Coronavirus - erster Verdacht und wie es weiter ging...

Heiko705

Forum-Guide
Mitarbeiter
Registriert seit
16. Juni 2013
Beiträge
6.247
Zustimmungen
11.884
Punkte
113
Alter
47
Ort
Kassel
Die Berliner Amtsärzte fordern die Regierung auf, Maßnahmen oder Lockerungen nicht mehr an die Inzidenzwerte zu knüpfen, da dies nicht zielführend für eine Bekämpfung des Virus sei:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/...n-lockerungen-nach-inzidenzwert/26937634.html

Es werden intensive Maßnahmen der Prävention für Alte und Kranke und gleichzeitig Abmilderungen für andere Bevölkerungsgruppen gefordert. Da sollten die Ärzte lieber aufpassen, dass sie nicht sofort als Covidioten, Querdenker, Kritiker oder Zweifler denunziert werden, die eigentlich die Treiber der Pandemie und verantwortlich für den Ruin von Wirtschaft, Handel und Freiheit sind. Wie können sie es wagen, die Maßnahmen der Regierung derart infrage zu stellen? ;)
 

Heiko705

Forum-Guide
Mitarbeiter
Registriert seit
16. Juni 2013
Beiträge
6.247
Zustimmungen
11.884
Punkte
113
Alter
47
Ort
Kassel
Es gab eine Zeit, da war Querdenker ein positives Wort. Querdenker waren in der Firma gern gesehen. Sie standen für Innovation, brachten frischen Wind und durchbrachen das festgefahrene Denken. Sie beschritten neue Wege und brachten neue Ideen. Querdenker waren beliebt. Heute ist Querdenker ein Schimpfwort. Wenn man sich eigene Gedanken macht, auch nur die kleinste Idee hat, wie der Umgang mit der Corona-Pandemie hätte besser funktionieren können, auch nur mit einer einzigen Maßnahme der Regierung nicht einverstanden ist, dann ist man ein Querdenker, ein Gewalttätiger, ein Hooligan.

Ein Problem der Gesellschaft ist es, alle Menschen in bestimmte Schubladen pressen zu müssen. Es gibt nur schwarz oder weiß und nichts dazwischen. Ist man für grenzenlose Zuwanderung nach Deutschland, ist alles gut, zeigt man jedoch auch Probleme auf, die dadurch entstehen können, ist man rechtsradikal.

In unserer Gesellschaft ist es stets wichtig, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Auch unsere Presselandschaft bildet nicht alles ab, was für die Einholung objektiver Information notwendig wäre, unsere Politiker sagen nicht alles, was man benötigt, um sich eine fundierte Meinung zu bilden, deshalb ist es so wichtig, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Nicht alles, was Russland jemals tat, ist schlecht, nicht alles, was die U.S.A. jemals taten, ist gut, und auch Deutschland hat nicht immer eine weiße Weste, auch wenn bestimmte Medien dies über lange Zeit so transportiert haben.

Wie kann man sich nur erdreisten, sich als Laie eigene Gedanken zu machen? Nun, das kommt immer ganz darauf an, um was für ein Thema es sich handelt. Ist absolutes Fachwissen vonnöten, ist es meist die bessere Wahl, denen Glauben zu schenken, die sich besser damit auskennen. Da sollte man auch mal zurückstecken können. Es gibt jedoch auch Themen, zu denen man sich als Laie ruhig auch äußern darf.

Hier haben wir nun z. B. die Berliner Amtsärzte, die fordern, die jeweiligen Maßnahmen oder auch Lockerungen nicht mehr von den Inzidenzwerten abhängig zu machen, da dies nicht der richtige Weg sei. Es sei besser, intensive Präventionsmaßnahmen in Bezug auf Alte und Kranke zu ergreifen, bei weniger gefährdeten Personengruppen jedoch mehr Abmilderungen zuzulassen. Wie kann es sein, dass das genau das ist, wofür ich als Laie schon von Anfang an plädiere? Kann man als Laie eventuell in mancherlei Hinsicht doch gute Ideen haben?

