Naturpark Učka

Sporting 505

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#1
An einem wettertechnisch durchwachsenen Tag beschlossen wir der Stadt Rijeka einen Besuch abzustatten. Doch davon möchte ich euch hier nicht berichten. Nur das wir den Markt besucht haben und anschließend in einem hübschen Lokal sehr gut gegessen haben. Wir sind die Opatija Riviera hin gefahren. Leider reizte an diesem wolkenverhangenen Tag nichts wirklich. Es war ein normaler Wochentag und zudem reichlich Verkehr auf den Straßen. Rijeka weist auch zur Zeit sehr viele Baustellen, Richtung Bahnhof,auf. Stop and Go ist hier angesagt. Nichts für uns , beschlossen wir. Rijeka hatten wir letztes Jahr ja schon ausgiebig besucht und es werden wohl noch einige Besuche dort folgen. Deshalb blieb es bei dem Besuch des Marktes und des Restaurants.
Den Rückweg aus der Stadt wählten wir anders ,da wir nicht mehr durch die Baustelle fahren wollten . Zudem wollten wir noch was anderes sehen. So beschlossen wir Richtung AB zu fahren und einen Teil der Straße ,wie wir sie auch schon von der Heimreise von Krk kannten , zu fahren. Vor Matulji bogen wir nach link ab und befanden uns fortan auf der Vela Učka . Leider war der Himmel auch hier noch sehr wolkenverhangen aber es regnete zum Glück nicht. So konnten wir kurz anhalten und ein paar Fotos machen. Da es seit einiger Zeit schon stets bergauf ging war es hier oben sehr windig und recht frisch. Wir fuhren Richtung Učka Gebirge.
Am Poklonpass hielten wir an. Der Poklon verbindet die Adriaküste um Opatija mit dem istrischen Hinterland. Zudem trennt er das Ćićarija Gebirge vom Učka Gebirge.
Hier gibt es ein Ausflugslokal und viele Hinweistafeln ,das auch Wanderer sicher den richtigen Weg finden. Ein Weg ,von hier führt auch zum höchsten Berg Istriens , dem Vojak.
Eine Haltebucht mit Aussichtsfläche lud leider bei diesem Wetter nicht gerade ein lange zu verweilen.
Trotzdem stieg ich aus und orientierte mich. Links kann man Rijeka erkennen.

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Rechts davon unsere derzeitige Lieblingsinsel Krk.

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Mehr konnten und wollten wir hier nicht sehen ,also fuhren wir weiter. Die Straße ist serpentinenartig angelegt gut ausgebaut aber schmal. Zwei Autos kommen gerade aneinander vorbei. Tja ,es sind uns auch nicht viele begegnet hier oben. Wir fuhren weiter die Straße entlang in der Hoffnung auch irgendwo unten wieder anzukommen.
Von nun an ging's bergab. Es wurde zudem etwas sonniger und auch wärmer. An einer besonderen Stelle hielten wir an. Stand da doch ein Bulli und Leute kamen mit Wasserflaschen an. Na ja halten wir hier mal und sehen uns das näher an.
Wir standen vor einem historischen Brunnen der vom Wasser der Berge gespeist wird. Was für ein magischer Ort. Patrick machte sich gleich daran Wasser abzufüllen und auf seine Trinktauglichkeit zu testen. Das hatten die Leute vor uns auch bereits getan.

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Er war so fasziniert von der Schönheit des Brunnens das ich kaum ein Foto ohne Mann machen konnte.

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Naja , irgendwann gelang es mir dann doch nachdem ich das weitere Umfeld erkundet hatte.

Das Wasser plätscherte aus einem reliefartigen Kopf wobei der Brunnen selbst sehr mit Moos bewachsen ist. Ein Anblick wie im Märchen.

