Ermittlungen und Ermittlungen zur Unfallursache und zum Unfallhergang dauern an, und im Laufe des Abends und der späten Nacht werden alle Teams darüber informiert, dass das Rennen am zweiten Wettkampftag, Sonntag, nicht fortgesetzt wird. in Grobnik, schreibt Novi list.


grüsse

jürgen
 
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