Was bedeutet das eigentlich, wenn es nicht sinnvoll ist, Maßnahmen für die gesamte Bevölkerung zu ergreifen? Wenn es nun nicht sinnvoll ist, war es das eventuell vorher auch nicht? Dass über 80 Prozent der am Virus verstorbenen Personen in einem Alter von über 80 Jahren waren, ist auch heute noch Fakt. Wäre es vielleicht möglich gewesen, vor allem diesen Personenkreis von Anfang an besser zu schützen, wohingegen weniger gefährdete Personengruppen nur wenige Maßnahmen hätten hinnehmen müssen? Ja, wäre es vielleicht sogar nicht nötig gewesen, die Wirtschaft dermaßen an die Wand zu fahren? Doch, doch, sagen meist diejenigen, die andere Meinungen nicht zulassen können. Auf der ganzen Welt gibt es schließlich Lockdowns. Das ist ja schließlich der Beweis.

Warum verstehen erwachsene Menschen nicht, dass es vollkommen in Ordnung ist, dass andere Personen eine andere Meinung haben, dass es meistens nicht möglich ist, diese Personen von der eigenen Meinung zu überzeugen? Man darf dies ruhig versuchen; man nennt dies diskutieren, doch ist es überhaupt nicht schlimm, wenn es nicht funktioniert. Andere Meinungen lassen sich nicht ausrotten. Die Personen, die am lautesten danach schreien, dass jeder eine eigene Meinung haben darf, sind meist diejenigen, die am wenigsten damit umgehen können.
 

Klaus1963

aktives Mitglied
Registriert seit
30. Juni 2019
Beiträge
169
Zustimmungen
489
Punkte
63
Ort
Bayern

Heiko705

Forum-Guide
Mitarbeiter
Registriert seit
16. Juni 2013
Beiträge
6.247
Zustimmungen
11.884
Punkte
113
Alter
47
Ort
Kassel
Klaus, Du forderst doch immer Vorschläge, wie man es eventuell hätte besser machen können. Und jetzt übergehst Du ihn einfach? Nichts von dem, was Du schreibst, habe ich gesagt. Aber das passt. Jetzt schiebst Du mich also in die Schublade der Leugner. Ist aber auch gut, dass Du auf den Text gar nicht eingehst. Ich möchte gar nicht diskutieren.
 

Klaus1963

aktives Mitglied
Registriert seit
30. Juni 2019
Beiträge
169
Zustimmungen
489
Punkte
63
Ort
Bayern
Sorry, ich habe keine Vorschläge erkannt wo man es besser machen kann.
Wenn jemand sagt, Risikopersonen müssen geschützt werden, was meint er dann?
Wegsperren?
Wenn man Politiker verantwortlich machen will, würden dann auch die anderen Ideengeber eine Verantwortung übernehmen?

Eine kleine Gesichte ohne Corona.
Bei uns gibt es eine unfallträchtige Kreuzung.
Gemeindestrasse/Bundesstrasse
Es gibt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 für die Bundesstr. trotzdem jählich ca. 3 Tote.
Die Stadt und der Landkreis wurden von den Bürgern aufgefordert, gegen diese Gefährdung Maßnahmen zu ergreifen.
Also, zuerst festinstalliertes Radar. Geschrei groß wegen Wegelagerei.
Danach Ampelanlage, Geschrei groß weil Verkehrsfluss gestörrt.
Weiterhin teilweise schwere Unfälle weil der mündige Bürger sich nicht an Geschwindigkeiten hällt.
Eigenverantwortung funktioniert nicht einmal bei festen Regeln.
Eltern halten sich vor der Schule ihrer Kinder nicht an die von ihnen selbstgeforderten Schrittgeschwindigkeiten.

Zum Thema Corona. Ich habe kein Problem wen man zu Maßnahmen eine andere Meinung hat.
Aber, mein Gegenvorschlag. Um Risikopersonen zu schützen, warum dann nicht die Gefährder einsperren?
Oder, ganz Neutral! Alles wieder aufmachen aber jeder benötigt regelmäßig einen anerkannten offizielen Test alternativ eine Impfbestätigung.
Wenn, Hotel, Gaststätten, Dienstleister usw. einen Impfnachweis verlangen nutze ich diese dann gerne weil ich dann größtmöglichste Sicherheit habe. Bis dahin schützt mich größtmöglichst die Massnahmen der Regierung.
Und, ein Jahr Pandemie mit den verschiedensten Wegen hat mir gezeigt, welcher letztendlich die größte positive Wirkung hatte bzw. welche Auswirkung es hatte, wenn man das alles zu locker gesehen hat.
 

