Differenzen um die Ausschließliche Wirtschaftszone in der Adria

claus-juergen

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Nachdem Kroatien 2021 eine ausschließliche Wirtschaftszone in der Adria ausgerufen hatte, tat Italien dies vor wenigen Tagen. Daher schlug Slowenien ein Treffen der Außenminister Sloweniens, Italiens und Kroatiens vor. Italien hat kürzlich eine ausschließliche Wirtschaftszone in der Adria ausgerufen. Da Kroatien 2021 dasselbe tat, gibt es in der Adria keine internationalen Gewässer mehr. Slowenien hat daher ein Treffen der Außenminister der drei Länder vorgeschlagen, erklärte das slowenische Außenministerium gegenüber der Nachrichtenagentur STA, wie N1 berichtet.

Italien leitete im Jahr 2020 den Prozess zur Ausrufung einer ausschließlichen Wirtschaftszone in der Adria ein, und nachdem Kroatien im Januar 2021 seine Zone ausgerufen hatte, unterzeichneten Zagreb und Rom im Jahr 2022 ein Abkommen über deren Abgrenzung.Slowenien, das laut dem Urteil des Schiedsgerichtshofs von 2017 über die Grenze zu Kroatien nicht das Recht hat, eine eigene ausschließliche Wirtschaftszone zu deklarieren, betonte daraufhin bei trilateralen Arbeitstreffen mit Kroatien und Italien über die Zusammenarbeit in der Adria, dass die Deklaration von Wirtschaftszonen durch Kroatien und Italien die Rechte Sloweniens nach internationalem und europäischem Recht in keiner Weise beeinträchtigen dürfe. Das slowenische Außenministerium bekräftigte dies heute in seiner Antwort an die STA und betonte, dass die im Schiedsspruch garantierten Rechte und Freiheiten respektiert werden müssen. Kroatien erkennt den Schiedsspruch nicht an.


grüsse

jürgen
 
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