Istrien Ostküste - unterwegs mit dem Mountainbike

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#1
Teil 1

Hallo Freunde,

eigentlich wollte ich endlich mal nach DUGA UVALA - doch dort bin ich nie angekommen.
Denn unterwegs merkte ich auf der Karte, daß ich auf demselben Weg wieder zurück müsse. Also flugs den Gaul gewendet und zurück. Ich wollte ja einen Rundkurs haben.
Diese Entscheidung war dann schließlich die RICHTIGE.

Nein - ich will diese Route jetzt in den Sommer-Monaten Niemand empfehlen, der nicht absolut Hitze-stabil ist. Denn ich war insgesamt 4x dort - bei täglich "bescheidenen" 32 - 34°.
Doch dieses Ecke hat mich total fasziniert - weil jetzt mitten in der Hochsaison unglaublich RUHIG!
Kein "Handtuch-Reservieren" oder "auf Kommando umdrehen" wie an der Westküste, keine Menschenmassen - einfach nur KLASSSE.

Und dank meinen Freunden Christl und Peter hatte ich diesmal mit Vodnjan einen besseren Ausgangspunkt für diesen Bereich.
In den nächsten Bildern die verwendete Karte. Es ist die Tour Nr. 341







Die Tour führte mich also über Marcana Richtung Duga Uvala, wo ich dann allerdings in Richtung Nord-Osten abgebogen bin nach Krnica. Auf dieser Tour gibt es keinerlei Beschilderungen wie rund um Pula. Man muß sich also mit Karte behelfen oder auch mal fragen....na und....
Ich bin dankbar, daß mich meine Nase völlig unvorbereitet in unbekanntes Terrain führt. Die Freude hinterher umso größer ist.

In Krnica angekommen - wendete ich mich in Richtung Meer. Hier die Abzweigung



Es ist selbst mir mittlerweile geläufig, daß die Ostküste "etwas steiler" abfällt. Deshalb habe ich mich über dieses Schild bergab nicht beschwert.



Nicht ganz erschließt sich mir, warum das Ortsschild anders lautet als vorhin der Wegweiser.
Doch Gottes Wege sind manchmal unergründlich - und die Kroaten sind sich mit dem vielen Italienisch wohl auch nicht immer ganz einig.....lach....



Doch was mich dann erwartete, hätte ich nie zu träumen gewagt. Eine Idylle ohnegleichen. Und der Eine oder Andere hat sie sicher schon gesehen.



Ich war überwältigt von den Eindrücken und habe sie einfach auf mich wirken lassen.





Daß es hier in dieser Bucht auch noch wunderschön zum Baden ist, hat mich nicht meer verwundert....



So liebe Freunde - das wars für heute.
Doch es kommen noch weitere Folgen - denn jetzt geht es ins Abseits.

der Crveni vrag
 
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Pinizule

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#4
Danke für den schönen Bericht und die herrlichen Bilder. Die Idylle schaut wirklich idyllisch aus, nur ganz offensichtlich bist du nicht der Erst-Finder, die vielen Boote waren schon vorher fündig. Na gut bei 15% Steigung traut sich wahrscheinlich kaum einer mit dem Auto dort hin, muss ja auch wieder zurück, somit fast schon ein Geheimtipp. Welche 'Stärkung' hast du zu dir genommen um da wieder rauf zu kommen? Wenn ich mir Bild 4-6 ansehe, dann ist der Weg das Ziel.
du warst ja abends immer total begeistert und hast erzählt ( bis Mitternacht
ich glaube so ein Beitrag á la 'Hörbuch' wäre auch klasse, wobei, man 'hört ' es auch in deinen Beiträgen.
erwarte schon mit Spannung deinen roten "Gaul" im Abseits zu sehen.
dito
 
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blueeye

Guest
#5
Bitte die anderen Berichte bis zum 13. August - da komme ich und folge den teuflischen Reifenspuren
 

weka

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#6
Deifi, hast du kein Bild von der Kneipe , links am Hafen.
Ich war Anfang der 70-er öfters beim Wirt, der hieß Riko Maurel. Dieser hatte hinter seinem Gasthof einen kleinen Campingplatz. Von dort aus sind wir mit unserem kleinen Motorboot schöne Touren gefahren.
Ich wäre neugierig, wie es jetzt dort aussieht?
 
