Palmanova - alte venezianische Festungsstadt zwischen Udine und Triest

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
8. Apr. 2008
Beiträge
15.691
Zustimmungen
16.043
Punkte
113
Ort
Landkreis Augsburg und Liznjan/Istrien
#1
Am 1.11.2011 sind wir auf dem Rückweg von Istrien über Triest Richtung Heimat gefahren. Da an diesem Tag herrliches Wetter herrschte, habe ich einen schon lange geplanten Stopp in Palmanova, welches direkt an der Autobahn, ca. 40 km westlich von Triest liegt, gemacht. Die Stadt wurde im Jahr 1593 von den Venezianern als reine Festungsstadt zum Schutz vor den Türken angelegt und war tatsächlich über Jahrhunderte nur militärisch von Bedeutung.

Napoleon Bonaparte hat dann Anfang des 19. Jahrhunderts während seiner Besatzungszeit bauliche Veränderungen vorgenommen. Auch heute noch sieht man dem 5000 Einwohner Städtchen seine militärische Vergangenheit an. Schon aus der Luft kann man die sternförmigen Befestigungsanlagen erkennen.



Ich will mich hier jedoch nicht mit Details aufhalten und verweise hierzu auf Wikipedia, wo alles viel ausführlicher für Interessierte geschrieben steht:


http://de.wikipedia.org/wiki/Palmanova



Wir sind von Süden her in die Stadt gefahren. Zugang gibt es bis heute nur durch drei Tore, die in den Wall integriert sind.





Auch ehemals militärisch genutzte Bauten sind Teil des Walls.



Der gesamte Wall und die darin befindlichen Kasematten sind mit Gängen untereinander verbunden.



Direkt am Wall befinden sich auch die ehemaligen Stallungen für Pferde mit Wohnmöglichkeit für Pferdeknechte und sonstiges Personal.



Die großzügig angelegten Freiflächen erkennt man auch heute noch unmittelbar hinter dem Wall.



Hier ein ehemaliges Pulvermagazin



Die Straßen verliefen vom großen Hauptplatz im Zentrum sternförmig nach außen zu den Verteidigungsanlagen.



Hier ein etwas neueres Gebäude. Eines der drei Pulvermagazine aus napoleonischer Zeit.







In diesem ehemaligen Pulvermagazin haben die italienischen Gebirgsjäger Alpini Nazionale ihr Vereinsheim eingerichtet.



Hier die Porta Udine, eines der drei Stadttore



Dieser Kanal direkt neben dem Tor diente früher der Wasserversorgung der Stadt.



Zwischendurch zeige ich euch mal wieder den Stadtplan zur Orientierung. Es ist faszinierend, wie sich die Stadt auch heute noch in den gleichen Umrissen wie vor hunderten von Jahren zeigt.



Leerstehende ehemalige militärisch genutzte Gebäude gibt es immer noch in dieser Stadt. Zuletzt war sie im ersten Weltkrieg als Nachschublager und Lazarett für die nahe Isonzofront von Bedeutung.





Wie eingangs schon erwähnt, führen breite Straßen zum Zentrum mit dem ehemaligen Appellplatz.





Hier der riesige Aufmarschplatz mit der Kathedrale aus dem frühen 17. Jahrhundert.











Ein Militärmuseum darf natürlich nicht fehlen.



und hier das ehemalige Postamt.



Für uns hat sich der Abstecher zum 2 km von der Autobahn entfernten Palmanova gelohnt. Wer sich eineinhalb Stunden Zeit für eine Rast nehmen will und sich noch dazu für Geschichte interessiert, für den ist die alte Festungsstadt vielleicht eine willkommene Abwechslung zur öden Autobahn.

Jürgen
 

Huberlinger36

erfahrenes Mitglied
Registriert seit
1. Sep. 2005
Beiträge
1.066
Zustimmungen
316
Punkte
83
#3
Hallo Jürgen,

danke für den guten Tipp. Da muss ich natürlich mal hin. Und meine Regierung macht auch mit.

Gruß Huberlinger36.

PS.: Mit nur eineinhalb Stunden werde ich allerdings nicht auskommen!
 

Hans

aktives Mitglied
Registriert seit
23. März 2004
Beiträge
275
Zustimmungen
188
Punkte
43
Alter
70
Ort
Salzburg, Porec
#4
Stimmt, ist besonders sehenswert.

War dort zur 40-jährigen Abiturfeier und weils so schön ist, wiederholen wir es heuer im September wieder zum 45.
Lauter alte Knacker und unser Klassenvorstand ist mit, 93 und total rüstig, fährt Mercedes und geht noch in die
Muckibude. (Fitness-Center ausländisch genannt)

LG Hans
 
Top Bottom