Heiko705

Forum-Guide
Mitarbeiter
Registriert seit
16. Juni 2013
Beiträge
6.247
Zustimmungen
11.884
Punkte
113
Alter
47
Ort
Kassel
Ich finde, dass es durchaus eine Überlegung wert gewesen wäre, dass man die Personen, bei denen kein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten ist, unter Beachtung guter Hygienemaßnahmen ihrer Tätigkeit nachgehen lässt, damit die Wirtschaft bis zu einem gewissen Grade überlebt und eine massive Pleitewelle vermieden wird. Unter dem angerichteten Schaden wird man noch in ferner Zukunft zu leiden haben. Auch Kinder hätten in die Schule gehen können und würden nicht alle sozialen Kontakte verlieren. An dieser Stelle möchte ich mich aus der Diskussion jedoch wieder zurückziehen...
 

Rabac-Fan

erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4. Apr. 2007
Beiträge
1.446
Zustimmungen
477
Punkte
83
Ort
bei Bremerhaven
Ich finde, dass es durchaus eine Überlegung wert gewesen wäre, dass man die Personen, bei denen kein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten ist, unter Beachtung guter Hygienemaßnahmen ihrer Tätigkeit nachgehen lässt, damit die Wirtschaft bis zu einem gewissen Grade überlebt und eine massive Pleitewelle vermieden wird. Unter dem angerichteten Schaden wird man noch in ferner Zukunft zu leiden haben. An dieser Stelle möchte ich mich aus der Diskussion jedoch wieder zurückziehen...
Das sind die Richtigen! Erst einen riesigen Post einstellen - und wenn nicht alle deiner Meinung sind, dann sich wieder zurückziehen!

Was mich an deinem Geschreibsel am meisten stört ist die Tatsache, dass du im NACHHINEIN super schlaue Sprüche klopfst. Warum hast du deine ach so tollen Ideen nicht im März letzten Jahres, als das ganze anfing, vorgebracht? Zu der Zeit hatte nämlich noch niemand - ich betone NIEMAND - Erfahrung mit dieser Pandemie! Dass zu dem Zeitpunkt vielleicht Fehler gemacht wurden seitens des RKI und der Regierung, das ist doch völlig klar. Die sind auch nicht allwissend. Das war in allen Ländern auf dieser Welt so! Aber sich jetzt im Nachhinein hinstellen und so tun, als wenn du von Anfang an alles besser gewusst hast, auf so einen schlauen Kopf wie dich aber fatalerweise niemand gehört hat, das ist in meinen Augen verwerflich und eines Mitarbeiters dieses Forums nicht würdig!

Gruß Arno
 

Heiko705

Forum-Guide
Mitarbeiter
Registriert seit
16. Juni 2013
Beiträge
6.247
Zustimmungen
11.884
Punkte
113
Alter
47
Ort
Kassel
Danke für Deine Meinung, Arno. Ich brauche das nicht, dass Andere der gleichen Meinung sind, sondern wollte meine Meinung lediglich kundtun. Was hier am Wochenende geschrieben wurde, hatte mich etwas aufgeregt. Und wie gesagt, diese Meinung habe ich nicht erst im Nachhinein, sondern hatte sie schon von Anfang an. Ich beanspruche aber nicht für mich, dass "ich es gewusst habe." So ein Quatsch. Man hätte an seiner Verfahrensweise und an den Maßnahmen auch später noch Änderungen vornehmen können. Niemand verlangt, dass von Anfang an alles richtig gemacht wird. Wenigstens darüber nachdenken sollte man dürfen. Doch tut man es, wird man in die Schublade der Leugner geschoben. Das stört mich am meisten. Man wird beleidigt. Wie Jörg (jrturtle23) bereits sagte, es ist wirklich nicht lustig. Welcher vernünftige Mensch würde sich da nicht zurückziehen?
 

Klaus1963

aktives Mitglied
Registriert seit
30. Juni 2019
Beiträge
169
Zustimmungen
489
Punkte
63
Ort
Bayern
Gute Hygienemaßnahmen wären ein Schlüssel um eine Pandemie etwas zu beherschen.
Aber, das Problem ist, entweder hält sich der Virus nicht daran oder eben der Mensch.
Beispiele bei einem kleinen Kreis:
Profisport wo ja ganz strenge Regeln gelten und trotzdem Ansteckungen vorkommen.
In großen Kreisen:
Alten- Pflegeheimen, Krankenhäuser uä.
Und jetzt nach einem Jahr hat es sich bestätigt. Überall wo es Kontakte gibt, springt der Virus weiter und es kommt dann immer die Situation, wo es außer Kontrolle gerät.
Und, wen auch die meisten Menschen eine Erkrangung nicht einmal merken, egal in welchem Alter, so geben sie diesen Virus weiter.
Es spielt doch keine Rolle, das jüngere weniger betroffen sind. Das Ist auch kein Trost für Partner oder Eltern der dann doch Betroffenen.