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#7
Bitte die anderen Berichte bis zum 13. August - da komme ich und folge den teuflischen Reifenspuren
Hallo blueeye,

die weiteren Berichte kommen in den nächsten Tagen (einer heut am späten Abend).
Doch ich möchte gleichzeitig eine Warnung aussprechen: es sind 700 Höhenmeter zu überwinden - und das bei teils stehender Hitze und über 32° ohne Schatten - und es gibt genügend Schiebe-Passagen, wo jeglicher kühlende Fahrtwind fehlt.
Doch schau Dir meine weiteren Bilder an und entscheide selbst.

liebe Grüße
vom Crveni vrag
 
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#8
Deifi, hast du kein Bild von der Kneipe , links am Hafen.
Ich war Anfang der 70-er öfters beim Wirt, der hieß Riko Maurel. Dieser hatte hinter seinem Gasthof einen kleinen Campingplatz. Von dort aus sind wir mit unserem kleinen Motorboot schöne Touren gefahren.
Ich wäre neugierig, wie es jetzt dort aussieht?
Hallo Werner,

dieses Bild kommt heute Abend im zweiten Teil.
auch den winzigen Campingplatz gibt es noch.

liebe Grüße
vom Crveni vrag
 
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#9
Teil 2

Von Luka Krnica über den Berg nach Rakalj

Nein - ich konnte mich kaum losreißen von dem fabelhaften Badeplatz/-Strand.
Deshalb noch ein Bild



Doch jetzt musste ich erst mal zur "Tankstelle". Angesichts des kommenden Berges habe ich ein "Schnitzel" getrunken - sowie ein ausgezeichnetes Pivo verdunsten lassen. Denn Mann braucht ja schließlich ENERGIE für den Berg....!
Hier also die übrigens auch zum Essen empfehlenswerte Kneipe (war ja dann nochmal per PKW mit Freunden dort). Direkt am Hafen gelegen und mit bester Aussicht. Und vorzüglicher Küche! Für Diejeneigen, denen es wichtig ist: die Gerichte sind auch noch sehr preiswert.



Doch auch hier musste ich mich verabschieden, denn es erwartete mich der Anstieg.
Der Beginn am letzten Haus in Luka Krnica.



So sah mein Weg über die nächsten Kilometer aus. Schieben war angesagt. Bei gut 20% fährt Mann nicht mehr. Und 200 Höhenmeter wollen bewältigt sein. Das dauert.
Anhand der Spuren kommt hier nur gelegentlich ein Crosser vorbei. Mit heftigem Gegenverkehr muss also nicht gerechnet werden. Somit nur für verrückte Mountainbiker geeignet, denn Wanderer müssten denselben Weg ja wieder zurücklaufen, weil es weit und breit keine Alternative gibt.

Halt! Doch! Es gibt eine Alternative! Eine wesentlich Bequemere als mit dem MTB: per Boot außen rum um den Berg!



Und dann eine Überraschung. Oben am Berg im totalen Abseits: 2 schöne mietbare Villen. Verbunden über einen 3km langen Feldweg mit der nächsten Ortschaft Rakalj.



Ab hier wars auch wieder gelassen fahrbar.



Dann die nächste Überraschung: Etwa 1 Kilometer vor der Ortschaft Rakalj erblickte ich diese Steinbearbeitungsfirma.
Flugs habe ich meinen Stollen-Gaul in den Betrieb gelenkt und gebeten, fotografieren zu dürfen. Was mir natürlich gerne gestattet wurde.
Denn die Leute freuen sich riesig über das Interesse von Fremden und sind natürlich gerne bereit, ein paar Informationen zu geben. und da ich mich ja vor dem sprachlichen Umgang nicht scheue, bin ich stets sofort mitten drin.