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Eine Hinweistafel mit geschichtlichem Hintergrund gab es zudem auch noch . Dieser Brunnen , so glaubt man, wurde in der Zeit der Habsburgermonarchie errichtet als die Straße durch Učka gebaut wurde. Viele Menschen lebten zu der Zeit im Gebirge und betrieben Viehzucht und Ackerbau. Dazu diente der Brunnen ,als Quelle ,Tränke und Rastplatz. Es wurde ein Inschrift gefunden die besagt das der Kaiser Joseph der zweite von Lothringen zu dieser Zeit herrschte . Wir reden hier von einem Zeitraum zwischen 1780-1790. Die Benennung ,,Wasser des Napoleons“ ist Teil einer Legende , eine Bezeichnung ,,Wasser des Joseph des Zweiten wäre nach heutigem Wissensstand wohl angemessener gewesen.

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Der Rast - und Ruheplatz lädt heute noch zum verweilen ein. Irgend was magisches hat dieser Ort .

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2003 wurde diese historische Quelle umfassend saniert . Auch hierzu gibt es eine Gedenktafel.

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Nachdem wir diesen Platz ausgiebig genossen hatten setzten wir unsere Fahrt weiter . Während vorher die Erde sehr viel grüner und bewachsener war zeigt sie sich Richtung Tal doch eher karg und steinig.

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Diese Brücke ist ein Teil der A8 die in den Učka Tunnel führt.

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Zurück ging es für uns über kleine Dörfer ,vorbei an Boljun, wo ich bereits einen Bericht dazu erstellt habe , Plomin ,Nedešćina wo wir vormals beim Weinhändler waren , zurück nach Labin.

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Diese Pflanze hab ich in der Nähe der Quelle fotografiert,kennt sie jemand?

Ein erlebnissreicher Tag geht zu Ende.
 
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Daniel_567

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#3

Renate S.

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#4
Ser interessanter Bericht, das Ucka Gebirge interessiert mich auch - leider war ich noch nie dort. Auf den Vojak zu gehen, würde mich auch reizen. Ist er schwer zu besteigen?
 

Sporting 505

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#6
@Renate S. dazu ist @claus-juergen wohl der richtige Ansprechpartner für dich . Wenn Jürgen nämlich nicht mit Thermometer unten in der Adria plantscht ;) ist er oft in höheren Regionen unterwegs. Mich würde es auch reizen. Aber zu Anfang kommen erst mal die kleineren Hügelchen für uns in Frage.
Die Fitness hat bei un leider etwas nachgelassen:confused:
 

claus-juergen

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#9
Hallo Ute

Danke für deinen Bericht von einem Pass und einer Quelle, die ich heute vor ein paar Stunden wieder mal passiert habe.

Klar kann man auf den Vojak wandern Renate. Das schafft ihr schon. Ich war zuletzt vor drei Wochen oben. Vll klappt es ja einmal zusammen.

Boljun, liebe Ute ist übrigens seit heute kein weißer Fleck mehr auf meiner Landkarte.

Grüsse aus dem heute sonnigen, 18 Grad warmen Liznjan

Jürgen
 

Sporting 505

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#10
@claus-juergen Ich schreibe Berichte ,schwelge in Erinnerungen und mache mir hier warme Gedanken :oops:
Boljun toll, da bin ich aber mal gespannt welchen Stein du dort wieder umgedreht oder gefunden hast.:)
 

claus-juergen

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#12

claus-juergen

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#13
Okay du kennst ja unsere Kondition - zusammen wäre das echt eine tolle Sache.
Hallo Renate,

Ja, das packen wir vier schon. Bei Gelegenheit geht es wieder rauf auf den Vojak. Irgendwann in den nächsten Wochen schreibe ich meinen Bericht. Dann hast du eine ungefähre Vorstellung von der Tour. Ich hoffe nur, dass beim nächsten Mal die Sicht besser ist.

Beim letzten Mal war es eine Wanderung in den Wolken.

Grüsse

Jürgen
 

Sporting 505

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#14
@claus-juergen ,leider war die Burg verschlossen und sie sieht auch innerhalb ziemlich bewachsen aus.So wie man durch die Fensteröffnungen sehen konnte. Glaube nicht das sie noch begehbar ist.Aber wie ich dich kenne hast du wieder ein Schlupfloch gefunden. Als wir dort waren hatten Anwohner davor ihre Wäsche getrocknet.Der Platz wird wohl als öffentlicher Wäschetrockenplatz genutzt. Es sind Wäscheleinen davor gespannt.
da bin ich mal auf deinen Bericht gespannt!
 
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