Ironi an:
Zu meinem Beispiel mit der Kreuzung.
Da braucht es auch keine staatliche Regelung. Jeder weiß ja, Raserei erhöht die Gefahr von Unfällen und jeder ist dann selber Schuld, wenn er zur falschen Zeit am falschen Ort ist.
Und wenn Kinder eine Geschwindigkeit noch nicht einschätzen können, dürfen Sie dort nicht gehen.
Ironi aus:

Um Leben, jeden Alters zu schützen, benötigt es Massnahmen. Diese mögen zu dieser besonderen Zeit unpubulär sein aber um extrem große Opfer zu vermeiden gibt es zur Zeit keine Besseren.

Die Berliner Amtsärzte sagen:
Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab“, schreiben die Amtsärzte. Sie seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. „Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln.“
Das heißt, die infektiologische Lage kann auch höher sein.
Gleichzeitig wird auch auf die Imfung hingewiesen.
Die Leiter der bezirklichen Gesundheitsämter fordern den Senat außerdem auf, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um „insbesondere zu dem wissenschaftlichen Stand der Impfungen“ aufzuklären. Ein hoher Durchimpfungsgrad sei „eine entscheidende Säule“, um sich Lockerungen leisten zu können.
Und damit hoffe ich, das mit dieser Impfung und vielleicht auch mal wirksame Medikamente wieder Normalität einkehrt.
Es soll aber keiner zur Impfung gezwungen werden genauso wie keiner gezwungen wird ein Land zu bereisen, ein Flug/Hotel zu buchen, eine Gaststätte oder Lokal zu besuchen die zur Sicherheit der anderen Menschen/Gäste, nur geimpfte reinlassen.
 

Milan

erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22. Feb. 2013
Beiträge
938
Zustimmungen
1.139
Punkte
93
Ort
am Rande des Schwarzwaldes
Ich finde, dass es durchaus eine Überlegung wert gewesen wäre, dass man die Personen, bei denen kein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten ist....
Und wer, @Heiko705 , entscheidet darüber bei wem kein schwerer Krankheitsverlauf zu erwarten ist? Und woran wird dies festgemacht? Und selbst wenn bei diesen Menschen der Krankheitsverlauf nicht so schwer wäre, so wären sie doch als Infizierte zunächst auch wieder Verteiler des Virus.
Würdest du dir diesen Schuh anziehen wollen?

Ich arbeite wie du im Gesundheitswesen, allerdings nicht im Büro sondern an der Basis. Draussen.
Und ich könnte dir täglich von neuen, schwer erkrankten Menschen berichten die zu allem anderen als einer Risikogruppe gehörten.

Markus
 

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
8. Apr. 2008
Beiträge
17.706
Zustimmungen
18.874
Punkte
113
Ort
Landkreis Augsburg und Liznjan/Istrien
In letzter Zeit ist der Impfstoff von Astra Zeneca in den Medien ja nicht gut weggekommen. Mancher weigert sich gar, den gespritzt zu bekommen weil er angeblich wesentlich weniger wirksam sein soll als der von der Konkurrenz. In Schottland hat man allerdings gestern Zahlen veröffentlicht, die dies widerlegen.

https://www.faz.net/aktuell/politik...14.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Vielleicht ist die britische Methode mit der Zweitimpfung bis zu zwölf Wochen zu warten gar nicht so verkehrt. Als Laie kann das eh kaum jemand von uns beurteilen. ;)

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

Globaler Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
8. Apr. 2008
Beiträge
17.706
Zustimmungen
18.874
Punkte
113
Ort
Landkreis Augsburg und Liznjan/Istrien
Auch ist es für uns Laien schwierig nachzuvollziehen wie die Todesrate an sich berechnet wird. Die österreichische Zeitung "Die Presse" hat dazu einen Artikel veröffentlicht. Das Blatt zählt mit 300.000 Lesern zwar nicht zu den großen Zeitungen. Aber der Artikel zeigt doch Probleme beim Berechnen von Mortalitätsraten auf. ;)



Zum Thema Mortalität habe ich auch einen aktuellen Artikel des Spiegel gefunden.

https://www.spiegel.de/wissenschaft...a44bd9d?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

grüsse

jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:

