Quo vadis Montenegro?

E

ELMA

Guest
#1
Als Ergänzung zu diesem Thread,
http://www.adriaforum.com/kroatien/der-naechste-bitte-t52013/
in dem es um den Urlaub in Montenegro, speziell um Camping ging,
gibt es hier einen aktuellen Beitrag in Spiegel Online vom 24.4.04
Montenegro: Tourismusbranche steht vorm Bankrott - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise

:(Ich finde ( leider ) vieles davon bestätigt, was ich in bei unseren Reisen nach MNE in den letzten Jahren beobachtet und in meinen Reiseberichten von 2007 und 2008 schon beschrieben habe.

Tourismuskonzept und Realität in Montenegro? :(

Gruß,
ELMA
 
J

JoJo40

Guest
#2
AW: Quo vadis Montenegro?

Schade eigentlich …


Aber ich glaube, um dem Begriff „ökologischer Staat“ auch einem Inhalt zu geben, bedarf es andere Voraussetzungen als Montenegro sie zur Zeit aufweist.


Ich denke es wäre schwierig genug, aus einem wirtschaftlich gesundem, staatlichen Gefüge, einen wirklichen ökologischen Staat zu machen. Und dies nicht nur im biologischem Sinne.


Ganzheitliche Ökologie hat auch etwas mit Ethik, mit dem Bewusstsein von Umweltschutz und dem Zusammenleben von Lebewesen mit der Natur zu tun.


Und diese politische Ethik bleibt leider weltweit bei Projekten im Namen der Umwelt auf der Strecke. Egal ob von regenerativer Energie, vom Artenschutz, vom Schutz des Regenwaldes usw. gesprochen wird. Tritt der Kommerz in den Vordergrund, helfen meist auch die besten Absichten nichts, dann verliert die Moral in der Politik schnell an Bedeutung.


Und warum, diese fast philosophisch zu nennenden Absichten, gerade in Montenegro funktionieren sollten, dies wissen wahrscheinlich nur die Begründer dieser Idee.


Wobei ich damit die heeren Absichten dieser Politiker nicht bezweifeln will, aber es fehlte bestimmt an ehrlicher Bestandsaufnahme verbunden mit Weitsichtigkeit.
 

Hartmut

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#3
AW: Quo vadis Montenegro?

Als Ergänzung zu diesem Thread, ........,
gibt es hier einen aktuellen Beitrag in Spiegel Online vom 24.4.04
Montenegro: Tourismusbranche steht vorm Bankrott - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise

:(Ich finde ( leider ) vieles davon bestätigt, was ich in bei unseren Reisen nach MNE in den letzten Jahren beobachtet und in meinen Reiseberichten von 2007 und 2008 schon beschrieben habe.

Tourismuskonzept und Realität in Montenegro? :(
2003 waren wir in dem frisch renovierten Hotel Rivijera "wird im Artikel genannt" in Petrovac na moru. Es war/ist ein schönes Haus. In den Folgejahren haben wir die Preisentwicklung gesehen. Man wollte den gehobeneren Urlauber nicht den Normaltouristen. Solche Pläne existierten damals auch für viele andere Hotelbauten, wie einst das AS.

Istrien möchte seit geraumer Zeit auch gehobeneren Urlaubstourismus aufbauen. Dort passt wenigstens die Infrastruktur besser dazu.

Man kann mit sauber geführten Mittelklasseunterkünften gute Geschäfte machen, mehr zufriedene Urlauber glücklich stimmen als nur den Rahm abschöpfen zu wollen. Die Reichen suchen sich eher ein stilleres Örtchen als einen saisonal überfüllten Strandbereich.
 

burki

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#4
AW: Quo vadis Montenegro?

Das bestätigen leider auch meine Eindrücke vom Herbst 2008.

Beachtenswert ist trotzdem, dass 4 Reise- oder Bildberichte aus Montenegro in der Finalrunde unseres Forums um den 1. Platz kämpfen!

burki
 
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ELMA

Guest
#5
AW: Quo vadis Montenegro?

Beachtenswert ist trotzdem, dass 4 Reise- oder Bildberichte aus Montenegro in der Finalrunde unseres Forums um den 1. Platz kämpfen!

burki
Burki- das ist ja auch ein gaaaaaaaanz anderes Thema!
Montenegro ist zweifellos sehr schön!

Noch kann man den angesprochenen Problemen aus dem Weg gehen, vor allem , wenn man , wie wir, mit eigenem "Hotel" unterwegs , nicht anspruchsvoll und vor allem offen und unvoreingenommen ist.

Wir haben nur gastfreundliche und hilfsbereite Menschen erlebt.
Bei Gesprächen mit Einheimischen ( in Zabljak waren es vor allem Montenegriner aus dem Inland) hatte ich den Eindruck, dass sie über die Politik ihres Landes nur den Kopf schütteln und sich ihre "Nische" suchen.

Leider sehen sie aber auch ganz deutlich, dass sie gegen den "Ausverkauf" ihres Landes wenig tun können und leicht in Versuchung geraten.

Beispiel: Der CPbesitzer Radomir vom IVAN DO hat ein großes CP Grundstück in wunderschöner Lage , nahe des Crno Jezero. Man hat ihm 1 Mio Euro dafür angeboten!!! ( Von wem, weiß ich nicht) Wahrscheinlich würden dann im Naturschutzgebiet ( UNESCO) Hotels, Tennisplätze, usw gebaut....
ER hat bis jetzt abgelehnt, weil er sieht, dass der CP in Zukunft Existenzgrundlage für sich und seine Familie ist.

Aber wie viele Menschen ( vor allem auch um die Bucht von Kotor herum) konnten widerstehen? Mich würde interessieren, um wieviel Prozent die Grundstückspreise in dieser Gegend ( auch auf der Halbinsel Lustica )in den letzten 5 Jahren gestiegen sind. 100 Prozent? Wahrscheinlich 500 und mehr Prozent!! Leider.

Die Rechnung geht aber vermutlich nicht auf....
Aber auf Kosten von wem???

Und trotzdem planen wir im Sommer nochmals eine Reise nach Monte!:D
Wir haben einfach noch nicht alles gesehen und möchten vieles nochmals sehen!

Gruß,
ELMA
 

Malin

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#6
AW: Quo vadis Montenegro?

Sucht mal nach Immobilien in Montenegro, in Meernähe teurer als in Kroatien ;). Wenn die jetzt mit den Hotelpreisen so anziehen....Aber das Problem hat auch Kroatien, die meisten Einheimischen leben von den Normalos, nicht von den (Mega) Jacht-Touristen.
 
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