Als Techniker bin ich natürlich an solchen Dingen hoch interessiert. So durfte ich zusehen, wie auf einer Format-Kreissäge eine große Platte in rechteckige maßhaltige kleine Platten zersägt wurde. Computergesteuert natürlich.



Hier werden Steinblöcke im Format 4m x 2,5m x 1,5m in gewünschte Platten zersägt. Man sieht oben am Block das horizontal hin und herbewegte Diamant-Sägeblatt, das von oben mittels Wasserstrahlen gekühlt wird.



Hier werden übrigens nicht nur Istrische Steinblöcke zersägt, sondern Blöcke aus aller Welt. Demzufolge können die Steinmetze jedes gewünschte Material hier bekommen.



Warum die Firma deutlich außerhalb der Ortschaft lag? Der Lärm war beträchtlich.
Im darauffolgenden Rakalj hab ich keine Fotos gemacht. Es ist ein ganz normales abgelegenes Dorf, wie es überall sein könnte.

Im nächsten Teil gehts dann wieder ins Abseits - dann noch heftiger....

liebe Grüße
vom Roten Teufel
 
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Aero

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#10
Hallo Klaus,

danke für deine informativen Zeilen und Fotos dazu, natürlich auch deine amüsanten Zeilen, so wie wir dich kennen.

Wie ich sehe ist die Ostküste scheinbar erholsamer als die Westküste in der Hauptsaison.

Freut mich, das du so einen tollen Urlaub bei Christl und Peter genießen konntest und Emmi ebenfalls eine schöne Zeit mit Pero.

Liebe Grüße vom Bodensee
Steffi
 
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Bayerisch Schwaben
#12
Wie ich sehe ist die Ostküste scheinbar erholsamer als die Westküste in der Hauptsaison.
Halooo Steffi,

Beides in diesem Urlaub gesehen - kein Vergleich.

Mir haben die Loide im Bereich Bi Village schon beinahe leid getan. Auf Kommando umdrehen. Doch wer nichts Anderes kennt bzw genau dies will - der soll es haben. Und es ist gut so, daß es diese Strände gibt, die die Menschenmassen zufrieden stellen können.

liebe Grüße
vom Crveni vrag
 
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#13
Teil 3

Von Rakalj über den Berg in die Bucht Blaz

Dieser Weg kann durchgängig nur zu Fuß oder mit dem Mountainbike bewältigt werden, denn das Gefährt will ein paarmal getragen werden.

Da es wie erwähnt keinerlei Beschilderung gibt, habe ich mir die Mühe gemacht und bedeutende Abzweige nochmals befahren, um davon Fotos zu machen. Jedoch auch, weil mich dieser Bereich ungemein fasziniert hat. Auch wenn die Berg-Etappen extrem hart sind.

Von der Steinsägerei einfach nur der Nase folgen und den Ort Rakalj durchqueren. dann kommt man automatisch an diesen Abzweig nach rechts (die Haupstraße führt zurück nach Krnica).



Man sollte die Runde in dieser Richtung befahren, denn hier hat man wenigstens das Bergauf-Stück geteert.
Nach rund 2,5km dann die nächste Abzweigung nach rechts. (Links sind zwei Häuser und die Teerstraße endet dort). Es ist der höchste Punkt der Bergüberquerung.



Man kommt dann in diesen unscheinbaren Feldweg. Von nun an gehts bergab.



Der Weg wird allmählich schwieriger zu befahren, der lose Schotter mehrt sich.



Mancher wird sich jetzt die Augen reiben, denn das was jetzt gegenüber auftaucht, ist wohl bekannt. Doch hier herüben..... Diese Etappe habe ich 3x gemacht und fand immer wieder nur meine eigenen Spuren.....



Langsam näherte ich mich dem Meer - 200 Höhenmeter runterbremsen. Und hier können sicherlich Profis noch fahren. Ich längst nicht meer...



.......und hier war der Fahrweg endgültig zu Ende. Mich selbst via Fahrrad den Berg runterbremsen! Doch diese geniale Aussicht!!!!!!!!!!



Seltsam: Gras im Meer! Später hat man mich aufgeklärt......Süßwasser...