Kroatien_Fan

erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11. Sep. 2012
Beiträge
514
Zustimmungen
1.697
Punkte
93
Alter
57
Ort
Limburg/Lahn (Hessen)
Ich arbeite ja in einem Krankenhaus und bei uns sind auch ein Teil der Mitarbeiter, die auf einer Coronastation und mit Corona-Patienten arbeiten bereits geimpft. Ansonsten konnte sich das gesamte Personal in eine Liste eintragen und somit die Impfbereitschaft signalisieren. Allerdings kann sich das mit der Impfung aller ja noch hinziehen.
Jetzt gab es aber eine neue Mitteilung, dass das Klinikpersonal deutlich schneller geimpft werden könnte, als ursprünglich angenommen, insofern es sich bereit erklärt, mit dem Impfstoff von Astra Zeneca impfen zu lassen. Da war die Impfbereitschaft um einiges geringer als vorher.

Sicherlich ist der Impfstoff nicht schlechter als die anderen, und immerhin beträgt die Wirksamkeit ca. 70%. 70 % geschützt zu sein ist besser als gar nicht, aber an dem schlechten Ruf sind die Medien natürlich nicht unschuldig und haben zur Verunsicherung der Leute beigetragen und das ist momentan nicht sehr förderlich.

Im übrigen werden wir im Krankenhaus mindestens 2 mal die Woche getestet, das ist Pflicht und bisher haben wir auch noch keine größeren Corona Ausbrüche gehabt.
 

Mick

erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8. Feb. 2004
Beiträge
4.037
Zustimmungen
1.802
Punkte
113
Alter
46
Ort
Olching, Germany
Ja, es stimmt: Der Astrazeneca-Impfstoff hat in der Zulassungsstudie eine geringere Wirksamkeit gegen eine Corona-Infektion gezeigt als die mRNA-basierten Impfstoffe. Das hieße aber nicht, dass der eine Wirkstoff dann um so und so viel Prozent schlechter sei, sagt die Virologin Sandra Ciesek von der Universität Frankfurt. Denn zum einen seien die Zulassungsstudien etwas unterschiedlich ausgelegt gewesen: Bei den Studien von Biontech/Pfizer und Moderna seien etwa keine "Variants of Concern" mit eingeschlossen gewesen – also besorgniserregende Mutationen, so Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".

Und außerdem sei der Wirkstoff von Astrazeneca zwar etwas unwirksamer darin, leichte Infektionen zu verhindern. Das Ziel müsse aber sein, schwere Infektionen zu vermeiden. Wenn man trotz der Impfung eine leichte Infektion bekäme, aber keine schwere, wäre das sicher auch zu akzeptieren. Grundsätzlich bedeutet eine geringere Wirksamkeit von etwa 60 Prozent nicht, dass sechs von zehn Geimpften geschützt sind und vier von zehn versterben. Sondern dass der Impfstoff in sechs von zehn Fällen eine Infektion verhindert, aber in den anderen vier Fällen zwar keine leichten, trotzdem aber schwere Verläufe verhindern kann.


Wenn nach einer Impfung noch leichte Infektionen möglich sind, wäre das nicht nur für den Einzelnen eine annehmbare Einschränkung, sondern auch für den Schutz der gesamten Bevölkerung: Neueste Studien aus Israel zeigen, dass Menschen, die sich nach einer Impfung trotzdem mit Corona anstecken, weit weniger Virus in sich tragen. Deshalb wird so auch eine Übertragung unwahrscheinlicher. Und hierbei kann auch der Astrazeneca-Impfstoff helfen.

"Es scheint sich mittlerweile herauszukristallisieren, dass auch die Adenovirus-Impfstoffe (wie Astrazeneca) vor schweren Verläufen schützen. Deshalb muss man jetzt wirklich genau hinschauen. Und eines darf man nicht vergessen: Während Grippevirus-Impfstoffe 20, 50 oder auch mal 60 Prozent Schutzwirkung pro Saison bieten, liegt die Schutzwirkung bei Corona auch bei Adenovirus-Impfstoffen um einiges höher." Christoph Spinner, Infektiologe von der TU München

Quelle: br.de

Bei der Grippeimpfung 2019/2020 schätzte das RKI auf eine klinische Wirksamkeit von 62 Prozent. Bereits Oktober 2020 waren die meisten Dosen ausverkauft.

AstraZeneca mit 70% nach Erstimpfung und potentiell 85% nach Zweitimpfung ist zu wenig und bleibt liegen.

Keine weiteren Fragen.
 
