Ab.1.Mai nur mit Überweisung in Notaufnahme

  • Ersteller des Themas dalmatiner
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Suncokret

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#2
Hallo dalmatiner, danke für die Info. Vielleicht kannst du nur die Überschrift des Strangs noch ändern. So kann man es verstehen als: ohne Überweisung kommt man ab 1. Mai gar nicht mehr in eine Notaufnahme. Das wäre unsinnig. Man muss ja nicht selten gerade ohne Überweisung dorthin, weil der "Normalarzt" eben nicht erreichbar ist, z.B. weil es außerhalb seiner Sprechstundenzeiten ist.
Ich vermute auch, dass das für Touristen nicht so besonders viel ausmacht, weil die Auslandsreise-Krankenversicherung das letztlich erstattet. Aber da wären Erfahrungen von Betroffenen interessant.
 

Flomon

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#3
Vielen Dank für den Hinweis. Solange es sich um Kuna handelt ist ja alles gut, das muss man dann halt mal akzeptieren oder sich von der Versicherung zurück holen.
 

claus-juergen

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#4
hallo,

in den meisten Fällen, wenn in Kroatien ein Arzt oder Zahnarzt oder ein Krankenhaus von Touristen aus der EU in Notfällen aufgesucht werden muß, bestehen diese auf Barzahlung oder Begleichung der Rechnung mittels EC-Karte. Hier gilt, Rechnung aufheben, dazu einen Beleg für den Geldumtausch woraus der Wechselkurs erkennbar ist, und das Ganze nach Rückkehr bei der Privat- oder gesetzlichen Krankenkasse einreichen. In den meisten Fällen werden diese Kosten komplett ersetzt. Eine Auslandskrankenversicherung kostet zwar nicht viel, ist jedoch nur eine Doppel-Versicherung zur eh schon vorhandenen. Diese erleichtert halt für machen die Bezahlung, weil hier im allgemeinen nie Abzüge gemacht werden.

Was den Strangtitel betrifft, ist es doch klar, daß man im Notfall nicht irgendwoher eine Überweisung besorgen muß. Ab zum Arzt, behandeln lassen und Cash hinlegen.

grüsse

jürgen
 
D

dalmatiner

Guest
#5
Hallo es geht ja nur darum,daß man nur bei einem dringenden Notfall zur Notaufnahme ins Krankenhaus geht,sondern zuerst einen Arzt aufsucht,wie auch bei uns in Deutschland.In Kroatien wird eine Behandlung auch bei einem Arzt mit der Deutschen Krankenkarte verrechnet,so habe ich es immer erlebt,Ausnahme sind Privatpraxen,da wird mit Rechnung verrechnet.Alle Behandlungen die für Kroaten frei sind,sind auch für Deutsche frei,wenn sie eine Krankenkassenkarte einer gesetzlichen Krankenkasse haben,Privatversicherungen haben kein Abkommen mit Kroatien.
 

Heiko705

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#6
Jürgen, es ist nicht nur eine Doppelversicherung. Stellt der kroatische Arzt eine Privatrechnung aus, bekommt man in Deutschland von der gesetzlichen Krankenkasse nur das zurück, was auch nach deutschen Maßstäben für eine vergleichbare Behandlung bezahlt wird. Ist die Rechnung höher, bleibt man auf dem Rest sitzen.

Auch ein Rücktransport nach Deutschland, wenn dieser aufgrund der Erkrankung nötig sein sollte, wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Das dürfte zwar selten nötig sein, kann aber leicht einen vierstelligen Betrag kosten. Ich kann eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung nur empfehlen. Kostet ca. 8 Euro im Jahr.
 

claus-juergen

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#7
hallo Heiko,

ja, es ist richtig, daß so eine Auslandskrankenversicherung wenig kostet. Auch wenn der kroatische Arzt eine Privatrechnung erstellt, ist deren Höhe bei weitem nicht so hoch wie die seines deutschen Kollegen. Als Privatpatient zahle ich in der Regel in Deutschland den 2,3 bis 3,5 fachen Satz der gesetzlichen Kassenleistung für ein und dieselbe Behandlung. Das ist ja der Grund warum der deutsche Arzt einen Privatpatienten so liebt. Schließlich bezahlt der den neuen Porsche und nicht die AOK. ;)