Hier war Schieben und Tragen angesagt. Denn wer sein Fahrrad liebt, der........ Tragen - also mal umgekehrt! Denn normalerweise soll der Stollen-Gaul ja mich tragen.....



Noch schnell ein Blick zurück auf den Weg. Und Freude, es wieder einmal geschafft zu haben.



So liebe Freunde, das wars für heut.
Morgen Abend gibts meine Traum-Bucht und den mit Seltsamem gespickten Rückweg

liebe Grüße
vom Crveni vrag
 
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claus-juergen

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#14
hallo Klaus,

links von der Kneipe gehts zu einem kleinen Hotel mit dem Mini-Campingplatz.



An der Hauswand findest du diese 100 Jahre alte Inschrift:



Solltest du drinnen gewesen sein, wären dir auch alte Schwarz-Weiß Fotografien aufgefallen. Hier z. B. die von Valmazzinghi, das ist das heutige Zementwerk Koromacno.





oder auch dieses Bild eines Kriegsschiffes der KuK Kriegsmarine




das Haus links von der Straße steht heute noch. Rechts in dem Haus befindet sich die einzige Kneipe dieses Hafens.



"Waidmannsheil" sagte man bis 1918 im damaligen Ort Karnizza



Vielleicht schaust du dir diese Bilder beim nächsten Besuch mal an.

grüsse

jürgen
 
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#15
Teil 4

die Buchten Blaz und Lovrescica

Liebe Freunde,

heute will ich Euch mal in einen kleinen Teilbereich des Rasa-Kanals entführen, der noch ziemlich unbekannt ist. Die Wirtin des DDR-LKW-Versorgungs-Standes jammerte schwer, daß kaum Jemand dorthin findet. Der Teerbelag der Straßenzufahrt dürfte etwa 5 Jahre alt sein. Wie es davor ausgesehen hat? Keine Ahnung.

Doch davor kam nach der Bergab-Fahrt noch etwas ganz Unerwartetes: Eine gigantische Süßwasserquelle, die direkt aus dem Karstgestein entsprang und bis 1948 eine Mühle angetrieben hat und sich dann in die Blaz-Bucht ergießt.
Hier nochmals ein Blick zu den ehemaligen Mühlengebäuden.



Klar - nach 68 Jahren ist die Natur im Inneren der Gebäude eingekehrt. Augenscheinlich war die Mühle nicht mehr rentabel, denn die Wege dorthin waren äußerst beschwerlich.
Doch kann man noch ein bisschen anhand der Details erkennen. Hier z.B. in Bildmitte das rostige Teil war mal die Lagerung des Mühl-Rades.



Den Zweck dieser mehrfach vorhandenen behauenen Steine konnte ich leider nicht identifizieren.



Dann noch die ehemalige Wehr-Anlage, mit der das Wasser nachts aufgestaut werden konnte.



Doch nun zum Grund, warum es justament hier direkt am Meer eine Mühle gab: die Karst-Quelle. Sie lieferte auch jetzt einen ganzen Bach mit Süßwasser aus dem umliegenden Gebiet. Augenscheinlich sind im kalk Unmengen von Wasser gespeichert. Ja - Trinkwasser-Qualität! Es schmeckte hervorragend. Und mit Verunreinigungen muss hier nicht gerechnet werden.



Auf dem weiteren Weg von der Blaz-Bucht (Mühle) zur Lovrescica-Bucht wurde mir bewusst, mit welch enormem Aufwand in Handarbeit dieser Weg aus dem Stein gehauen worden war. (Jaaaaa, zugegebenermaßen - Stein gibts dort zum Schweinefüttern......)



Dann endlich komme ich zum nächsten Versorgungspunkt (Tankstelle). Ein zum Verkaufs-Stand umgebauter DDR-Lastwagen (immerhin noch fahrbereit)



Meine Energie-Reserven sind auf Tiefpunkt - der Durst dafür sehr sehr hoch. Also hab ich mir ein Pivo geholt, und noch eins......
Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache, denn ich bin - obwohl zu 100% als total verrückter Tourist erkennbar - wieder einmal von den Einheimischen in Kroatisch angesprochen worden. Wir haben dann die nette Unterhaltung in Italienisch fortgesetzt. Und es ist JEDESMAL eine nette Unterhaltung. (Steht vielleicht "Roter Teufel" auf meiner Stirn geschrieben....?)



