Istrien - Wanderung entlang des Rasa Flusses

claus-juergen

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#1
Heute möchte ich euch mal eine kleine bequeme Wanderung an Istriens Ostküste vorstellen. Wir, das sind Angelika, Renate, Martin und ich, haben einen bewölkten Tag dazu genutzt, eine Wanderung entlang des Rasa-Flusses, der in den Raski Zaljev, einen mehrere Kilometer langen Meeresarm an Istriens Ostküste mündet, zu unternehmen.

Den Pkw haben wir am Parkplatz an der Brücke über den Fluß abgestellt.



Wir überqueren die Bahnlinie, auf der nur noch gelegentlich ein Zug nach Lupoglav fährt.



gehen über die Brücke



Dabei fällt uns auch diese Wasserleitung auf, die parallel zur Brücke den Fluß quert. Näheres hierzu jedoch später.



Auf der östlichen Seite des Flusses wird Kalkgestein abgebaut. Daraus werden verschiedene Bauprodukte hergestellt.



Der Weg verläuft fast immer entlang des eingedeichten Flusses. Er ist geschottert und somit auch bei schlechtem Wetter begeh- und befahrbar.



Scheinbar speichert der Untergrund auch etwas Wärme, weil sich diese Hornviper, eine Giftschlange, hier sonnte. Nachdem wir das Tier fotografiert hatten, verzog sich das Reptil ins Gebüsch.



Nach etwa einer Stunde Gehzeit und ca. 5 Kilometern erreichen wir diese Stelle. Der Talgrund ist ziemlich eben. Ich nehme an, es handelt sich um fruchtbares Schwemmland, weil hier der Boden intensiv landwirtschaftlich genutzt wird.





Nicht erwartet haben wir, daß wir im trockenen Istrien ein Wasserwerk vorfinden. Vermutlich ist hier eine Quelle gefasst. Das Wasser wird in den sechs Rundbehältern gespeichert. Nun ist uns auch klar, daß die eingangs gezeigte Wasserleitung der Versorgung der Ortschaft Rasa dient. Vermutlich stammt sie noch aus früherer Zeit, da die Dimension der Leitung etwas groß geraten ist. Allerdings war in Rasa bis Anfang der 70er Jahre noch ein Kohlebergwerk in Betrieb und auch ein größeres Industriekombinat. Diese dürften sicherlich mehr Wasser als die Bewohner der Ortschaft selbst benötigt haben.



Der weitere Weg tangiert nun nicht mehr Felder und Wiesen sondern verläuft quer durch den Urwald. Hier sieht man einzelne Tümpel, die von Quell- und Regenwasser gespeist werden.



Wendet man den Blick nach oben, wird das Tal enger und die Felsen rücken näher.



Der Fahrweg überquert den Rasa Fluß, der jetzt nur noch ein Bach ist. Auch sehen wir wieder eine Wasserleitung, deren Isolierung schon arg mitgenommen aussieht.



Nach etwa eineinhalb Stunden Gehzeit war für uns die Zeit für einen Imbiß gekommen. Entlang der Bahnlinie oder gar auf ihr zurückzugehen, kam für uns nicht in Frage. Es gibt keinen Weg entlang der Geleise und auf den Geleisen hatten wir doch die Befürchtung, daß wir vielleicht „etwas Zug abbekommen hätten“.



So nahmen wir den selben Weg wie auf dem Hinweg um wieder zum Auto zu gelangen. Dabei passierten wir noch diese Herde frisch geschorener Schafe, die am gegenüberliegenden Ufer auf ihre Leidensgenossen warteten, die diese Prozedur noch vor sich hatten.



Vom Parkplatz aus sind es übrigens nur wenige Fahrminuten nach Trget, wo zwei Gaststätten zumindest im Sommer geöffnet sind. Beide liegen direkt am Wasser.

Ich hoffe, euch mit dieser knapp dreistündigen Wanderung eine Anregung für einen Ausflug an nicht so sonnigen Tagen im gelobten Urlaubsland gezeigt zu haben.

Jürgen
 

schautmalher

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#2
Hallo Jürgen,

sehr schöner Bericht, da wollte ich auch schon immer mal hin.

.........................

Schön, dass ich auch den Zusammenhang mit dem Wassetank-Rätsel sehe.

Vielen Dank für den schönen Bericht
Viele Grüße
Günter
 
H

Harry1958

Guest
#3
Danke für den Bericht aus "meiner" Ostküstengegend.

Warst Du denn auch an den Tiefbrunnen in der Nähe der Töpferei, die Raša mit Trinkwasser versorgen?

Gruß Harry
 

claus-juergen

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#4

claus-juergen

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#5
hallo miteinander,

im Mai dieses Jahres bin ich mal mit dem Pkw den gesamten Rasa Fluß entlang gefahren. Die Straße ist relativ gut geschottert und ca. 15 km lang. Der Fluß mündet bekanntlich in den langen Meeresarm, wo auch der Freihafen Trget liegt. Flußaufwärts entwässert der Rasafluß das Cepicko Polje und wird von mehreren Bächen gespeist, die im Sommer auch mal trocken fallen.

Wer seiner Karre diese nicht allzu schlechte Schotterstraße zutraut oder mit dem Mountain-Bike unterwegs ist, dem dienen diese Bilder als Anregung. Klar kann man hier auch völlig eben in ruhiger Natur wandern. Nur muß man dann danach irgendwie schauen, wie man zum Ausgangspunkt zurück kommt.





das grüne Istrien



Achtet mal auf die braunen Flächen und das braune Gestrüpp, welches sich links und in der Mitte des Bildes befindet. Dieses wurde durch das winterliche oder frühjährliche Hochwasser angeschwemmt und dann durch Baumaschinen aus den Feldern zur Seite geräumt. Der eingangs gezeigte kleine Bach Rasa kann ein Vielfaches an Wasser führen. Dann wird diese Ebene im Tal überschwemmt. Danach bleibt unter anderem Schlamm übrig, der die Felder düngt.



Auch haben wir hier mehrere mobile Bienenhäuser bei unserem Ausflug gesehen. Wie der hier produzierte Honig wohl schmeckt?




Wer es mir nachmachen will: Ganz einfach direkt im Rasakanal von der Jadranska Magistrale am Westufer des Flusses nach Norden abbiegen. Nach einigen Kilometern geht es auf der Schotterstraße über eine Brücke. Der Weg mündet bei Podpican in die Teerstraße. Gleich daneben befindet sich auch der Bahnübergang der stillgelegten Rasabahn. Die Schienen führen ein Stück weg vom Weg ebenfalls völlig eben durch das Tal. Wer will, kann auch auf diesen alten Gleisen wandern. Ein Zug wird wegen eines Erdrutsches unterhalb des Ucka, der die Schienen verbogen hat, so schnell nicht kommen.

jürgen
 

claus-juergen

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#7
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