Spätsommerurlaub in Maslenica

claus-juergen

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#42
Nun mein Nachtrag zum Urlaub in Maslenica und Umgebung.

Wir sind gestern gegen 08.30 Uhr am Novigradsko more auf die A1 gefahren und dann durch alle vier Tunnel in Richtung Norden. Weil das Wetter sonnig und trocken war, verließ ich an der ersten Ausfahrt die Autobahn und bin über die mir bekannten Landstraßen, die am Sonntag wenig befahren waren, über Gospic, Perusic und Otocac zum Vrsic Pass gefahren.

Vor dem Erreichen des Passes gab es eine Tasse Cappucino im Lokal Gacka Dolina. Dort bin ich bisher nur vorbei gefahren. Von der Doline wo vor dem Bau des Wasserkraftwerks der Fluß versickerte sieht man nichts mehr. Anscheinend ist das Loch ziemlich eingewachsen jetzt wo kein Tropfen mehr hier ankommt.

Hier das ehemalige Flußbett mit einem alten Kraftwerk etwas oberhalb der Doline gelegen.



Diese vier Bilder sind bei meiner Motorradtour vor zwei Jahren in diese Gegend entstanden.





Auch die alte Brücke ist noch da - allein es fehlt der Fluß.



Die Gaststätte an der Doline



Hier halten wohl alle möglichen Ausflügler, vor allem auch Motorradfahrer, die vom Vrsic Pass kommen oder diesen anschließend runter bis Senj befahren wollen.

Neu war mir bis hierher folgendes. In der Region sind in den letzten beiden Jahren einige Windkraftwerke entstanden. Dies wundert mich schon deshalb nicht mehr, weil die Lika bei Gospic komplett verschwunden war. Im Flußbett sah man ein paar Tümpel und sonst nichts. Ganz anders war das im Juni, als ich mit dem Motorrad hier war.

Gleiches gilt für den Gacka Kanal nördlich von Otocac. Das gesamte Betonbett war komplett leer! Folglich fließt auch kein Wasser durch das Velebit hinunter zum Kraftwerk zwischen Senj und Sveti Juraj. Dabei will der Betreiber ein weiteres Wasserkraftwerk hier errichten. Wie soll sich das lohnen, wenn nicht ganzjährig Wasser fließt?

Wir fuhren von nun an mit dem geöffneten Verdeck runter über den Pass bis Senj und dann die Küstenstraße bis Rijeka, auf die Autobahn und über Pasjak nach Slowenien. Bei Basovizza ging es dann immer noch "oben ohne" auf die Autobahn in Italien bis Tolmezzo. Dort erwischen wir den Stau vor dem ersten Tunnel. Der kostete uns 25 Minuten.

Über das Val del But mit Zwischenstopp im Pizzeria in Paluzza, Pizzen gibt es dort erst ab 17.30 Uhr, ging es auf den Plöckenpass. Dann weiter über den Gailberg, den Felbertauerntunnel, den Pass Thurn durch Kitzbühel zur Tankstelle in Kufstein. Knappe 1,30 Euro für den Liter Super sind etwa 30 Cent weniger als hierzulande. Da erst schloß ich das Verdeck des Wagens weil ich bei höherer Geschwindigkeit auf der Autobahn kein Cabrio Feeling genießen wollte und konnte.

Hier machte ich den Fehler auf die Inntalautobahn zu fahren weil ich auf der nun 20 MInuten verlor, weil die Obrigkeit bei der Einreise nach Deutschland was auch immer kontrollierte bzw. deren Vetreter nur dastanden. Besser wäre gewesen, durch Kufstein und Kiefersfelden hindurch und erst dann auf die Autobahn A 93 zu fahren.

Die A8 in Fahrtrichtung München brauche ich Insidern wohl nicht mehr erklären. Das Übliche halt. Die Sonntagsausflügler kehren heim und so stockt es vor dem Irschenberg bis Holzkirchen immer wieder mal. Dafür war der Mittlere Ring frei. Mal was neues.


Ich habe für künftige Rückreisen beschlossen, nicht mehr am Sonntag heimzufahren. München ist und bleibt für mich das Nadelöhr. Sollte ich erneut mit dem Pkw nach Dalmatien fahren, dann künftig in zwei Tagen. Eine Zwischenübernachtung in Bella Italia und ein netter Abend bei Pizza und Wein tun der Seele und mir generell gut. Die Genehmigung dazu habe ich von meiner "Regierung" erhalten.

Die Fahrt mit dem neuen Cabrio war ein Traum wie auch alle Ausflüge, die wir von Maslenica aus unternommen haben. Es macht einfach Spaß bei schönem Wetter oben ohne zu fahren. Das Auto hat neben einer Achtgangautomatik all die vielen elektronischen Helferlein, die das Fahren zum Genuß machen. Ich dachte mir nie, daß Auto fahren durch eine schöne Landschaft bei bestem Wetter so entspannend sein kann. Der Fahrer ermüdet anscheinend beim Fahren so eines Pkw weniger als beim Lenken einer "normalen Limousine" wie ich sie auch mein eigen nenne. Dazu giert der Wagen richtig nach einer kurvigen Straße oder einem Pass weil er wohl mehr wie ausreichend motorisiert ist.

SUV fahren kann ich ja immer noch wenn ich einmal alt bin.


Insgesamt waren wir gute 12 Stunden unterwegs bis nach Hause, 60 km westlich von München.

grüsse

jürgen
 
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