Man hat von hier aus eine grandiose Aussicht auf den RASA-Kanal. Doch das Schönste ist eigentlich die unendliche RUHE - und das mitten in der Hochsaison! Unvorstellbar für Jeden, der die Westküste Istriens im Hochsommer kennt. Doch dieses wunderschöne Fleckchen Erde ist eben nur ganz Wenigen bekannt!!!!!!



Noch schnell ein Wehmuts-Abschieds-Rückblick auf eine zauberhafte Bucht.



Der nun folgende Rückweg hat auch noch ein paar Kuriositäten zu bieten.

liebe Grüße
vom Crveni vrag
 
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#16
An der Hauswand findest du diese 100 Jahre alte Inschrift:



Solltest du drinnen gewesen sein, wären dir auch alte Schwarz-Weiß Fotografien aufgefallen. Hier z. B. die von Valmazzinghi, das ist das heutige Zementwerk Koromacno.





oder auch dieses Bild eines Kriegsschiffes der KuK Kriegsmarine




das Haus links von der Straße steht heute noch. Rechts in dem Haus befindet sich die einzige Kneipe dieses Hafens.



"Waidmannsheil" sagte man bis 1918 im damaligen Ort Karnizza



Vielleicht schaust du dir diese Bilder beim nächsten Besuch mal an.

grüsse

jürgen
Hallo Jürgen,

Danke für den Hinweis. Werde ich gerne machen.
Wenn ich nicht wieder auf der Flucht bin.....
Denn diese Tour benötigt sehr viel an Zeit und Kraft.

Grüße
Klaus
 

baskafan

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#17
@claus-juergen, was Du immer für Schätze entdeckst.
Diese Region dürfte seinerzeit durch die KuK Marine stark profitiert haben. Ob das, a la long, gut war kann ich nicht sagen, jedenfalls gibt es heute noch viele Zeugnisse über diese Zeit.
 

baskafan

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#18
Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache, denn ich bin - obwohl zu 100% als total verrückter Tourist erkennbar - wieder einmal von den Einheimischen in Kroatisch angesprochen worden. Wir haben dann die nette Unterhaltung in Italienisch fortgesetzt. Und es ist JEDESMAL eine nette Unterhaltung. (Steht vielleicht "Roter Teufel" auf meiner Stirn geschrieben....?)
liebe Grüße
vom Crveni vrag
Ja wenn Du dich in abgelegenen Orten aufhältst, dann spüren die Leute, dass Du das Land liebst und wollen diese Liebe mit dir teilen und mit dir Kontakt aufnehmen. Natürlich in ihrer Muttersprache (Es sind ja keine fremdenverkehrsgeschulten Menschen, italienisch ist dann dort natürlich ein zusätzlicher Dammbrecher, und den Beiden wird diese spontane Begegnung mit Dir auch in angenehmer Erinnerung bleiben. So was kann man nicht planen sondern nur erleben.
DANKE dass Du uns das miterleben lässt.
 

claus-juergen

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#19
hallo Klaus,

vor drei Jahren habe ich schon mal einen Bericht über diese rätselhaften Ruinen geschrieben. Hier könnt ihr ihn nachlesen

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/rätselhafte-ruinen-in-rasa-kanal-ein-bildbericht.74961/

Von der Bucht aus bin ich vor einiger Zeit rauf nach Rakalj gewandert und danach wieder zurück. Den Bericht darüber findet ihr hier. Vermutlich bist du die selbe Piste mit dem Radl runter gefahren. Da muß man schon ein leidenschaftlicher Radler mit gutem Mountain-Bike sein, wenn man diesen hundsmisrablen Weg befahren will. Baden hat mich im übrigen hier nicht sonderlich angemacht weil das Wasser in der Bucht ziemlich trübe ist.