Registriert seit
18. Juli 2008
Beiträge
117
Zustimmungen
203
Punkte
43
Alter
42
Also nochmal ganz langsam. Der AZ Impfstoff wirkt zu Nahe 100% gegen einen schweren und vermeintlich tödlichen Krankheitsverlauf.

Das ist nicht "nichts" sondern der primäre Sinn und Zweck dieser Impfung!!!

Einige Studien deuten darauf hin, dass der AZ leichte und mittelschwere Verläufe nicht komplett verhindern könne. Mit den angeblichen 70% liegt er aber weit über dem Durchschnitt normaler Grippeimfstoffe sie oft nur auf 50-60% kommen.

Jetzt freiwillig auf diesen Impfstoff zu verzichten nur weil der Nachbar etwas "besseres" hat ist mal wieder ein Spiegelbild der Gesellschaft.

In England laufen Studien die als Fokus die Kombination der verschiedenen Impfstoffe haben. Ideal wäre: jetzt mit AZ Impfen und dann im Herbst mit mRna einen Booster nachschieben.

Gesendet von meinem CLT-L29 mit Tapatalk
 
Registriert seit
18. Juli 2008
Beiträge
117
Zustimmungen
203
Punkte
43
Alter
42
Grad kam die Meldung, dass AZ im zweiten Quartal statt 90 nur noch 45Mio Impfdosen liefern wird.

Das kann doch alles nicht mehr wahr sein... Aber warum sollte gerade bei dieser Jahrhunderkrise Geld und Politik keine große Rolle spielen

Gesendet von meinem CLT-L29 mit Tapatalk
 

Klaus1963

aktives Mitglied
Registriert seit
30. Juni 2019
Beiträge
169
Zustimmungen
489
Punkte
63
Ort
Bayern
Ich würde mir sofort mit eine der zugelassenen Impfstoffen verabreichen lassen.

Die aufpauschenden Schlagzeilen zu AZ sind wiedermal ein gutes Beispiel wann journalismus über sein Ziel hinaus schießt.

Die vielen erklärenden Aussagen interessieren dabei schon wieder niemanden.

Zum Thema Nebenwirkungen!
Jedes Medikamet hat einen Beipackzettel mit Nebenwirkungen. Wo ist hier ein Aufschrei?
Auszug eines sehr bekanten Medikament:
Nebenwirkungen von IBUPROFEN AL 600 Filmtabletten
  • Übelkeit.
  • Erbrechen.
  • Sodbrennen.
  • Blähungen.
  • Durchfälle.
  • Verstopfung.
  • Bauchschmerzen.
  • Blutungen im Magen-Darm-Bereich.
Gefahrhinweise gibt es beim Rauchen mit Schockbildern auf den Schachteln. Interesiert keinen Raucher.
Auch bei Alkohol sind diese bekannt. Interesse bei Nutzern gleich null.
Jede Narkose birgt ein Risiko und man unterschreibt vor jeder Operation, darüber aufgeklärt zu sein.

Hier mal die so hohen Zahlen der aufgetretenen Nebenwirkungen der drei Impfstoffe.
Die Reaktionen seien „nicht mit schwereren oder länger andauernden Erkrankungen verbunden“. Es handle sich in der Regel um „die normale Immunantwort des Körpers auf die Impfung“. Aus den klinischen Prüfungen sei bekannt, dass ältere Personen weniger stark reagierten als jüngere. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen nehme bei der zweiten gegenüber der ersten Impfung leicht ab.

Bis zum 12. Februar wurden in Deutschland 3,8 Millionen Impfungen mit Biontech/Pfizer, knapp 87.000 Impfungen mit Moderna und gut 31.000 Impfungen mit Astrazeneca durchgeführt. Von den 7.690 gemeldeten Verdachtsfällen entfielen 7.277 auf Biontech/Pfizer, 258 auf Moderna und 20 auf Astrazeneca, in 135 Fällen wurde der Impfstoff nicht genannt.

Insgesamt 1.178 Fälle wurden als schwerwiegend eingestuft. „Die Melderate betrug für die drei Impfstoffe zusammen 1,9 pro 1.000 Impfdosen, für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen 0,3 pro 1000 Impfdosen“, hat das PEI berechnet.
Und als Nebenwirkung werden bei allen dreien genannt:
Dazu zählten vorübergehende Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle, leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerzen. Nebenwirkungen träten meistens am Tag nach der Impfung auf und seltener nach der zweiten Dosis.
Mein Vorschlag wäre, wer ein Impfangebot ausschlägt muss sich wieder ganz hinten anstellen.
 
Top Bottom