2816 Insel Daksa bei Dubrovnik - Massenhinrichtung von vermeintlichen Gegnern Titos

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claus-juergen

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hallo Rätselfreunde,

Novemberwetter ist angesagt. Vielleicht hat ja jemand von euch Lust ein Rätsel zu lösen. Was ist das Geheimnis der kleinen Insel am rechten Bildrand?

Insel.JPG

grüsse

jürgen
 
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t-kal

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Das müsste die Insel Daksa sein. Gelegen vor Lapad, Dubrovnik.
Dorthin verschleppten und ermordeten die Partisanen im Jahre 1944 über 50 prominente Bürger der Stadt Dubrovnik.
Seitdem gilt die Insel als verflucht und lässt sich bis heute nicht verkaufen. Sie befindet sich im Privatbesitz.
Wenn jemand 2 Mio. € übrig hat, oder investieren möchte, dann bitte ... sie gehört euch ;)
 

claus-juergen

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Gratulation Tobias. Das kleine Eiland vor dem Kreuzfahrthafen Gruz in Dubrovnik ist die Lösung. Kurz hast du ja bereits die traurige Geschichte erwähnt.

Daksa.JPG

Auch auf diesem Bild vom Berg Srd aus betrachtet erkennt man ganz rechts die kleine Insel Daksa. Da liegt diese Insel.


Wkipedia meint dazu:

"Massaker von Daksa ("Daksa 1944/45") bezeichnet das Massaker, das Partisanen im Oktober 1944 während des Zweiten Weltkriegs auf der Insel Daksa verübt haben.

Nachdem die Partisanentruppen in Dubrovnik einmarschiert waren, liquidierten die Partisanen 53 prominente Bürger, kroatische Zivilisten, auf der Insel Daksa ohne Gerichtsverfahren. Exhumierung und DNA-Analyse stellten die Identität von 18 Personen fest, während 35 unbekannt blieben, und auch die wahre Zahl der Opfer wurde ermittelt, da 35 Opfer bis zur Exhumierung sicher bekannt waren. Am 19. Juni 2010 wurden die Opfer von der Insel Daksa anständig begraben. Unter den Getöteten war auch der berühmte Priester Petar Perica."


Auch der Stern hat darüber berichtet.


Nachvollziehbar ist, daß zu Zeit der Tito-Diktatur diese Insel nicht betreten werden durfte. Logisch, hätten doch die Angehörigen möglicherweise die Opfer identifiziert weil die nur notdürftig verscharrt wurden. Traurig finde ich auch, daß die meisten Ermordeten nach so langer Zeit nicht identifiziert werden konnten. So bleibt die Ungewissheit für die Nachkommen. Nachdem Titos Partisanen Ende Oktober 1944 Dubrovnik besetzt hatten wurden hunderte vermeintliche Kollaborateure verhaftet und verschleppt. Von den meisten fehlt bis heute jede Spur. Daksa ist also nur die Spitze des Eisbergs.

Wenigstens gibt es heute eine würdige Gedenkstätte auf der Insel.

grüsse

jürgen
 
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Reaktionen auf meine Beiträge: t-kal

claus-juergen

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hallo Ralf,

ich bin auf dieses Rätsel gekommen weil ich vor ein paar Tagen einen Bericht im Fernsehen über die Insel und die dunkle Vergangenheit gesehen habe. In dem Bericht kam auch der Sohn eines Opfers, mittlerweile hochbetagt zu Wort. Kurz gesagt hat die Wehrmacht Dubrovnik geräumt und Titos Partisanen sind kampflos Ende Oktober 1944 in die Stadt eingerückt. In den Tagen danach wurde eine Art Fahndungsliste mit Namen erstellt wo jeder, der für die Verwaltung der Stadt arbeitete vom Bürgermeister bis zum Bauhofarbeiter, aber auch die sogenannten Kollaborateure, also diejenigen die die Wehrmacht beispielsweise mit Lebensmitteln versorgt haben, zur Festnahme ausgeschrieben. Bald waren ein paar hundert Bürger in der Hand der Soldateska. Die meisten verschwanden wo auch immer wohingegen die aus der Sicht der Partisanen vermeintlichen Hauptverantwortlichen, darunter der Bürgermeister und der katholische Pfarrer, nachts auf die Insel verschifft und dort erschossen wurden.

Der Leuchtturmwärter der Insel der in dem Gebäude wohnte hat die Schüsse gehört, sich aber tagelang nicht aus dem Haus getraut. Erst nach einiger Zeit nahm er den Verwesungsgeruch wahr und hat dies den Partisanen, die mittlerweile die Schlüsselpositionen in der Stadt eingenommen hatten gemeldet. Danach wurden anscheinend die Leichen notdürftig verscharrt und es wuchs sprichwörtlich Gras über die Angelegenheit zumal die Insel nicht betreten werden durfte. Erst 20 Jahre nach der Unabhängigkeit wurden auf Druck der Angehörigen systematisch beide Massengräber geöffnet, DNA Analysen durchgeführt und die Ermordeten würdevoll bestattet. Nur ein Teil der Toten konnte identifiziert werden. Heute gibt es zwei Gedenkstätten auf der Insel.

grüsse

jürgen
 
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