Die kroatische private Arztrechnung entspricht jedoch ungefähr dem Satz der gesetzlichen Krankenkassen hierzulande. Selbst wenn diese geringfügig höher liegt als in Deutschland, macht die gesetzliche Kasse meist keine Probleme. Wegen der paar Kröten verlangen die meist nicht mal eine Übersetzung. Beläuft sich der Betrag über viele hundet Euro oder mehr schaut die Sache natürlich anders aus.

grüsse von

jürgen, der zum Glück noch nie größere Gesundheitsprobleme im Urlaub hatte wenn man von gelegentlichen Doppelsichtungen der Biergläser am Tisch spät abends mal absieht. ;)
 

Heiko705

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#8
Ja, die Preise der kroatischen Ärzte kenne ich natürlich nicht. Kann mir gut vorstellen, dass diese im Vergleich zu manch anderen Staaten (trotz eventueller Privatrechnung) noch moderat sind. Bin froh, dass ich bisher keinen Arzt in Kroatien in Anspruch nehmen musste.
Doch im Allgemeinen gilt doch fürs Ausland: Privat zusatzversichern, dann gibt's auch keine böse Überraschung. Vielleicht will man ja auch mal in ein anderes Land.
Und wie ich oben bereits erwähnte, gibt es auch Kosten, die die gesetzliche Versicherung auf keinen Fall zahlt.
 
N

nihil-est

Guest
#9
Wir hatten 2015 einen Notfall. Allerdings beim Kurzen. Wirklicher " Volltreffer " bei einer Begegnung mit einer Qualle.
Wir haben Nullkommanix gezahlt, die EU-Versichertenkarte gereichte völlig. Nicht in der Erste-Hilfe-Station oder auch Apotheke. Alles war absolut gratis und ohne Zuzahlung, problemlos!!!!

Auch hat sich hier aus D nie die KK gemeldet wegen welchen Papierkram auch immer. Eine gar Zusatzversicherung ( Kroatien ist EU ) hatten/haben wir nicht abgeschlossen.

Mag sein, bei Kurzen gelten da Sonderregelungen. Kann ich allerdings nicht wirklich fundiert belegen.


Gruss in die Runde
 

Christl

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#10
Hallo Gerd,

ich habs ähnlich erlebt, allerdings mußte man damals noch den Schein der HR Krankenkasse haben, aber die Versorgung war bestens und kostenfrei.
Und lt Arzt im KH wäre ich auch ohne HR Krankenschein in dem Fall nur auf Versicherungskarte behandelt worden.

Ich habe gestern das Tourismusministerium angeschrieben, wie das Ganze weiterhin abgewickelt wird für Touristen.
Heut früh kam die Nachricht, man wird das genau eruieren und mir fürs Forum mitteilen
 

Suncokret

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#11
Das kroatische Gesundheitsssystem ist defizitär. Die neue Regierung hat einige Pläne, mehr Einnahmen zu erzielen, höhere Zusatzversicherungsbeiträge, mehr Privatabrechnungen usw. Viele kroatische Ärzte wandern ab, die versucht man zu halten.
Grundsätzlich genügt die EU-Versichertenkarte, ja. Aber z.B. in den Touristenambulanzen wird Barzahlung gefordert, die sind oft schon nicht mehr dem staatlichen Gesundheitswesen angeschlossen. In Krankenhäusern wird die offizielle Privatabrechnung (inoffiziell ist die schon lange möglich) zunehmen.
Das betrifft uns Touristen wenig, sowohl unsere gesetzliche wie die private Auslandsreisen-Krankenversicherung sind relativ großzügig in der Erstattung (Ausnahmen gibt es bei einigen chronischen Krankheiten, man lese die Versicherungsbedingungen).
Groß ist die Unruhe in Kroatien selbst, besonders bei den Rentnern.

Wer etwas Englisch versteht: https://www.total-croatia-news.com/...al-health-insurance-payments-to-be-introduced https://www.total-croatia-news.com/...-work-in-both-public-and-private-institutions https://www.total-croatia-news.com/...e-the-price-of-supplementary-health-insurance
 
V

vize2

Guest
#12
Hallo miteinander

Also irgendwie versteh ich hier wohl was falsch...

