Mit dem Cabrio durch Kroatien - Teil 4: Montenegro

Moody

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#1
Dies ist ein mehrteiliger Bericht über eine Cabriotour durch Kroatien. Ich habe versucht die Berichte passend nach den Gebiets - Unterforen zu trennen, aber aufgrund der Natur der Fahrt war dies nicht immer möglich. Ich bitte die Moderatoren, wo nötig nach eigenem Gutdünken zu verschieben und des Weiteren um Nachsicht.

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Inhalt
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Teil 1: Istrien
Teil 2: Kvarner Bucht und Norddalmatien
Teil 3: Dalmatien
Teil 4: Montenegro
Teil 5: Plitvicer Seen



Montenegro

Mit uns in Cavtat war Mary, die seit Jugoslawienzeiten Kroatien und Umgebung mit dem Auto bereist und fast jedes Jahr einen Tagestrip nach Montenegro unternimmt. Da sie dieses Jahr mit dem Flugzeug angereist und somit ohne fahrbaren Untersatz war, ich jedoch noch Budva und Kotor auf meiner Liste hatte luden wir sie kurzerhand ein, mitzukommen.

Mary wollte auch noch zum „Loftchen“, in ihrem Stammrestaurant Lamm essen. Unwissend was das „Loftchen“ ist (ich dachte da an ein Restaurant irgendwo am Straßenrand), sagte ich zu – ich hatte ja keine Ahnung, dass dies das absolut schönste Teilstück des ganzen Urlaubs werden würde...

Am 03.09. ging‘s los, diesmal frühstückstechnisch bei einer Pekara bei der es sowohl Kaffee als auch etwas zu essen gab – na also, geht doch …

Wir waren wir zu viert im Cabrio, und man kann so tatsächlich eine Tagestour bestreiten, obwohl der BMW auf den Rücksitzen recht wenig Platz bietet und die hinteren Passagiere auch reichlich in den Wind stellt.

Wieder zurück auf der Jadranska Magistrala! Es ging nach Süden Richtung Grenze nach Montenegro. Dieser Teil der Kroatischen Küstenstraße ist in relativ schlechtem Zustand, aber immer noch problemlos zu Fahren. Über die Grenze ist man plötzlich wieder im Euro-Land, allerdings nicht in der EU … irgendwie seltsam.
Nachdem wir eine Vignette fürs Auto bezahlt und vollgetankt hatten ging es durch Herceg Novi zur Bucht von Kotor, gefolgt von einem Stopp in der gleichnamigen Stadt

Bucht von Kotor mit Blick auf Gospa od Škrpjela und Sveti Đorđe

Kotor – Stadtmauer



Es gibt viele schöne Häuser in Kotor

Aber auch einige nicht so schöne …


Viiiiiel zu warm um hier ….



Hinter Kotor erspähte ich dann dieses Straßenschild …

… und es wird Zeit, die „Loftchen“ Verwirrung aufzulösen.

Gemeint war natürlich der Lovćen, das Karstgebirge in Montenegro, und das Stammrestaurant befindet sich auf dem Gipfel des Jezerski Vrh.

Hoch hinaus ging es jetzt auf über 1.500 Meter, eine imposante Bergstrecke mit mehr als 25 Serpentinen, weiter durch die Hochebene von Cetijne und nochmal kurvenreich mit noch mehr Serpentinen durch den Lovćen Nationalpark zum Jezerski Vrh, auf dessen Gipfel das sich das Njegoš-Mausoleum befindet.

Für sowas ist der BMW gebaut worden! Während die Mitfahrer das Panorama bestaunten, kurbelte ich die Berge hoch – Kurve um Kurve, Serpentine um Serpentine, einfach klasse!

Mit dem Ausblick auf Kotor unterwegs, einem herrlicheren Panoramablick auf dem Gipfel und dem Fahren in der Natur mit offenem Dach, markierte dieser Abschnitt den Höhepunkt der gesamten Urlaubstour. Nachwirkungen: Muskelkater im Kiefer, weil mir das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht gehen wollte :lol:

Blick über Kotor

Diese Serpentinen sind wir hochgekraxelt

Angekommen! So langsam sieht man dem BMW die mehr als 2.000 Kilometer an …

Hier geht’s zum Mausoleum auf dem Jezerski Vrh

Panorama auf dem Gipfel

Hier gibt es lecker Lamm …


Nun geht es zurück nach Cavtat – und da es schon reichlich spät ist, werden keine Fotostopps mehr eingelegt. Von Cetinje wählen wir den schnellen Abstieg aus dem Lovćen, der uns auf einer gut ausgebauten Straße zurück zur Küstenstraße oberhalb von Budva und Sveti Stefan führt.

Bei Lepetane nehmen wir die Fähre um die Strecke um die Bucht von Kotor abzukürzen. Hier ist die Hölle los. Es ist Samstag, Rückreisetag. 3 Fähren sind im Einsatz, alle 5 Minuten kommt eine an, aber es wird gehupt, gedrängelt und geschoben, als gäbe es kein Morgen mehr. Schließlich ergattern wir auch ein Plätzchen und setzen nach Kamenari über.

Glückwunsch an alle, die beim Fährenrodeo 5 Minuten Zeitvorsprung herausgearbeitet haben – allerdings beschert der Grenzübergang nach Kroatien uns allen eine Wartezeit von sage und schreibe 3 Stunden …

Etwas aufgeheitert werden wir durch ein Wohnmobil das folgender Spruch ziert:




Weiter geht es hier:
Teil 5: Plitvicer Seen
 
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