Überwintern in Kroatien: Ferienwohnung + sicherer Stellplatz fürs Wohnmobil — sinnvoll oder Unsinn?

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LukaP

neues Mitglied
Vorweg: Mir gehören Ferienwohnungen in Kroatien, ich habe also ein kommerzielles Interesse an der Antwort. Ich verkaufe hier nichts, ich möchte nur wissen, ob eine Idee realistisch ist oder ob ich mir etwas vormache — und hier schien mir der richtige Ort dafür zu sein.

Ich bin Kroate, wohne in Zagreb und vermiete drei Einheiten in Pirovac an der Šibenik-Riviera. Von Oktober bis Mai stehen sie leer.

Was mir aufgefallen ist: Zwischen Zadar und Split hat im Winter kein einziger Campingplatz geöffnet. Stobreč und Almissa bei Split, ein paar in Kvarner und Istrien — dazwischen nichts.

Meine Idee ist folgende: Man mietet für die Wintermonate eine beheizte, trockene Ferienwohnung — richtiges Bad, Waschmaschine usw. Das Wohnmobil steht auf dem Parkplatz, oder bei über 7 Metern Länge auf einem umzäunten Platz etwa 2 km entfernt. Man holt es sich raus, wann immer man will, ist eine Woche unterwegs und stellt es wieder ab. Man hat die Wohnung für die kalten Monate, ohne auf das Wohnmobil zu verzichten.

  1. Ergibt es keinen Sinn, eine Wohnung zu mieten? Wer ein Wohnmobil besitzt, will vielleicht gerade nicht in einer Wohnung überwintern?
  2. Wie sehr stören die 2 km? Wollt ihr das Fahrzeug in Sichtweite haben, oder reicht ein sicherer Platz in der Nähe?
  3. Wärt ihr bereit, so viel zu zahlen wie eine ortsübliche Miete — also keine Airbnb-Preise?
Ehrliche Antworten willkommen, auch „das würde niemand machen". Das hilft mir genauso.
 
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claus-juergen

Globaler Moderator
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hallo Luka,

ich weis ehrlich gesagt nicht ob es einen Markt für diese Art von Urlaub gibt. Hier im Forum gibt es Wohnmobilisten die im Herbst oder Frühjahr reisen. Das hat verschiedene Gründe. Auch gibt es welche, die im Caravan ein paar Wochen im Winter an der Adria verbringen. Istrien ist nicht weit und manche Plätze haben geöffnet. Andererseits herrscht im Süden erheblich milderes Klima.

Die 2 km Entfernung sind vernachlässigbar. Im Urlaub hat man Zeit.

Was sind ortsübliche Preise im Hinblick auf die Miete? Es scheint doch so zu sein, daß gerade bei Privatunterkünften mittlerweile der Markt gesättigt ist. Unterkünfte bleiben selbst in der Hochsaison leer. Manche haben es noch nicht kapiert, daß Mondpreise nicht mehr bezahlt werden.

Airbnb-Preise unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht von booking.com, Novasol und Co. Die Provision ist halt dort separat ausgewiesen wohingegen die bei den anderen versteckt ist.

grüsse

jürgen
 

burki

Administrator
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Hallo Luka, willkommen im Forum.
Was wären Airbnb Preise, was ortsübliche Miete und was wären deine Vorstellungen?

Ich habe hier zu Hause ein Lauf (Spazier-) Partner, wir treffen uns fast jeden Tag, soll ja gesund sein;), der ist bereits 83 Jahre.
Als Pensionär (Single) konnte er bereit mit 59 Jahren sein Beamtenjob verlassen.
Seit über 23 Jahren hat er eine feste Wohnung auf Gran Canaria.
Er hat einen festen Mietvertrag für Oktober bis Anfang Mai von mtl. 500 EUR.
Ob während der restlichen Zeit seine Wohnung weiter vermietet wird kläre ich gern in der nächsten Woche.
Es bildet sich über diese Zeit auch eine eigene Community, die sich jedes Jahr dort versammelt.
Sein Mietvertrag hier läuft natürlich weiter mit nicht unerheblichen Kosten.

Pirovac (ich war leider noch nicht dort) könnte schon meine Erwartungen erfüllen, kleiner Ort, am Meer mit Hafenflair, guter Ausgangspunkt für Touren am Meer entlang der Küste/Hinterland, gemäßigtere Temperaturen über die Wintermonate ...

Da wären sicher noch einige Fragen zu klären, gibt es während dieser Zeit noch Gastronomie, wie ist die Selbstversorgung usw.
könnte ein spannender Strang werden...
burki
 
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LukaP

neues Mitglied
Hallo Burki,

danke für die Antwort!