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/istrien-wanderung-vom-rasa-kanal-nach-rakalj.76531/


@Hannes

Hier sage ich dir mal ein klares Jein. Die Marine hat sich im großen und ganzen um Pula kristallisiert. Das Zementwerk Koromacno wie auch der Kohlebergbau und die Bauxitmine in dieser Region wurden erst nach dem Ersten Weltkrieg unter italienischer Herrschaft groß ausgebaut. Zu KuK Zeiten war hier an der Ostküste eigentlich fast nichts los. Nur die Badeorte oder sagen wir eher Kurorte zur Überwinterung rund um Opatija wurden bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Austro-ungarischen Adel und Geldadel entdeckt. Die Küstengegend von der Südspitze Istriens bis nach Opatija diente damals eigentlich nur als Stützpunkt für kleinere Fischereihäfen. Ausnahme war Plomin Luka. Dort hatten im 19. Jahrhundert wegen der geschützten Lage Handelsschiffe ihren Heimathafen. Deren Eigner und Kaptäne logierten standesgemäß in Plomin, was heute nahezu verlassen ist.

Über die Geschichte der dort bis Anfang des 20 Jahrhunderts beheimateten Handelsschifffahrt findest du Zeugnisse in der Kapelle Sveti Juraj in Plomin

http://www.adriaforum.com/kroatien/threads/plomin-die-kapelle-sveti-juraj.77206/#post-773715

grüsse

jürgen
 
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#20
Teil 5

der Rückweg

Liebe Freunde,

auch nach dem schönsten Tag muss Mann wieder heimwärts - sprich Nähe Vodnjan.
Bedeutet, das wunderschöne Fleckchen Erde an der Lovrescica-Bucht zu verlassen und zunächst etwa einen Kilometer auf einem ungeteerten Strandweg nach Westen zu Radeln.
Sodann ist der Aufstieg zu bewältigen. Zum Glück auf vor geschätzt 5 Jahren geteerter einspuriger Straße. Das Wort "Steilküste" lässt hier keine Fehl-Interpretation zu.

Auf dem folgenden Bild ist der Verlauf der Straße nach oben auf das Plateau teilweise zu sehen.



Ich war nicht sehr lange im Sattel, denn mit Steigungen zwischen 15 und 20% hält Mann nicht lange durch. Also Schieben..... und Pause machen.... im Wechsel....



Die Sonne lässt die "Birne" erröten und Mann "badet im eigenen Saft". Der obligatorische Helm ist jetzt nicht meer vonnöten... Die Geschwindigkeit fällt auf den Tiefpunkt.
Schatten und ein Lüfterl wären jetzt eine Wohltat..... doch Fehlanzeige!



Zwischendurch ein guter Aussichtspunkt auf die Nordseite des Rasa-Kanals - sicherlich Einigen geläufig - nur eben nicht von dieser Seite.
Für mich in dem Moment eine willkommene Verschnaufpause.



Doch nach etwa 2 Kilometern und knapp 250 Höhenmetern hat auch diese Tortur ein Ende und ich erreiche wieder "belebtes Gebiet" - abseits vom Touri-Strom. Und ich bin dankbar, wieder erfrischenden Fahrtwind zu spüren.
Rebici



Die West-Ausfahrt des kleinen Örtchens bietet dann diese Holzfigur. Leider kann ich zum Sinn nichts beitragen.



Im nächsten Ort wohnt offensichtlich ein großer Motorsport-Fan - wenn auch nicht mehr gaaaanz jung....



Noch ein weiteres "Motorsportliches Highlight" gefällig?
Ami-Schlitten-Abschnitt an der Garagenwand.....



Mein Bike muss dringend wieder an eine Tankstelle, damit das Benzin bzw. der Tritt-hin bis nach Hause zu Christl und Peter reicht.....!



Fazit: Wenn Mann dahin fährt, wo sein Bike hinwill - so kann er was erleben!

Bis irgendwann mal wieder in diesem Theater

der Rote Teufel
 
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