Ich hatte letztes Jahr arge Probleme mit meinem Gekröse, ging nach Pula in die Ambulanz des Krankenhauses, legte meine "Gesundsheitskarte" der AOK, meinen Auslandskrankenschein und meinen Personalausweis vor, wurde untersucht und behandelt und hab absolut nix bezahlen müssen, nach Urlaubsende habe ich eine Rechnung der AOK über 10Euro erhalten, als Zuzahlung sozusagen!

Hat sich da was geändert, oder was, wie?

Viele Grüsse
Viktor
 

Heiko705

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#15
Dass grundsätzlich die Rückseite der Krankenversicherungskarte (als Europäische Krankenversicherungskarte) ausreicht und man ganz normal behandelt wird, ist klar. Ich redete nur von bestimmten Fällen. Wer weiß, an was man mal für einen Arzt gerät. Vielleicht trifft das Ganze auch auf Kroatien weniger zu.

Aber das Manche Privatrechnungen ausstellen, ist Fakt. Ob EU oder nicht, ist egal. Das mag in Kroatien zumeist noch im Normalbereich liegen, sodass man als durchschnittlicher Tourist niemals etwas davon mitbekommen wird.

Ich hab' hier mal was kopiert. So etwas bezahlt die Gesetzliche nicht:

Den meisten sollte der Begriff des medizinisch notwendigen Krankenrücktransport bekannt sein. Hinter diesem Begriff der Versicherungsbedingungen vieler Reisekrankenversicherungen versteht man die Übernahme der Kosten für einen Rücktransport unter der Voraussetzung, dass dieser für die Genesung oder Heilung des Patienten notwendig ist.

Bedeutet im Klartext: ist der Patient vor Ort nicht behandelbar oder muss Schaden an seiner Gesundheit befürchten, da die medizinische Versorgung vor Ort nicht ausreichend ist, ist der Rücktransport medizinisch notwendig und wird von der Versicherung übernommen. Ebenfalls medizinisch notwendig ist ein Rücktransport meist bei langfristigen (mehr als 14 Tage), stationären Aufenthalten nach schweren Unfällen oder Erkrankungen.

Im Gegensatz zum medizinisch notwendigen Rücktransport steht der medizinisch sinnvolle Krankenrücktransport. Eine medizinisch sinnvolle Rückverlegung nach Deutschland kann bereits dann gegeben sein, wenn die erkrankte Person alleine am Urlaubsort zurück bleiben müsste oder psychisch überfordert wäre. Alle Gründe die für einen medizinisch notwendigen Rücktransport sprechen, sind bei einem medizinisch sinnvollen Krankenrücktransport mit eingeschlossen.

Der medizinisch sinnvolle und vertretbare Krankenrücktransport stellt mittlerweile den Standard für sehr gute Auslandsreise-Krankenversicherungen dar und sollte bei Neuabschluss einer Reisekrankenversicherung explizit in den Versicherungsbedingungen aufgeführt sein.


Seien wir doch ehrlich. Für 8 Euro im ganzen Jahr macht man das doch, oder nicht? Im Endeffekt muss es jeder für sich selbst wissen...

P. S.: Das hat aber alles nichts mit den besagten Neuregelungen zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:

frank2.0

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#16
Bin vor drei Jahren sogar schon mal mitten in der Nacht mit einem kroatischen Rettungswagen ins KH Pula eingeliefert worden. Zum Glück wars nichts dramatisches und am nächsten Tag war ich wieder draussen.
Habe die ganze Geschichte über die private Auslandsreisekrankenversicherung abgewickelt und nach 14 Tagen war das Geld wieder auf dem Konto.
Ärztliche und auch zahnärztliche Behandlung über die GKV wird normalerweise schon korrekt abgewickelt. Problematisch wird es aber wenn man z.B. Hilfsmittel wie einen Gips, Schienen etc. braucht. Da erstattet die deutsche gesetzliche Krankenversicherung nur eine billige Standardversion und man bleibt auf dem Rest hocken und das können dann schon mal ein paar hundert Euro werden. Hab ich bei meiner mum mal erlebt. Und genau das ist der Grund weshalb sogar AOK und Co den Abschluß einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung empfehlen. Und wie Heiko schon geschrieben hat - 8-10 Euro für Einen alleine oder knapp 20 Euro für die ganze Familie Jahresbeitrag bringen niemanden um und auch für die Privatversicherten lohnt sich der Abschluß denn hier gibt es keine Selbstbeteiligung!
 
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