Die Airbnb-Monatspreise liegen bei 800 bis 1500 EUR, und das für ein Studio. Die ortsübliche Miete liegt zwischen 600 und 1000 EUR (kalt), aber das Angebot ist katastrophal – alles, was halbwegs brauchbar ist, wird ausschließlich für die Sommervermietung genutzt...

Ich denke, 500–600 EUR warm für eine Einzelperson (Studio) und 700–800 EUR warm für 2–4 Personen wären fair.

Der Ort lebt auch im Winter, aber eben nicht pulsierend. Einige Restaurants haben offen, aber nicht alle. Und besonders schön ist es von März bis Mai.

Aber 500 EUR im Monat auf Gran Canaria hat mich, das muss ich zugeben, überrascht... das klingt sehr vernünftig... ist das warm oder kalt?
 

burki

Administrator
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Luka, wenn ich mir die Klimatabellen von Pirovac/Gran Canaria anschaue bist eben dort um die 20° in den Wintermonaten und das hast in Pirovac eben nicht.
Ja, es ist die mtl. Gesamtmiete von meinem Lauffreund, relativiert sich aber, wenn er die ganzjährig zahlt, kläre ich kommende Woche.
Seine Motive liegen in erster Linie bei den Wintertemperaturen dort.
Aus Spaß bedrohte ich ihn dort zu besuchen. Selbst eine Ferienunterkunft kostet in den Wintermonaten für 14 Tage mehr als meine Rente.
Auf Gran Canaria hast keine Möglichkeit mehr günstig zu mieten, sagt er auch selber.
Ich plane in diesem Jahr noch einen etwa 5-wöchigen Aufenthalt an der Kastela Riviera, schaun mer mal - ich bin in der Planung/Buchung :)
Es müsste sich für dich als Vermieter auch noch gut rechnen, wenn du Heizung zur Verfügung stellst oder sind das bei dir Klimageräte?
burki
 

LukaP

neues Mitglied
Ein Studio hat Fußbodenheizung, das andere Studio und die Zweizimmerwohnung heizen über Klimageräte, und in den Bädern gibt es jeweils Fußbodenheizung.

Aber ich bin nicht knauserig :) Wenn es Interessenten für die Wintermonate gäbe, würde ich in Infrarot-Heizpaneele investieren. Die brauchen viel Strom, ich weiß, aber wir haben eine Photovoltaikanlage, das würde die Kosten ein Stück weit ausgleichen...
 

Luppo

Moderator
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Das macht kein Fahrer eines Wohnmobils.
Mit dem will ich unterwegs sein und im Winter sicher nicht in Kroatien.
 
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DerReisende

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Das Modell nennt sich Langzeitmiete. Ist gängige Praxis auf den Kanaren seit 50 Jahren für Deutsche und Skandinavier/Engländer, die der dunklen Jahreszeit entfliehen wollen.
Ich habe das auch schon mehrjährig getestet, bevor auch dort die Preise explodierten.
Der Unterschied zu Kroatien ist: Das Klima ist besonders im Winter für ältere Menschen geeignet, da es wärmer ist durch die Nähe zu Afrika.
Das Meer ist durchgängig über 20° C durch den Golfstrom.
Kroatien im Winter: Das Meer ist quasi tabu, Winterstürme (Bura) sind an der Tagesordnung. Temperaturen nähern sich denen der Bodenseeregion an.
Für mich fällt Überwintern nördlich von Split aus. Habe gute Angebote von Hotels zur Langzeitmiete in Istrien gesehen. Für 500-800 Euro kann ich in Thailand besser überwintern. :D
 
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Kastela

erfahrenes Mitglied
Ein Studio hat Fußbodenheizung, das andere Studio und die Zweizimmerwohnung heizen über Klimageräte, und in den Bädern gibt es jeweils Fußbodenheizung.

Aber ich bin nicht knauserig :) Wenn es Interessenten für die Wintermonate gäbe, würde ich in Infrarot-Heizpaneele investieren. Die brauchen viel Strom, ich weiß, aber wir haben eine Photovoltaikanlage, das würde die Kosten ein Stück weit ausgleichen...
Hatte dich versehentlich auf ignorieren gesetzt.
Dein Konzept kenne ich nirgends. Ich glaube das ein Camper bewusst als Camper unterwegs ist und diese Freiheit genießt. Warum sollte er mit Wohnwagen und Ferienwohnung Urlauben? Versuche es doch mal mit digitalen Nomaden. Aber trotzdem viel Glück mit deinem Vorhaben.
 
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